Von Wilhelm von Ockham über Sir Bradford Hill zu Prof. Coimbra – Autoimmunerkrankungen und Vitamin D

Professor Coimbra erläutert in diesem Vortrag persönlich die Grundlagen seines Behandlungsprotokolls. Zwei grundsätzliche Überlegungen spielen dabei eine Rolle. Erstens das, was in der Philosophie als “Ockhams Rasiermesser” oder Prinzip der Parsimonie bekannt ist, die These, dass die beste Theorie diejenige ist, die ein bestimmtes Phänomen am besten und am einfachsten beschreibt und zweitens die sogenannten Bradford-Hill-Kriterien. Sir Bradford Hill, ein englischer Statistiker, bewies schon 1950, dass Rauchen Lungenkrebs verursacht und schuf damit die Grundlage für Kausalitätsbetrachtungen in der Medizin.

Und das sind in Prof. Coimbras Interpretation die Bradford-Hill-Kriterien für die Ursache einer Erkrankung:

  • Stärke: Eine starke Assoziation zwischen zwei Phänomen ist häufiger auf Kausalität begründet, als die bei einer schwachen Assoziation gegeben ist.
  • Folgerichtigkeit: Übereinstimmende Beobachtungen durch verschiedene Wissenschaftler an verschiedenen Risikopopulationen erhöht die Wahrscheinlichkeit einer kausalen Beziehung.
  • Spezifität: Kausalität ist anzunehmen, wenn ein Faktor eine spezifische Population beeinflusst.
  • Zeitlichkeit: Die Faktoren sind direkt oder umgekehrt proportional.
  • Plausibilität: Ein plausibler Mechanismus zwischen Ursache und Wirkung ist hilfreich, aber nicht notwendig (die Kenntnisse über die Zusammenhänge sind noch beschränkt).
  • Stimmigkeit: Eine Übereinstimmung zwischen epidemiologischen Daten und Ergebnissen aus dem Labor erhöht die Gewissheit, dass eine Kausalität besteht.
  • Experiment: Manchmal ist es möglich, experimentell Annahmen aus epidemiologischen Daten zu überprüfen – was aber fallweise an ethische Grenzen stößt. [Vergleiche auch seine Allegorie mit den Fallschirmspringern]
  • Analogie: Der Effekt ähnlicher Wirksubstanzen und Risikofaktoren konnte schon gezeigt werden.

Aus Sicht von Prof. Coimbra erfüllen Vitamin D-Resistenz und Vitamin D-Mangel alle neun Bradford-Hill-Kriterien und da seiner Ansicht nach bei fast allen Autoimmunpatienten eine Vitamin D-Resistenz vorliegt, ist damit die Grundlage für die Vitamin D-Hochdosistherapie gegeben.

Aber jetzt genug der Vorrede, verfolgen Sie nun Prof. Coimbras Vortrag und bilden Sie sich selbst eine Meinung. Es war Prof. Coimbras persönlicher Wunsch, diesen Vortrag einer breiten Öffentlichkeit frei verfügbar zu machen und insofern ist er auch hier zeitlich unbegrenzt verfügbar.

Fazit und Bewertung: Das Coimbra-Protokoll ist eine interessante und für viele Patienten u.U. vielversprechende Behandlungsform. Es gibt leider noch keine Aussage darüber bzw. kein Verfahren um festzustellen, welche Patienten auf dieses Behandlungsprotokoll bei welchen Dosen von Vitamin D positiv reagieren. Forschungsprojekte dazu laufen derzeit an verschiedenen Instituten. Wenn Sie sich also mit dem Coimbra-Protokoll befassen und ggf. anfreunden wollen, nehmen Sie dringend Kontakt zu einem der ausgebildeten Protokollärzte auf. Ein Selbstversuch ohne ärztliche Begleitung könnte tödliche Folgen haben und vergessen Sie nicht, das Coimbra-Protokoll ist mehr als nur eine Hochdosis-Vitamin D-Therapie! Es schließt eine Lebensstiländerung, weitere Supplemente und die strikte Umsetzung der damit verbundenen Randbedingungen mit ein.

Ein Tipp noch für die Leser mit beschränkten Englischkenntnissen. Nutzen Sie die automatische Übersetzung bei Youtube. Hier wird z.B. beschrieben, wie das geht…..

[Der Vorspann von Prof. Spitz in der Übersetzung von Deutsch in Deutsch verspricht dann allerdings einige Lacher]


Und wenn Sie helfen wollen, dass unser Projekt weiterlebt, unterstützen Sie uns über drei einfache Wege!

betterplace button

Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Dann registrieren Sie sich doch gerne als “Follower” dieses Newsfeed! Rechts oben auf dieser Seite.

Raus in die Sonne – aber ganz bewusst!

MS und Sonne

Eine häufige Folge der MS ist, dass Betroffene sich weniger im Freien in der Sonne aufhalten und sich vor allem weniger gern direkter Sonneneinstrahlung aussetzen wollen oder können. Sei es aufgrund erhöhter Sonnenbrandneigung oder weil sie Hitze allgemein nicht mehr gut vertragen und dann immobiler sind. Das Uhthoff-Phänomen lässt grüßen. Oft sind auch die allgemein geringere Mobilität oder, wie bei vielen Arbeitenden, das enorme „Indoor-Arbeitspensum“ unserer Zeit Gründe für den Sonnenmangel.

Wie viele inzwischen wissen, besteht dabei insbesondere die Gefahr eines zu niedrigen Vitamin D-Spiegels, der bei MS-Betroffenen aber unbedingt im höheren bis hohen Bereich liegen sollte. Doch der einfache Ersatz von Sonnenlicht durch die Supplementation von Vitamin D3 als Nahrungsergänzungsmittel (oder in extrem hohen Dosen praktisch als Medikament) vernachlässigt andere Effekte des Sonnenlichts und insbesondere des UVA- und UVB-Anteils. Supplementation ist also nur die zweitbeste Lösung, aber sicher als Ergänzung sinnvoll.

Der Effekt des Sonnenlichts ist die Summe seiner (teils noch unbekannten) Wirkungen

Sonne bedeutet mehr, als nur Vitamin D-Bildung über die Haut. Man weiß, dass sich der Vitamin D-Status im Blut nur bei kaukasisch-abstammenden Ethnien (wie den meisten hier in Deutschland) durch Sonnenexposition deutlich erhöhen lässt.

Bei afrikanisch- und lateinamerikanisch-abstammenden Ethnien funktioniert das nur beschränkt, trotzdem gibt es auch für sie ein reduziertes MS-Risiko bei intensiverer Sonnenexposition im Vergleich zu solchen Dunkelhäutigen, deren Haut dem Sonnenlicht nur wenig ausgesetzt war. Dieses verminderte Risiko für MS durch hohe Sonneneinstrahlung während der gesamten Lebenszeit ist unabhängig von jeglicher Ethnie.

Noch ist nicht klar, welche weiteren Faktoren des Sonnenlichtes bei MS für einen positiveren Krankheitsverlauf relevant sind (bzw. vor dieser Erkrankung schützen können). Aber immer klarer wird, dass die direkte Sonneneinstrahlung auf die Haut (natürlich eine Zeit lang ohne Sonnenschutz!), also der direkte Kontakt mit dem Sonnenlicht – und dies vor allem im Sommer – einen signifikanten Einfluss auf die MS haben kann und die Krankheitsaktivität reduziert. Das ist immunologisch nachweisbar!

Eine weitere Studie belegt diesen Sonnenlicht-Effekt – aber was ist hierfür verantwortlich?

Eine im März 2018 in Neurology veröffentlichte Studie eines Teams rund um Helen Tremlett (Zentrum für Gehirngesundheit und Fakultät für Medizin (Neurologie), Universität von British Columbia in Vancouver, Canada) – mit relativ vielen Krankenschwestern in den USA als Studienteilnehmerinnen (ausgewertet wurden dabei 151 MS-Fälle u. 231 Kontrollpersonen) – bestätigt nun, dass das Leben in US-Staaten mit hoher UVB-Exposition während der Kindheit und in den Jahren vor Ausbruch der MS mit einem niedrigeren MS-Risiko verbunden ist. Daher wird vermutet, dass eventuell die UVB-Strahlen der ausschlaggebende Faktor sein könnten, indem sie die die Zahl der regulatorischen Zellen (Treg) erhöhen. Evtl. ist es aber auch (zusätzlich) das komplexe Zusammenspiel zwischen Serotonin- und Melatoninbildung, welches durch das über die Augen-Retina aufgenommene Sonnenlicht gesteuert wird.

Zudem hat auch die UVA-Strahlung immunologische Effekte: Erst 1987 wurde entdeckt, daß das allgemein nur als Umweltgift bekannte Stickstoffmonoxid (NO) durch Sonnenstrahlung über die Haut produziert wird und ein wichtiger Mediator für die Regulation von Blutfluß und Plättchenfunktion ist. Kurz danach wurde auch die Bedeutung von NO als Effektormolekül der Immunabwehr und als Neurotransmitter erkannt.

Man kann also sagen: Die Natur hat sich durchaus etwas bei der Ausprägung und Nutzung des Sonnenstrahlenspektrums gedacht!

Gesunde UVB-Strahlung!?

Wie dem auch sei, Resultat der hier betrachteten Studie ist, dass die über mehrere Jahre beobachteten Frauen ein um 45 % geringeres Risiko für MS hatten, wenn sie in US-Staaten mit hoher oder höchster UVB-Strahlung lebten gegenüber denen, die in UVB-armen Regionen lebten. Wenn sie bis zu ihrem 15. Lebensjahr in der UVB-reichen Region lebten, lag ihr Risiko sogar 51% niedriger im Vergleich zu jenen, die während ihrer Kindheit nicht solch hohen UVB-Dosen ausgesetzt waren. Frauen in Regionen mit hoher UVB-Exposition, die mindestens bis zu ihrem 15. Lebensjahr während der Sommermonate zudem viele Outdooraktivitäten unternahmen, konnten sogar von einem um 55 % reduziertem Risiko profitieren, im Erwachsenenalter an MS zu erkranken, gegenüber jenen, die eher Stubenhocker waren.

Bisher waren UV-Strahlen (auch UVB) dafür gefürchtet, dass sie Hautkrebs verursachen können. Wie immer, kommt es auf die Dosis an. Aktuelle Studien zeigen, dass eine regelmäßige moderate UVB-Exposition das Hautkrebsrisiko (weißer Hautkrebs) sogar deutlich reduziert. Es gibt übrigens auch erste Hinweise darauf, dass MS-Patienten seltener an Hautkrebs erkranken als Nicht-MSler. Das gilt zumindest solange sie Sonnenbrand vermeiden und darauf achten, dass der gesamte Kopfbereich inkl. Dekollté Sonnenexposition nicht so gut verträgt! Hier ist die Hautkrebsgefahr generell höher.

Fazit:

Nutzen Sie die heilende und präventive Kraft der Sonne, vor allem in der Zeit von April – Oktober. Setzen Sie sich, wenn möglich täglich, über kurze Zeiträume 10 – 20 Minuten der Sonne mit ungeschützter Haut aus. Vermeiden Sie dabei nicht nur jeden Sonnenbrand sondern auch eine zu starke Erhitzung des Körpers. Gehen Sie lieber mehrmals täglich ins Freie, sodass Ihre Mobilität nicht über das Uhthoff-Phänomen belastet wird. Ihre Gesundheit und Ihr Immunsystem werden es Ihnen danken.

Mehr zum richtigen Umgang mit der Sonne auch bei der SonnenAllianz!

 


Quellen:

Helen Tremlett, Feng Zhu, Alberto Ascherio and Kassandra L. Munger. Sun exposure over the life course and associations with multiple sclerosis. Neurology, March 7, 2018 DOI: 10.1212/WNL.0000000000005257 [ABSTRACT]

Reichrath, J., Saternus, R., & Vogt, T. (2017). Endocrine actions of vitamin D in skin: Relevance for photocarcinogenesis of non-melanoma skin cancer, and beyond. Molecular and Cellular Endocrinology, 453, 96-102. [ABSTRACT]

[Photo by Gabe Pangilinan: https://unsplash.com/photos/L8A9vHN6PjE%5D


Und wenn Sie helfen wollen, dass unser Projekt weiterlebt, unterstützen Sie uns über drei einfache Wege!

betterplace button

Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Dann registrieren Sie sich doch gerne als “Follower” dieses Newsfeed! Rechts oben auf dieser Seite.

Man darf seine Meinung auch einmal ändern: Vitamin K

Bisher haben wir uns bei der Bewertung einer zusätzlichen Einnahme von Vitamin K bei Vitamin D- Supplementierung ja ziemlich zurückgehalten. Eine neue Studie gibt Anlass diese Einschätzung zu ändern:

Die Ergebnisse:

„Insgesamt wurden 45 MS-Patienten (31 Frauen und 14 Männer, davon 39 mit schubförmiger MS) und 29 gesunde Kontrollpersonen (19 Frauen, 10 Männer) in die Analyse einbezogen. Die MS-Patienten hatten deutlich niedrigere Vitamin K2-Blutwerte als die Kontrollgruppe (235 ± 100 ng/ml vs. 812 ± 154 ng/ml). Weibliche Patienten hatten signifikant niedrigere Vitamin K2-Werte als Männer und es wurde ein Rückgang des Vitamin K2-Wertes mit zunehmendem Alter um ca. 10 % pro Jahrzehnt festgestellt. Die Vitamin K2-Werte waren mit zunehmender Anzahl von Schüben pro Jahr niedriger und bei Patienten mit Sehnervenläsionen höher.“

Das bedeutet zunächst einmal nur, dass es eine Korrelation (einen Zusammenhang) zwischen niedrigem Vitamin K2-Spiegel und der MS-Erkrankung gibt. Eine Kausalität ist damit nicht notwendiger Weise verbunden. Es heißt schon gar nicht, dass ich durch Vitamin K2-Supplementation die MS beeinflussen kann, es ist aber auch nicht ausgeschlossen.

Da Vitamin K2 auch andere gesundheitliche Vorteile hat, ergibt sich das Fazit:

Informationen über die Aktivität von Vitamin K2 sind neu und in der Entwicklung, aber es wurde inzwischen als anti-demyelinisierendes und entzündungshemmendes Mittel eingestuft. Eine Supplementierung von 200 µg/Tag Vitamin K2 kann gesundheitliche Vorteile bringen und ist eine Möglichkeit, dem Körper bei der Stabilisierung des biologischen Systems zu helfen. Zukünftige Studien müssen die Auswirkungen auf die MS genauer untersuchen, bevor zu diesbezüglichen Wirkungen klare Aussagen gemacht werden können.


Für die Experten hier die Originalstudie:

Lasemi, R., Kundi, M., Moghadam, N. B. B., Moshammer, H., Hainfellner, J. A., Mar. 2018. Vitamin k2 in multiple sclerosis patients. Wiener klinische Wochenschrift.


Wie schon so oft empfehlen wir die erstklassigen Videos unseres Mitstreiters Dr. med. Arman Edalatpour zur genaueren Auseinandersetzung mit den generellen Fragen zu Vitamin K2 und dessen Dosierung.

und hier Teil 2 zur Dosierung:



Und wenn Sie helfen wollen, dass unser Projekt weiterlebt, unterstützen Sie uns über drei einfache Wege!

betterplace button

Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Dann registrieren Sie sich doch gerne als “Follower” dieses Newsfeed! Rechts oben auf dieser Seite.

Interessant: Dieses Wochenende live – Prof. Coimbra, Prof. Spitz und Prof. Wolf zum Thema Autoimmunerkrankungen

Prof.  Coimbra und Kollegen noch nicht live erlebt?

Wie schon vor einiger Zeit erwähnt findet am 14. und 15.4., also dieses Wochenende, der jährliche Kongress für menschliche Medizin in Frankfurt statt. Schwerpunktthema: Autoimmun-Erkrankungen!

Als besonderes Schmankerl bietet die Akademie für menschliche Medizin ein kostenloses Livestreaming von 3 Kernvorträgen an:

Am Samstag, den 14.04.2018

  • 12:00 Uhr | Hochdosistherapie Vitamin D (Coimbra Protokoll) – Prof. CG Coimbra, São Paulo, Brasilien [Vortrag in Englisch]
  • 14:15 Uhr | Autoimmunerkrankungen und die 2. Evolution des Menschen – Prof. J. Spitz, Schlangenbad

Am Sonntag, den 15.04.2018

  • 11:30 Uhr | Stress und Autoimmunität – Prof. A. Wolf, Ulm

Alle Interessierten können sich spätestens bis zum 13.4.2018 kostenlos HIER registrieren.


Sicher eine gute Gelegenheit sich sehr bequem über wichtige Aspekte in Bezug auf die Multiple Sklerose zu informieren.

Und bevor Sie weiterschalten, vergessen Sie bitte nicht, dieses Projekt lebt ausschließlich von Spenden und uns fehlen in der aktuellen Spendenperiode bis Ende April 2018 noch ca. 700 €. Eine relevante Summe für unsere Projekt. Ein Klacks für eine Gruppe von > 400 Followern und eine Reise nach Frankfurt haben wir Ihnen ja schon erspart! Hier geht’s zu betterplace….

Grundkurs: Gesundheit, Sonne und Vitamin D

 

Bevor Sie weiterlesen, vergessen Sie bitte nicht, dieses Projekt lebt ausschließlich von Spenden und uns fehlen in der aktuellen Spendenperiode bis Ende April 2018 noch ca. 1460 €. Eine relevante Summe für unsere Projekt. Ein Klacks für eine Gruppe von 400 Followern! Hier geht’s zu betterplace….

Dr. med. Edalatpour über die Grundlagen zum Themenkomplex Sonne und Vitamin D

An dieser Stelle wurde schon viel über Vitamin D berichtet. Meist ging es dabei schon in die Tiefe und natürlich war der Fokus die Multiple Sklerose. Da aber viele Leser die grundlegenden Fakten zu Vitamin D noch gar nicht so recht kennen, weisen wir heute auf Dr. med. Arman Edalatpour hin, der auf youtube in drei kurzen Videos die Grundlagen zu Vitamin D und dessen Messung für jeden Interessierten verständlich erklärt. Mehr zu Dr. Edalatpour auch im Netzwerk Spitzen-Gesundheit der AMM….

Unter anderem wird z.B. erklärt, warum Vitamin D gar kein Vitamin sondern ein Prohormon ist und wie es entsteht.
Dabei erklärt er auch den Unterschied zwischen den verschiedenen Vitamin D-Formen, also zwischen Cholecalciferol, Calcidiol (= 25(OH) = Speicherform) und Calcitriol (= 1,25(OH) = aktivierte Form). Mehr in den Videos:

Teil 1 des Einführungsvortrages „Vitamin D – Basis der Gesundheit – Arzt klärt auf!“ mit den grundlegenden Infos:


Und in Teil 2 des Einführungsvortrages zum Thema Vitamin D „Vitamin D – das sollten alle Frauen wissen!“ geht es um Studien (auch zum Thema Brustkrebs) zum Prohormon Vitamin D:


Im 3. Video „Vitamin D – optimaler Spiegel – optimale Therapie“ geht es um Labordiagnostik & Therapiegrundlagen:

Darin erfahren Sie z.B. welche Vitamin D-Spiegel im Serum empfehlenswert sind bzw. wie hoch man seinen „Vitamin D-Akku“ aufladen sollte. So können Sie den nächsten Bluttest besser interpretieren…wichtig für die ganze Familie…


Und wenn Sie helfen wollen, dass unser Projekt weiterlebt, unterstützen Sie uns über drei einfache Wege!

betterplace button

Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Dann registrieren Sie sich doch gerne als “Follower” dieses Newsfeed! Rechts oben auf dieser Seite.

Es ist bald wieder soweit: das Life-SMS Jahresseminar findet am 9.9.2017 in Köln statt

In Anknüpfung an die positiven Rückmeldungen zur Veranstaltung im letzten Jahr, findet am 9.9.2017, von 14:30 – 18:00 Uhr, in Köln in den Räumen des Clarimedis-Hauses der AOK Rheinland/Hamburg ein weiteres Life-SMS Seminar statt:

Lebensstilmaßnahmen bei Multipler Sklerose und neurodegenerativen Erkrankungen

Schwerpunktthemen:

TCM, Sport und Training, Update Vitamin D


Das Seminar richtet sich vor allem an Betroffene und Angehörige, aber auch Heilpraktiker und Ärzte sowie Interessierte, die mehr über die Zusammenhänge von Lebensstil und Multipler Sklerose und der eigenverantwortlichen Krankheitsbewältigung erfahrenen möchten.


Referenten & Themen

Dr. med. Gunda Schlink, Praxis für Naturheilverfahren und
Traditionelle Chinesische Medizin, Meerbusch, www.tcm-praxis-schlink.de/

TCM der sanfte Weg – Welche Ansätze bei der MS-Behandlung gibt es aus Sicht der traditionellen chinesischen Medizin?

[Der Vortag geht auch auf die Frage ein, für wen eignet sich die TCM und für wen oder was eher nicht?]


Dr. med. Uwe Thums M.Sc. – Arzt für biologische Medizin, Eppstein, http://praxis-thums.eu/

Sport, Bewegung und MS: Unter- und Überforderung, wie bestimme ich das für mich richtige Trainingsniveau?

[Die Antwort auf diese Frage muss selbstverständlich auch den persönlichen körperlichen Status reflektieren.]


Dipl.-Phys. Anno Jordan, DSGIP, Projektleiter Life-SMS
www.life-sms.org & www.lsms.info

Vitamin D und MS – Update 2017: Was ist der aktuelle Forschungsstand und was steckt hinter der Vitamin D-Hochdosistherapie?

[inkl. Anmerkungen zum Coimbra-Protokoll]


Programm und organisatorische Details

Das vollständige Programm und organisatorische Details können Sie hier herunterladen!


Anmeldung:

Für eine kurze, formlose Anmeldung an a.jordan@dsgip.de mit Anzahl der teilnehmenden Personen sind wir aus Planungsgründen sehr dankbar.


Gebühren:

Die Veranstaltungsteilnahme ist gebührenfrei / Spenden über betterplace sind allerdings sehr willkommen!

Als Dank für jede Spende erhalten Sie einen Download-Link für die aktuelle Publikation “Sport und MS“ im pdf-Format zur persönlichen Nutzung und als zusätzlichen Input für das Seminar(wir bemühen uns den Link innerhalb von 48 Std. zuzusenden).

Siehe auch:

Neue Life-SMS-Veröffentlichung: Sport und MS – aktuelle Spendenaktion

Sie helfen uns und der wachsenden Gemeinschaft von kritischen MS-Patienten damit sehr!

 

 


Und wenn Sie helfen wollen, dass unser Projekt weiterlebt, unterstützen Sie uns über drei einfache Wege!

betterplace button boost button

Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Dann registrieren Sie sich doch gerne als “Follower” dieses Newsfeed! Rechts oben auf dieser Seite.

Preisfrage: Wie viel Vitamin D sollte man eigentlich nehmen?

Um es gleich vorweg zu sagen, auf diese Frage gibt es keine klare und eindeutige Antwort!

Zunächst muss man natürlich das Ziel definieren. Geht es um die Erhaltung eines bestimmten Vitamin D-Spiegels oder um die Erreichung eines bestimmten Zielniveaus von einem bestimmten Startpunkt aus?

Zielniveau:

Zumindest in Bezug auf das Zielniveau wird – nicht nur von uns – für gesunde Mitbürger ein Spiegel von 40 ng/ml empfohlen, für MS-Patienten mindestens ein Wert von 60 ng/ml. Wenn dieses Ziel einmal definiert ist, bleibt nichts anderes übrig, als den Vitamin-D-Spiegel wirklich im Labor messen zu lassen. Alles andere wäre der Versuch “erfolgreich im Trüben zu fischen”.

Bei der zweiten Fragestellung:

Und wie komme ich von einem Startwert X auf einen Zielwert Y, können verschiedene Vitamin D Rechner, die im Netz zu finden sind, eine Hilfestellung sein. Alle diese Rechner haben eines gemeinsam, sie beruhen auf leicht unterschiedlichen Faustformeln und ersetzen keineswegs die regelmäßige Nachmessung des Vitamin D-Spiegels. Insofern sind auch Unterschiede in den Ergebnissen dieser Rechner leicht verständlich. Für vorsichtige Patienten empfiehlt sich daher auf die Empfehlung zurückzugreifen, die als untere Grenze verstanden werden kann (nämlich das Ergebnis des Rechners, der den niedrigsten Wert liefert).

In einem anderen von der Deutschen Stiftung Für Gesundheitsinformation und Prävention geförderten Projekt – der SonnenAllianz – steht ein solcher Rechner neuerdings kostenlos zur Verfügung, dieser kann eine erste Indikation für Hilfesuchende bieten und hilft bei der Umrechnung von Einheiten, die im Umgang mit Vitamin-Dosisempfehlungen gebräuchlich sind. Auch eine Erhaltungsdosis wird angegeben, wobei für MS-Patienten mit ziemlicher Sicherheit die obere Grenze der Bandbreite empfehlenswert ist.

Grundsätzlich gelten in Bezug auf die Vitamin D-Einnahme ein paar simple Grundsätze:

Höhere regelmäßige Dosen über längere Zeiträume erfordern unbedingt eine ärztliche Beratung und Überwachung, um toxische Effekte auszuschließen.

logo_150x150So und hier geht es nun endlich zu Vitamin D-Rechner der SonnenAllianz:

Vitamin D-Bedarfsrechner

 

Mehr zu Vitamin D und MS bei lsms.info, im Faktenblatt Vitamin D und MS sowie in unserer Mindmap.


Und wenn Sie helfen wollen, dass unser Projekt weiterlebt, unterstützen Sie uns über drei einfache Wege!

betterplace button boost button

Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Dann registrieren Sie sich doch gerne als “Follower” dieses Newsfeed! Rechts oben auf dieser Seite.