Ketonkörper wirken antiinflammatorisch – Zuckerfasten und Kokosöl sind also sinnvoll

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Wir hatten schon einmal über das Thema „ketogene Ernährung“ berichtet. Eine Gruppe um Yun-Hee Youm et.al. an der „Section of Comparative Medicine and Program on Integrative Cell Signaling and Neurobiology of Metabolism, Yale School of Medicine, New Haven, Connecticut, USA.“ berichtete jetzt in Nature Medicine, dass das Keton Beta-Hydroxybutyrat (BHB), welches der Körper beim Fasten oder während einer Diät produziert, einen Teil des Immunsystems blockiert, der in verschiedene entzündliche Erkrankungen wie zum Beispiel Diabetes mellitus Typ 2, Artherosklerose und Alzheimer involviert ist. Daraus ist auch auf eine positive Wirkung bei MS zu schließen.

Das Abstract der Studie ist hier nachzulesen.

The ketone metabolite β-hydroxybutyrate blocks NLRP3 inflammasome–mediated inflammatory disease


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Alte Freunde – neue Feinde – Was unsere Kinder (und uns) chronisch krank macht

Auch wenn der hier empfohlene ARTE-Beitrag auf den ersten Blick nichts mit MS zu tun hat, zeigt er auf eindrucksvolle Weise, wie Lebensstil und chronische Krankheiten miteinander verbunden sind. Die Grundgedanken sind die gleichen wie im Life-SMS-Konzept dargestellt. Der Mensch lebt in einer symbiotischen Beziehung mit seiner Umwelt.  Das gehören zum Beispiel auch eine spezifische Darmflora und eine Ernährung, die unserem genetischen Profil entspricht. Die Auswirkungen falsch verstandener  Hygiene,  einer überzuckerten und mit Schadstoffen behafteten Ernährung und von Übergewicht schon im Kindesalter werden eindrucksvoll gezeigt.

Die Auswirkungen mit Blick auf Autismus, ADHS und entzündliche Darmerkrankungen bei unseren Kindern und in der Folge bei den Erwachsenen sind erschreckend.

Und wer glaubt, dass die Nahrungsmittelindustrie vornehmlich mit gesunden Inhaltsstoffen arbeiten würde, verfolge doch einmal das Backexperiment mit Sarah Wiener!


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Wenn Körner, dann Vollkorn bitte!

Auch wenn der übermäßige Verzehr von Getreideprodukten durchaus mit Fragezeichen versehen ist und viele MS-Betroffene auf Getreideprodukte möglichst ganz verzichten, stellt sich die Frage nach der optimalen Art der Körner in unserer Nahrung.

Diese Frage kann nunmehr eindeutig mit „Wenn Körner, dann Vollkorn!“ auch wissenschaftlich fundiert beantwortet werden. Zu diesem Fazit kommen Ernährungswissenschaftler der „Harvard School of Public Health“, die sich 2 große prospektive Kohortenstudien aus den USA noch einmal vorgenommen haben: die Nurses‘ Health Study (1984 bis 2010) und die Health Professionals Follow-Up Study (1986 bis 2010).

Die Untersuchung zeigt, dass der Verzehr von Vollkornprodukten unabhängig von anderen Lebensstileinflüssen die Gesamtmortalität und die kardiovaskuläre Mortalität reduziert.  Pro Portion (28 g) Vollkornprodukte am Tag mehr, sank die Gesamtmortalität um 5% und die kardiovaskuläre Mortalität um 9%. Auch die Krebsmortalität sank mit steigendem Vollkornkonsum etwas ab, allerdings nicht stark genug, um statistische Signifikanz zu erreichen. Kardiovaskuläre Komorbiditäten sind bei MS-Betroffenen deutlich häufiger anzutreffen, als im Durchschnitt der Bevölkerung.

Im Endeffekt also eine weitere Einflussmöglichkeit, zur Stabilisierung der Körperfunktionen.

Quelle: Association Between Dietary Whole Grain Intake and Risk of Mortality – Two Large Prospective Studies in US Men and Women


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Was ist eigentlich ketogene Ernährung – Chancen bei der Behandlung der MS?

Das Gehirn ist der energetische Großverbraucher im menschlichen Körper (ca. 25% des Gesamtenergieverbrauchs). Besonders einfach kann diese Energie über den Blutzucker (Glukose) bereitgestellt werden. Ein großes Problem in der heutigen westlichen Ernährungsweise ist die Überflutung des Körpers mit Zucker. Dabei ist die Versorgung mit Zucker nicht essentiell. Energie kann auch über Stoffwechselvorgänge in der Leber in Form von Ketonkörpern bereitgestellt werden.

Ketokörper oder auch Ketonkörper ist die Sammelbezeichnung für drei Verbindungen, die vor allem im Hungerstoffwechsel (Fasten, Reduktionsdiät oder kohlenhydratarme Ernährung) in der Leber gebildet werden und unter Umständen zu einer physiologischen Ketose führen (nicht zu verwechseln mit einer lebensbedrohlichen Ketoazidose z.B. im Zusammenhang mit einem Diabetes mellitus und Insulinmangel). Unter Ketokörpern fasst man Acetoacetat (auch Acetacetat genannt), Aceton und β-Hydroxybutyrat bzw. 3-Hydroxybutyrat zusammen. Letztere Verbindung ist die Bedeutendste der drei. Die im Hungerstoffwechsel in der Leber gebildeten Ketonkörper stellen aber lediglich eine alternative Transportform der Energie dar. Nach Aufnahme durch die Zelle (ZNS und Muskelgewebe) werden die Ketonkörper über Enzyme in Acetyl-CoA und den Citratzyklus wieder in den Zellbrennstoff ATP umgewandelt. Dies ist der Grund dafür, dass der Mensch auch bei stark reduzierter Kohlehydratzufuhr über die Fettumwandlung in der Leber überleben kann und erklärt die heilsame und entschlackende Wirkung des Fastens. Ketogene Ernährung bezeichnet also eine streng kohlehydratarme  Ernährungsform, die gleichzeitig reich an Fetten und Proteinen ist.

Derzeit führt die Charité in Berlin eine vielversprechende Studie zum Nutzen des Heilfastens und der ketogenen Ernährung bei MS durch. In einem Vortrag beim Minisymposium der DGPE (Deutsche Gesellschaft für Paläoernährung) zur ketogenen Ernährung im März 2014 stellte Dr.Markus Bock, Charité, erste positive Zwischenergebnisse dieser Studie vor. Der Vortrag

„Ketonkörper vermittelte Effekte bei Multipler Sklerose – Wo stehen wir? Ergebnisse der IGEL-Studie zum intermittierenden Fasten und zur ketogenen Ernährung nach glykämischer Ladung.“

kann hier: http://palaeo-gesellschaft.de/videos.html angesehen werden ( zur Studie selbst kommen die wesentlichen Infos ab Minute 30, leider in schlechter Tonqualität).

Was bedeutet das für Betroffene? Zumindest, dass eine Kohlehydrat-reduzierte Ernährung positive Effekte verspricht und insofern aus heutiger Sicht empfehlenswert ist. Beispiele sind die LOGI-Diät (LOw Glycemic and Insulinemic Diet) und die moderne Paläoküche. Zu einer umfassenden Hintergrundbetrachtung sei auf das Factsheet Zucker und MS verwiesen. Eine streng ketogene Ernährungsweise sollte nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt angewandt werden.


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