Autophagie: Den äußerst segensreichen Wartungsmodus nutzen

Autophagie: die koerpereigene Reinigungsmaschine

Man kennt das: Ständig ist Müll zu entsorgen!


Und unseren Zellen geht es genau so; auch, wenn sie bei bester Gesundheit sind. Denn nur über eine spezielle Art der Müllentsorgung können sie überhaupt bei bester Gesundheit bleiben. Diesen Aufräumvorgang nennt man Autophagozytose (oder kurz Autophagie = Selbstverzehrung).

Dies ist ein wichtiger und kluger Prozess der Natur, um Zellen gesund und leistungsfähig zu halten. Anderenfalls „vermüllen“ die Zellen regelrecht, denn überraschend viele frisch hergestellte Proteine sind falsch zusammengefaltet. Andere Zellbestandteile werden mit der Zeit beschädigt oder einfach nicht mehr benötigt. Umgangssprachlich formuliert, frisst (verdaut) sich die Zelle dann teilweise selbst. Doch mit Selbstmord hat dies wenig zu tun, mehr mit Recycling.

Recyclingprozess

Das alte Material kann auf der einen Seite zwar schaden, auf der anderen Seite besteht es ja schließlich aus wertvollen Bausteinen, die nach Möglichkeit wieder verwendet müssen, damit eine jede Zelle mit ihrem begrenzten Energievorrat auskommt. Die Zellen verwerten alles noch Brauchbare, um neue Bausteine (v. a. Aminosäuren) zu generieren und können diese in Notzeiten zur Energiegewinnung auch als Brennstoff nutzen. Verständlich, dass gerade ein zeitweises Fehlen der essentiellen Aminosäuren (also jenen, die der Körper nicht selbst herstellen kann) das Notfallsystem in Hunger- bzw. Fastenperioden starten kann.

Proteine als Hemmer

Eine zu proteinreiche Ernährung hemmt hingegen den Reinigungsprozess und fördert nachweisbar den Alterungsprozess sowie auch Krebswachstum. Wer in mittleren Jahren (zwischen 50 und 65) ordentlich Protein futtert (20 Prozent der Kalorienaufnahme oder mehr im Vergleich zu weniger als zehn Prozent), dessen Sterblichkeitsrisiko ist um 74 Prozent erhöht. Wichtige Ausnahme hierbei: pflanzliche Proteine! Studien der Harvard-Universität (s.u.) legen nahe: Wer vermehrt auf pflanzliche Proteine setzt, etwa in Form von Bohnen, Linsen und Nüssen (statt auf Fleisch), darf sogar mit einem längeren Leben rechnen. Noch länger, wenn er nicht rein vegan lebt, sondern auch (nicht schadstoffbelasteten) fetten Meeresfisch isst. Das liegt daran, dass tierisches Protein in der Regel mehr essenzielle Aminosäuren enthält als pflanzliches Protein; der Reinigungsmodus wird also eher gehemmt. Aber dies nur nebenbei.

Die beschriebene molekulare Müllentsorgung ist also eine Art Selbstverdauungs-Programm von Zellen, damit diese gereinigt und entgiftet werden, sich verjüngen. Ohne Autophagie lagert sich der zelluläre Müll in den Zellen ab und behindert über kurz oder lang die reibungslose Funktionsweise der Zelle. Wenn Alternativmediziner von „Entschlackung“ sprechen, ist im Allgemeinen dies gemeint, wobei der Begriff selbst irreführend ist.

Fasten im Schlaf und bei Grippe

In jeder einzelnen Zelle im Körper ist Autophagie möglich (übrigens auch im Schlaf, was ja auch einer kleinen Fastenperiode gleichkommt; Breakfast ist also wörtlich zu nehmen). Im Immunsystem findet die Autophagie auch außerhalb der Zelle statt. Denn in Zeiten geringerer Energiezufuhr gehen Fresszellen (ja, die Makrophagen kann man tatsächlich so nennen) im gesamten Körper umher und suchen vermehrt nach infizierten Zellen, toten Zellen und Krankheitserregern. Wer mit einer Grippe krank im Bett liegt, mag nicht essen, weil der Körper Hungergefühle unterdrückt, um die nun besonders hilfreiche Autophagie zu aktivieren. Dadurch werden die Fresszellen des Immunsystems stärker aktiviert, um unbrauchbare Eigen- und Fremdsubstanz (externe Eindringlinge wie Viren, Bakterien und andere Krankheitserreger) zu erspähen und zu vernichten.

Reinemachen und ein Streik der Müllabfuhr

Zudem spielt die Autophagie eine wichtige Rolle dabei, wie die Immunantwort eines Organismus gesteuert wird. Fehler in den Kontrollmechanismen führen dazu, dass das Abwehrsystem körpereigene Bestandteile angreift und zerstört. Resultat solcher fehlgeleiteten Immunreaktionen sind Autoimmunerkrankungen wie die Multiple Sklerose. Genomweite Assoziationsstudien (GWAS) zeigen dies. Denn sowohl überzogenes Reinemachen als auch ein Streik der Müllabfuhr kann zu Autoimmunstörungen beitragen, je nachdem, in welchen Zellen die Müllabfuhr aus dem Lot gerät. Denn aus nicht rechtzeitig entsorgten toten Zellen treten entzündungsfördernde Substanzen aus.

Klar ist: zu wenig Autophagie schadet! Autophagie-Defekte führen in T-Zellen zur Anhäufung von überalterten Mitochondrien, die unter anderem reaktionsfreudige Sauerstoffspezies (ROS) freisetzen, was die T-Zellen vorzeitig absterben lässt. Auch fehlen den T-Zellen wegen ihrer schlechten Recycling-Quote ATP und Rohstoffe, sodass sie sich kaum noch aktivieren und zur Vermehrung anregen lassen.
Manchmal muss auch einfach nur der Abfuhrtakt erhöht werden: wenn Stress (wie z. B. Infektionen, Chemikalien oder UV-Licht) den Verschleiß von Zellkomponenten beschleunigt.
Eine funktionierende Autophagie, ein Reinigungsprozess, der die Vermehrung neuer, gesunder Zellen fördert, stellt hingegen einen Schutz vor Krankheiten wie Krebs, Demenz, Herzkrankheiten und bakteriellem Befall dar. Entartete Zellen, Ablagerungen und bösartige Bakterien haben schlechte Chancen, sich anzuhäufen, da sie gleich im Anfangsstadium abgebaut werden können.

Trotz Umbau geöffnet

Für ein gesundes Altern ist der Körper also auf eine Balance zwischen Baumaßnahmen und Abbaumaßnahmen angewiesen. Doch durch ständige Erreichbarkeit von Nahrung (und zu viel Nahrung insgesamt) sowie eine inaktive, bewegungsarme Lebensführung spielt die Autophagie bei vielen Menschen im Alltag kaum mehr eine Rolle.
Das häufige Essen in kurzen Abständen ist aus Sicht der Evolution völlig unnatürlich. Unser Körper ist erst seit relativ kurzer Zeit in der Menschheitsentwicklung damit konfrontiert. Stoffwechsel und Verdauungsapparat sind immer noch auf diese Lebensweise ausgerichtet – Bewegung kombiniert mit immer wiederkehrenden Phasen des Nichtessens. Deshalb nimmt man an, dass der Prozess der Autophagie ab einem Zeitraum von 14 -17 Stunden des Verzichts auf Nahrungszufuhr beginnt. Erhält der Körper aber ständig das (Insulin)Signal, dass ausreichend Energie von außen zugeführt wird, hält er Selbstverdauung nicht für notwendig.
Außerdem verlangsamt sich mit zunehmendem Alter die Fähigkeit zur Autophagie

Was fördert die Autophagie in unseren Zellen?

In Studien wird deutlich, dass die Gesundheit i. d. R. profitiert, wenn die Autophagozytose im Alltag wieder mehr Platz gewinnt. Zum Glück gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, die Autophagie auf natürliche Weise zu aktivieren und zu steigern:

  • Fastenzeiten. Gerne auch als intermittierendes Fasten: eine beliebte Methode, um nahezu jeden Tag von den Vorzügen der Autophagie zu profitieren. Dies setzt voraus, dass Sie mindestens 12 Stunden am Stück nicht essen und diese Periode dann auf bis zu 16 Std. steigern. Dies ist die Zeit, die benötigt wird, um die Autophagie zu aktivieren. Das bedeutet dann, dass Sie alle Ihre Mahlzeiten für den Tag innerhalb eines Acht-Stunden-Fensters einnehmen müssen und während der übrigen Zeit des Tages (bzw. der Nacht) nichts essen dürfen. Liegen genügend Stunden zwischen dem letzten Essen eines Tages und dem ersten des nächsten Tages, kann man von der segensreichen Autophagozytose profitieren.
  • Sport: sowohl anaerober Sport (Krafttraining) als auch aerober Sport (Ausdauersport) in Form eines zyklischen Trainings: Jeden zweiten Tag ein halbe Stunde hochintensives Intervalltraining oder Widerstandstraining aktivieren die Autophagie.

Ernährung zur Verbesserung der Autophagie:

Durch bestimmte Nahrungsmittel/Nahrungsinhaltsstoffe können Sie auch unabhängig bzw. zusätzlich zum Fasten von einer gesteigerten Autophagozytose profitieren bzw. Ihre zelluläre Müllabfuhr ankurbeln, obwohl der Organismus Nahrung aufnimmt. Es gibt z. B. Hinweise darauf, dass natürlich vorkommende Substanzen wie Resveratrol (Bestandteil von roten Trauben) oder Polylamine in der Lage sind, die Autophagie zu induzieren. Ein natürliches Polyamin ist Spermidin, das auch in vielen Lebensmitteln vorkommt, wie z. B. in Weizenkeimen, frischem grünem Pfeffer, Pilzen, Sojabohnen (v. a. fermentiert), Zitrusfrüchten (v. a. Grapefruit). Da Spermidin sehr stabil ist, kann man es ohne Verluste genießen, z. B. als Zitrusfrüchte-Bergamotte-Tee. Weitere Kandidaten:

  • Curcumin aus frischem Kurkuma und Kurkuma-Extrakt
  • Grüntee
  • Ingwer
  • Kaffee: Vermutlich können sekundäre Pflanzenstoffe, sogenannte Polyphenole im Kaffee die Autophagie ankurbeln. Aber tierisches Eiweiß hemmt die Autophagie (also keine Kuhmilch/Sahne in den Kaffee geben und dazu kein Ei, Joghurt, Butterbrot mit Käse/Wurst…).
  • Reishi (fernöstlicher Heilpilz)
  • Kohlgemüse (v.a. das in Brokkoli enthaltene Sulphoraphan)

Lebensstilstrategien und Nahrungsergänzungsmittel (NEM) zur Verbesserung der Autophagie:

  • Kalorienrestriktion ohne Fasten: chronisches leichtes Kaloriendefizit bei ausgewogener Ernährung. Japaner sind dafür bekannt, nur so viel zu essen, bis sie 80 % satt sind. Wer generell nicht bis zur absoluten Sättigung isst, der geht schon einen großen und unbewussten Schritt Richtung Autophagozytose.
  • kohlenhydratreduzierte Ernährung bis hin zur ketogenen Diät
  • Vitamin D (über Sonnenlicht oder/und als NEM)
  • Melatonin (Schlafhormon; als NEM)

FAZIT:

Ohne Autophagie werden Ihre Zellen irgendwann mit Toxinen und Abfallstoffen überlastet sein, anfangen zu versagen und letztendlich sterben. Sie werden so selbst zum Zellmüll, der aber wiederum nicht weggeräumt werden kann, was Alterung und Krankheiten Tür & Tor öffnet. Autophagiedefekte tragen zu einer Vielzahl von Krankheiten bei, darunter Alzheimer und Parkinson (Demenz bedeutet oft toxischer „Zellschrott“ in den Nervenzellen des Gehirns).

Diesen Prozess im Hinterkopf zu behalten und jeden Tag ein paar der Methoden anzuwenden, die den Prozess der Autophagozytose aktivieren, macht definitiv auch bei MS Sinn (das zeigen inzwischen verschiedene Studien). Die Autophagozytose ist stark entzündungshemmend, stärkt das Immunsystem, beugt Depressionen vor und verlängert die Lebensspanne.

Über Fasten (mehr oder weniger und mit der Ihnen angenehmen Methode) können Sie viel erreichen. Zudem gibt es Autoimmunerkrankungen, bei denen bekannt ist, dass regelmäßiges Fasten zu einer starken Entzündungshemmung und zu einer Steigerung des Wohlbefindens und der Lebensqualität führt. Dazu gehört auch die Multiple Sklerose. Hierbei ist besonders das Potential der ketogenen Diät bei den progredienten Formen der MS hervorzuheben.

Die Aktivierung der körpereigenen Autophagie ist ein einfacher Weg, um Gesundheit zu fördern. Die gute Nachricht ist, dass dies nicht schwierig ist. Fasten scheint ein effizienter Weg zu sein; aber auch ausreichend Bewegung und das Hinzufügen bestimmter Nahrungsmittel helfen dabei.

Und ganz nebenbei werden Sie vielleicht ein wenig jünger (aussehen)…Sie werden sich zumindest so fühlen…

Dies wünscht Ihnen
Ihr Team von Life-SMS


Quellen:
  • Choi, I. Y., Piccio, L., Childress, P., Bollman, B., Ghosh, A., Brandhorst, S., Suarez, J., Michalsen, A., Cross, A. H., Morgan, T. E., Wei, M., Paul, F., Bock, M., … Longo, V. D. (2016). A Diet Mimicking Fasting Promotes Regeneration and Reduces Autoimmunity and Multiple Sclerosis Symptoms. Cell reports15(10), 2136-2146.
  • Mingyang Song; Teresa T. Fung; Frank B. Hu; et al (2016): Association of Animal and Plant Protein Intake With All-Cause and Cause-Specific Mortality. https://jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/article-abstract/2540540
  • Rubinsztein, D. C., Codogno, P., & Levine, B. (2012): Autophagy modulation as a potential therapeutic target for diverse diseases. Nature Reviews. Drug Discovery, 11(9), 709–730. http://doi.org/10.1038/nrd3802
  • Storoni, M., & Plant, G. T. (2015). The Therapeutic Potential of the Ketogenic Diet in Treating Progressive Multiple Sclerosis. Multiple sclerosis international2015, 681289.

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Curcumin als Therapeutikum bei MS sinnvoll nutzen

curcuma_©uhy

Die meisten kennen Kurkuma (Gelbwurz) allenfalls als das Hauptgewürz in Curry. Die Wurzel hat – auch als gemahlenes Gewürz – einen leicht bitteren Geschmack und wird auch verwendet, um Curry, Senf, Butter, Käse oder anderen Lebensmitteln eine schöne gelbe Farbe zu geben.

Aber die Wurzel von Kurkuma (Curcuma longa) kann noch viel mehr. Schon lange schätzt man sie im asiatischen Raum wegen ihrer vielen gesundheitlichen Vorteile.

Die Kurkumawurzel hat eine komplexe Zusammensetzung

235 Einzelbestandteile sind bisher identifiziert, wovon die meisten natürliche Phenole und Terpene sind, die jeweils ihren eigenen therapeutischen Wirkungskreis besitzen. Bisher medizinisch am wichtigsten scheinen dabei unter den Phenolen die Curcuminoidverbindungen des wasserunlöslichen Extrakts aus Kurkuma zu sein, denn sie enthalten neben so schwer zu merkenden Namen wie Demethoxycurcumin (DMC), Bisdemethoxycurcumin (BMC) und Tetrahydrocurcumin auch das wichtige Curcumin, welches etwa 3–5% der gesamten Inhaltsstoffe der Wurzel ausmacht.

Curcumin spielt eine wichtige Rolle bei verschiedenen pharmakologischen Aktivitäten

So kann Curcumin bei der Behandlung von MS wirksam sein*, insbesondere bei den entzündungshemmenden Eigenschaften durch Hemmung der Freisetzung von proinflammatorischen (= entzündungsfördernden) Zytokinen wie IL-17.

In der ersten Entzündungsphase sind T-Zellen ein entscheidender Faktor für die MS-Progression, zusammen mit IL-17 und IL-22 tragen sie zur Entwicklung eines Bruchs in der Blut-Hirn-Schranke bei. Als Folge des Eintritts von T-Zellen in das ZNS beginnt die Entzündungskaskade und mehrere pathophysiologische Merkmale der MS führen vor allem zu Demyelinisierung und axonalen Schäden.

Curcumin hat eine hemmende Wirkung auf die Ausbreitung von CD4+T-Zellen durch verringernde Abgabe von entzündungsfördernden Zytokinen (wie IL-6, IL-1β, IL-17, Interferon (IFN)-γ, TNF-α, IL-12 und IL-23).

Die Wirksamkeit des Curcumins wissenschaftlich zu untermauern war sehr schwierig, da es sowohl instabil ist, als auch keine hohe Bioverfügbarkeit für den menschlichen Organismus hat. Es hat eine schlechte Wasserlöslichkeit, eine schlechte Absorption durch die Darmschleimhaut und eine geringe Stabilität im Blut. Aufgrund seines schnellen Leberstoffwechsels sind 60-70 % einer oralen Dosis schnell „beseitigt“.

Lösungen für dieses Problem

Daher ist es schwierig, Curcumin für wirksame medizinische Therapeutika zu nutzen. Da Studien aber deutlich zeigen, dass Curcumin eine  hohe antientzündliche und antioxidative Wirkung hat, haben Wissenschaftler über neuartige Wirkstoffverabreichungssysteme wie Nanoverkapselung und Liposomen nachgedacht, um dem Nachteil der Instabilität für die Medikamentenherstellung und -verabreichung auszugleichen.
Andere Forscher haben herausgefunden, wie man durch Kombination mit anderen Wirkstoffen die Bioverfügbarkeit von Curcumin erhöhen kann und so seine Wirksamkeit verbessert.

Geschickt kombinieren

So hat die Kombination von Nanoverkapselung von Curcumin unter Zugabe von Piperin (in Pfeffer), Quercetin (z.B. in Zwiebeln vorhanden) und Silibinin (aus der Mariendistel) einen verzögerten Leberstoffwechsel und verbesserte Absorption gezeigt. Besonders Piperin als Hemmer der Leber- und Darmverstoffwechslung und als Absorptionsverstärker führt zu einer höheren Konzentration von Curcumin im Blutserum.**

Übrigens: das seit 3000 Jahren bekannte Curry nutzt als Mischung aus Kurkuma und verschiedenen Pfeffersorten genau diese verstärkenden Eigenschaften aus.

Lesen Sie auch: „Kurkuma“ auf lsms.info.

Curcumin sinnvoll nutzen bei MS

Also darauf achten, dass therapeutisch hochdosiertes Curcuminextrakt (reines Pulver reicht nicht aus) mindestens mit einem Absorptionsverstärker kombiniert ist (meist ist es Piperin) und alles am besten in Nanopartikeln „verpackt“ ist.
So kann man die Wirksamkeit von Curcumin gegen Entzündungskrankheiten wie MS voll ausnutzen und gegebenenfalls die Progression der Multiplen Sklerose verlangsamen (bei Mäusen schon wissenschaftlich erwiesen – siehe auch unter *) – zumindest wenn keine Kontraindikationen bestehen (siehe ***).

Fazit

Die Autoren eines jüngst veröffentlichten Reviews zu Curcumin folgern: „Die Forschungen der vergangenen Jahre haben eine Reihe von Schlüsseleigenschaften des Curcumin definiert, insbesondere seine entzündungshemmende Wirkung, niedrige Kosten, Sicherheit und breite Verfügbarkeit. Daher kann diesen Pflanzenwirkstoff als geeigneter Kandidat für die Behandlung von MS angesehen werden.“

Dass Sie auch mit der Hilfe von Curcumin das Entzündungsgeschehen bei MS reduzieren können wünscht Ihnen

Ihr Team von Life-SMS


Quelle: Ghanaatian, N., Lashgari, N.-A. A., Abdolghaffari, A. H. H., Rajaee, S. M., Panahi, Y., Barreto, G. E., Butler, A. E., Sahebkar, A., Dec. 2018. Curcumin as a therapeutic candidate for multiple sclerosis: Molecular mechanisms and targets. Journal of cellular physiology.

URL http://view.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30536381


* Weitere Studien zu Curcumin:

Curcumin reduziert die Sekretion von MMP-9, ein Faktor, der die Wirksamkeit der BHS-Permeabilität erhöhen kann und so die Ausprägung von MS verbessert (Seyedzadeh et al., 2014).

• Die Verhinderung der Bildung reaktiver Sauerstoffspezies und der Phosphorylierung der Myosin-Lichtkette ist eine weitere Rolle von Curcumin bei der Verhinderung von BHS-Störungen (K. Kimura, Teranishi, Fukuda, Kawamoto, & Nishida, 2008).

• Axon-Degeneration, das endgültige zerstörerische Stadium in der Pathogenese der MS, kann durch den Effekt von Curcumin auf die Reduzierung der Freisetzung von Stickoxid (NO) über den JNK-Phosphorylierungsweg kontrolliert werden (Tegenge et al., 2014).

• Natarajan und Bright fanden 2002 in Mausstudien heraus, dass Curcumin-behandelte Mäuse eine geringere Ausbreitung neuronaler ag-spezifischer Th1-Zellen und eine Reduktion der IFN-γ-Produktion zeigten.

• Einige Studien (Darvesh et al., 2012; Tang & Taghibiglou, 2017; Tizabi, Hurley, Qualls, & Akinfiresoye, 2014) weisen auf das positive Potenzial von Curcumin hin bei der Behandlung mehrerer neurologischer Erkrankungen, einschließlich Demenz, Alzheimer, Parkinson und MS.


** (Kakarala et al., 2010; Martins, Leyhausen, Volk, & Geurtsen, 2015; Rinwa, Kumar, & Garg, 2013; Shoba et al., 1998).


*** Kontraindikationen:
Gallenblasen-Probleme: Kurkuma kann Gallenblase-Probleme verschlimmern > nicht verwenden – oder nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt – bei Gallensteinen oder Gallengangsobstruktion.
Blutungsprobleme: Kurkuma könnte die Blutgerinnung verlangsamen. Dies könnte das Risiko von Blutergüssen und Blutungen bei Menschen mit Blutgerinnungsstörungen erhöhen.
Diabetes: Curcumin könnte bei Diabetikern den Blutzuckerspiegel senken.
Eisenmangel: Die Einnahme von hohen Kurkumadosen könnte die Aufnahme von Eisen verhindern > ggf. entsprechend gegensteuern.
Blutgerinnung: Es kann zusätzliche Blutungen während und nach Operationen verursachen > die Curcumin-Substitution mindestens 2 Wochen vor einer geplanten schweren Operation unterbrechen.
Hormonähnlich: Curcumin könnte wie das Hormon Östrogen wirken. Allerdings zeigen einige Untersuchungen, dass Kurkuma die Wirkung von Östrogen in einigen hormonsensitiven Krebszellen reduziert.


Foto: © Hildy Ueberhofen


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Neues Video: Was machen Prä- und Probiotika?

Heute geht es noch einmal um eines der wichtigsten Themen in Bezug auf die Salutogenese:

Den Darm – das Life-SMS-Schwerpunktthema des ausklingenden Jahres.

Dafür verweisen wir zunächst auf Lisas aktuelles Video bei Zellliebe, in welchem sie auf der einen Seite den Unterschied zwischen prä- und probiotischen Nahrungsmitteln erklärt und auf der anderen Seite praktische Tipps für den Einkauf gibt.

Dabei erklärt sie auch, warum z.B. Kartoffelsalat und Sushi für den Darm besser sind als einfach nur gekochte Kartoffeln bzw. Reis (Tipp: resistente Stärke – und warum uns diese gut tut) oder warum wir wirklich die Schale der Äpfel mitessen sollten…

Und hier für alle Interessierten eine Rückblende auf Life-SMS-Posts zum Thema Darmflora:

Übrigens, Lisas vollständige Video-Playlist (auch zu weiteren MS-relevanten Themen) findet sich hier.

Damit schließen wir das Thema Darm erst einmal als Schwerpunktthema ab, was natürlich nicht heißt, dass wir es vernachlässigen werden.
Immer, wenn neue Erkenntnisse vorliegen, klinken wir uns dazu für Dich/für Sie natürlich nochmal ein. Versprochen!

Das Beste für den Darm und damit die Gesundheit wünscht Dir/Ihnen im Sinne der Eigenverantwortung

Ihr Team von Life-SMS!


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Online Autoimmun Kongress: Wiederholung für Alle

Vom 23.11.18 bis zum 3.12.18 wird der Online Autoimmun Kongress für Sie kostenlos wiederholt!

11 Tage, 33 Experten, 33 Themen rund um die neuesten Erkenntnisse zu Autoimmunkerkrankungen

Die Referenten, bestehend aus Professoren, Doktoren, Ärzten und Patienten, vermitteln ihr Wissen über wirksame Methoden zur ursächlichen Behandlung von Autoimmunerkrankungen.

Besonders die Grundlagen, die zu Beginn z.B. mit Dr. Jens Freese besprochen werden, aber auch viele weitere Videos zu bei MS interessanten, vertiefenden Themen wie

  • Darm und Vitalstoffmangel
  • Stressreduktion, Bewegung, Licht und Schlaf
  • Umweltgifte und Entgiftung
  • Ernährung (u.a. Wahls-Protokoll, Paleo, ketogene Diät und das Autoimmunprotokoll – Ernährung speziell für Autoimmunerkrankte)

sind sehenswert.

Unsere therapeutische Partnerin Verena Krone spricht über „Multiple Sklerose aus Sicht der klinischen Psychoneuroimmunologie“ und
Dr. Simone Koch betrachtet die – Funktionelle Medizin bei Autoimmunerkrankungen – Wo liegt die Wurzel des Übels?

Ganz wichtig auch Dr. Löffler – Mitochondriale Medizin – die Rolle der Mitchondrien bei Autoimmunerkrankungen.

Näheres inkl. Anmeldeinfo für den kostenlosen Zugang finden Sie hier.

Viel Spaß beim Anschauen und vor allem viele neue, gesundmachende Erkenntnisse wünscht Ihnen

Ihr

Life-SMS Team


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Übersicht zur Life-SMS-Methodik bei MSK

In der Ausgabe 2/2018 vom „Blickpunkt“, der Publikation des MSK (Initiative Selbsthilfe Multiple Sklerose Kranker e.V.)  erschien ein zusammenfassender Artikel von Prof. Spitz und Anno Jordan über die Life-SMS-Methodik, den wir hier dankenswerter Weise für Sie kostenlos zum Download zur Verfügung stellen können.

Einfach hier oder auf die Ansicht der ersten Artikelseite klicken.

Titelansicht des Artikels zur Life-SMS-Methodik im Blickpunkt des MSK

Die Initiative Selbsthilfe Multipler Sklerose Kranker MSK e.V. ist eine unabhängige Patientenvereinigung, die u.a. eng mit der wissenschaftlich orientierten, eher pharmakritischen Trierer Aktionsgruppe Multiple Sklerose zusammen arbeitet. Ziel der TAG Multiple Sklerose ist es, wissenschaftliche Studiendaten zu MS-Therapien und gesundheitspolitische Themen für Betroffene zugänglich zu machen und zu erläutern, so dass Betroffene selbstbestimmte Entscheidungen treffen können. Was gut zum Ansatz des Life-SMS-Projektes passt.

Life-SMS-Methodik

Das Projekt Life-SMS (Lebensstil-Strategien bei MS) betrachtet das Thema MS unter einem systemischen Ansatz. Auf Basis verfügbarer wissenschaftlicher Studien zum Themenkomplex Lebensstil, Umwelteinflüsse und Stabilisierung des Systems Mensch – speziell des Immunsystems – wird eine Methodik entwickelt, die unabhängig von und kompatibel mit jeglichen medikamentösen Therapien ist. Die Life-SMS-Methodik eröffnet Betroffenen die Möglichkeit, eigenverantwortlich mit der Krankheit umzugehen und das Dogma der Unheilbarkeit zu überwinden.

Kernpunkt dieser Methodik ist eine Doppelstrategie:
(Wieder-)Vermehrung von Schutzfaktoren (möglichst bei Vermeidung von Schadfaktoren) und Zuführung geeigneter Ressourcen.

Über die Zuführung geeigneter Ressourcen, die dahinter stehende Methodik und welche fünf Bereiche sich herauskristallisieren, die für den Stabilisierungs- und Gesundungsprozess entscheidend sind, lesen Sie gerne den kompletten Übersichtsartikel des MSK  hier.
Falls Sie tiefer einsteigen wollen, finden Sie hier  weitere Veröffentlichungen zur Thematik!

Viel Erfolg bei Ihrer persönlichen Gesundungsstrategie wünscht Ihnen

Ihr

Life-SMS-Team!


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Darmflora und MS: Ein Einstiegsvideo von Zellliebe

Nicht nur als Einstimmung auf unseren Themenschwerpunkt „Darmflora und MS“ beim diesjährigen, großen Vortragsnachmittag am 8.9.2018 sollten Sie sich Lisas neues Zellliebe-Video anschauen.

Grundlagen der Darmgesundheit

In knapp 20 Minuten erklärt sie Grundlagen zum Darm, vor allem in Bezug auf MS aber auch, warum er eine entscheidende Rolle auch bei anderen chronischen Erkrankungen spielt. Sie gibt Erklärungen zur Ausgewogenheit der Darmflora (Mikrobiota), mit ihrer „guten“ und „schlechten“ Bakterienvielfalt und wie sich eine Dysbiose (ungünstige Verschiebung der Vielfalt) auswirken kann. Dabei geht sie auch auf kurzkettige Fettsäuren ein wie Propionsäure, die nicht nur entzündungshemmend wirkt sondern auch die Aktivität der Immunzellen im Gehirn modulieren kann. Sie weist auf das Verhältnis des Darms zur Blut-Hirn-Schranke hin und auch auf sein Verhältnis zu Depressionen, Schmerzen, dem Schlafhormon Melatonin und erklärt, wie alles zusammenhängt. Am Schluss geht sie auch kurz auf das Leaky-Gut-Syndrom ein.


Wirklich ein guter Einstieg für die Vortragsthemen unserer Referenten am 8.9. in Köln!

Und wenn Sie Glück haben, können Sie Lisa auch in Köln treffen. Noch können Sie sich anmelden.

Und nehmen Sie sich bald die Zeit für Lisas Video…vielleicht auch für ihre schon veröffentlichten,
anderen Themen (siehe ihre playlist).

Weitere Infos zum Thema auch im Faktenblatt „Darmflora und MS“.


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Geben Sie der “Gluten-Freiheit” eine Chance – 30 Tage, die entscheidend sein können!

Die Sache mit der schädlichen Wirkung von Gluten wird seitens der Schulmedizin oft belächelt, kaum ernst genommen und oft als Hokuspokus abgetan. Auch der Autor dieses Artikels war bis zum erfolgreichen Selbstversuch nicht frei von diesen Gedanken.

Und bevor Sie weiterlesen, vergessen Sie bitte nicht: dieses Projekt lebt ausschließlich von Spenden und uns fehlen in der aktuellen Spendenperiode bis Ende April 2018 noch ca. 260 €.
Helfen Sie uns bitte dieses Ziel in den nächsten beiden Tagen noch zu erreichen!
Hier geht’s zu betterplace….

Wir danken allen bisherigen und zukünftigen SpenderInnen!

Aber was ist die wissenschaftliche Basis dahinter?

Der Darmtrakt trennt die Innenwelt von der Außenwelt. Sie nehmen mehr als 25 Tonnen von Fremdmaterial in Form von Nahrung zu Lebzeiten zu sich. In dieser Nahrung enthalten sind u.a. Bakterien, Viren und Parasiten. Die erste Verteidigungslinie gegen diese fremden Organismen ist die Darmwand. Die zweite Verteidigungslinie ist das komplexe Netzwerk von (Immun)Zellen, die den Darmtrakt auskleiden. In der Tat wird geschätzt, dass sich über 70% des gesamten Immunsystems im Darmtrakt befinden. Wenn die Auskleidung Ihres Darms Löcher hat und Sie einen „leaky gut / undichten Darm“ haben, was wissenschaftlich als intestinale Permeabilität bekannt ist, wandern Bakterien und unverdaute Nahrungsmittelpartikel durch Ihre Darmwand und diese interagieren mit Ihren Immunzellen. Die Forschung zeigt, dass die intestinale Permeabilität eine Schlüsselrolle bei der Autoimmunität spielt und dass es viele Ursachen für das “leaky gut Syndrom” gibt. Dazu zählen Stress, Nahrungsmittelreaktionen (z.B. Weizen/Gluten), Infektionen und Toxine.

Und was ist jetzt das Problem mit Gluten?

Das Problem mit Gluten ist, dass es ein sehr stabiles, langkettiges Eiweiß ist, das der Mensch nicht komplett verdauen (aufbrechen) kann. Das Gluten regt die Epithelzellen der Darmwand zur Bildung des Proteins Zonulin an und dieses Zonulin wirkt sozusagen als Schlüssel für die Zwischenräume der Darmzellen (die sogenannten “tight junctions” öffnen sich). Gluten erzeugt also zwingend eine löchrige Darmwand! Kein Problem für die meisten Menschen, eine Katastrophe für Menschen mit Autoimmunerkrankungen. Eindringende Fremdstoffe können hier eine massive Immunantwort und Kreuzreaktivität auf verschiedenen Ebenen auslösen.

Die Grundlagen des Themenkomplexes Gluten, Zöliakie und Glutensensitivität werden übrigens sehr gut im Workshop Ernährung von Erik David dargestellt:

So, jetzt zu MS und anderen Autoimmun-Erkrankungen:

Hier lassen wir zwei Experten aus der hervorragenden amerikanischen Dokuserie “Betrayal: The Autoimmune Disease Solution They’re Not Telling You” aus dem Jahr 2017 zur Wort kommen.

Zunächst Prof. Professor Yehuda Shoenfeld, Leiter der Medizinischen Klinik B und des Zentrums für Autoimmunerkrankungen am Sheba Medical Center der Universität Tel Aviv, der nicht dafür bekannt ist reißerische Aussagen zu machen:

“Es gibt eine starke Verbindung zwischen unserem Darm und unserem Gehirn. Ich erzähle Ihnen einen Geschichte, die einmal geschah, nachdem wir Patienten mit Multipler Sklerose, einer klassischen Autoimmunerkrankung, die das Gehirn betrifft, analysiert haben. Als wir diese Patienten untersucht haben, haben wir festgestellt, dass 8% von ihnen, also 8 von 100, Antikörper gegen Gluten aufwiesen. Am Anfang wollten wir diese Information vernachlässigen. Dann haben wir über die wissenschaftliche Literaturrecherche festgestellt, dass es eine Kreuzreaktivität gibt. Und zwar zwischen der Glutenstruktur und einer Struktur in unserem Gehirn namens, wenn ich mich recht erinnere, Synaptosom oder so etwas ähnliches. Was passiert wenn Sie Gluten essen, das unserem Körper fremd ist? Sie entwickeln Antikörper gegen Gluten und jene Einzelpersonen, die genetisch vorgeprägt sind, entwickeln Multiple Sklerose. Diese Antikörper können die so genannte Blut-Hirn-Schranke durchqueren und das Gehirn angreifen. Es ist sehr interessant. Nehmen wir diese 8% der MS-Patienten, die die Anti-Gluten-Antikörper haben, und eliminieren Gluten aus ihrer Diät. Es könnte helfen.”

Dann Dr. med. Tom O`Bryan, 30 Jahre Erfahrung als Facharzt für funktionelle Medizin und Lehrbeauftragter am Institut für Funktionelle Medizin, USA

“Es könnte ein Schock für Sie sein, wenn Sie herausfinden, dass belastende Krankheiten wie rheumatoide Arthritis, Asthma, Multiple Sklerose, Ekzeme oder Schizophrenie sich drastisch bessern, indem Sie Gluten und Weizen aus Ihrer Diät verbannen. Es passiert täglich. Bei Tausenden und Abertausenden von Menschen. Wenn Sie gegen eine ernste Erkrankung kämpfen und nicht die Resultate erreichen, die Sie bei aller Sorgfalt Ihrer Vorgehensweise wünschen, können Sie mir bitte sagen, warum es nicht wenigstens einen Versuch wert sein sollte?

Ich weiß, dass Sie Kekse lieben. Wir alle lieben unsere Kekse, aber das Weglassen (von Gluten und Weizen) könnte einen riesigen Unterschied für Sie bedeuten. Leute, die es tun, sehen Ergebnisse in nur wenigen Tagen. Eine gute Mindestprobezeit beträgt 30 Tage. Ich möchte, dass Sie positive Ergebnisse erhalten. Ich kann Sie nur ermutigen, diesen Schritt heute zu tun. Wenn Sie mit einer schweren Entzündung zu kämpfen haben oder wenn Sie sich einfach nur besser fühlen wollen und die Vermutung haben, dass der Gluten- und Weizenverzicht einen Unterschied für Sie machen könnte, dann versuchen Sie es.”


Fazit: Aus unserer Sicht wäre es nahezu fahrlässig diese 30 Tage Gluten- und Weizenverzicht nicht zu versuchen. Sie können nur gewinnen. Und glutenfreie Nahrungsmittel sind heute wirklich kein Problem mehr! Es fällt wirklich schwer Gegenargumente zu finden.


Mehr zum Thema:

Die fünfte Säule der Überwindung von Autoimmunerkrankungen wie MS – Darmgesundheit

Leaky gut – wenn der Darm „löchrig“ ist

Faktenblatt Darmflora und MS , eine wichtige Säule der Stabilisierung


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