„MS ist keine Einbahnstraße“ – Lisa kommentiert das Buch im Video

Im letzten Oktober-Video vom Zellliebe-Blog kommentiert Lisa das kürzlich von Life-SMS veröffentlichte E-Book „MS ist keine Einbahnstraße – Betroffene berichten“.

Lisa ist der Überzeugung, dass uns ein besonderes Buch zum Thema Umgang mit Multiple Sklerose gelungen ist. Sie ist sehr berührt von den sieben Erzählungen von Betroffenen und hat sich auch selbst in jeder einzelnen Geschichte ein Stück weit wiedergefunden.

Inspirierend und motivierend

Lisa ist begeistert, dass das Buch nicht so demotivierend ist, wie viele andere Bücher und Reportagen zur Multiple Sklerose, sondern – ganz im Gegenteil – die Lebensgeschichten einen inspirierenden Fokus auf Eigenverantwortung, Lösungsmöglichkeiten und Wege für ein glückliches und gesünderes Leben legen.

Ein großes Danke an Lisa für diese tolle Publicity für ein Projekt, in das Life-SMS ganz viel Herzblut gesteckt hat (und auch schon an einer Fortsetzung arbeitet). Wir hoffen, dass es weiterhin ganz viele Leser und Leserinnen, egal ob betroffen oder nicht, im Herzen berührt und Inspiration und Spaß beim Spenden und Lesen bringt.

Mehr zu „MS ist keine Einbahnstraße“ und wie man das E-Book erhält, auch in diesem Beitrag:

MS ist keine Einbahnstraße: Betroffene berichten

Nehmen Sie sich bald Zeit für Lisas Video…vielleicht auch für ihre schon veröffentlichten anderen Themen (siehe ihre playlist).

Und lassen auch Sie sich berühren von der motivierenden Kraft ausgewählter Berichte MS-Betroffener, die für sich einen guten Weg im Umgang mit der lebensverändernden Erkrankung Multiple Sklerose gefunden haben. Lassen Sie sich auch überzeugen, dass es dabei nicht nur einen einzigen Weg gibt – und vor allem, dass es keine Einbahnstraße sein muss. Auch, wenn man manchmal viel Mut und einen langen Atem braucht.

Den Mut und die Kraft für diesen langen Atem wünscht
Ihr Team von Life-SMS


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Übersicht zur Life-SMS-Methodik bei MSK

In der Ausgabe 2/2018 vom „Blickpunkt“, der Publikation des MSK (Initiative Selbsthilfe Multiple Sklerose Kranker e.V.)  erschien ein zusammenfassender Artikel von Prof. Spitz und Anno Jordan über die Life-SMS-Methodik, den wir hier dankenswerter Weise für Sie kostenlos zum Download zur Verfügung stellen können.

Einfach hier oder auf die Ansicht der ersten Artikelseite klicken.

Titelansicht des Artikels zur Life-SMS-Methodik im Blickpunkt des MSK

Die Initiative Selbsthilfe Multipler Sklerose Kranker MSK e.V. ist eine unabhängige Patientenvereinigung, die u.a. eng mit der wissenschaftlich orientierten, eher pharmakritischen Trierer Aktionsgruppe Multiple Sklerose zusammen arbeitet. Ziel der TAG Multiple Sklerose ist es, wissenschaftliche Studiendaten zu MS-Therapien und gesundheitspolitische Themen für Betroffene zugänglich zu machen und zu erläutern, so dass Betroffene selbstbestimmte Entscheidungen treffen können. Was gut zum Ansatz des Life-SMS-Projektes passt.

Life-SMS-Methodik

Das Projekt Life-SMS (Lebensstil-Strategien bei MS) betrachtet das Thema MS unter einem systemischen Ansatz. Auf Basis verfügbarer wissenschaftlicher Studien zum Themenkomplex Lebensstil, Umwelteinflüsse und Stabilisierung des Systems Mensch – speziell des Immunsystems – wird eine Methodik entwickelt, die unabhängig von und kompatibel mit jeglichen medikamentösen Therapien ist. Die Life-SMS-Methodik eröffnet Betroffenen die Möglichkeit, eigenverantwortlich mit der Krankheit umzugehen und das Dogma der Unheilbarkeit zu überwinden.

Kernpunkt dieser Methodik ist eine Doppelstrategie:
(Wieder-)Vermehrung von Schutzfaktoren (möglichst bei Vermeidung von Schadfaktoren) und Zuführung geeigneter Ressourcen.

Über die Zuführung geeigneter Ressourcen, die dahinter stehende Methodik und welche fünf Bereiche sich herauskristallisieren, die für den Stabilisierungs- und Gesundungsprozess entscheidend sind, lesen Sie gerne den kompletten Übersichtsartikel des MSK  hier.
Falls Sie tiefer einsteigen wollen, finden Sie hier  weitere Veröffentlichungen zur Thematik!

Viel Erfolg bei Ihrer persönlichen Gesundungsstrategie wünscht Ihnen

Ihr

Life-SMS-Team!


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Life-SMS Jahresseminar am 8.9.2018 in Köln: Schwerpunkt Darmflora und MS

Es ist bald wieder soweit: Das Life-SMS Jahresseminar findet in Kürze in Köln statt.

In Anknüpfung an die positiven Rückmeldungen zu den Veranstaltungen in den letzten Jahren, findet am Samstag, den 8.9.2018, von 14:30 – 18:30 Uhr in Köln in den Räumen des Clarimedis-Hauses der AOK Rheinland/Hamburg ein weiteres Life-SMS Seminar statt:

Lebensstilmaßnahmen bei Multipler Sklerose und neurodegenerativen Erkrankungen

Schwerpunktthema:

MS und Darmflora


Das Seminar richtet sich vor allem an Betroffene und Angehörige, aber auch Heilpraktiker und Ärzte sowie Interessierte, die mehr über die Zusammenhänge von Lebensstil und Multipler Sklerose und der eigenverantwortlichen Krankheitsbewältigung erfahrenen möchten.

Referenten & Themen

portrait-mantwill_IMG_6291_2.jpg Dr. med. Elke Mantwill, Allgemeinmedizinerin; Bornheim

Reizdarm und Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Dr. med. Uwe Thums M.Sc. – Arzt für biologische Medizin, Eppstein, http://praxis-thums.eu/
Intaktes Mikrobiom und gesunder Darm – Grundvorraussetzung
jeder MS-Behandlung
Dipl.-Phys. Anno Jordan, DSGIP, Projektleiter Life-SMS
www.life-sms.org & www.lsms.info

Impuls: MS und Darmflora
– Fünf Messages zum Mitnehmen
Iris Schaak, kPNI-Therapeutin (klinische Psychoneuroimmunologie)
www.iris-schaak.de & www.nature-evolution.com

MS – Krankheit oder auch Chance? – Aus der Fremdbestimmung in die Eigenverantwortung

Über diesen Beitrag freuen wir uns besonders, da Iris Schaak eine der Autorinnen in der aktuellen Life-SMS Veröffentlichung “MS ist keine Einbahnstraße” ist. Iris wird insbesondere auf die Faktoren eingehen, die bei ihrem Weg aus der MS entscheidend waren und zusätzlich auf wichtige psychische Faktoren Bezug nehmen.

Mehr zu „MS ist keine Einbahnstraße“ und wie man das E-Book erhält, in diesem Beitrag:

MS ist keine Einbahnstraße: Betroffene berichten.

Programm und organisatorische Details:

Das vollständige Programm und organisatorische Details können Sie hier herunterladen!


 

Anmeldung:

Für eine kurze, formlose Anmeldung an a.jordan@dsgip.de mit Anzahl der teilnehmenden Personen sind wir aus Planungsgründen sehr dankbar.


Gebühren:

Die Veranstaltungsteilnahme ist gebührenfrei / Spenden über betterplace sind allerdings sehr willkommen!

Gastbeitrag: Diagnose unheilbar krank – Glaubenssätze

Auf eigenen Wunsch und mit großem Interesse schreibe ich einen Erfahrungsbericht über das Thema Glaubenssätze. Warum? Und was hat das eigentlich mit der MS zu tun? Lest selbst …/Lesen Sie selbst….

Lina Wolter im November 2017


Was mich bewogen hat, diesen Artikel zu schreiben: Ich denke, wir alle, die mit der Diagnose MS leben, haben auf unterschiedliche Art und Weise diese Diagnose erhalten. Bei jedem von uns stecken eine individuelle Geschichte und ein ganz persönliches Erlebnis dahinter. Bei mir ist es jetzt ca. 9 Jahre her, ich war damals 23 Jahre jung, als irgendein Chefarzt in irgendeiner neurologischen Klinik zu mir sagte: „Sie haben MS, aber Sie können noch Kinder kriegen!“ Unglaublich, aber wahr! Der Besuch meiner beiden Zimmernachbarinnen stand währenddessen noch im Krankenzimmer und hatte alles mitbekommen. Privatsphäre oder Intimität Adé! Als der Arzt dann nach „kurzer Informationsübergabe“ (er hätte mir genauso gut einen Stempel verpassen können) wieder aus dem Zimmer ging, sprangen beide Zimmernachbarinnen auf mein Bett und nahmen mich einfach nur in ihre Arme. Ein Glück, dass diese beiden besonderen Menschen in diesem Moment für mich da waren und mir wortwörtlich “Halt“ gegeben haben.

Diagnose als Feststellung anstatt gelebte Krankheit

Ich finde, so eine Diagnose und auch die Art und Weise, wie sie übermittelt wird, kann traumatische Folgen für einen haben. Ich schreibe hier ganz bewusst: „Ich habe die Diagnose bekommen“ und nicht “Ich habe“ MS!“, weil schon ein einzelnes Wort so viel Bedeutung haben kann. Eine Diagnose ist für mich eine Feststellung, aber sie ist nicht für immer und ewig. Ich betrachte sie aus der Entfernung, sie ist da, aber sie ist flexibel und gibt mir Raum und die Möglichkeit meine Zukunft frei zu gestalten. Und da kommt jetzt in meinen Augen die Verbindung mit dem Thema Glaubenssätze! Von einem Arzt die Aussage “Sie sind jetzt chronisch krank!“ zu bekommen, kann wie eine Last auf den eigenen Schultern liegen und schon fast etwas Hypnotisches haben. So eine Aussage kann auf das gesamte eigene Denken ungeahnte Macht ausüben. Daher ist meine feste Überzeugung, man sollte sich davon frei machen dürfen, sich neue Wege suchen und konstruktive Hilfe. Ärzte haben sicherlich ein sehr langes und anspruchsvolles Studium gemacht und ich möchte sie in ihrer fachlichen Kompetenz nicht angreifen, aber sie sind nun mal keine allwissenden Götter! Außerdem bleibt oft keine Zeit, einem Patienten die Diagnose mitfühlend und einfühlend zu überbringen. Leider wird eher die Krankheit auf Zimmer Nr. „X“ in Bett Nr. „Y“ gesehen und nicht der Mensch. Daher ist es mein tiefster Wunsch, dass dieser Artikel dazu beiträgt, uns alle wieder als mündiger Patient zu fühlen und selbst Verantwortung für sich übernehmen zu können. Und da schließt sich auch der Kreis zu dieser wirklich wertvollen Homepage, die aus Spenden generiert wird. Für jeden gibt es unzählige Möglichkeiten sich selbst zu helfen. Hier nur ein paar wenige Beispiele: Ernährung und Mikronährstoffe, Sport bzw. Bewegung bei MS, sowie weitere entlastende Maßnahmen bzw. Hilfsmittel. Schon alleine das Gefühl zu haben, selbst die Verantwortung übernehmen zu können, gibt einem die Kraft und Energie um ein positives Lebensgefühl zu bewahren.

Gefestigte Glaubenssätze

Woher kommen die schädlichen Glaubenssätze eigentlich? Und warum hindern sie uns dermaßen am positiven Lebensgefühl?

Warum geben wir dieses positive Lebensgefühl so verdammt schnell auf anstatt es selbstbewusst zu leben? Wir werden schon früh in unserer Kindheit durch Regeln, Normen und Werte geprägt, gesteuert und kontrolliert. Ich gehe stark davon aus, dass die Absicht eine Gute war. Und zwar, dass wir später in der Welt gut zurechtkommen sollen. Jedoch ist die Wirkung auf uns meistens eine ganz andere. Solche Sätze wie: „Du bringst nie etwas zu Ende!“, „Du bist zu langsam!“oder „Du kannst dich nicht durchsetzen!“ kennt, denke ich, jeder von uns. Leider haben diese Sätze nicht immer unbedingt einen positiven Effekt, sondern können uns langfristig eher belasten und in unserem Tun und Handeln sogar einschränken. Diese Sätze werden in unserem Unterbewusstsein zu gefestigten Glaubenssätzen wie z.B. „Das werde ich nie lernen“, „Ich war schon immer schlecht in…“ oder „Ich schaffe das sowieso nicht“. Ich behaupte jetzt mal ganz unverfroren, dass bestimmte Glaubenssätze sogar dazu beitragen, uns krank zu machen. Meine persönlichen Glaubenssätze waren damals zum Beispiel: „Das geht mir auf die Nerven!“ oder auch „Nur, wenn du Leistung bringst, wirst du auch geliebt!“. Zu der Zeit habe ich ein Duales Studium absolviert mit doppelter Belastung und hatte zusätzlich noch privat einige Baustellen!

Glaubenssätze sind nicht in Stein gemeißelt

Das Gute ist, man kann sich diese Glaubenssätze bewusst machen, an ihnen arbeiten und sie in positive Sätze umformulieren! Dafür ist es nie zu spät! Es gibt einige Methoden, unter anderem: „The Work“ von Byron Kate, NLP (Neurolinguistische Programmierung), EFT (Emotional Freedom Technique) und diverse andere Coaching Tools. Ganz ehrlich. Das klappt nicht immer einfach allein, weil der innere Schweinehund uns selbst gerne ein Bein stellt und die Glaubenssätze ganz tief irgendwo ins Unterbewusstsein gebuddelt hat. Es macht sicherlich in bestimmten Lebenssituationen dann auch Sinn, sich Hilfe bei einem ausgebildeten Therapeuten zu suchen.

Mir persönlich hilft bis heute die Vorgehensweise von Byron Kate, daher werde ich hier mal ein Beispiel anwenden. Es geht darum, neue Glaubenssätze zu schaffen und sie durch etwas Stärkendes zu ersetzen. Mir gefällt dieser Ansatz sehr gut, da er simpel und praktikabel ist und sofort zu einer eigenen Erkenntnis führt.

Mein persönliches Beispiel:

Das Vorgehen bei „The Work“ in Kurzform:

  • Finde einen Gedanken, der dich belastet.
    • „Nur, wenn ich Leistung bringe, werde ich auch geliebt!“ (Beispiel)
  • Überprüfe den Gedanken mit diesen 4 Fragen:
  • Ist das wahr? – Ja das ist wahr, das habe ich ja so erlebt…
  • Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist? – Also mit absoluter Sicherheit kann ich nicht sagen, dass das wahr ist, ich kann nicht in die Köpfe anderer Menschen schauen….
  • Wie reagierst du, wenn du diesen Gedanken glaubst? (Was passiert in dir?) – Beklemmung, Stress, Traurigkeit, Anstrengung, so ein Druck auf der Brust, Magen zieht sich zusammen usw.
  • Wer oder was wärst du ohne den Gedanken? – Ich fühle mich freier und erleichtert, richtig gut, ehrlich gesagt!
  • Kehre nun den ursprünglichen Gedanken um.
    • „Auch wenn ich keine Leistung bringe, werde ich geliebt!“
  • Finde authentische Beispiele für die Umkehrung.
    • Als Kind wurde ich nicht vor die Tür gesetzt, wenn ich keine 1, 2 oder 3 geschrieben habe.
    • Meine beste Freundin hat mich nicht angeschrien, weil ich nicht mit ihr den Marathon gewonnen habe.
    • Usw.

Ihr seht also an diesem Muster wie anders das Ergebnis ist, wenn man an seinem alten Glaubenssatz nicht festhält. Das ist einer der Wege, wie man etwas verändern kann und das aus eigener Kraft. Es liegt mir sehr am Herzen, dass wir uns alle als mündige Patienten fühlen und selbst Verantwortung für unser Leben übernehmen. Das gibt uns das Gefühl unser Leben wieder trotz chronischer Erkrankung aktiv zu gestalten und nicht passiv im Strudel mit zu schwimmen.

Eure

Lina

 

Quellen: http://thework.com // Photo “Good news” unsplashJon Tyson


Disclaimer: Ich bin keine Therapeutin und übernehme auch keine Haftung für die Informationen, Ausführungen und Durchführungen. Dieser Text basiert nur auf meinen eigenen Erfahrungen und erzählt über meinen Werdegang. Für mich ist es eine Herzensangelegenheit, dass jeder einen Weg für sich findet. Das hat nichts mit therapeutischem Wissen zu tun.


Lina ist MS-Betroffene, Fitnessökonomin und Yoga – Fan in Hamburg und ist seit 2015 Mitglied im Life-SMS expertnet. Mehr von Lina auch unter lsms.info unter:

Yoga bei MS – ein Erfahrungsbericht aus dem Life-SMS Expertnet

und im Beitrag:

10 Minuten 10 Tage – Meditation Challenge – ein Erfahrungsbericht


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10 Minuten 10 Tage – Meditation Challenge – ein Erfahrungsbericht

Unser Netzwerkmitglied Lina hat den Selbstversuch gemacht, lesen Sie Ihren Erfahrungsbericht zur Meditation bei MS.


Meditation bei MS: die 10 Minuten 10 Tage – Meditation Challenge

Eigentlich ist das Wort „Challenge“ – zu Deutsch Probe oder Herausforderung – bei Meditationen ja schon ein Widerspruch in sich. Man setzt sich hin, um 10 Minuten zu meditieren und das, ohne sich dabei anzustrengen. Leichter gedacht als getan. Ich bin schon lange auf der Seite www.ekhartyoga.com aktiv. Eine Yoga-Online-Plattform auf der man diverse Yogaarten ausprobieren und üben kann. Ich habe mich für die internationale Variante entschieden, die ihren Ursprung in Holland hat. Dieser Akzent ist einfach etwas ganz Besonderes für mich. Für alle die, die nicht so gut Englisch verstehen, gibt es z.B. auch eine Yoga-Online-Plattform auf Deutsch: www.yogaeasy.de.

Meditation hat bekannterweise eine entspannende Wirkung auf jeden Menschen. Bei Multiple Sklerose ist Entspannung ein wichtiges Thema und gehört für mich definitiv mit zum Lebensstil oder auch Lifestyle bei MS dazu. Entspannung und Meditation ist eine Möglichkeit, die man in seinen Lebensalltag integrieren kann, um unter anderem seine Nerven zu beruhigen. 10 Tage lang habe ich versucht täglich 10 Minuten zu meditieren. Ich bin ganz ehrlich, ich habe es nicht jeden Tag hinbekommen. Und das kann einen dann schon irgendwie wieder in Stress versetzen.

Die Meditation in der „Meditation Challenge“ ist eine geführte Meditation. Der Ablauf der Meditation ist jeden Tag wie folgt. Egal, ob zu Hause, im Büro oder auch woanders, wird empfohlen sich jeden Tag in eine für sich selbst gemütliche Position zu begeben. Diese Position kann sitzend auf einem Stuhl oder Kissen, kniend, liegend oder wie jeder gerne möchte sein. Aber vor allen Dingen sollte es ein ruhiger Ort sein und wenn möglich täglich um dieselbe Zeit. Im Sitzen sollte man auf einen geraden Rücken achten. Wenn einem das zu anstrengend erscheint, empfehle ich die Meditation im Liegen durchzuführen. Selbstverständlich kann man seine individuelle Position von Tag zu Tag ändern. Die oberste Priorität ist es, sich wohl zu fühlen! Der Fokus der Mediation liegt ganz klar darauf sich zu entspannen, wahrzunehmen und zu beobachten. Das klingt erst einmal einfacher als es ist, denn der Kopf denkt immer und permanent irgendetwas. Eine tolle Übung also für Menschen wie mich, die in ihrem Kopf manchmal Karussell fahren.

Zuerst fokussiert man ganz sanft einen Punkt vor sich und konzentriert sich dann bei geöffneten Augen auf seine Atmung. Für die ersten Atemzüge, atmet man ganz bewusst und tief durch die Nase ein und tief durch den Mund aus, so dass man seinen Atem leicht hört. Das wiederholt man zwei- bis dreimal und beim letzten Ausatmen schließt man sanft die Augen. Ich habe schon in dem Moment wo ich bewusst geatmet habe eine Beruhigung /Entspannung verspürt. Ich muss dazu sagen, dass ich eher ein Mensch bin, der unter Spannung steht. Durch die Atmung sinkt man immer tiefer in den Stuhl oder auf den Boden. Man spürt die Unterlage unter seinem Körper und nimmt wahr wo der Boden oder der Stuhl den Körper berührt und wie intensiv man ihn berührt.

Fokus/Intention

Der Fokus bzw. die Intention der Meditation kann jeden Tag neu gelegt werden. Zum Beispiel: Welches Ziel hat die Meditation für mich? Werde ich dadurch ruhiger? Freundlicher? Gelassener? Welche Auswirkungen hat sie auf mein Umfeld? Man überlegt sich ein ganz persönliches Ziel, welches man mit der Meditation verfolgt. Vielleicht gibt es auch eine Intention für das Umfeld in dem man lebt.

Umwelt und Umfeld

Was nimmt man jetzt in diesem Moment wahr? Mit geschlossenen Augen beginnt man seine Umwelt viel besser wahrzunehmen. Die Aufgabe besteht darin, die Geräusche wahrzunehmen ohne sie zu bewerten oder zu beurteilen, sondern einfach akzeptieren was ist. Es ist wirklich interessant, was man dann auf einmal alles wahrnimmt und wie entspannend es sein kann, wenn man die Geräusche einfach an sich vorbei ziehen lässt wie Wolken, die am Himmel vorübergehen. Auch die eigenen Gedanken können wahrgenommen werden. Hierbei gilt es nicht, die Gedanken loszuwerden, sondern eher seine Einstellung zu den Gedanken zu ändern.

Körperscan (body scan)

Wie fühlt sich der Körper jetzt in diesem Moment an? Einfach nur den Körper spüren ohne ihn verändern zu wollen und nur akzeptieren was ist und wie es ist. Man beginnt in seinem eigenen Tempo mit der Wahrnehmung oben am Kopf und geht mit der Beobachtung  hin zum Nacken, zum Schulterbereich und abwärts in Richtung Arme und Hände, Bauch und Rücken usw. bis zu den Füßen.

Stimmung

Auch hier wird nicht bewertet, sondern nur wahrgenommen, entdeckt und gefühlt. Das kann auch bedeuten, dass man Dinge wahrnimmt, die man nicht so mag, wie zum Beispiel Schmerz oder Traurigkeit. Aber auch diese Dinge müssen erst mal wahrgenommen werden, um sie zu akzeptieren.

Atmung

Wie fühlt sich die eigene Atmung jetzt in diesem Moment an? Ist sie eher lang oder kurz? Ist die Atmung flach oder tief? In welche Körperregion fließt die Atemluft? In den Brustkorb? In den Bauchraum oder wohin? Auch hier wird nichts beurteilt, sondern nur gespürt. Abschließend gibt es die Option bei der Ein- und Ausatmung bis zehn zu zählen. Bei der Einatmung zählt man eins, bei der Ausatmung zählt man zwei, Einatmung drei und Ausatmung vier usw. Das ist eine gute Methode, um die Gedanken ruhiger werden zu lassen und die Wahrnehmung zu verbessern. Erstaunlicherweise funktioniert es bei jeder Sitzung besser und wird zur Gewohnheit.

Schluss

Zum Schluss der Meditation lässt man den Gedanken freien Lauf und kommt langsam wieder zurück, raus aus dem meditativen Zustand und öffnet dann langsam die Augen und spürt nach! Wie hat man sich vorher gefühlt und wie fühlt man sich jetzt? Es geht nicht darum sich anders zu fühlen, sondern es geht darum zu lernen zu fühlen und sich zu spüren. An manchen Tagen ist es mir wirklich schwer gefallen mich hinzusetzen und einfach nur nichts zu machen. Es soll zur Gewohnheit werden. Sich anstrengen heißt nicht immer, dass es dann besser klappt. Die Balance finden zwischen Fokus und Gelassenheit nach dem Motto: „Moving from thinking to feeling!”

Sicherlich ist dieser Erfahrungsbericht nur ein kleiner Einblick in so eine kurze Meditation. Es gibt auch hier wieder verschiedene Möglichkeiten und letztendlich muss man es selbst einmal ausprobiert haben, um es erleben zu können. Aber was mich diese 10 Minuten gelehrt haben, ist auf jeden Fall meine Wahrnehmung zu schulen und  Dinge nicht mehr verändern zu wollen, sondern zu akzeptieren. Und heute am letzten Tag habe ich entschieden wieder von vorne anzufangen und es wird sicherlich wieder anders sein 😉

Viel Freude beim Ausprobieren!

Lina

[mehr von Lina unter: Yoga bei MS – ein Erfahrungsbericht aus dem Life-SMS Expertnet]


Die in Linas Erfahrungsbericht genannten Plattformen sind nur Beispiele von vielfältigen Angeboten im Netz. Eine gute kostenlose Option ist die Smiling Mind App aus Australien. Eine professionell aufgebaute Serie von geführten Meditationen für verschiedene Altersstufen ab 7 Jahren : https://smilingmind.com.au/ – Prädikat: empfehlenswert!


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Spendenaktion erfolgreich: der Vortrag von Dirk Lemke ist ab sofort hier als freier Download verfügbar

Ein ganz kurzer, aufrichtiger und wichtiger Dank an unsere SpenderInnen und UnterstützerInnen!

Mit Hilfe Ihrer und Eurer großzügigen Spenden im Rahmen der laufenden Spendenaktion konnten wir die Spendenziele für die aktuelle Projektperiode von Mai 2016 – April 2017 erreichen.

Das ist wirklich motivierend und gibt uns Kraft das Projekt weiterzuführen. Mehr zu den Aktivitäten für den Zeitraum 2017/2018 in Kürze nach der Osterzeit.

Der Vortrag:

„Zur Bedeutung von Umweltfaktoren für die Entstehung/Therapie von chronischen Erkrankungen am Beispiel der MS“

kann nunmehr an dieser Stelle frei heruntergeladen werden ⇒ zum Download

Stichwörter aus dem Vortrag des Allgemeinmediziners Dirk Lemke sind unter anderem: Pharmakologische Therapie und deren eingeschränkte Wirksamkeit, Sonne und Vitamin D, Schlaf, Sport und MS-Symptomkomplexe u.a. auch Depression und Kognition, Stress und Achtsamkeit, Ernährung und Noxen, ketogene Ernährung, gute Fette und Öle, Risikofaktor Getreide/Gluten, Darmpermeabilität und Verweise auf unser Vorbildprojekt OMS (Overcoming Multiple Sclerosis).


Nochmals herzlichen Dank und bleiben Sie gesund und uns treu!

Ihr und Euer

Life-SMS Team


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Lebensstil-Maßnahmen und MS in der Übersicht: Vortrag des Allgemeinmediziners Dirk Lemke

Manchmal ist es sicherlich hilfreich, den Überblick über das Thema Lebensstilmaßnahmen bei der eigenverantwortlichen Behandlung der Multiplen Sklerose aus berufenem Munde dargelegt zu bekommen. Anlässlich der Konferenz für menschliche Medizin 2015 hat sich der Mediziner Dirk Lemke dieses Themas in einem ca. 40-minütigen Vortrag angenommen.

Hier geht es zum Trailer des Vortrags:

„Zur Bedeutung von Umweltfaktoren für die Entstehung/Therapie von chronischen Erkrankungen am Beispiel der MS“

Stichwörter aus dem Vortrag sind unter anderem: Pharmakologische Therapie und deren eingeschränkte Wirksamkeit, Sonne und Vitamin D, Schlaf, Sport und MS-Symptomkomplexe u.a. auch Depression und Kognition, Stress und Achtsamkeit, Ernährung und Noxen, ketogene Ernährung, gute Fette und Öle, Risikofaktor Getreide/Gluten, Darmpermeabilität und Verweise auf unser Vorbildprojekt OMS (Overcoming Multiple Sclerosis).

Schlussspurt in der Spendenperiode bis Ende April 2017

Sie wissen ja, lsms.info und life-sms.org leben ausschließlich von Ihren privaten Spenden und insofern nutzen wir diesen Vortrag sozusagen als Treibstoff für den Schlussspurt zur Erreichung der Spendenziele bei betterplace für 2017. In in der derzeitigen Spendenperiode (bis Ende April 2017) fehlen derzeit ca. 610 €. Aktuelle Zahlen gibt es hier!

Wir werden nach Erreichen der aktuellen Spendenziele diesen Vortrag allen Interessenten der Projekts Life-SMS/lsms in der Komplettversion hier auf dieser Webseite freischalten

Spenden Sie bitte jetzt schon einen beliebigen Geldbetrag für Life-SMS/lsms über betterplace

Als Dank erhalten Sie einen Download-Link für das komplette Vortragsvideo im mp4-Format zur persönlichen Nutzung oder auch zur Vorführung in Ihrer MS-Gruppe (wir bemühen uns den Link innerhalb von 24 Std. zuzusenden). Sie helfen uns und der wachsenden Gemeinschaft von kritischen MS-Patienten damit sehr.

Vorab vielen Dank.  Bleiben Sie gesund und uns treu!

Ihr und Euer

Life-SMS Team


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