Empfohlener Videoblog: MS mit-ilke – Der Schubnotfallplan auch ohne Kortison

Manche Zeitgenossen kommen überraschender Weise unabhängig von den eigenen Überlegungen zu den gleichen Ergebnissen und man merkt es erst nach einigen Jahren. Manchmal braucht die Vorsehung also auch etwas Zeit.

Ilke war 18 Jahre schubfrei und hat als Apothekerin nicht nur die Erfahrung einer Betroffenen, sondern auch den fachlich-wissenschaftlichen, pharmazeutischen Hintergrund, um fundierte Aussagen zu machen. Das sind hervorragende Grundlagen für eine Verlinkung mit Life-SMS.

Das Credo ihres Video-Blogs und Newsletters ist 100% deckungsgleich mit unserem Grundansatz: mache Dich schlau, ändere Deinen Lebensstil und übernehme Selbstverantwortung. Und bitte, verfalle nicht in Panik, suche die Techniken die es Dir erlauben wieder klar zu denken und überlege erst dann die nächsten Schritte!

Zum Einstieg also hier das aktuelle Video: Multiple Sklerose Schub, was nun? Dein Plan langfristig gesund zu bleiben, auch ohne Cortison

 

 

Darüber hinaus hat Ilke auch ganz praktische Tipps im Portfolio – schauen Sie sich doch zum Beispiel mal Ilkes Wildkräuterführung an…

Eine gute Gelegenheit Kräuter zu sammeln, dabei Vitamin zu tanken und in der Folge wertvolle Pflanzenstoffe zu genießen. Hier zieht der Spruch „fragen Sie Ihre Ärztin oder Apothekerin“ endlich einmal!

In diesem Sinne empfehlen wir unbedingt, Ilkes YouTube-Kanal zu abonnieren und sind auf neue Themen gespannt!

Bleiben Sie gesund und uns treu!

Ihr

Life-SMS Team


 

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Gastbeitrag: Aktiv gegen MS – What makes you running?

Ein Mutmach-Beitrag von Insa*

What makes you running?“ – wurde ich vor kurzem in einem Fragebogen gefragt. Meine Antwort: Den Kopf frei bekommen. Draußen sein. Fit bleiben. Sich stark fühlen. Damit können sich wohl 99 % aller LäuferInnen identifizieren.
Doch es gibt noch einen anderen Grund, warum ich laufe. Denn 2018 wurde bei mir Multiple Sklerose diagnostiziert. MS – eine Krankheit, die ja erst einmal nicht so viel mit Laufen zu tun hat, eher im Gegenteil. Heute trainiere ich für einen Halbmarathon und meinen ersten Marathon im September und bin schneller als je zuvor. Wie das kam? Davon möchte ich euch heute erzählen.

image: Insa beim Training
Insa beim Training

Aktiv gegen MS – meine Heilungsreise

„MS, sitzt man damit nicht irgendwann im Rollstuhl?“ – wurde ich neulich mal wieder gefragt. Klar, das kann passieren. Doch ich bin eine Kämpferin und habe mich damals, als ich die Diagnose bekommen habe, dazu entschieden, selbst aktiv zu werden und alles, was in meiner Macht steht zu tun, um gesund zu sein und zu bleiben.

Dass man selbst aktiv werden kann und einiges für seine Gesundheit tun kann, auch in Ergänzung zur Schulmedizin, habe ich durch meine Amenorrhö gelernt. Amenorrhö ist, wenn die Periode ausbleibt für einen Zeitraum von mehr als 3 Monaten. Bei mir war das mehr als zwei Jahre der Fall, von Sommer 2015 bis Ende 2017. Die Ärzte konnten mir nicht helfen. Ihre einzige Idee: Zurück zur Pille. Doch ich wollte keine künstlichen Hormone mehr nehmen und verstand die Amenorrhö als Zeichen meines Körpers, das gerade etwas nicht in Balance ist. Meine Heilungsreise begann ich auf meinem Blog www.prettyprettywell.com zu dokumentieren, mit dem ich mittlerweile schon vielen Frauen dabei helfen konnte, ihre Periode zurück zu bekommen. Heute vermute ich, dass meine Amenorrhö damals bereits etwas mit meiner späteren MS-Diagnose zu tun hatte.

Ich wollte zunächst einfach nur heilen. In Ruhe. Und die Diagnose so weit wie möglich ignorieren.

Mit der MS-Diagnose durchlief ich einen ähnlichen Prozess wie bei meiner Amenorrhö damals – erst ignorierte ich das Ganze. Dann wurde ich wütend, traurig, whatever. Schluchzte: Warum ich?! Dann krempelte ich die Ärmel hoch und machte mich auf meine Heilungsreise.

Die Macht der Worte

Auch mithilfe von lsms.info und Sven Böttcher begann ich Dinge zu identifizieren und zu ändern, die bei mir wahrscheinlich mit zum Ausbruch der Krankheit geführt haben.

Zudem war direkt für mich klar, mir nur positive Geschichten von Menschen, die ebenfalls mit MS diagnostiziert wurden, anzuhören und ich verzichtete komplett darauf, mich durch Foren und Chats im Internet zu klicken. Wenn Freunde und Bekannte von meiner Diagnose hörten und dann anfingen mit: „ah ich kenne auch jemanden mit MS…“, dann sagte ich immer zuerst: „Ist es eine gute Geschichte, oder nicht? Denn sonst möchte ich sie nicht hören.“ Das mag naiv klingen. Doch es war mein Rettungsanker damals, 2018, als meine Nerven blank lagen und ich mich langsam erholte.

Als Marketing-Frau, Bloggerin und Yogini weiß ich: Worte können mächtig sein. Deswegen sage ich auch NIE: Ich habe MS. Sondern immer: Ich wurde damit diagnostiziert. Selbst bei Ärzten habe ich schon Überweisungsscheine reklamiert. Auf einem stand mal: „blablabla wegen akuter Schübe.“ Das habe ich sofort ändern lassen. Denn den Schuh von Schüben im Plural ziehe ich mir nicht an, bislang hatte ich einen Schub und das soll gefälligst auch so bleiben.

Warum ich laufe

Ich war schon immer eine Läuferin – zu Schulzeiten als Leichtathletin, während Studium und meiner Arbeit als Marketing-Strategin zum Ausgleich. Eben zu besagtem Kopf frei kriegen, draußen sein, fit bleiben und sich stark fühlen.
Ich liebte schon immer das Gefühl, wenn man morgens vor die Haustür geht, die ersten Atemzüge im Freien nimmt und dann lostrabt, die ersten Meter läuft, bis man ein Stück Grün erreicht.
Ich liebte es, die Musik aufzudrehen und mich von Florence and the Machine & Co. durch den Park tragen zu lassen – so muss es sich anfühlen zu fliegen.
Ich liebte es, mit noch klopfendem Herzen und weiten, freien Lungen nach einem Lauf nach Hause zu kommen und meine Muskeln zu spüren.

Laufen als Therapie

Um mit der ganzen MS-Sache klarzukommen, habe ich ebenfalls 2018 eine Therapie angefangen, eine Gesprächstherapie. Das war gut und ich habe auch recht viel geweint jedes Mal am Anfang. Doch mit meiner zunehmenden Genesung wurden die wöchentlichen Termine „auf der Couch“ immer mühseliger. Ich merkte: Das, was ich brauchte, war keine Gesprächstherapie. Ich brauchte das Laufen! So brach ich die Therapie ab und schwor mir, meine Montagabende von nun an statt auf der Couch draußen beim Laufen zu verbringen.
Long runs statt Therapie! Oder besser: Long runs als Therapie.
(Ich spreche hier nur aus meiner Erfahrung. In vielen Fällen macht eine Therapie sicherlich absolut Sinn und wahrscheinlich sollte jeder mal ein paar Stunden „auf der Couch“ verbringen. Bei mir hat es schließlich auch mehr als 20 Sessions gedauert bis ich gesagt habe: Ok, ich glaube es reicht jetzt.)

Meine Entscheidung habe ich noch keinen einzigen Tag lang bereut. Das Laufen macht einfach so sehr meinen Kopf frei und bringt mich zurück in meine Kraft. Das Laufen ist meine Rettung und ich glaube auch, dass es sich positiv auf meine Hormonbalance auswirkt. Noch viel mehr, seit ich eine neue Laufgruppe gefunden habe! Auch diese Gemeinschaft von gleichgesinnten Powerfrauen ist es, die zu meiner Heilung beiträgt.

So geht es mir heute

Heute, fast 2 Jahre nach meiner Hiobsbotschaft, fühle ich mich stärker als je zuvor. Mir geht es sehr gut, das zeigen nicht nur mein Symptomtagebuch, sondern auch meine letzten MRT-Berichte: Die Krankheit befindet sich in Remission steht da, ist also am Abklingen. Keine neuen Entzündungen.

Sicherlich habe ich das meiner Gluten- und Kuhmilch-freien Ernährung, Supplements, Meditation und Mindset-Arbeit, wenig Disstress (der schlechte Stress) und auch meiner Basistherapie mit Ocrevus zu verdanken, die ich bis letzten August gemacht habe, zuletzt mit einer halben Dosis. Und sicherlich haben auch das Laufen und Sport im Allgemeinen, inklusive Yoga, einen großen Teil dazu beigetragen.

Trotzdem bleibt natürlich ein bisschen Angst immer zurück. Das Damoklesschwert einer solchen Diagnose wird wohl mein Leben lang über mir schweben. Was aber auch ok ist; denn es erinnert mich jeden Tag daran, wie endlich das Leben ist und wie dankbar man für jeden Tag sein kann, der einem geschenkt wird.

Dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, den Marathon im September in Berlin zu laufen, mein erster bislang. Über meine Laufreise berichte ich auf Instagram @prettyprettywell und in einer monatlichen Kolumne in der Fit For Fun.

Und obwohl das Laufen schon immer wichtig für mich war, so hat es mittlerweile eine neue Bedeutung für mich hinzugewonnen. Denn ich laufe nicht mehr nur für mich und meine Gesundheit, sondern möchte auch allen anderen zeigen, dass eine solche Diagnose kein Weltuntergang sein muss. Sondern, dass es auch eine Chance sein kann.

In dem Sinne: Lasst es euch gut gehen, Pretties!

Und kommt gern zum Anfeuern am 27. September 2020 nach Berlin, ich freue mich.

Eure Insa


Insa ist 32 Jahre alt und lebt als Bloggerin, freie Journalistin & Yoga-Lehrerin in Berlin. 2018 wurde bei ihr eine schubförmige MS diagnostiziert – ein Schock, der schließlich ihre Leidenschaft zum Laufen neu entfachte. Unter dem Motto „Jetzt erst recht!“ trainiert sie für ihren ersten Marathon im September – und ist so schnell wie nie zuvor.

*Der Text ist ein Auszug aus der zweiten Auflage der Life-SMS Veröffentlichung “MS ist keine Einbahnstraße”, die noch vor dem Sommer in diesem Jahr erscheinen soll.

Mehr zum Thema Sport bei MS auch in unserem aktuellen Faktenblatt!

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Durchtauchen – wie wir gelassen durch die Krise kommen

Ein Gastbeitrag für Life-SMS von Edda Wengler

Über die Autorin

Seit 2016 schreibt Edda Wengler unter dem Pseudonym „Felicitas Dorne“ für Life SMS.

Kurzbiographie: Nach einer glücklichen Kindheit in Mönchengladbach und Jahren der Wanderschaft landete sie in Wien, wo sie bis heute mit ihrer Familie lebt. Gegen alle Wetten schloss sie an der dortigen Universität das Studium der Publizistik, Kommunikationswissenschaft und Psychologie mit Auszeichnung ab. In jungen Jahren arbeitete sie als Hundesitterin und Kellnerin, Universitätstutorin, PR-Frau und Medizinjournalistin, bevor sie sich für eine Karriere in Marketing und Vertrieb in internationalen Konzernen entschied. Nach knapp 1400 Stunden berufsbegleitender Ausbildung unterstützt sie als fast fertige psychologische Beraterin KlientInnen mit und ohne MS, die ihre Probleme lösen, ihre Stärken entdecken und ihr Leben neu ausrichten wollen.

Weil die Krise auch ihr eigenes Leben vorübergehend auf „Pause“ gesetzt hat, schenkt sie den LeserInnen von Life-SMS 12 Stunden Einzelcoaching per Skype (oder Telefon) an den kommenden drei Freitagen 3.4., 10.4. und 17.4. jeweils um 10 Uhr, 12 Uhr, 14 Uhr und 16 Uhr, kostenlos, aber garantiert nicht umsonst. Termine vereinbaren Sie bitte ab sofort per E-Mail unter gesunddenken@gmx.at – solange der Vorrat reicht.


Durchtauchen

Wie wir gelassen durch die Krise kommen

[Hier gibt’s diesen Beitrag auch als pdf-Download….]

Leben mit Corona heißt Leben in der Warteschleife: Angesagt sind Homeoffice und Hamstern, pardon, Vorräte bis zum übernächsten Winter einlagern, statt Büro, Bewegungsfreiheit und Shoppingtouren. Leider kann uns keiner mit Sicherheit sagen, wann wir „back to new normal“ sein werden. Doch bis es soweit ist, könnten wir die Zeit der Krise nutzen, um unsere Seele zu stärken. Psychologische Beratung kann dabei helfen. Damit wir leichter durch Ungewissheit und Ängste, durch Lagerkoller, Fressanfälle und Scheidungswünsche durchtauchen, eventuell sogar mit derselben Kleidergröße. Und Ehering.

 

Ein Bild, das Wasser, draußen, Sport, fahrend enthält. Automatisch generierte Beschreibung
Foto: Jeremy Bishop on Unsplash

Meinungen und Maßnahmen von Experten aus Wissenschaft und Politik überholen sich in diesen Tagen gegenseitig. News von heute sind morgen längst Schnee von gestern. Verstand und Seele rennen keuchend hinterher, versuchen, alles einzuordnen und emotional zu verarbeiten. Plötzlich sind wir im falschen Film gelandet, ohne zu wissen, wann er enden wird.

Ängste und Ratlosigkeit machen sich breit, währenddessen wir tapfer versuchen, unser neues Leben zu stemmen. Treffen mit Verwandten und Freunden, der Besuch von Geschäften, Restaurants und Events, Fortbildung und Urlaub – alles erst mal abgesagt. Der unverzichtbare, wöchentliche Termin bei der Physiotherapeutin fällt ebenfalls flach. Das tut weh, buchstäblich. Stattdessen gewöhnen wir uns an Mundschutz, hochfrequentes Händewaschen samt rapider Hautalterung und Arbeit vom Küchentisch aus. Ganz ehrlich – all das kann schon einen kraftstrotzenden Gesunden überfordern, dafür braucht es keine Multiple Sklerose als Draufgabe.

Mit MS seelisch bestens gewappnet

Die gute Nachricht vorneweg: Als MS-Betroffene/r sind Sie Mitglied eines krisenerprobten Völkchens. Was in diesem Ausnahmezustand für Gesunde unbekanntes Land ist, kennen Sie längst. Im Idealfall kehrten Sie stabil und zuversichtlich von Ihrer beschwerlichen Reise zurück. Gesundheit ist ein kostbares Gut, das über Nacht zerbrechen kann? Diese schmerzliche Erfahrung mussten Sie typischerweise schon in jungen Jahren verarbeiten. Ungewissheit aushalten, etwa hinsichtlich des weiteren Krankheitsverlaufes, und trotzdem nicht vergessen im Hier und Jetzt zu leben? Sie wissen besser als ich, wovon ich wage zu reden. Das berühmte psychische Loch? Vermutlich waren Sie an diesem trostlosen, finsteren Ort, um so rasch wie möglich wieder herauszuklettern. Allein oder mit der Hilfe einer liebevollen Ehefrau oder eines mental starken Gefährten. Vielleicht mussten Sie sich von Ihrer Partnerschaft, Ihrem Arbeitsplatz oder Ihrem finanziellen Poster verabschieden? Die Chancen, dass Sie zumindest einen dieser Rückschläge verkraften mussten, bevor Sie zu neuen, glücklicheren Ufern aufbrechen konnten, stehen hoch. Während Sie diese vielfältigen Herausforderungen bewältigten, eigneten Sie sich gleichzeitig wertvolle neue Strategien und Fähigkeiten an, unbemerkt und nebenbei, die sich jetzt erneut abrufen lassen. Fazit: Menschen mit MS sind psychisch bestens gewappnet, herausfordernde Zeiten zu meistern. Sie sind Veteranen der Notsituation, Kriegerinnen und Kämpfer, kurz: echte Profis im Krisenmanagement.


Foto: Gerhard Wengler

Nicht mehr wir selbst

Dennoch. Ob mit oder ohne MS: Die Covid-19-Krise verändert uns. Unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wir reagieren anders auf Irritationen von außen, sind weniger flexibel und weniger tolerant als im entspannten Normalzustand. Davon erzählen Paare, die sich zu ihrem eigenen Entsetzen wegen Kleinigkeiten in einem heftigen Streit wiederfinden. Wir beobachten es an Mitmenschen, die in Law-and-order-Manier knallhart jene anzeigen, die ihrer Meinung nach gegen behördliche Auflagen verstoßen, wie etwa der einsamen Raucher auf der Parkbank oder das Dreier-Grüppchen Jugendlicher auf der Straße. „Das Hauptsymptom der Krise ist Einengung. Alles ist fester und starrer. Wir hören ständig schlimme Nachrichten, und das macht etwas mit uns.“, erklärt die im Umgang mit Krisen erfahrene, derzeit in Wien tätige Lebensberaterin Gracia N. Grewe. „Wir lassen uns leichter verunsichern, sind weniger selbstbewusst und dünnhäutiger. Dadurch dringen auch unsere eigenen unangenehmen Verhaltensweisen leichter durch unseren seelischen Filter nach außen.“

Drohender Lagerkoller

Verschärft wird die seelische Einengung durch die räumliche. Statt morgens das Haus zu verlassen, sitzen viele von uns im Home-Office, eng auf eng mit unseren Liebsten, 24 Stunden täglich, von Montag bis Sonntag. Wir versuchen, uns auf die Telekonferenz zu konzentrieren, während der Partner nebenan lautstark telefoniert und die Kinder quengeln. Sich aus dem Weg zu gehen ist schwierig bis unmöglich. Verschärft durch den Platzmangel liegen die Nerven blank, können sich Spannungen leicht zu ernsthaften Streitigkeiten auswachsen.

Der Umgang mit der neuen Nähe ist umso schwieriger, je länger sie dauert. Helfen kann, sich den Mechanismus bewusst zu machen. Selbst mehr auf sein Verhalten zu achten, die sensiblen Antennen für sich und andere stärker auszufahren. Besonders wichtig ist, nicht jede kleine Bemerkung auf die Goldwaage zu legen – in einer Ausnahmesituation entschlüpft uns schon mal das eine oder andere unbedachte oder gereizte Wort. Für unseren Erste-Hilfe-Kasten: Auch wer seine bessere Hälfte aktuell kaum erträgt, und darauf brennt, die Scheidung einzureichen, sobald die erste Anwaltskanzlei wieder öffnet, übt sich besser in Geduld. (Natürlich nur, wenn keine Gewalt im Spiel ist.) Krisen sind keine verlässlichen Ratgeber, wenn es um weitreichende Entscheidungen geht.

Inzwischen gibt es eine lange Liste von Tipps und Tricks, die Dichte-Stress entschärfen und gegen Lagerkoller helfen. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass Sie noch nicht alles fünfzehnfach gelesen haben, finden Sie auch bei uns eine Toolbox mit garantiert selbst getesteten Maßnahmen (siehe weiter unten „Toolbox gegen die Krise“).

Mit der Angst konstruktiv umgehen

Die meisten von uns haben Angst. Oder Ängste, Mehrzahl. Unterschiedlich intensiv. Von mulmig bis Panik. Offen ausgesprochen oder entschieden weggeschoben. Angst um den Arbeitsplatz, um die Zukunft der Wirtschaft, davor, dass wir bald alle unter der Brücke schlafen müssen. Und vor „Big brother“, der gerade Morgenluft schnuppert.

Ganz vorn mit dabei: Angst vor Ansteckung, vor dem unsichtbaren Feind, der unsere geliebten Eltern oder Großeltern – zumindest – auf die Intensivstation befördern kann. Und uns Jüngere gleich mit, wenn wir Pech haben. Etwa, wenn wir angeschlagen sind oder wegen einer Autoimmunerkrankung wie MS unter Kortison oder Immunsuppressiva stehen. Machen wir uns nichts vor, für MS-PatientInnen ist es sinnvoll und gesund, in diesen Tagen lieber ein bisschen zu vorsichtig zu sein als allzu wagemutig.

Hamstern aus Panik

Angst wurde von der Evolution übrigens als Alarmsystem erfunden, um unser Leben zu schützen. Behandeln wir sie daher mit Respekt. Sie motiviert uns zu vernünftigem Verhalten, lässt uns kreativ werden und nach Lösungen suchen. Erst, wenn Angst in Panik umschlägt, wird es kritisch. Wenn sie uns lähmt statt anspornt, oder wenn sie uns trotz gut gefüllter Supermarkt-Regale zu überbordenden Hamsterkäufen treibt. Menschen mit frühkindlichen Mangelerfahrungen sind besonders anfällig dafür. Haben wir doch alle als Säuglinge gelernt, dass Nahrung nicht nur Sattsein bedeutet, sondern zusätzlich Wärme und Geborgenheit, Schutz und Zuwendung. Wer nie sicher sein konnte, dass „genug“ da war, reagiert auf befürchtete Versorgungsengpässe möglicherweise mit heftigen Ängsten. Auf der realen Ebene kann das gezielte, begrenzte Aufstocken von Vorräten also absolut Sinn machen, es beruhigt. Auf der Ebene der Psyche ist es wichtig, dass wir uns erlauben, die Befürchtung ernst zu nehmen. Wenn wir sie zulassen, dahinter schauen, offen aussprechen: „Ich habe Angst zu verhungern“, dann wird sie greifbarer. Sehen wir sie uns bei Tageslicht an, zerlegen sie in kleine Einzelteile und unterziehen sie einem Reality-Check. So lernen wir, mit Angst konstruktiv umzugehen. Und können uns überlegen, was uns alternativ zum Bunkern von Klopapier, Trockenhefe und Mehl das Gefühl von Kontrolle zurückgibt.

Essen gegen die Angst

Ein enger Verwandter des Hamsterns sind übrigens Fressattacken. Auslöser sind, anders als vermutet, weder Langeweile noch häufigeres Kochen. „Wir essen im Übermaß, wenn der Angstpegel hoch ist. Dahinter steht der verständliche Wunsch, gut für uns zu sorgen. Wer vermehrt zu Essen, Zigaretten, Alkohol greift, könnte sich fragen, womit er sein Bedürfnis nach Wärme, Kontakt und Zuwendung sonst noch befriedigen könnte.“, rät Expertin Gracia N. Grewe. Manchmal hilft es schon, einen Freund oder eine Kollegin anzurufen. Schließlich kann man auch am Telefon ein Schwätzchen halten und miteinander einen Kaffee – ohne Zigarette, ohne Sahnetorte – trinken.“

Sehnsucht nach Nähe

Als Herdentiere sehnen wir uns nach Kontakt und dem Gefühl der Verbundenheit. In Zeiten günstiger Handytarife, Skype und Zoom sollte sich das einrichten lassen, auch wenn wir Umarmungen, das freundschaftliche Schulterklopfen oder die “Wangenbussis” vermissen.

„Der Wert von Beziehungen wird uns wieder bewusster“, betont Lebensberaterin Grewe. „Wir kümmern uns mehr um andere, um Alte und Nachbarn, rufen lang vernachlässigte Freunde an, um zu fragen, wie es ihnen geht. Wir geben der Supermarkt-Kassiererin neuerdings Trinkgeld und nehmen die guten Dinge nicht mehr für selbstverständlich.“

Es heißt, in jeder Krise liegt eine Chance – ein Spruch, über den ich mich stets geärgert habe, weil ich ihn als billiges Heftpflaster von keinesfalls in der Krise steckenden Besserwissern empfunden habe. Aber wer weiß, vielleicht liegt ja doch ein Körnchen Wahrheit darin. Und vielleicht gelingt es uns ja, unsere gestärkten seelischen Abwehrkräfte, sprich Resilienz, und unsere neu entdeckte Achtsamkeit in die Normalität 2.0. hinüberzuretten. Denn das wäre es allemal wert, zusätzlich zum Ehering.

 

Foto: Louis Hansel on Unsplash


TOOLBOX GEGEN DIE KRISE

Schaffen Sie Strukturen und erfinden Sie neue Rituale

Beides gibt Halt und Stabilität:

  • Gerade, wenn sich alles Zuhause abspielt und verschwimmt – trennen Sie Arbeits- von Freizeiten.
  • Kochen Sie gemeinsam, eventuell auch mit Kindern.
  • Zelebrieren Sie eine Mahlzeit für die ganze Familie als Höhepunkt des Tages.

Reden Sie bewusst und achtsam miteinander

  • Erzählen Sie von sich, von Ihren Gedanken und Bedürfnissen.
  • Pflegen Sie eine Kultur des Fragens: Was geht dir durch den Kopf? Wie fühlst du dich? Wie war dein Tag? Was ist richtig gut gelaufen? Was nicht so? Was würdest du brauchen?

Entwickeln Sie Sensibilität für Grenzen

  • Respektieren Sie, dass Ihr/e PartnerIn zwar anwesend, aber nicht permanent ansprechbar oder verfügbar ist.
  • Sagen Sie klar, wenn und wie lange Sie selbst nicht gestört werden wollen.
  • Geben Sie auch Ihrem Schulkind die Möglichkeit, ungestört zu arbeiten und sich voll und ganz auf eine Sache zu konzentrieren. Dabei bitte auf Pausen achten und kleine Turnübungen einbauen, z.B. Hampelmann. Das fördert nicht zuletzt den Lernerfolg.
  • Bei beengten Wohnverhältnissen definieren Sie Bereiche und Zeitfenster für gewisse Tätigkeiten – am Küchentisch werden untertags die Arbeitsmaterialien ausgebreitet, das Schlafzimmer dient als Entspannungszone und Yoga-Studio und zur Not kann man immer noch aufs „stille Örtchen“ flüchten.
  • Beim Musikhören und TV sorgen Kopfhörer für Privatsphäre.

Halten Sie Mediendiät

  • Definieren Sie vertrauenswürdige Nachrichten-Quellen.
  • Begrenzen Sie die Zeiten des News-Surfens.
  • Schalten Sie nachts das Handy auf Flugmodus oder verbannen es aus dem Schlafzimmer.

Bleiben Sie in Bewegung

  • Im Idealfall planen Sie die tägliche Sport- oder Bewegungseinheit ein, das stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern baut Stress ab und hebt die Stimmung.
  • Achten Sie darauf sich nicht zu überanstrengen und passen Sie Ihre Bewegungs- oder Sporteinheit Ihren körperlichen Fähigkeiten an.
  • Installieren Sie eine App, die Sie auf sympathische Weise zum Workout motiviert.
  • Yoga, Qi Gong, eine Runde auf dem Hometrainer, Übungen mit Kurzhanteln, Gummiband oder Gymnastikball sind in der Regel auch zuhause durchführbar.
  • Ärger und Frust lassen sich zur persönlichen Lieblingsmusik wunderbar wegtanzen, ob allein oder zu zweit, ob sinnlich oder ausgelassen.
  • Ein täglicher Spaziergang mit oder ohne Rollstuhl, gemeinsam oder bewusst allein macht den Kopf wieder frei.

Räumen Sie auf

Den Schreibtisch, Küchenschrank oder E-Mail-Account. Nutzen Sie die frei gewordene Zeit, einmal gründlich auszumisten. Trennen Sie sich von ungetragener Kleidung, Taschenbüchern, Kosmetikpröbchen aus zwei Jahrzehnten und der geerbten Brockhaus-Sammlung. Spätestens seit Marie Kondos Bestseller haben wir schwarz auf weiß, dass uns kaum etwas so viel frische Energie geben wie radikales Wegwerfen.


Foto: Dickens Sikazwe on Unsplash


Raus aus den alten Schuhen

Wer allein lebt, hat es jetzt besonders schwer. Isolation ist keine anregende Gesprächspartnerin. Ich würde mich freuen, wenn Sie sich einen Ruck geben und aufraffen, jemanden anzurufen. Ja, heute noch. Ein erwachsenes Kind, einen alten Freund oder einfach den Menschen, der Ihnen als erstes spontan in den Sinn kommt. Der oder die Angerufene wird vielleicht überrascht sein und sich freuen. Falls nicht, was ich für unwahrscheinlich halte, rufen Sie einfach Nr. 2 auf Ihrer Liste an. Reden sie. Denn Reden hilft in der Krise. Reden hilft gegen Einsamkeit. Sie könnten auch eine Beratungshotline anrufen, oder sich bei einem Kontaktkreis melden. Oder sogar bei einem Verein, der sich mit Themen beschäftigt, die Sie einmal interessiert haben. Früher. Könnte man diese nicht wiederbeleben? Um selbst wieder ein bisschen mehr … zu leben? Mehr Freude und Energie zu spüren? Bitte beschäftigen Sie sich mit positiven Dingen, mit Tieren und Pflanzen, anregenden Büchern, Komödien, Kunst oder Musik. Und vergessen Sie nicht zu flirten, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Einfach, um nicht komplett aus der Übung zu kommen. Man weiß ja nie. Lassen Sie Schwarzseher, Angsthasen und Weltuntergangs-Propheten außen vor. Meiden Sie MS-Foren, in denen nur geklagt und gejammert wird, denn das schadet nicht nur Ihrer zarten Seele, sondern nachweislich Ihrem Immunsystem. Kultivieren Sie Ihren Optimismus bei jeder Gelegenheit, denn der lässt sich trainieren wie ein Muskel.

Noch eine Idee darf ich Ihnen mitgeben: Hätten Sie nicht Lust, ein Dankbarkeitstagebuch zu beginnen? Die Wissenschaft hat längst bewiesen, dass Schreiben seelischer Hausputz ist. Diese einfache Methode ist sogar antidepressiv wirksam. Gerade in der Krise tut es gut, sich schriftlich klar zu machen, woraus das kleine Glück besteht. Beantworten Sie sich selbst schriftlich (!) jeden Tag folgende Fragen: Was hat mich heute berührt? Was war schön? Für welche Tätigkeit, für welchen menschlichen Kontakt (auch am Telefon oder per Internet), welches kleine Geschenk des Tages bin ich heute dankbar? Notieren Sie täglich einige Zeilen; ich verspreche, dass sich nach einem Monat etwas verändert hat.

Ich zähle auf Sie. Alles Gute! 

Ihre

Edda Wengler


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Das Life-SMS Jahresseminar in Köln am 2.11.2019: Schwerpunkt Psyche & MS

Es ist bald wieder soweit: Das Life-SMS Jahresseminar findet in Kürze in Köln statt.
In Anknüpfung an die enorm positiven Rückmeldungen zu den Veranstaltungen in den letzten Jahren findet auch dieses Jahr ein weiteres Life-SMS Seminar statt.

Aufgrund der angestiegenen Temperaturen erstmals im kühleren November und erstmals in neuen Räumlichkeiten! Zur guten Erreichbarkeit wieder in Nähe des Kölner Hauptbahnhofs.

Am 2.11.2019, von 14:00 – 18:30 Uhr im
„Residenz am Dom“ (behindertengerecht),
An den Dominikanern 6-8, 50668 Köln (kostenpflichtige Tiefgarage):

Lebensstilmaßnahmen bei Multipler Sklerose und neurodegenerativen Erkrankungen

Schwerpunktthemen 2019:

Psyche & MS


Das Seminar richtet sich vor allem an Betroffene und Angehörige, aber auch Heilpraktiker und Ärzte sowie Interessierte, die mehr über die Zusammenhänge von Lebensstil und Multipler Sklerose und der eigenverantwortlichen Krankheitsbewältigung erfahrenen möchten.


Referenten & Themen

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Dr. med. Stefan Dietsche, Umwelt-Zahnmediziner; Köln,
www.diwipraxis.de/

Toxine und Psyche?

[Wie wirken Alltagsgifte auf das Nervensystem – insbesondere bei neurodegenerativen aber auch anderen Erkrankungen?]


Dr. med. Elke Mantwill, Allgemeinmedizinerin; Bornheim,
www.dr-mantwill.de/

Psyche: Darm und Mikronährstoffe?

[Wie können Mikronährstoffe und der Darm die Psyche im Negativen oder bewusst im Positiven beeinflussen?]


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Heilpraktiker Benedikt van Almsick; Köln,

Heilpraktiker Benedikt van Almsick – Homepage

Psychische Aspekte der TCM bei MS

[Emotionale Ursachen chronischer Erkrankungen und deren Behandlung aus Sicht der Chinesischen Medizin]


Dipl.-Phys. Anno Jordan, DSGIP, Projektleiter Life-SMS
www.life-sms.org &
www.lsms.info

MS und die inneren Bilder

[Die Macht der inneren Bilder ist groß – unbewusst können sie negativ wirken, aber man kann sie auch bewusst positiv nutzen!]


Programm und organisatorische Details

Das vollständige Programm und organisatorische Details können Sie hier herunterladen!


Anmeldung:

Für eine kurze, formlose Anmeldung an a.jordan@dsgip.de mit Anzahl der teilnehmenden Personen sind wir aus Planungsgründen sehr dankbar.
Nach dem Vortrag erhalten Sie dann per Mail die Skripte im pdf-Format zur persönlichen Nutzung und als zusätzlichen Input für das Seminar.


Gebühren:

Die Veranstaltungsteilnahme ist gebührenfrei!
Spenden über betterplace sind allerdings sehr willkommen und ohne Ihre Spende ist das Projekt nicht auf Dauer überlebensfähig!!

Sie helfen uns und der wachsenden Gemeinschaft von aufgeklärten und kritischen MS-PatientInnen damit sehr!

Viel Spannendes zum Aspekt Psyche & MS können Sie auch lesen in der Erstauflage der

Life-SMS-Veröffentlichung: MS ist keine Einbahnstraße

Eine neue Auflage mit weiteren Lebensgeschichten MS-Betroffener erscheint Ende 2019! Infos rechtzeitig hier in den Newsfeeds.

Bleiben Sie uns also am besten treu.
Ihr Team von Life-SMS


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Online Autoimmun Kongress: Wiederholung für Alle

Vom 23.11.18 bis zum 3.12.18 wird der Online Autoimmun Kongress für Sie kostenlos wiederholt!

11 Tage, 33 Experten, 33 Themen rund um die neuesten Erkenntnisse zu Autoimmunkerkrankungen

Die Referenten, bestehend aus Professoren, Doktoren, Ärzten und Patienten, vermitteln ihr Wissen über wirksame Methoden zur ursächlichen Behandlung von Autoimmunerkrankungen.

Besonders die Grundlagen, die zu Beginn z.B. mit Dr. Jens Freese besprochen werden, aber auch viele weitere Videos zu bei MS interessanten, vertiefenden Themen wie

  • Darm und Vitalstoffmangel
  • Stressreduktion, Bewegung, Licht und Schlaf
  • Umweltgifte und Entgiftung
  • Ernährung (u.a. Wahls-Protokoll, Paleo, ketogene Diät und das Autoimmunprotokoll – Ernährung speziell für Autoimmunerkrankte)

sind sehenswert.

Unsere therapeutische Partnerin Verena Krone spricht über „Multiple Sklerose aus Sicht der klinischen Psychoneuroimmunologie“ und
Dr. Simone Koch betrachtet die – Funktionelle Medizin bei Autoimmunerkrankungen – Wo liegt die Wurzel des Übels?

Ganz wichtig auch Dr. Löffler – Mitochondriale Medizin – die Rolle der Mitchondrien bei Autoimmunerkrankungen.

Näheres inkl. Anmeldeinfo für den kostenlosen Zugang finden Sie hier.

Viel Spaß beim Anschauen und vor allem viele neue, gesundmachende Erkenntnisse wünscht Ihnen

Ihr

Life-SMS Team


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„MS ist keine Einbahnstraße“ – Lisa kommentiert das Buch im Video

Im letzten Oktober-Video vom Zellliebe-Blog kommentiert Lisa das kürzlich von Life-SMS veröffentlichte E-Book „MS ist keine Einbahnstraße – Betroffene berichten“.

Lisa ist der Überzeugung, dass uns ein besonderes Buch zum Thema Umgang mit Multiple Sklerose gelungen ist. Sie ist sehr berührt von den sieben Erzählungen von Betroffenen und hat sich auch selbst in jeder einzelnen Geschichte ein Stück weit wiedergefunden.

Inspirierend und motivierend

Lisa ist begeistert, dass das Buch nicht so demotivierend ist, wie viele andere Bücher und Reportagen zur Multiple Sklerose, sondern – ganz im Gegenteil – die Lebensgeschichten einen inspirierenden Fokus auf Eigenverantwortung, Lösungsmöglichkeiten und Wege für ein glückliches und gesünderes Leben legen.

Ein großes Danke an Lisa für diese tolle Publicity für ein Projekt, in das Life-SMS ganz viel Herzblut gesteckt hat (und auch schon an einer Fortsetzung arbeitet). Wir hoffen, dass es weiterhin ganz viele Leser und Leserinnen, egal ob betroffen oder nicht, im Herzen berührt und Inspiration und Spaß beim Spenden und Lesen bringt.

Mehr zu „MS ist keine Einbahnstraße“ und wie man das E-Book erhält, auch in diesem Beitrag:

MS ist keine Einbahnstraße: Betroffene berichten

Nehmen Sie sich bald Zeit für Lisas Video…vielleicht auch für ihre schon veröffentlichten anderen Themen (siehe ihre playlist).

Und lassen auch Sie sich berühren von der motivierenden Kraft ausgewählter Berichte MS-Betroffener, die für sich einen guten Weg im Umgang mit der lebensverändernden Erkrankung Multiple Sklerose gefunden haben. Lassen Sie sich auch überzeugen, dass es dabei nicht nur einen einzigen Weg gibt – und vor allem, dass es keine Einbahnstraße sein muss. Auch, wenn man manchmal viel Mut und einen langen Atem braucht.

Den Mut und die Kraft für diesen langen Atem wünscht
Ihr Team von Life-SMS


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Kostenlose Ausstrahlung der Vortragsvideos des KMM 2018 zu Autoimmunerkrankungen

Am Samstag, den 27. und Sonntag, den 28.10.2018 haben Sie die sehr empfehlenswerte Möglichkeit, sich die Vorträge vom 5. Kongress für menschliche Medizin „KMM – Update 2018“ als Video anzusehen. Für Abonnenten des AMM-Newsletters völlig kostenfrei!

Das Schwerpunktthema in diesem Jahr:
Spitzen-Gesundheit und Mikronährstofftherapie bei Autoimmunerkrankungen

Autoimmunerkrankungen stellen auch heute noch eine große Herausforderung der Gesellschaft dar, der meist nur eine symptomatische Therapie (Cortison und Immunsuppressiva) entgegengesetzt werden, da die Ursachen noch zu selten vermittelt werden.

Neue Erkenntnisse über die komplexe Struktur und Funktionsweise des Immunsystems, aber auch die neuesten Einsichten in die Genetik bzw Epigenetik bieten aber neue therapeutische Ansätze mit bislang nicht gekannter Effizienz.

Gönnen Sie sich einen Einblick in spannende Themen und genießen Sie den einen oder anderen Vortrag ohne selbst in Frankfurt gewesen zu sein – ganz einfach von zu Hause aus.

Hier finden Sie weitere Infos, ein kurzes Übersichtsvideo und die Anmeldung zum Erhalt der Zugangsdaten.

Als Einstieg schon jetzt der Übersichtsvortrag von Prof. Spitz zu dieser Thematik:

Und nun nichts wie los:

Werden Sie bei Interesse Abonnent des Newsletters der Akademie für menschliche Medizin und erhalten fortan nicht nur regelmäßig interessante Informationen aus der menschlichen Medizin, sondern auch den kostenlosen Zugang zur Ausstrahlung der Vortragsvideos vom diesjährigen Kongress für menschliche Medizin am letzten Oktoberwochenende.

Wir empfehlen es Ihnen von Herzen und wünschen gute Unterhaltung und aussagekräftige neue Informationen zum Wohle Ihrer Gesundheit!

Ihr

Life-SMS Team


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Übersicht zur Life-SMS-Methodik bei MSK

In der Ausgabe 2/2018 vom „Blickpunkt“, der Publikation des MSK (Initiative Selbsthilfe Multiple Sklerose Kranker e.V.)  erschien ein zusammenfassender Artikel von Prof. Spitz und Anno Jordan über die Life-SMS-Methodik, den wir hier dankenswerter Weise für Sie kostenlos zum Download zur Verfügung stellen können.

Einfach hier oder auf die Ansicht der ersten Artikelseite klicken.

Titelansicht des Artikels zur Life-SMS-Methodik im Blickpunkt des MSK

Die Initiative Selbsthilfe Multipler Sklerose Kranker MSK e.V. ist eine unabhängige Patientenvereinigung, die u.a. eng mit der wissenschaftlich orientierten, eher pharmakritischen Trierer Aktionsgruppe Multiple Sklerose zusammen arbeitet. Ziel der TAG Multiple Sklerose ist es, wissenschaftliche Studiendaten zu MS-Therapien und gesundheitspolitische Themen für Betroffene zugänglich zu machen und zu erläutern, so dass Betroffene selbstbestimmte Entscheidungen treffen können. Was gut zum Ansatz des Life-SMS-Projektes passt.

Life-SMS-Methodik

Das Projekt Life-SMS (Lebensstil-Strategien bei MS) betrachtet das Thema MS unter einem systemischen Ansatz. Auf Basis verfügbarer wissenschaftlicher Studien zum Themenkomplex Lebensstil, Umwelteinflüsse und Stabilisierung des Systems Mensch – speziell des Immunsystems – wird eine Methodik entwickelt, die unabhängig von und kompatibel mit jeglichen medikamentösen Therapien ist. Die Life-SMS-Methodik eröffnet Betroffenen die Möglichkeit, eigenverantwortlich mit der Krankheit umzugehen und das Dogma der Unheilbarkeit zu überwinden.

Kernpunkt dieser Methodik ist eine Doppelstrategie:
(Wieder-)Vermehrung von Schutzfaktoren (möglichst bei Vermeidung von Schadfaktoren) und Zuführung geeigneter Ressourcen.

Über die Zuführung geeigneter Ressourcen, die dahinter stehende Methodik und welche fünf Bereiche sich herauskristallisieren, die für den Stabilisierungs- und Gesundungsprozess entscheidend sind, lesen Sie gerne den kompletten Übersichtsartikel des MSK  hier.
Falls Sie tiefer einsteigen wollen, finden Sie hier  weitere Veröffentlichungen zur Thematik!

Viel Erfolg bei Ihrer persönlichen Gesundungsstrategie wünscht Ihnen

Ihr

Life-SMS-Team!


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Prof. Jelineks „Overcoming Multiple Sclerosis“ endlich auf Deutsch!

 

„Multiple Sklerose überwinden – Das weltweit bewährte 7-Schritte-Programm für ein gesundes und aktives Leben“

Im Dezember 2016 haben wir an dieser Stelle die Neuerscheinung seines Konzepts zur “Überwindung der Multiplen Sklerose” besprochen, die wesentlichen Punkte kurz zusammengefasst und auch auf die Unterschiede hingewiesen, welche es u. a. bei den Ernährungsempfehlungen gibt.
Nachzulesen hier: Jelinek-Buchbesprechung.

Unabhängig von den wenigen (wenn auch wichtigen und beachtenswerten) Unterschieden der Konzepte basieren beide auf wissenschaftlichen Studien und die Ergebnisse von George Jelineks HOLISM-Studie zeigen, dass Lebensstiländerungen den heute verfügbaren Standardmedikamenten in Puncto Lebensqualität und Langzeitperspektive deutlich überlegen sind.
Ein Grund mehr, das Buch zu lesen – jetzt eben auch in deutscher Übersetzung möglich!

Direkt zum  Buch geht es zum Beispiel in der Rubrik Multiple Sklerose bei den Buchempfehlungen der AMM….

Und hier findet man neben der englischsprachigen Originalversion noch weitere von Life-SMS empfohlene Bücher zum Thema MS.

Bevor Sie weiterlesen, vergessen Sie bitte nicht: Dieses Projekt lebt ausschließlich von Spenden und die aktuelle Spendenperiode hat begonnen. Hier geht’s zu betterplace….

Und noch etwas gibt es auch auf deutsch:

Vernetzungsgruppen von OMS in Deutschland

Die OMS-Community wurde gegründet, um mehr Menschen mit MS von dem großen Potential der Lifestyle-Änderungen in Bezug auf den Krankheitsverlauf zu überzeugen.

Die Botschaft von OMS: Stabilisierung ist möglich, wenn man bereit ist, seinen Lebensstil in puncto Ernährung, Sport, Meditation und Stressmanagement zu überarbeiten. Das Ganze auf der Basis von sorgfältig analysierten Studienergebnissen aus aller Welt.

Auch in Hamburg ist schon eine Gruppe (datengeschützte Gruppe bei googlegroups) eröffnet worden, bei der man sich jederzeit unter https://overcomingms.org/community/find-support/ als Mitglied eintragen kann.

So kann man sich online  über aktuelle Themen, Rezepte oder Termine austauschen. Auch Offline(reale)-Treffen können verabredet werden und man wird über Aktionen vor Ort informiert. Auf diese Weise kann man sich mit Menschen mit MS, die einen ähnlichen Ansatz verfolgen, austauschen und gegenseitig unterstützen. Das ist immer gut und besonders, wenn es gerade mal wieder schwierig ist im Leben, z.B. um eine Lebensstil-Herausforderung besser durchzuhalten…

Die Gruppe wurde erst Ende 2017 gegründet und neue Mitglieder sind herzlich willkommen! Je mehr Menschen sich beteiligen, desto aktiver und dynamischer kann diese Community wachsen und für alle ein Gewinn sein.
Am 30.6.2018 soll ein erstes Offline-Treffen stattfinden!
Also am besten noch heute eintragen und mitmachen, es gibt nichts zu verlieren!


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Frohe Weihnachten und weiter so als unbequemer Patient…

Zugegeben, ein leicht merkwürdiger und etwas provokanter Titel für den Weihnachtsbeitrag, aber er drückt einen Teil des Selbstverständnisses des Life-SMS-Projektes aus.

Dahinter steckt das Konzept des “Empowerment”. Leider gibt für diesen Begriff nur unzureichende deutsche Übersetzungen: Ertüchtigung, Rückenstärkung,…; alles nicht wirklich toll, sodass ich diesmal beim Anglizismus bleibe.

Empowerment

Gemeint ist: Den MS-Patienten in die Lage zu versetzen, die Kontrolle über die Erkrankung zu erlangen und im Endeffekt den Weg zur Gesundung bewusst zu betreten. Empowerment wird in der medizinischen Literatur auch als “Selbstwirksamkeit (self-efficacy)” oder Patientenaktivierung bezeichnet.

Im Endeffekt ist “Empowerment” sowohl ein Prozess als auch ein Ergebnis. Der Prozess steigert die Fähigkeit des kritischen Denkens und das Ergebnis ist ein erhöhtes Bewusstsein für die Selbstwirksamkeit der eigenen Schritte.

Das ist klar zu unterscheiden von der unreflektierten Übernahme von “Leitlinien” und der wagen Hoffnung, dass andere (Big Pharma, der Halbgott in Weiß, der bekannte Guru) die Sache schon richten werden.

Insofern wollen wir Ihnen helfen, wieder “Kapitän des eigenen Schiffes” zu werden! Und Kapitäne werden in aller Regel recht unbequem, wenn jemand versucht sie vom Kurs abzubringen und es dafür keine nachvollziehbare Begründung gibt.

Die vor wenigen Tagen veröffentlichte Mindmap der Life-SMS-Methodik ist nur ein Element des Life-SMS-Projektes, welches Sie auf diesem Kurs des Empowerment unterstützen soll. Schauen Sie doch gelegentlich auch einmal in die Berichte unserer Hoffnungsträger auf lsms.info. Vielleicht erkennen Sie auch hierin das ein oder andere wieder, was Sie auf Ihrem persönlichen Gesundungsweg bestärkt. Hier werden die Realität und die positiven Ergebnisse des Empowerment, fernab von Hochglanzprospekten mit fröhlich umherspringenden MS-Patienten, beschrieben.

2016-christmas-balls

Abschließend möchten wir uns ganz herzlich bei den Teilnehmern an der diesjährigen “#GivingTuesday-Aktion” bedanken.  Ihre Spenden haben dafür gesorgt, dass wir nicht nur die Life-SMS-Mindmap freischalten konnten, sondern unseren Spendenzielen für die laufende Periode ein gehöriges Stück näher gekommen sind. Das gilt natürlich für alle Spender und „booster“, die uns im Laufe des Jahres unterstützt haben. Die Aktion läuft übrigens noch bis  zum 24.12.2016 (siehe rechts in der Seitenleiste).

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen schöne Weihnachten, schöpfen Sie Kraft und kommen Sie gut und selbstbewusst in ein gesundes Jahr 2017!

Ihr
Life-SMS Team


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