Life-SMS Jahresseminar am 8.9.2018 in Köln: Schwerpunkt Darmflora und MS

Es ist bald wieder soweit: Das Life-SMS Jahresseminar findet in Kürze in Köln statt.

In Anknüpfung an die positiven Rückmeldungen zu den Veranstaltungen in den letzten Jahren, findet am Samstag, den 8.9.2018, von 14:30 – 18:30 Uhr in Köln in den Räumen des Clarimedis-Hauses der AOK Rheinland/Hamburg ein weiteres Life-SMS Seminar statt:

Lebensstilmaßnahmen bei Multipler Sklerose und neurodegenerativen Erkrankungen

Schwerpunktthema:

MS und Darmflora


Das Seminar richtet sich vor allem an Betroffene und Angehörige, aber auch Heilpraktiker und Ärzte sowie Interessierte, die mehr über die Zusammenhänge von Lebensstil und Multipler Sklerose und der eigenverantwortlichen Krankheitsbewältigung erfahrenen möchten.

Referenten & Themen

portrait-mantwill_IMG_6291_2.jpg Dr. med. Elke Mantwill, Allgemeinmedizinerin; Bornheim

Reizdarm und Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Dr. med. Uwe Thums M.Sc. – Arzt für biologische Medizin, Eppstein, http://praxis-thums.eu/
Intaktes Mikrobiom und gesunder Darm – Grundvorraussetzung
jeder MS-Behandlung
Dipl.-Phys. Anno Jordan, DSGIP, Projektleiter Life-SMS
www.life-sms.org & www.lsms.info

Impuls: MS und Darmflora
– Fünf Messages zum Mitnehmen
Iris Schaak, kPNI-Therapeutin (klinische Psychoneuroimmunologie)
www.iris-schaak.de & www.nature-evolution.com

MS – Krankheit oder auch Chance? – Aus der Fremdbestimmung in die Eigenverantwortung

Über diesen Beitrag freuen wir uns besonders, da Iris Schaak eine der Autorinnen in der aktuellen Life-SMS Veröffentlichung “MS ist keine Einbahnstraße” ist. Iris wird insbesondere auf die Faktoren eingehen, die bei ihrem Weg aus der MS entscheidend waren und zusätzlich auf wichtige psychische Faktoren Bezug nehmen.

Mehr zu „MS ist keine Einbahnstraße“ und wie man das E-Book erhält, in diesem Beitrag:

MS ist keine Einbahnstraße: Betroffene berichten.

Programm und organisatorische Details:

Das vollständige Programm und organisatorische Details können Sie hier herunterladen!


 

Anmeldung:

Für eine kurze, formlose Anmeldung an a.jordan@dsgip.de mit Anzahl der teilnehmenden Personen sind wir aus Planungsgründen sehr dankbar.


Gebühren:

Die Veranstaltungsteilnahme ist gebührenfrei / Spenden über betterplace sind allerdings sehr willkommen!

Prof. Jelineks „Overcoming Multiple Sclerosis“ endlich auf Deutsch!

 

„Multiple Sklerose überwinden – Das weltweit bewährte 7-Schritte-Programm für ein gesundes und aktives Leben“

Im Dezember 2016 haben wir an dieser Stelle die Neuerscheinung seines Konzepts zur “Überwindung der Multiplen Sklerose” besprochen, die wesentlichen Punkte kurz zusammengefasst und auch auf die Unterschiede hingewiesen, welche es u. a. bei den Ernährungsempfehlungen gibt.
Nachzulesen hier: Jelinek-Buchbesprechung.

Unabhängig von den wenigen (wenn auch wichtigen und beachtenswerten) Unterschieden der Konzepte basieren beide auf wissenschaftlichen Studien und die Ergebnisse von George Jelineks HOLISM-Studie zeigen, dass Lebensstiländerungen den heute verfügbaren Standardmedikamenten in Puncto Lebensqualität und Langzeitperspektive deutlich überlegen sind.
Ein Grund mehr, das Buch zu lesen – jetzt eben auch in deutscher Übersetzung möglich!

Direkt zum  Buch geht es zum Beispiel in der Rubrik Multiple Sklerose bei den Buchempfehlungen der AMM….

Und hier findet man neben der englischsprachigen Originalversion noch weitere von Life-SMS empfohlene Bücher zum Thema MS.

Bevor Sie weiterlesen, vergessen Sie bitte nicht: Dieses Projekt lebt ausschließlich von Spenden und die aktuelle Spendenperiode hat begonnen. Hier geht’s zu betterplace….

Und noch etwas gibt es auch auf deutsch:

Vernetzungsgruppen von OMS in Deutschland

Die OMS-Community wurde gegründet, um mehr Menschen mit MS von dem großen Potential der Lifestyle-Änderungen in Bezug auf den Krankheitsverlauf zu überzeugen.

Die Botschaft von OMS: Stabilisierung ist möglich, wenn man bereit ist, seinen Lebensstil in puncto Ernährung, Sport, Meditation und Stressmanagement zu überarbeiten. Das Ganze auf der Basis von sorgfältig analysierten Studienergebnissen aus aller Welt.

Auch in Hamburg ist schon eine Gruppe (datengeschützte Gruppe bei googlegroups) eröffnet worden, bei der man sich jederzeit unter https://overcomingms.org/community/find-support/ als Mitglied eintragen kann.

So kann man sich online  über aktuelle Themen, Rezepte oder Termine austauschen. Auch Offline(reale)-Treffen können verabredet werden und man wird über Aktionen vor Ort informiert. Auf diese Weise kann man sich mit Menschen mit MS, die einen ähnlichen Ansatz verfolgen, austauschen und gegenseitig unterstützen. Das ist immer gut und besonders, wenn es gerade mal wieder schwierig ist im Leben, z.B. um eine Lebensstil-Herausforderung besser durchzuhalten…

Die Gruppe wurde erst Ende 2017 gegründet und neue Mitglieder sind herzlich willkommen! Je mehr Menschen sich beteiligen, desto aktiver und dynamischer kann diese Community wachsen und für alle ein Gewinn sein.
Am 30.6.2018 soll ein erstes Offline-Treffen stattfinden!
Also am besten noch heute eintragen und mitmachen, es gibt nichts zu verlieren!


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Raus in die Sonne – aber ganz bewusst!

MS und Sonne

Eine häufige Folge der MS ist, dass Betroffene sich weniger im Freien in der Sonne aufhalten und sich vor allem weniger gern direkter Sonneneinstrahlung aussetzen wollen oder können. Sei es aufgrund erhöhter Sonnenbrandneigung oder weil sie Hitze allgemein nicht mehr gut vertragen und dann immobiler sind. Das Uhthoff-Phänomen lässt grüßen. Oft sind auch die allgemein geringere Mobilität oder, wie bei vielen Arbeitenden, das enorme „Indoor-Arbeitspensum“ unserer Zeit Gründe für den Sonnenmangel.

Wie viele inzwischen wissen, besteht dabei insbesondere die Gefahr eines zu niedrigen Vitamin D-Spiegels, der bei MS-Betroffenen aber unbedingt im höheren bis hohen Bereich liegen sollte. Doch der einfache Ersatz von Sonnenlicht durch die Supplementation von Vitamin D3 als Nahrungsergänzungsmittel (oder in extrem hohen Dosen praktisch als Medikament) vernachlässigt andere Effekte des Sonnenlichts und insbesondere des UVA- und UVB-Anteils. Supplementation ist also nur die zweitbeste Lösung, aber sicher als Ergänzung sinnvoll.

Der Effekt des Sonnenlichts ist die Summe seiner (teils noch unbekannten) Wirkungen

Sonne bedeutet mehr, als nur Vitamin D-Bildung über die Haut. Man weiß, dass sich der Vitamin D-Status im Blut nur bei kaukasisch-abstammenden Ethnien (wie den meisten hier in Deutschland) durch Sonnenexposition deutlich erhöhen lässt.

Bei afrikanisch- und lateinamerikanisch-abstammenden Ethnien funktioniert das nur beschränkt, trotzdem gibt es auch für sie ein reduziertes MS-Risiko bei intensiverer Sonnenexposition im Vergleich zu solchen Dunkelhäutigen, deren Haut dem Sonnenlicht nur wenig ausgesetzt war. Dieses verminderte Risiko für MS durch hohe Sonneneinstrahlung während der gesamten Lebenszeit ist unabhängig von jeglicher Ethnie.

Noch ist nicht klar, welche weiteren Faktoren des Sonnenlichtes bei MS für einen positiveren Krankheitsverlauf relevant sind (bzw. vor dieser Erkrankung schützen können). Aber immer klarer wird, dass die direkte Sonneneinstrahlung auf die Haut (natürlich eine Zeit lang ohne Sonnenschutz!), also der direkte Kontakt mit dem Sonnenlicht – und dies vor allem im Sommer – einen signifikanten Einfluss auf die MS haben kann und die Krankheitsaktivität reduziert. Das ist immunologisch nachweisbar!

Eine weitere Studie belegt diesen Sonnenlicht-Effekt – aber was ist hierfür verantwortlich?

Eine im März 2018 in Neurology veröffentlichte Studie eines Teams rund um Helen Tremlett (Zentrum für Gehirngesundheit und Fakultät für Medizin (Neurologie), Universität von British Columbia in Vancouver, Canada) – mit relativ vielen Krankenschwestern in den USA als Studienteilnehmerinnen (ausgewertet wurden dabei 151 MS-Fälle u. 231 Kontrollpersonen) – bestätigt nun, dass das Leben in US-Staaten mit hoher UVB-Exposition während der Kindheit und in den Jahren vor Ausbruch der MS mit einem niedrigeren MS-Risiko verbunden ist. Daher wird vermutet, dass eventuell die UVB-Strahlen der ausschlaggebende Faktor sein könnten, indem sie die die Zahl der regulatorischen Zellen (Treg) erhöhen. Evtl. ist es aber auch (zusätzlich) das komplexe Zusammenspiel zwischen Serotonin- und Melatoninbildung, welches durch das über die Augen-Retina aufgenommene Sonnenlicht gesteuert wird.

Zudem hat auch die UVA-Strahlung immunologische Effekte: Erst 1987 wurde entdeckt, daß das allgemein nur als Umweltgift bekannte Stickstoffmonoxid (NO) durch Sonnenstrahlung über die Haut produziert wird und ein wichtiger Mediator für die Regulation von Blutfluß und Plättchenfunktion ist. Kurz danach wurde auch die Bedeutung von NO als Effektormolekül der Immunabwehr und als Neurotransmitter erkannt.

Man kann also sagen: Die Natur hat sich durchaus etwas bei der Ausprägung und Nutzung des Sonnenstrahlenspektrums gedacht!

Gesunde UVB-Strahlung!?

Wie dem auch sei, Resultat der hier betrachteten Studie ist, dass die über mehrere Jahre beobachteten Frauen ein um 45 % geringeres Risiko für MS hatten, wenn sie in US-Staaten mit hoher oder höchster UVB-Strahlung lebten gegenüber denen, die in UVB-armen Regionen lebten. Wenn sie bis zu ihrem 15. Lebensjahr in der UVB-reichen Region lebten, lag ihr Risiko sogar 51% niedriger im Vergleich zu jenen, die während ihrer Kindheit nicht solch hohen UVB-Dosen ausgesetzt waren. Frauen in Regionen mit hoher UVB-Exposition, die mindestens bis zu ihrem 15. Lebensjahr während der Sommermonate zudem viele Outdooraktivitäten unternahmen, konnten sogar von einem um 55 % reduziertem Risiko profitieren, im Erwachsenenalter an MS zu erkranken, gegenüber jenen, die eher Stubenhocker waren.

Bisher waren UV-Strahlen (auch UVB) dafür gefürchtet, dass sie Hautkrebs verursachen können. Wie immer, kommt es auf die Dosis an. Aktuelle Studien zeigen, dass eine regelmäßige moderate UVB-Exposition das Hautkrebsrisiko (weißer Hautkrebs) sogar deutlich reduziert. Es gibt übrigens auch erste Hinweise darauf, dass MS-Patienten seltener an Hautkrebs erkranken als Nicht-MSler. Das gilt zumindest solange sie Sonnenbrand vermeiden und darauf achten, dass der gesamte Kopfbereich inkl. Dekollté Sonnenexposition nicht so gut verträgt! Hier ist die Hautkrebsgefahr generell höher.

Fazit:

Nutzen Sie die heilende und präventive Kraft der Sonne, vor allem in der Zeit von April – Oktober. Setzen Sie sich, wenn möglich täglich, über kurze Zeiträume 10 – 20 Minuten der Sonne mit ungeschützter Haut aus. Vermeiden Sie dabei nicht nur jeden Sonnenbrand sondern auch eine zu starke Erhitzung des Körpers. Gehen Sie lieber mehrmals täglich ins Freie, sodass Ihre Mobilität nicht über das Uhthoff-Phänomen belastet wird. Ihre Gesundheit und Ihr Immunsystem werden es Ihnen danken.

Mehr zum richtigen Umgang mit der Sonne auch bei der SonnenAllianz!

 


Quellen:

Helen Tremlett, Feng Zhu, Alberto Ascherio and Kassandra L. Munger. Sun exposure over the life course and associations with multiple sclerosis. Neurology, March 7, 2018 DOI: 10.1212/WNL.0000000000005257 [ABSTRACT]

Reichrath, J., Saternus, R., & Vogt, T. (2017). Endocrine actions of vitamin D in skin: Relevance for photocarcinogenesis of non-melanoma skin cancer, and beyond. Molecular and Cellular Endocrinology, 453, 96-102. [ABSTRACT]

[Photo by Gabe Pangilinan: https://unsplash.com/photos/L8A9vHN6PjE%5D


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Lisa hat’s verstanden und erklärt’s auf YouTube: MS-Behandlung geht nur systemisch

Lisa Kellner wurde aktiv…

In ihrer Familie gibt es eine genetische Disposition für MS und als bei ihr mit gerade mal 20 Jahren diese auch diagnostiziert wurde, hätte sie sich einen Informationskanal gewünscht, der ihr ein anderes Bild der MS vermittelt. „Man bekommt nicht nur die Diagnose sondern ein Paket: Es ist unheilbar, geht nie wieder weg und es gibt wirklich überhaupt keinen Grund, jemals wieder gesund zu werden.“
So hat sie sechs Jahre lang die Nebenwirkungen ihrer Basistherapie ertragen. Sie hatte schon viele Entzündungen im Gehirn und die Ärzte warnten sie. Also hat sie versucht zu verdrängen, war immer nur schlapp und erschöpft.
Vor ca. drei Jahren hat Lisa Kellner angefangen, die Krankheit ganzheitlicher zu betrachten und war sich sicher, dass der Körper immer nach Gesundheit strebt: „Wenn jede Zelle gesund ist, ist das ganze Zellsystem gesund und im Umkehrschluss auch der Mensch.“

Sie wechselte vom Verdrängungs- in einen Aktivitätsmodus und empfand durch die vielen persönlichen Erfahrungsberichte, die sie inzwischen las, gleichzeitig erstmals Hoffnung. Sie entwickelte ein anderes Krankheitsverständnis und wurde wieder fitter, übernahm Eigenverantwortung. „Wenn ich jeder Zelle das gebe, was sie braucht, …“

Herzlichen Dank, wir haben unser Spendenziel für die vergangene Periode  erreicht und die nähere Zukunft des Projektes ist Dank Ihrer Unterstützung gesichert!

Die positiven Kommentare unserer SpenderInnen geben uns Mut und Motivation für die Spendenperiode 2018/2019.

Was andere über das Projekt denken, können Sie auch hier nachlesen. Wir sammeln dort Meinungen und Einschätzungen seit Anfang 2018!

Bitte unterstützen Sie uns hier auch in der aktuellen Spendenperiode….!


Zell Liebe

So hat Lisa Kellner nun ganz aktuell einen YouTube-Kanal gestartet, wie sie ihn damals gebraucht hätte, frei nach dem Zitat von Galileo Galilei:

Man kann einem Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.

Und Entdeckung hat etwas mit Verantwortung zu tun.
Lisa Kellner ist überzeugt, dass systemische, komplexe Krankheiten nicht von heute auf morgen kommen. Es ist immer ein Prozess, eine Entwicklung, was zu Krankheit führt. Und das ist über Lebenseinflüsse lenkbar, durch Epigenetik beeinflussbarer als durch reine Symptombehandlung; bis Stillstand oder sogar Besserung eintritt.
In ihren drei bisher veröffentlichten Videos spricht sie keine Therapieempfehlungen aus, sondern beginnt, Zusammenhänge zu erklären und betont, dass jede/r für sich selbst verantwortlich ist. Und dass, wenn man nicht bereit ist, etwas in seinem Leben zu ändern, man bestimmt besser bei einer Basistherapie bleiben soll. Ansonsten könnte eigene Verantwortung eventuell effektiver sein; so dass der Körper nicht mehr so auf Entzündung getrimmt ist….

Hier Lisas bisher veröffentlichte Videos (monatlich kommen neue hinzu):

Basic I – Multiple Sklerose – meine Erfahrung (9,5 Min.):

Basic II a – Verständnis von chronischen Erkrankungen (10 Min.):

Basic II b – MS und Autoimmunerkrankungen (6,5 Min.):

Und wenn der Körper durch geänderte Lebensweise nicht mehr mit Entzündungen reagieren muss, jede Zelle hat, was sie braucht, kann es bergauf gehen, mit Energie, Motivation, Gesundheit, … ganz im Sinne von Life-SMS!


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Die fünfte Säule der Überwindung von Autoimmunerkrankungen wie MS – Darmgesundheit

Darmgesundheit als wesentlicher Faktor bei Autoimmun-Erkrankungen

Nach intensiver Auseinandersetzung mit der Ätiologie (Ursachen) und Pathogenese (Entstehung und Entwicklung) der Multiplen Sklerose in den letzten Jahren, ist es an der Zeit das Life-SMS-Grundmodell der gesundheitlichen Stabilisierung bei MS zu modifizieren und zu erweitern. Bisher wurden die Themen Darmflora (Mikrobiota) und die genetische Gesamtheit der Darmbakterien (Mikrobiom) mehr oder weniger im Hintergrund der Säule “Ernährung und Mikronährstoffe” mit betrachtet. Inzwischen sind nicht nur wir, sondern eine zunehmende Zahl von Medizinern und Wissenschaftlern, davon überzeugt, dass eine gestörte Darmflora einer der wesentlichen auslösenden Faktoren bei Multipler Sklerose und anderen Autoimmunerkrankungen ist. Insofern sieht das modifizierte Modell der Life-SMS-Methodik nunmehr wie folgt aus:

Warum gewinnt der Darm bzw. die Vielfalt der Darmbakterien so eine entscheidende Rolle?

Die Sache ist ziemlich komplex, aber in der Essenz gibt es drei notwendige Bedingungen für den Ausbruch einer Autoimmunerkrankung:

  1. Eine genetische Anfälligkeit,

  2. externe Schadstoffe und Schadeinflüsse und

  3. eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut (Stichwort: “leaky gut”).

Es handelt sich hierbei, wie gesagt, um notwendige Bedingungen und nicht um hinreichende Bedingungen. Mit anderen Worten: nur wenn diese Bedingungen erfüllt sind kann eine Autoimmunerkrankung ausbrechen, sie muss es aber noch lange nicht.

Wer dazu näheres wissen will, dem seien die Bücher von Prof. Alessio Fasano, Dr. Tom O’Bryan, Dr. Amy Meyers oder Dr. David Perlmutter empfohlen. Eine Auswahl findet sich bei den Buchempfehlungen der Akademie für menschliche Medizin.

Bevor Sie weiterlesen: Vergessen Sie bitte nicht, dieses Projekt lebt ausschließlich von Spenden und uns fehlen in der aktuellen Spendenperiode bis Ende April 2018 noch ca. 1180 €. Immer noch eine relevante Summe für unsere Projekt. Ein Klacks für eine Gruppe von 400 Followern und Dank an alle, die uns jetzt schon unterstützt haben! Hier geht’s zu betterplace….

Die obige Auflistung zeigt aber auch den Ansatz zur Beseitigung der Problematik:

Man kann zwar die Genetik nicht so einfach verändern (allerdings ist auch das schon in der Mache, Stichwort: CRISPR/Cas-Methode), aber über die Epigenetik (die durch Umweltfaktoren und Lebensstil gesteuert wird) lässt sich beeinflussen, welche Gene ausgelesen werden und welche nicht. Der Schadeinfluss von Toxinen, Bakterien, Viren und anderen Faktoren kann ebenfalls über geeignete Lebensstilfaktoren gebremst und minimiert werden und “last but not least” ist die Heilung eines “leaky-gut Syndroms” zwar keine simple aber dennoch eine machbare Aufgabe.

Denjenigen, die dazu schon jetzt mehr lesen wollen, sei die Lektüre unseres Faktenblatts: Darmflora und MS empfohlen.

Wir werden, aufgrund der entscheidenden Bedeutung des Themenkomplexes Darmflora und Darm-Mikrobiom, dieses Thema in diesem Jahr verstärkt aufgreifen und der Sache in Folgeartikeln weiter auf den Grund gehen. Falls noch nicht geschehen, tragen Sie sich einfach als “Follower” ein und Sie bleiben auf dem Laufenden.


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Emotionale Ursachen chronischer Erkrankungen und deren Behandlung aus Sicht der Chinesischen Medizin

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Aus Sicht der Chinesischen Medizin nutzt der Mensch Emotionen dazu, im Gleichgewicht mit sich und der Welt um ihn herum zu sein, denn Emotionen lenken uns. Daher sind sie grundsätzlich erstmal positiv. Da die Zivilisation aber viele Emotionen, wie z.B. die Wut, eher negativ sieht, versucht mancher, sie zu meiden statt sie auszuleben und aus ihr Kraft zu schöpfen.

Das Unterdrücken von Emotionen kann aber der erste Schritt in ein krank machendes   Ungleichgewicht sein.

Außerdem lehnen wir oft nicht einfach nur eine Emotion ab, sondern im Endeffekt dadurch uns selbst, was das Ungleichgewicht vergrößert. Geschieht das über einen langen Zeitraum und nicht nur mit einzelnen Emotionen sondern evtl. mit Beteiligung traumatischer Erlebnisse, können Krankheiten wie MS oder andere Autoimmunerkrankungen begünstigt werden. Das Immunsystem kann auf Dauer mit solchen Situationen nicht umgehen.

Handlungsbedarf

Daraus ergibt sich aber auch eine Behandlungsmöglichkeit. In vielen Fällen sind hierfür psychotherapeutische Sitzungen sinnvoll oder notwendig, aber auch die Chinesische Medizin kann gute Hilfe bieten, denn viele ihrer Resonanzpunkte (Akupunkturpunkte) haben auch Auswirkungen auf unsere Emotionen und unseren Umgang damit.

So gibt es z.B. den Punkt “Tor zum emotionalen Palast”, dessen Behandlung häufig emotionale Ausbrüche entstehen lässt, die eine reinigende und somit heilende Wirkung haben oder den Punkt “Sitz der Willenskraft”, mit dem Angst wieder in Mut verwandelt werden kann.

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In der Praxis von Heilpraktiker Benedikt van Almsick haben sich einige emotionale Punkte herauskristallisiert, die immer wieder bei seinen MS-PatientInnen auftauchen, da das Nervensystem sie als bedrohend wahrnimmt und auch das Immunsystem durcheinander bringt. Oft geht es dabei um Minderwertigkeit und letztlich das Gefühl, nur durch Leistung eine Lebensberechtigung zu haben. Man wendet sich in der Folge von seinem eigenen Lebensziel und -zweck ab und schaltet in einen Überlebensmodus um, der durch Leistung geprägt ist. In diesem Modus ist kein Platz für eigene Bedürfnisse und Wünsche. Nicht selten ist eine schwere Erkrankung wie MS dann die Folge, einhergehend mit noch größerem Minderwertigkeitsgefühl.

Ausstieg aus dem Teufelskreis

Daher ist es bei der emotionalen Behandlung von MS-Patienten wichtig, u.a. die Selbstliebe zu aktivieren und auch die Wahrnehmung von eigenen Grenzen – sowohl auf körperlicher als auch emotionaler Ebene (wofür es glücklicherweise auch Resonanzpunkte gibt).

Mit Selbstliebe und Grenzwahrnehmung rücken wir dem Teufelskreis schon mächtig zu Leibe…für einen gesunden eigenen Leib…der auch Emotionen ausleben darf, um im gesunden Gleichgewicht zu sein…

Lesen Sie eine ausführliche Beschreibung dieser Zusammenhänge dazu im aktuellen Gastbeitrag von Heilpraktiker Benedikt van Almsick. Benedikt van Almsick war selbst an MS erkrankt und hat seinen Heilungsweg mit Hilfe der Chinesischen Medizin beschritten.

Hier geht’s zum Gastbeitrag auch als Download im pdf-Format….

 


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Und es wirkt doch – Gemüselutscher leben besser mit MS

 

Viel frisches Gemüse gegen die MS.

Viele MS-Betroffene fragen sich, ob sie eine spezielle Ernährungsform/Diät tatsächlich ausprobieren sollen. Wer es versucht oder schon seit langem überzeugt tut, wird oft belächelt. Trotzdem wurden einige MS-spezifische Diäten gerade in letzter Zeit populär und von vielen Patienten als Symptom-reduzierend und den Behinderungsgrad verbessernd bewertet. Darunter eine von der Medizinerin Dr. Terry Wahls an die Multiple Sklerose angepasste Paleo-Diät, die als die Wahls-Diät oder Wahls-Protokoll bekannt wurde und in der extremen Form einer ketogenen Diät entspricht und viele andere.

 

Während einzelne Erfahrungsberichte von einer Verbesserung der MS-Situation geradezu schwärmen, haben bisher nur wenige Studien diese Hypothesen evaluiert. Sie waren entweder zu klein (zu wenig Probanden), bezogen keine detaillierten zusätzlichen Merkmale (z.B. bzgl. der Symptomschwere) mit ein oder vernachlässigten den Zusammenhang mit anderen Lebensstil-Faktoren (gesunden wie weniger gesunden).

Erste ernstzunehmende Studie sogar aus schulmedizinscher Sicht

Doch nun gibt es einen ersten schulmedizinischen evaluierten Anhaltspunkt, dass es einen Zusammenhang zwischen der Ernährung und dem Verlauf der Multiplen Sklerose geben kann.

Für das NARCOMS-Register (North American Research Committee on MS), einer schon 1996 begonnenen Erfassung, wurden immens viele Amerikaner halbjährlich per Fragebogen zu allgemeinen Daten (Alter, Geschlecht, …), MS-bezogenen Daten (Krankheitsstatus – Verlaufsform inkl. Behinderungsgrad und Symptomstärke) und Aspekten der Essgewohnheiten und anderen beeinflussbaren Lebensstilfaktoren (wie Rauchen, Alkohol, Bewegung, …) befragt. Qualitativ nutzbare Daten von knapp 7.000 Probanden aus dieser 2015 abgeschlossenen Datenerhebung haben US-Forscher um Dr. Kathryn Fitzgerald (Johns Hopkins School of Medicine in Baltimore; Forschungsgelder vom Consortium of MS Centers und von der National MS Society) auswerten können und kürzlich im Fachblatt Neurology darüber berichtet.

Die Probanden mussten u.a. einschätzen, wie viel Obst/Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, rotes/verarbeitetes Fleisch und wieviel Zucker aus Desserts und Getränken sie zu sich genommen hatten.

Darüber hinaus wurden die Teilnehmer halbjährlich befragt, ob sie in den vergangenen 6 Monaten einen Schub gehabt bzw. ob sich ihre Symptome verschlechtert hätten. Sie sollten den Grad ihrer Behinderung anhand der PDDS-Skala (Patient-Determined Disease Steps) einschätzen und angeben, wie schwer ihre Begleitsymptome waren (Mobilitätseinschränkungen, Fatigue, Depression oder Schmerzen).

Die Forscher untersuchten, ob es einen Zusammenhang zwischen speziellen Ernährungsformen und der Symptomschwere von an MS erkrankten Menschen gibt.

Wie Anke Brodmerkel von medscape schreibt “hatten die Probanden der Gruppe, die sich am gesündesten ernährte, ein um 20% erniedrigtes Risiko, schwere körperliche Behinderungen aufzuweisen, als die Teilnehmer, die am ungesündesten aßen. Das Risiko, schwere Depressionen zu erleiden, war in der gesündesten gegenüber der ungesündesten Gruppe um 18% erniedrigt. Die Patienten, die insgesamt einen gesunden Lebensstil pflegten, hatten im Vergleich zu denen, die eher ungesund lebten, ein um 47% erniedrigtes Risiko für Depressionen und ein um 44% erniedrigtes Risiko für Schmerzen. Die Gefahr kognitiver Beeinträchtigungen reduzierte sich um 33% und die einer Fatigue um 31 Prozent.“

Weitere Studien

Es lohnt also, die Auswirkungen der Ernährung beziehungsweise einzelner Nahrungsbestandteile auf das Immunsystem nun weiter in kontrollierten Studien zu untersuchen. Denn offen bleibt, welches der entscheidende Faktor der Ernährung sein könnte, der die Prognose einer MS womöglich positiv zu beeinflussen vermag.

Das meinen auch Prof. Dr. Ralf Linker und Prof. Dr. Aiden Haghikia. Sie überprüfen derzeit gemeinsam in ersten klinischen Studien, ob z.B. Propionsäure (die früher ein häufiger, vermutlich positiver Bestandteil unserer industriell verarbeiteten Lebensmittel war, seit längerem aber nicht mehr eingesetzt wird) einen günstigen Einfluss auf den Verlauf der MS haben kann. „Wir haben gezeigt, dass sich die Immunregulation im Blut mit Propionsäure um etwa 30 bis 40% steigern lässt“, sagt Prof. Dr. Haghikia. Und er spricht von Hinweisen, dass sich auch die klinischen Verläufe der MS besserten.

Siehe auch: Was wir vom Vorkoster lernen können – mögliche positive Effekte der Propionsäure auf die Darmflora und neuro-entzündliche Prozesse

Prof. Dr. Haghikia betont, dass sich die Ergebnisse der US-Studie durchaus sehen lassen könnten. „Die erzielten 20 Prozent Risikoreduzierung sind glaubhaft und durchaus beeindruckend“, erzählte er im Interview mit medscape. „Insbesondere gilt das, wenn man bedenkt, dass man mit den gängigen Basispräparaten auch nur eine Verminderung der Schubrate um rund 30 Prozent erzielt. Und das Risiko anderer Begleiterkrankungen, vor allem in kardiovaskulärer Hinsicht, wird dadurch ja in jedem Fall gesenkt.“

FAZIT

Eine MS wird sich nicht allein diätetisch und über einzelne Lifestyle-Faktoren behandeln lassen. Zielführend ist die Eliminierung von Schadfaktoren wie Drogen, übermäßigem Stress, Schwermetallen etc. in Kombination mit der Erhöhung von Schutzfaktoren wie Sonne und Vitamin D, Psychohygiene, Meditation, der Zufuhr ausgewählter Mikronährstoffe und eben einer gesunden Ernährung. Damit lassen sich schon heute deutlich bessere Ergebnisse erzielen als mit der rein pharmakologischen Behandlung. Man betrachte nur das drastisch sinkende Risiko für Depressionen und Fatigue.

In unserer Mindmap sehen Sie die Zusammenhänge übrigens auf einen Blick!

Quellen

Obst, Gemüse, Vollkorn: Über gesunde Ernährung lässt sich der Verlauf der Multiplen Sklerose wohl positiv beeinflussen – Medscape – 20. Dez 2017.


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