Tabakrauchen und MS-Progression: ein sofort vermeidbarer Faktor!

Vorab und nicht vergessen: Melden Sie sich gerne noch zum kostenfreien Jahresseminar am 2.11.2019 in Köln an!


Tabakrauchen ist ein bekannter Risikofaktor für Multiple Sklerose (MS) und wird auch mit einem schwereren Krankheitsverlauf in Verbindung gebracht: Raucher mit MS haben ein erhöhtes Risiko, in kürzerer Zeit höhere Behinderungsgrade zu erreichen als Nichtraucher. Mehrere frühere Studien haben gezeigt, dass Raucher im Vergleich zu Nichtrauchern ein erhöhtes Progressionsrisiko von schubförmig remittierender MS (RRMS) zur sekundär progressiven Form (SPMS) haben und dass dieses Risiko mehr als dreimal höher sein kann [3].

Es ist auch bereits bekannt, dass die erhöhte Anfälligkeit für MS bei Rauchern nach Raucherentwöhnung abnimmt. Aber was sind die Auswirkungen der Raucherentwöhnung nach der MS-Diagnose auf die Verhinderung oder Verringerung des Fortschreitens der Behinderung?

Eine aktuelle Studie [1] hat die Auswirkungen rauchfreier Jahre auf das Fortschreiten der MS-Behinderung untersucht und die Auswirkungen des Rauchens auf die physischen und psychischen Folgen bewertet. Die Ergebnisse zeigten, dass jedes Jahr nach Raucherentwöhnung das Risiko, die nächste Stufe der Behinderung zu erreichen, verringert. Dieser bremsende Faktor ist umso größer je früher mit der Umsetzung begonnen wird.

Die Studie zeigte, dass 10 rauchfreie Jahre bei ehemaligen Rauchern ein um 33% und 26% geringeres Risiko darstellen können, die EDSS (Expanded Disability Status Scale) Werte 4,0 bzw. 6,0 im Vergleich zu Rauchern zu erreichen. Interessanterweise wurden die größten Auswirkungen des Rauchens auf die psychologische Bewertung festgestellt: Rauchen war mit einem signifikant erhöhten Risiko für Angst und Depression bei Menschen mit MS verbunden.

Epigenetische Veränderungen sind an der Entwicklung und dem Fortschreiten von MS beteiligt. Das Rauchen könnte insofern als ein epigenetischer Modifikator aus der Umwelt wirken. Es wurde inzwischen nachgewiesen [2], dass die Blut-DNA-Methylierung durch Zigarettenrauch beeinflusst wird und dass dieser Effekt besonders deutlich wird bei aktuellen Rauchern und Patienten, die das Rauchen in einem Zeitraum von weniger als 5 Jahren vor der Untersuchung eingestellt haben. Das bedeutet, dass, obwohl bei Ex-Rauchern eine teilweise Wiederherstellung von Schäden möglich ist, nimmt dies einige Zeit in Anspruch.

Es bedeutet auch, dass je früher von MS betroffene Raucher mit dem Rauchen aufhören, desto günstiger sind die Effekte auf das Fortschreiten der Erkrankung auf lange Sicht.

Fazit: Es wird immer deutlicher, dass die Raucherentwöhnung eine frühzeitige Standard-Intervention bei Menschen mit MS darstellen sollte. Sie ist definitiv mit einer deutlichen Verringerung des Fortschreitens der Behinderung verbunden. Wenn Sie also diesen Risikofaktor und Brandbeschleuniger loswerden wollen, holen Sie sich bitte so schnell wie möglich Hilfe und Unterstützung bei der Entwöhnung!


Referenzen:

[1] Radu Tanasescu, Cris S Constantinescu, Christopher R Tench, Ali Manouchehrinia, Smoking Cessation and the Reduction of Disability Progression in Multiple Sclerosis: A Cohort Study, Nicotine & Tobacco Research, Volume 20, Issue 5, May 2018, Pages 589–595, https://doi.org/10.1093/ntr/ntx084

[2] Marabita, F., Almgren, M., Sjöholm, L. K., Kular, L., Liu, Y., James, T., … Jagodic, M. (2017). Smoking induces DNA methylation changes in Multiple Sclerosis patients with exposure-response relationship. Scientific reports7(1), 14589. doi:10.1038/s41598-017-14788-w

[3] Ramanujam R, Hedström A, Manouchehrinia A, et al. Effect of Smoking Cessation on Multiple Sclerosis Prognosis. JAMA Neurol. 2015;72(10):1117–1123. doi:10.1001/jamaneurol.2015.1788

unsplash-logoMathew MacQuarrie



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Das Life-SMS Jahresseminar in Köln am 2.11.2019: Schwerpunkt Psyche & MS

Es ist bald wieder soweit: Das Life-SMS Jahresseminar findet in Kürze in Köln statt.
In Anknüpfung an die enorm positiven Rückmeldungen zu den Veranstaltungen in den letzten Jahren findet auch dieses Jahr ein weiteres Life-SMS Seminar statt.

Aufgrund der angestiegenen Temperaturen erstmals im kühleren November und erstmals in neuen Räumlichkeiten! Zur guten Erreichbarkeit wieder in Nähe des Kölner Hauptbahnhofs.

Am 2.11.2019, von 14:00 – 18:30 Uhr im
„Residenz am Dom“ (behindertengerecht),
An den Dominikanern 6-8, 50668 Köln (kostenpflichtige Tiefgarage):

Lebensstilmaßnahmen bei Multipler Sklerose und neurodegenerativen Erkrankungen

Schwerpunktthemen 2019:

Psyche & MS


Das Seminar richtet sich vor allem an Betroffene und Angehörige, aber auch Heilpraktiker und Ärzte sowie Interessierte, die mehr über die Zusammenhänge von Lebensstil und Multipler Sklerose und der eigenverantwortlichen Krankheitsbewältigung erfahrenen möchten.


Referenten & Themen

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Dr. med. Stefan Dietsche, Umwelt-Zahnmediziner; Köln,
www.diwipraxis.de/

Toxine und Psyche?

[Wie wirken Alltagsgifte auf das Nervensystem – insbesondere bei neurodegenerativen aber auch anderen Erkrankungen?]


Dr. med. Elke Mantwill, Allgemeinmedizinerin; Bornheim,
www.dr-mantwill.de/

Psyche: Darm und Mikronährstoffe?

[Wie können Mikronährstoffe und der Darm die Psyche im Negativen oder bewusst im Positiven beeinflussen?]


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Heilpraktiker Benedikt van Almsick; Köln,

Heilpraktiker Benedikt van Almsick – Homepage

Psychische Aspekte der TCM bei MS

[Emotionale Ursachen chronischer Erkrankungen und deren Behandlung aus Sicht der Chinesischen Medizin]


Dipl.-Phys. Anno Jordan, DSGIP, Projektleiter Life-SMS
www.life-sms.org &
www.lsms.info

MS und die inneren Bilder

[Die Macht der inneren Bilder ist groß – unbewusst können sie negativ wirken, aber man kann sie auch bewusst positiv nutzen!]


Programm und organisatorische Details

Das vollständige Programm und organisatorische Details können Sie hier herunterladen!


Anmeldung:

Für eine kurze, formlose Anmeldung an a.jordan@dsgip.de mit Anzahl der teilnehmenden Personen sind wir aus Planungsgründen sehr dankbar.
Nach dem Vortrag erhalten Sie dann per Mail die Skripte im pdf-Format zur persönlichen Nutzung und als zusätzlichen Input für das Seminar.


Gebühren:

Die Veranstaltungsteilnahme ist gebührenfrei!
Spenden über betterplace sind allerdings sehr willkommen und ohne Ihre Spende ist das Projekt nicht auf Dauer überlebensfähig!!

Sie helfen uns und der wachsenden Gemeinschaft von aufgeklärten und kritischen MS-PatientInnen damit sehr!

Viel Spannendes zum Aspekt Psyche & MS können Sie auch lesen in der Erstauflage der

Life-SMS-Veröffentlichung: MS ist keine Einbahnstraße

Eine neue Auflage mit weiteren Lebensgeschichten MS-Betroffener erscheint Ende 2019! Infos rechtzeitig hier in den Newsfeeds.

Bleiben Sie uns also am besten treu.
Ihr Team von Life-SMS


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MS und Schwermetalle wie z.B. Quecksilber – Gastbeitrag Dr. Felix Schielein

Quecksilber-Tropfen
Immer wieder führen Experten an, dass bei der multifaktoriellen Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose oft eine hohe Schwermetallbelastung nachweisbar ist und wohl stark mit ursächlich sein könnte. Ganz besonders ist hier das Umweltgift Quecksilber zu nennen!

Quecksilber im Hirn

Nicht nur in den berüchtigten Amalgamfüllungen ist es, nein, Quecksilber ist fast überall: es entsteht in technischen Prozessen, dient in der Chemie als Katalysator, fällt bei der Verbrennung von Kohle zur Energiegewinnung an, ja, und selbst im Trinkwasser kommt es teilweise vor.
Das mag für gesunde Organismen noch ein beherrschbares Problem sein, denn der Körper kann es in geringen Maßen langsam wieder ausscheiden. Aber dies ist von vielen Faktoren abhängig (Genetik, Alter, Versorgung mit Nährstoffen/Mineralien, vom Zustand des Darms, vom Übersäuerungsgrad etc). Und wer es nicht (genügend) ausscheiden kann, lagert es ab: in Fettgeweben, in der Niere, im Gehirn – und das ist das große Problem. Quecksilber wird in relativ großer Menge schnell ins Gehirn aufgenommen, lagert sich in den Zellen ab, kann dann aber nicht mehr so richtig ausgeschieden werden und bleibt besonders toxisch für Nervenstrukturen (Stichwort: Neurotoxizität).
Und gerade Menschen mit Autoimmunerkrankungen haben vermehrt bestimmte genetische Polymorphismen, die dazu führen, dass das Toxin Quecksilber nur sehr schlecht abgeführt werden kann.
Quecksilber behindert dann auch die Arbeit der energiespendenden Mitochondrien, was neben Fatigue noch viel weitreichendere Folgen hat.

Aufschlussreicher Gastbeitrag

Für lsms.info und Life-SMS hat der Apotheker Dr. Felix Schielein einen interessanten Artikel zum Thema „MS und Schwermetalle“ geschrieben. Mit gelungenen Metaphern zu Polizeieinsätzen und braven Bürgern erklärt er verständlich, was bei Autoimmunerkrankungen im Körper passiert und geht vor allem auf das Problem Quecksilber ein. Dazu gehören Ausführungen zu dessen Messung im Körper per Provokationstest und zur Ausleitung von Schwermetallen mittels Chelatoren.

Er nennt auch sinnvolle Strategien für danach, z.B.:

Was Sie noch tun können:
• Zufuhr von Lebensmitteln mit schützender Wirkung wie Kohl, Knoblauch, Koriander, Bärlauch, Zwiebeln und Hülsenfrüchte
• Meidung von Zusatzstoffen jeglicher Art
• Schonende und professionelle Entfernung vorhandener Amalgam-Zahnfüllungen durch einen ganzheitlich orientierten Zahnarzt
• Professionelle Darmsanierung bei bakteriellen Dysbiosen (verschobenem Darm-Milieu) oder Störung der Barrierefunktion (Leaky-gut-Syndrom)
• Unterstützung der Entgiftungsorgane wie Leber, Niere und Darm durch Ausleitende Verfahren, Heilfasten, Homöopathie und Phytotherapie sowie organaufbauende Therapien
• Orthomolekulare Therapie mit Antioxidantien wie Selen, Alpha-Liponsäure, Zink, Curcuma, Silymarin (= Mariendistel) oder Melatonin zum Abfangen freier Radikale und weiterer Mineralstoffe nach Mineralstoffvollblutanalyse.“

Den gesamten – unbedingt lesenswerten – Text von Dr. Schielein auf lsms.info finden Sie hier. Das Dokument ist dort auch als pdf-File zum Download verfügbar.

Bitte vergessen Sie nicht, derartige Gastbeiträge dienen auch zur Finanzierung von lsms.info/Life-SMS und wir arbeiten hier nach dem „Pay as you like“-Prinzip. Der Zugriff auf Gastbeiträge ist prinzipiell kostenlos, aber wir freuen uns über Ihre freiwillige Spende. Bitte dazu einfach das Spendenformular auf der Beitragsseite von lsms.info verwenden.

Eine kurzweilige Lektüre und hilfreiche Lektüre zu spannenden Zusammenhängen wünscht Ihnen

Ihr Team von Life-SMS/lsms.info

PS: Save the Date:
Zum Thema “Toxine und Psyche“ wird es auch beim großen Vortragsnachmittag am 2.11.2019 neben weiteren Themen einen sehr informativen Vortrag geben!
Reservieren Sie sich also den Termin.
Näheres folgt in einem der nächsten Newsfeeds. Bleiben Sie uns am besten treu.


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Omega 3-Fettsäuren: Nicht nur Hype, sondern vor allem Hope, nicht nur für MS-Betroffene

„Enthält Omega 3-Fettsäuren“ – so oder ähnlich „poppt“ es inzwischen bei vielen Produkten, selbst im gewöhnlichen Supermarkt auf. Und selbst dann, wenn deren Anteil im Produkt eher niedrig ist und der Anteil der gleichzeitig enthaltenen Omega 6- und Omega 9-Fettsäuren wesentlich höher ist!

Doch was ist dran an den Produktversprechen?

Ein lohnendes Versprechen, vielleicht „Hope“ – oder eher einfach nur verkaufsfördender Hype?

In einem leicht verständlichen Videointerview geben der Omega 3-Experte Dr. med. Volker Schmiedel und Prof. Dr. Jörg Spitz Auskunft darüber, warum z.B.

  • gerade für Nervenzellen (und damit auch für MS-Betroffene!) ein günstiges Verhältnis von Omega 3- zu Omega 6-Fettsäuren wichtig ist,
  • Fast Food und andere vorgefertigte Nahrungsmittel wegen der vielen eingesetzten Omega 6-Fette (z.B. Sonnenblumenöl/Maisöl) ungünstig und damit keine Lebensmittel im eigentlichen Sinne sind,
  • die heutige Ernährung in den Industriestaaten viel gefährlicher ist als ungünstige Gene und Ärzte nicht darauf hinweisen,
  • ein „Fischbäuerchen“ ein ungünstiges Zeichen ist,
  • wir zusätzlich zu Fisch- oder Algenöl auch Leinöl substituieren sollten und
  • warum eine multifaktoriell Betrachtung chronischer Erkrankungen so wichtig ist.

 

 

Wer nicht die vollen 40 Minuten Zeit hat, sollte sich zumindest Minute 24-28 anschauen!
Hören reicht auch. Zu Beginn gibt es Schaubilder, aber Zuhören (z.B. während des Kochens) reicht vollkommen, wenn der Zeitplan mehr nicht erlaubt.

Alle, die glauben, dass sie über Leinöl ihren EPA/DHA-Bedarf decken können, sollten unbedingt die Erklärungen ab Minute 26 hören.

Weitere Informationen zum Thema Omega 3- und Omega 6-Fettsäuren finden Sie auch hier bei der Akademie für menschliche Medizin zusammengefasst.

Das neue Wissen können Sie direkt zu den Festtagen einsetzen, denn an solchen „Schlemmertagen“ lohnt besonders ein Blick auf die Omega 3-Bilanz.

Dass Sie so gut ins Neue Jahr kommen wünscht Ihnen

Ihr Team von Life-SMS


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Übersicht zur Life-SMS-Methodik bei MSK

In der Ausgabe 2/2018 vom „Blickpunkt“, der Publikation des MSK (Initiative Selbsthilfe Multiple Sklerose Kranker e.V.)  erschien ein zusammenfassender Artikel von Prof. Spitz und Anno Jordan über die Life-SMS-Methodik, den wir hier dankenswerter Weise für Sie kostenlos zum Download zur Verfügung stellen können.

Einfach hier oder auf die Ansicht der ersten Artikelseite klicken.

Titelansicht des Artikels zur Life-SMS-Methodik im Blickpunkt des MSK

Die Initiative Selbsthilfe Multipler Sklerose Kranker MSK e.V. ist eine unabhängige Patientenvereinigung, die u.a. eng mit der wissenschaftlich orientierten, eher pharmakritischen Trierer Aktionsgruppe Multiple Sklerose zusammen arbeitet. Ziel der TAG Multiple Sklerose ist es, wissenschaftliche Studiendaten zu MS-Therapien und gesundheitspolitische Themen für Betroffene zugänglich zu machen und zu erläutern, so dass Betroffene selbstbestimmte Entscheidungen treffen können. Was gut zum Ansatz des Life-SMS-Projektes passt.

Life-SMS-Methodik

Das Projekt Life-SMS (Lebensstil-Strategien bei MS) betrachtet das Thema MS unter einem systemischen Ansatz. Auf Basis verfügbarer wissenschaftlicher Studien zum Themenkomplex Lebensstil, Umwelteinflüsse und Stabilisierung des Systems Mensch – speziell des Immunsystems – wird eine Methodik entwickelt, die unabhängig von und kompatibel mit jeglichen medikamentösen Therapien ist. Die Life-SMS-Methodik eröffnet Betroffenen die Möglichkeit, eigenverantwortlich mit der Krankheit umzugehen und das Dogma der Unheilbarkeit zu überwinden.

Kernpunkt dieser Methodik ist eine Doppelstrategie:
(Wieder-)Vermehrung von Schutzfaktoren (möglichst bei Vermeidung von Schadfaktoren) und Zuführung geeigneter Ressourcen.

Über die Zuführung geeigneter Ressourcen, die dahinter stehende Methodik und welche fünf Bereiche sich herauskristallisieren, die für den Stabilisierungs- und Gesundungsprozess entscheidend sind, lesen Sie gerne den kompletten Übersichtsartikel des MSK  hier.
Falls Sie tiefer einsteigen wollen, finden Sie hier  weitere Veröffentlichungen zur Thematik!

Viel Erfolg bei Ihrer persönlichen Gesundungsstrategie wünscht Ihnen

Ihr

Life-SMS-Team!


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Einflussfaktoren bei MS: Das Salz in der Suppe ist es wahrscheinlich nicht…

Im Jahr 2013 veröffentlichten Kleinewietfeld et al. in Nature eine Studie, die zeigte, dass Kochsalz (Natriumchlorid) bei Mäusen, die mit einer salzhaltigen Diät gefüttert werden, eine schwerere Form von EAE (MS-Modell im Tierversuch) entwickelten, was mit dem vermehrten Eindringen peripher induzierter Antigen-spezifischer Th17-Zellen in das zentrale Nervensystem im Einklang stand. Die Autoren schlossen daraus, dass eine erhöhte Zufuhr von Speisesalz ein umweltbedingter Risikofaktor für die Entstehung von Autoimmunerkrankungen wie MS durch die Induktion pathogener Th17-Zellen sein könnte.

Wir hatten damals schon gewisse Zweifel an dieser Aussage, da aus epidemiologischer Sicht dann in Ländern mit hohem Kochsalzkonsum, die Prävalenz (Krankheitshäufigkeit) deutlich erhöht sein müsste. Der Blick auf die MS-Weltkarte 2013 zeigt das nicht. Im Gegenteil, bei den beiden “Kochsalzweltmeisterkonsumenten” Portugal und Japan kommt MS vergleichsweise eher selten vor.

In einer aktuellen Kohortenstudie wurde die Kochsalzaufnahme über einen validierten Fragebogen zur Häufigkeit der Nahrungsaufnahme, der alle 4 Jahre an 80.920 Krankenschwestern und Krankenpfleger in der Nurses‘ Health Study (NHS) (1984-2002) und 94.511 Teilnehmer in der Nurses‘ Health Study II (NHSII) (1991-2007) ausgehändigt wurde, bestimmt und hinsichtlich des MS-Risikos bewertet.

Die Autoren Cortese et. al. schließen aus den Ergebnissen: “Diese Studie liefert Beweise dafür, dass eine erhöhte Natriumchloridaufnahme in der Nahrung das MS-Risiko nicht erhöht, anders als in früheren experimentellen Studien angedeutet. Eine mäßige Kochsalzzufuhr über die Nahrung ist jedoch im Hinblick auf die Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen günstig.”

Fazit:

Ein erhöhter Kochsalzkonsum scheint kein bestimmender Faktor für das MS-Risiko zu sein. Inwieweit eine stark salzhaltige Ernährungsweise die Progression der Erkrankung begünstigt, kann heute nicht abschließend gefolgert werden. Der von Kleinewietfeld beschriebene Mechanismus betrifft nicht die MS, sondern lediglich das MS-Mausmodell EAE, sollte aber durchaus bedacht werden. Wenn man sich an einen moderaten Kochsalzkonsum hält, kann man den möglichen Einflussfaktor Kochsalz auf die MS-Erkrankung aus heutiger Sicht vernachlässigen.

 


Quellen:

Cortese, M., Yuan, C., Chitnis, T., Ascherio, A., Munger, K. L., Aug. 2017. No association between dietary sodium intake and the risk of multiple sclerosis. Neurology.

URL: http://view.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28842447

Kleinewietfeld, M., Manzel, A., Titze, J., Kvakan, H., Yosef, N., Linker, R. A., … Hafler, D. A. (2013). Sodium Chloride Drives Autoimmune Disease by the Induction of Pathogenic Th17 Cells. Nature, 496(7446), 518–522.

URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3746493/


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Aktuelles:

Unsere aktuelle Spendenaktion zum Thema Sport und MS

Allen bisherigen und den zukünftigen Spenderinnen und Spendern an dieser Stelle herzlichen Dank!
Es fehlen nur noch ca. 1.340 € bis zur allgemeinen Freischaltung der Veröffentlichung!

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Ein wichtiges Thema „Gemeinsam stoppen wir Glyphosat“ lautet der Appell der Bürgerinitiative global2000

Auch wenn dieses Thema nicht direkt mit Fragen rund um die MS verbunden ist, erscheint es uns mehr als gerechtfertigt diese Info auch über Life-SMS zu verbreiten. Immerhin ist erwiesen, das Glyphosat neurodegenerative Effekte auslöst. Morbus Parkinson ist als Folge des Glyphosat-Einsatzes in Frankreich schon als als Berufskrankheit bei Winzern anerkannt.

Glyphosat birgt hohe Risiken!

Die gesundheitlichen Gefahren des weltweit am häufigsten verbreiteten Breitbandherbizids sind hinlänglich bewiesen. Glyphosat wird vom Agro-Multikonzern Monsanto unter dem Handelsnamen Roundup vermarktet.

Roundup enthält bis zu 15 Prozent POE-Tallowamine (polyethoxylierte Alkylamine, POEA) und die sind giftiger als das eigentliche Glyphosat, verstärken zudem dessen Giftigkeit. Glyphosat allein wirkt schon krebserregend und genotoxisch. In der Kombination mit POEA ist der Effekt ungleich höher. Auch Fruchtbarkeitsstörungen sowie Schädigungen von Leber und Nieren werden mit Glyphosat in Zusammenhang gebracht. Über die Nahrungskette reichert sich das umstrittene Herbizid an. Es wurde bereits in Blut-, Urin und Muttermilchproben nachgewiesen.

Das alles ist bekannt und mehrfach erwiesen. Seit Jahren engagieren sich verschiedene Umweltverbände für ein Verbot des „Dauerbrenners“ aus dem Hause Monsanto. Dennoch ignorieren das Deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) die wissenschaftlichen Fakten. Die EU will nun das Krebspotenzial erneut von der ECHA prüfen lassen. Warum? Um Zeit zu gewinnen und den Weg zu einer weiteren Zulassung über 2017 hinaus zu ebnen?

Die Bürgerinitiative global2000 fordert:

  1. keine Erneuerung der Zulassung von Glyphosat
  2. Reform des Zulassungssystem für Pestizide hin zu mehr Transparenz und Unabhängigkeit der wissenschaftlichen Studien
  3. verbindliche Reduktionsziele für den Einsatz chemisch synthetischer Pestizide.

Damit global2000 mit diesen Zielen erfolgreich sein kann, werden europaweit eine Million Unterzeichner gebraucht. Mitmachen heißt, sich stark machen für eine gesündere Umwelt und gesundheitliche Prävention!

Also machen Sie mit, wenn Ihnen ein Wechsel zu einer gesünderen Landwirtschaft und zu schadstoffarmen Lebensmitteln ein Anliegen ist!

Hier geht’s zur Intitiative: https://www.global2000.at/glyphosat 

Nicht überzeugt? Dann schauen Sie sich doch die ARTE-Dokumentation zum Thema an (Achtung: Nichts für schwache Nerven!)


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