Raus in die Sonne – aber ganz bewusst!

MS und Sonne

Eine häufige Folge der MS ist, dass Betroffene sich weniger im Freien in der Sonne aufhalten und sich vor allem weniger gern direkter Sonneneinstrahlung aussetzen wollen oder können. Sei es aufgrund erhöhter Sonnenbrandneigung oder weil sie Hitze allgemein nicht mehr gut vertragen und dann immobiler sind. Das Uhthoff-Phänomen lässt grüßen. Oft sind auch die allgemein geringere Mobilität oder, wie bei vielen Arbeitenden, das enorme „Indoor-Arbeitspensum“ unserer Zeit Gründe für den Sonnenmangel.

Wie viele inzwischen wissen, besteht dabei insbesondere die Gefahr eines zu niedrigen Vitamin D-Spiegels, der bei MS-Betroffenen aber unbedingt im höheren bis hohen Bereich liegen sollte. Doch der einfache Ersatz von Sonnenlicht durch die Supplementation von Vitamin D3 als Nahrungsergänzungsmittel (oder in extrem hohen Dosen praktisch als Medikament) vernachlässigt andere Effekte des Sonnenlichts und insbesondere des UVA- und UVB-Anteils. Supplementation ist also nur die zweitbeste Lösung, aber sicher als Ergänzung sinnvoll.

Der Effekt des Sonnenlichts ist die Summe seiner (teils noch unbekannten) Wirkungen

Sonne bedeutet mehr, als nur Vitamin D-Bildung über die Haut. Man weiß, dass sich der Vitamin D-Status im Blut nur bei kaukasisch-abstammenden Ethnien (wie den meisten hier in Deutschland) durch Sonnenexposition deutlich erhöhen lässt.

Bei afrikanisch- und lateinamerikanisch-abstammenden Ethnien funktioniert das nur beschränkt, trotzdem gibt es auch für sie ein reduziertes MS-Risiko bei intensiverer Sonnenexposition im Vergleich zu solchen Dunkelhäutigen, deren Haut dem Sonnenlicht nur wenig ausgesetzt war. Dieses verminderte Risiko für MS durch hohe Sonneneinstrahlung während der gesamten Lebenszeit ist unabhängig von jeglicher Ethnie.

Noch ist nicht klar, welche weiteren Faktoren des Sonnenlichtes bei MS für einen positiveren Krankheitsverlauf relevant sind (bzw. vor dieser Erkrankung schützen können). Aber immer klarer wird, dass die direkte Sonneneinstrahlung auf die Haut (natürlich eine Zeit lang ohne Sonnenschutz!), also der direkte Kontakt mit dem Sonnenlicht – und dies vor allem im Sommer – einen signifikanten Einfluss auf die MS haben kann und die Krankheitsaktivität reduziert. Das ist immunologisch nachweisbar!

Eine weitere Studie belegt diesen Sonnenlicht-Effekt – aber was ist hierfür verantwortlich?

Eine im März 2018 in Neurology veröffentlichte Studie eines Teams rund um Helen Tremlett (Zentrum für Gehirngesundheit und Fakultät für Medizin (Neurologie), Universität von British Columbia in Vancouver, Canada) – mit relativ vielen Krankenschwestern in den USA als Studienteilnehmerinnen (ausgewertet wurden dabei 151 MS-Fälle u. 231 Kontrollpersonen) – bestätigt nun, dass das Leben in US-Staaten mit hoher UVB-Exposition während der Kindheit und in den Jahren vor Ausbruch der MS mit einem niedrigeren MS-Risiko verbunden ist. Daher wird vermutet, dass eventuell die UVB-Strahlen der ausschlaggebende Faktor sein könnten, indem sie die die Zahl der regulatorischen Zellen (Treg) erhöhen. Evtl. ist es aber auch (zusätzlich) das komplexe Zusammenspiel zwischen Serotonin- und Melatoninbildung, welches durch das über die Augen-Retina aufgenommene Sonnenlicht gesteuert wird.

Zudem hat auch die UVA-Strahlung immunologische Effekte: Erst 1987 wurde entdeckt, daß das allgemein nur als Umweltgift bekannte Stickstoffmonoxid (NO) durch Sonnenstrahlung über die Haut produziert wird und ein wichtiger Mediator für die Regulation von Blutfluß und Plättchenfunktion ist. Kurz danach wurde auch die Bedeutung von NO als Effektormolekül der Immunabwehr und als Neurotransmitter erkannt.

Man kann also sagen: Die Natur hat sich durchaus etwas bei der Ausprägung und Nutzung des Sonnenstrahlenspektrums gedacht!

Gesunde UVB-Strahlung!?

Wie dem auch sei, Resultat der hier betrachteten Studie ist, dass die über mehrere Jahre beobachteten Frauen ein um 45 % geringeres Risiko für MS hatten, wenn sie in US-Staaten mit hoher oder höchster UVB-Strahlung lebten gegenüber denen, die in UVB-armen Regionen lebten. Wenn sie bis zu ihrem 15. Lebensjahr in der UVB-reichen Region lebten, lag ihr Risiko sogar 51% niedriger im Vergleich zu jenen, die während ihrer Kindheit nicht solch hohen UVB-Dosen ausgesetzt waren. Frauen in Regionen mit hoher UVB-Exposition, die mindestens bis zu ihrem 15. Lebensjahr während der Sommermonate zudem viele Outdooraktivitäten unternahmen, konnten sogar von einem um 55 % reduziertem Risiko profitieren, im Erwachsenenalter an MS zu erkranken, gegenüber jenen, die eher Stubenhocker waren.

Bisher waren UV-Strahlen (auch UVB) dafür gefürchtet, dass sie Hautkrebs verursachen können. Wie immer, kommt es auf die Dosis an. Aktuelle Studien zeigen, dass eine regelmäßige moderate UVB-Exposition das Hautkrebsrisiko (weißer Hautkrebs) sogar deutlich reduziert. Es gibt übrigens auch erste Hinweise darauf, dass MS-Patienten seltener an Hautkrebs erkranken als Nicht-MSler. Das gilt zumindest solange sie Sonnenbrand vermeiden und darauf achten, dass der gesamte Kopfbereich inkl. Dekollté Sonnenexposition nicht so gut verträgt! Hier ist die Hautkrebsgefahr generell höher.

Fazit:

Nutzen Sie die heilende und präventive Kraft der Sonne, vor allem in der Zeit von April – Oktober. Setzen Sie sich, wenn möglich täglich, über kurze Zeiträume 10 – 20 Minuten der Sonne mit ungeschützter Haut aus. Vermeiden Sie dabei nicht nur jeden Sonnenbrand sondern auch eine zu starke Erhitzung des Körpers. Gehen Sie lieber mehrmals täglich ins Freie, sodass Ihre Mobilität nicht über das Uhthoff-Phänomen belastet wird. Ihre Gesundheit und Ihr Immunsystem werden es Ihnen danken.

Mehr zum richtigen Umgang mit der Sonne auch bei der SonnenAllianz!

 


Quellen:

Helen Tremlett, Feng Zhu, Alberto Ascherio and Kassandra L. Munger. Sun exposure over the life course and associations with multiple sclerosis. Neurology, March 7, 2018 DOI: 10.1212/WNL.0000000000005257 [ABSTRACT]

Reichrath, J., Saternus, R., & Vogt, T. (2017). Endocrine actions of vitamin D in skin: Relevance for photocarcinogenesis of non-melanoma skin cancer, and beyond. Molecular and Cellular Endocrinology, 453, 96-102. [ABSTRACT]

[Photo by Gabe Pangilinan: https://unsplash.com/photos/L8A9vHN6PjE%5D


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Grundkurs: Gesundheit, Sonne und Vitamin D

 

Bevor Sie weiterlesen, vergessen Sie bitte nicht, dieses Projekt lebt ausschließlich von Spenden und uns fehlen in der aktuellen Spendenperiode bis Ende April 2018 noch ca. 1460 €. Eine relevante Summe für unsere Projekt. Ein Klacks für eine Gruppe von 400 Followern! Hier geht’s zu betterplace….

Dr. med. Edalatpour über die Grundlagen zum Themenkomplex Sonne und Vitamin D

An dieser Stelle wurde schon viel über Vitamin D berichtet. Meist ging es dabei schon in die Tiefe und natürlich war der Fokus die Multiple Sklerose. Da aber viele Leser die grundlegenden Fakten zu Vitamin D noch gar nicht so recht kennen, weisen wir heute auf Dr. med. Arman Edalatpour hin, der auf youtube in drei kurzen Videos die Grundlagen zu Vitamin D und dessen Messung für jeden Interessierten verständlich erklärt. Mehr zu Dr. Edalatpour auch im Netzwerk Spitzen-Gesundheit der AMM….

Unter anderem wird z.B. erklärt, warum Vitamin D gar kein Vitamin sondern ein Prohormon ist und wie es entsteht.
Dabei erklärt er auch den Unterschied zwischen den verschiedenen Vitamin D-Formen, also zwischen Cholecalciferol, Calcidiol (= 25(OH) = Speicherform) und Calcitriol (= 1,25(OH) = aktivierte Form). Mehr in den Videos:

Teil 1 des Einführungsvortrages „Vitamin D – Basis der Gesundheit – Arzt klärt auf!“ mit den grundlegenden Infos:


Und in Teil 2 des Einführungsvortrages zum Thema Vitamin D „Vitamin D – das sollten alle Frauen wissen!“ geht es um Studien (auch zum Thema Brustkrebs) zum Prohormon Vitamin D:


Im 3. Video „Vitamin D – optimaler Spiegel – optimale Therapie“ geht es um Labordiagnostik & Therapiegrundlagen:

Darin erfahren Sie z.B. welche Vitamin D-Spiegel im Serum empfehlenswert sind bzw. wie hoch man seinen „Vitamin D-Akku“ aufladen sollte. So können Sie den nächsten Bluttest besser interpretieren…wichtig für die ganze Familie…


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TCM, Sport, Vitamin D und MS – Nachlese zum Life-SMS Jahresseminar vom 9.9.2017 in Köln

Für diejenigen, die nicht dabei sein konnten, an dieser Stelle eine kurze Nachlese zum Jahresseminar letzten Samstag in Köln. Zunächst sei all denen gedankt, die den teilweise weiten Weg aus dem gesamten Bundesgebiet und sogar aus Wien auf sich genommen habe, um in Köln dabei zu sein. Mit mehr als 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war die Veranstaltung schon ein bemerkenswerter Erfolg.

An dieser Stelle sei es uns erlaubt einen Teilnehmerkommentar zu zitieren:

Die Referenten in Köln

“Ich möchte mich auf diesem Wege sehr herzlich für das überaus interessante und lehrreiche Seminar bedanken, das unter ihrer aktiven Mitwirkung am vergangenen Samstag in Köln stattgefunden hat. Mit Frau Dr. Schlink und Herrn Dr. Thums haben Sie zwei erstklassige Referenten gewinnen können, die beide ihren jeweiligen „Stoff“, die traditionelle chinesische Medizin bzw. die Sportmedizin, super „rübergebracht“ haben. Auch Ihre Ausführungen zum Coimbraprotokoll waren hochspannend und haben Appetit auf weitere Informationen gemacht. Die fast vier Stunden sind wie im Fluge vergangen und haben mir als MS-Patienten eine Fülle an Anregungen und Ideen für den weiteren Weg geliefert. Dafür nochmals mein aufrichtiger Dank!”

 

Was kam oder kommt noch für diejenigen dabei heraus, die keine Gelegenheit hatten in Köln dabei zu sein?

Wir sind dabei, die oben genannten Themenschwerpunkte weiter auszuarbeiten und einer breiten Leserschaft zur Verfügung zu stellen. Heute schon ist die aktuelle Life-SMS Veröffentlichung “MS und Sport – Was Sport, Training und Bewegung für die Behandlung der Multiplen Sklerose und die Wiederherstellung verlorengegangener Fähigkeiten bedeuten” für SpenderInnen als Download verfügbar (siehe auch hier). Die von Dr. Thums angesprochenen Themen Kraft- und Ausdauertraining werden in dieser Publikation ebenfalls ausführlich beleuchtet.

Der von Frau Dr. Schlink beeindruckend erläuterte Themenkreis “TCM als ganzheitlicher Ansatz bei MS” wird derzeit aufbereitet und sollte in den nächsten 6 Wochen auf Life-SMS/lsms.info aktenkundig werden. Wir halten Sie auf dem Laufenden!

Und “last not but not least” beginnen wir derzeit mit der Überarbeitung des Faktenblatts Vitamin D und MS aus dem Jahr 2014. Neben der heute weit größeren Anzahl von Studien, die den Zusammenhang zwischen Vitamin D-Spiegel und MS-Risiko nachweisen, gibt es eine wachsende Zahl von Interventionsstudien, die die Sinnhaftigkeit einer Vitamin D-Supplementation zur Schubvermeidung oder – reduzierung nachweisen. Das trifft insbesondere auch für die Kombination von Vitamin D mit immunmodulierenden Medikamenten zu.

Es lohnt sich also am Ball zu bleiben.

 


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Aktuelles:

Unsere aktuelle Spendenaktion zum Thema Sport und MS

Allen bisherigen und den zukünftigen Spenderinnen und Spendern an dieser Stelle herzlichen Dank!
Es fehlen nur noch ca. 1.400 € bis zur allgemeinen Freischaltung der Veröffentlichung!

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3 gute Gründe, warum wir uns am 9.9. in Köln sehen sollten…

Nun ist die Ferienzeit auch bei Life-SMS vorbei und es geht in die nächste Runde. Wir hoffen, Sie hatten schöne Sommertage und konnten Kraft für die zweite Jahreshälfte sammeln.

Wie unseren “Followern” und Lesern bekannt, findet am 9.9.2017 ab 14:30 Uhr unser Jahresseminar zu Lebensstilfaktoren und deren möglichen positiven Auswirkungen auf den Verlauf der MS statt. Wir haben uns in diesem Jahr für die Themenkomplexe TCM (Traditionelle Chinesische Medizin), Sport und Bewegung sowie Vitamin D (Update) entschieden.

Das vollständige Programm finden Sie hier. Bitte melden Sie sich  schnellst möglich formlos mit Angabe der Personenzahl unter a.jordan@dsgip.de an. Sie helfen uns damit sehr bei der Organisation der Veranstaltung.

Warum diese Themen?

  1. Die Traditionelle Chinesische Medizin kann als sanfte Alternative und Ergänzung zur westlichen Medizin verstanden werden. Schon häufig haben Heilkräuter oder Heilpilze aus dem Kreis der TCM die Grundlage für Medikamente geschaffen, die dann Eingang in das Angebot der westlichen Pharmazie gefunden haben. Bei MS wurde zum Beispiel das Medikament Fingolimod (Handelsname GilenyaⓇ) aus den Wirkstoffen eines chinesischen Heilpilzes abgeleitet. Da in der TCM natürliche Kombinationen von Wirkstoffen zum Einsatz kommen, treten die bekannten Nebenwirkungen pharmakologisch hergestellter “Reinsubstanzen” nicht auf. Insofern lohnt es sich das “Gebäude der TCM” besser zu verstehen und Frau Dr. Schlink wird versuchen eine Antwort auf die Frage zu geben, für wen der TCM-Ansatz geeignet ist und für wen nicht?
  2. Sport und Bewegung sind ein unverzichtbarer Bestandteil der lebensstil-orientierten MS-Behandlung. Durch die Auswirkungen der MS sind körperliche Funktionen oft eingeschränkt. Kardiovaskuläre Funktionen (Herz-Kreislaufsystem), neuromuskuläre Funktionen (Muskelschwäche und Einschränkungen des Gehens) und sensorische Funktionen (Einschränkungen in der Balance, Missempfindungen) summieren sich auf und können zu mehr Inaktivität führen. Durch diese Inaktivität aber werden die physiologischen Auswirkungen der MS verstärkt, ein Teufelskreis entsteht, der durchbrochen werden muss. Doch, wie viel Bewegung und Sport ist richtig für mich, wie kann ich mich gezielt – auch bei körperlichen Einschränkungen – auftrainieren und damit einen positiven Impuls für das Immunsystem und das Nervenwachstum generieren? Der Mediziner Dr. Thums behandelt seit Jahren erfolgreich MS-Patienten mit einem ganzheitlichen Ansatz, bei dem Sport und Bewegung eine wesentliche Rolle einnehmen und wird versuchen auf diese Fragen eine Antwort zu geben.
  3. Vitamin D und Sonnenlicht werden schon seit Start des Life-SMS Projektes und der Informationsplattform lsms.info als wesentliche Komponenten der MS-Behandlung verstanden. Die positiven Aussagen im von Life-SMS schon im Jahr 2014 veröffentlichten Faktenblatt “Vitamin D und MS” wurden inzwischen eindrucksvoll bestätigt und sogar übertroffen. Heute bestehen nur wenig Zweifel an der schubreduzierenden Wirkung eines guten Vitamin D-Spiegels. Man vermutet eine “Plateaubildung” ab einem bestimmten Blutwert, oberhalb dessen keine weitere Wirkung erwartet wird. Aber auch das ist fraglich und keineswegs entschieden, wie Berichte über das sogenannte “Coimbra-Protokoll” – eine Hochdosistherapie mit Vitamin D – zeigen. Wir fassen die Faktenlage zusammen und versuchen ein Update zu diesen Fragestellungen zu geben.

Es gibt noch einen vierten wichtigen Punkt: Wir sind komplett pharmaunabhängig, müssen nichts verkaufen und werden vollständig aus privaten Mitteln getragen.

Also genug Gründe um am 9.9. nach Köln zu kommen!

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Ihr

Life-SMS Team

 


Aktuelles:

Unsere aktuelle Spendenaktion zum Thema Sport und MS

Die Anmeldung zum Life-SMS Jahresseminar am 9.9.2017 in Köln

Allen bisherigen und den zukünftigen Spenderinnen und Spendern an dieser Stelle herzlichen Dank! Themenfelder:

TCM, Sport und MS, Update Vitamin D inkl. Bemerkungen zur Hochdosistherapie

Es fehlen nur noch ca. 1.700 € bis zur allgemeinen Freischaltung der Veröffentlichung! Anmeldung: formlos via a.jordan@dsgip.de
Logo Life-SMS 2017-07.jpg

Es ist bald wieder soweit: das Life-SMS Jahresseminar findet am 9.9.2017 in Köln statt

In Anknüpfung an die positiven Rückmeldungen zur Veranstaltung im letzten Jahr, findet am 9.9.2017, von 14:30 – 18:00 Uhr, in Köln in den Räumen des Clarimedis-Hauses der AOK Rheinland/Hamburg ein weiteres Life-SMS Seminar statt:

Lebensstilmaßnahmen bei Multipler Sklerose und neurodegenerativen Erkrankungen

Schwerpunktthemen:

TCM, Sport und Training, Update Vitamin D


Das Seminar richtet sich vor allem an Betroffene und Angehörige, aber auch Heilpraktiker und Ärzte sowie Interessierte, die mehr über die Zusammenhänge von Lebensstil und Multipler Sklerose und der eigenverantwortlichen Krankheitsbewältigung erfahrenen möchten.


Referenten & Themen

Dr. med. Gunda Schlink, Praxis für Naturheilverfahren und
Traditionelle Chinesische Medizin, Meerbusch, www.tcm-praxis-schlink.de/

TCM der sanfte Weg – Welche Ansätze bei der MS-Behandlung gibt es aus Sicht der traditionellen chinesischen Medizin?

[Der Vortag geht auch auf die Frage ein, für wen eignet sich die TCM und für wen oder was eher nicht?]


Dr. med. Uwe Thums M.Sc. – Arzt für biologische Medizin, Eppstein, http://praxis-thums.eu/

Sport, Bewegung und MS: Unter- und Überforderung, wie bestimme ich das für mich richtige Trainingsniveau?

[Die Antwort auf diese Frage muss selbstverständlich auch den persönlichen körperlichen Status reflektieren.]


Dipl.-Phys. Anno Jordan, DSGIP, Projektleiter Life-SMS
www.life-sms.org & www.lsms.info

Vitamin D und MS – Update 2017: Was ist der aktuelle Forschungsstand und was steckt hinter der Vitamin D-Hochdosistherapie?

[inkl. Anmerkungen zum Coimbra-Protokoll]


Programm und organisatorische Details

Das vollständige Programm und organisatorische Details können Sie hier herunterladen!


Anmeldung:

Für eine kurze, formlose Anmeldung an a.jordan@dsgip.de mit Anzahl der teilnehmenden Personen sind wir aus Planungsgründen sehr dankbar.


Gebühren:

Die Veranstaltungsteilnahme ist gebührenfrei / Spenden über betterplace sind allerdings sehr willkommen!

Als Dank für jede Spende erhalten Sie einen Download-Link für die aktuelle Publikation “Sport und MS“ im pdf-Format zur persönlichen Nutzung und als zusätzlichen Input für das Seminar(wir bemühen uns den Link innerhalb von 48 Std. zuzusenden).

Siehe auch:

Neue Life-SMS-Veröffentlichung: Sport und MS – aktuelle Spendenaktion

Sie helfen uns und der wachsenden Gemeinschaft von kritischen MS-Patienten damit sehr!

 

 


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Preisfrage: Wie viel Vitamin D sollte man eigentlich nehmen?

Um es gleich vorweg zu sagen, auf diese Frage gibt es keine klare und eindeutige Antwort!

Zunächst muss man natürlich das Ziel definieren. Geht es um die Erhaltung eines bestimmten Vitamin D-Spiegels oder um die Erreichung eines bestimmten Zielniveaus von einem bestimmten Startpunkt aus?

Zielniveau:

Zumindest in Bezug auf das Zielniveau wird – nicht nur von uns – für gesunde Mitbürger ein Spiegel von 40 ng/ml empfohlen, für MS-Patienten mindestens ein Wert von 60 ng/ml. Wenn dieses Ziel einmal definiert ist, bleibt nichts anderes übrig, als den Vitamin-D-Spiegel wirklich im Labor messen zu lassen. Alles andere wäre der Versuch “erfolgreich im Trüben zu fischen”.

Bei der zweiten Fragestellung:

Und wie komme ich von einem Startwert X auf einen Zielwert Y, können verschiedene Vitamin D Rechner, die im Netz zu finden sind, eine Hilfestellung sein. Alle diese Rechner haben eines gemeinsam, sie beruhen auf leicht unterschiedlichen Faustformeln und ersetzen keineswegs die regelmäßige Nachmessung des Vitamin D-Spiegels. Insofern sind auch Unterschiede in den Ergebnissen dieser Rechner leicht verständlich. Für vorsichtige Patienten empfiehlt sich daher auf die Empfehlung zurückzugreifen, die als untere Grenze verstanden werden kann (nämlich das Ergebnis des Rechners, der den niedrigsten Wert liefert).

In einem anderen von der Deutschen Stiftung Für Gesundheitsinformation und Prävention geförderten Projekt – der SonnenAllianz – steht ein solcher Rechner neuerdings kostenlos zur Verfügung, dieser kann eine erste Indikation für Hilfesuchende bieten und hilft bei der Umrechnung von Einheiten, die im Umgang mit Vitamin-Dosisempfehlungen gebräuchlich sind. Auch eine Erhaltungsdosis wird angegeben, wobei für MS-Patienten mit ziemlicher Sicherheit die obere Grenze der Bandbreite empfehlenswert ist.

Grundsätzlich gelten in Bezug auf die Vitamin D-Einnahme ein paar simple Grundsätze:

Höhere regelmäßige Dosen über längere Zeiträume erfordern unbedingt eine ärztliche Beratung und Überwachung, um toxische Effekte auszuschließen.

logo_150x150So und hier geht es nun endlich zu Vitamin D-Rechner der SonnenAllianz:

Vitamin D-Bedarfsrechner

 

Mehr zu Vitamin D und MS bei lsms.info, im Faktenblatt Vitamin D und MS sowie in unserer Mindmap.


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Lebensstil-Maßnahmen und MS in der Übersicht: Vortrag des Allgemeinmediziners Dirk Lemke

Manchmal ist es sicherlich hilfreich, den Überblick über das Thema Lebensstilmaßnahmen bei der eigenverantwortlichen Behandlung der Multiplen Sklerose aus berufenem Munde dargelegt zu bekommen. Anlässlich der Konferenz für menschliche Medizin 2015 hat sich der Mediziner Dirk Lemke dieses Themas in einem ca. 40-minütigen Vortrag angenommen.

Hier geht es zum Trailer des Vortrags:

„Zur Bedeutung von Umweltfaktoren für die Entstehung/Therapie von chronischen Erkrankungen am Beispiel der MS“

Stichwörter aus dem Vortrag sind unter anderem: Pharmakologische Therapie und deren eingeschränkte Wirksamkeit, Sonne und Vitamin D, Schlaf, Sport und MS-Symptomkomplexe u.a. auch Depression und Kognition, Stress und Achtsamkeit, Ernährung und Noxen, ketogene Ernährung, gute Fette und Öle, Risikofaktor Getreide/Gluten, Darmpermeabilität und Verweise auf unser Vorbildprojekt OMS (Overcoming Multiple Sclerosis).

Schlussspurt in der Spendenperiode bis Ende April 2017

Sie wissen ja, lsms.info und life-sms.org leben ausschließlich von Ihren privaten Spenden und insofern nutzen wir diesen Vortrag sozusagen als Treibstoff für den Schlussspurt zur Erreichung der Spendenziele bei betterplace für 2017. In in der derzeitigen Spendenperiode (bis Ende April 2017) fehlen derzeit ca. 610 €. Aktuelle Zahlen gibt es hier!

Wir werden nach Erreichen der aktuellen Spendenziele diesen Vortrag allen Interessenten der Projekts Life-SMS/lsms in der Komplettversion hier auf dieser Webseite freischalten

Spenden Sie bitte jetzt schon einen beliebigen Geldbetrag für Life-SMS/lsms über betterplace

Als Dank erhalten Sie einen Download-Link für das komplette Vortragsvideo im mp4-Format zur persönlichen Nutzung oder auch zur Vorführung in Ihrer MS-Gruppe (wir bemühen uns den Link innerhalb von 24 Std. zuzusenden). Sie helfen uns und der wachsenden Gemeinschaft von kritischen MS-Patienten damit sehr.

Vorab vielen Dank.  Bleiben Sie gesund und uns treu!

Ihr und Euer

Life-SMS Team


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Life-SMS Team