Man darf seine Meinung auch einmal ändern: Vitamin K

Bisher haben wir uns bei der Bewertung einer zusätzlichen Einnahme von Vitamin K bei Vitamin D- Supplementierung ja ziemlich zurückgehalten. Eine neue Studie gibt Anlass diese Einschätzung zu ändern:

Die Ergebnisse:

„Insgesamt wurden 45 MS-Patienten (31 Frauen und 14 Männer, davon 39 mit schubförmiger MS) und 29 gesunde Kontrollpersonen (19 Frauen, 10 Männer) in die Analyse einbezogen. Die MS-Patienten hatten deutlich niedrigere Vitamin K2-Blutwerte als die Kontrollgruppe (235 ± 100 ng/ml vs. 812 ± 154 ng/ml). Weibliche Patienten hatten signifikant niedrigere Vitamin K2-Werte als Männer und es wurde ein Rückgang des Vitamin K2-Wertes mit zunehmendem Alter um ca. 10 % pro Jahrzehnt festgestellt. Die Vitamin K2-Werte waren mit zunehmender Anzahl von Schüben pro Jahr niedriger und bei Patienten mit Sehnervenläsionen höher.“

Das bedeutet zunächst einmal nur, dass es eine Korrelation (einen Zusammenhang) zwischen niedrigem Vitamin K2-Spiegel und der MS-Erkrankung gibt. Eine Kausalität ist damit nicht notwendiger Weise verbunden. Es heißt schon gar nicht, dass ich durch Vitamin K2-Supplementation die MS beeinflussen kann, es ist aber auch nicht ausgeschlossen.

Da Vitamin K2 auch andere gesundheitliche Vorteile hat, ergibt sich das Fazit:

Informationen über die Aktivität von Vitamin K2 sind neu und in der Entwicklung, aber es wurde inzwischen als anti-demyelinisierendes und entzündungshemmendes Mittel eingestuft. Eine Supplementierung von 200 µg/Tag Vitamin K2 kann gesundheitliche Vorteile bringen und ist eine Möglichkeit, dem Körper bei der Stabilisierung des biologischen Systems zu helfen. Zukünftige Studien müssen die Auswirkungen auf die MS genauer untersuchen, bevor zu diesbezüglichen Wirkungen klare Aussagen gemacht werden können.


Für die Experten hier die Originalstudie:

Lasemi, R., Kundi, M., Moghadam, N. B. B., Moshammer, H., Hainfellner, J. A., Mar. 2018. Vitamin k2 in multiple sclerosis patients. Wiener klinische Wochenschrift.


Wie schon so oft empfehlen wir die erstklassigen Videos unseres Mitstreiters Dr. med. Arman Edalatpour zur genaueren Auseinandersetzung mit den generellen Fragen zu Vitamin K2 und dessen Dosierung.

und hier Teil 2 zur Dosierung:



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Geben Sie der “Gluten-Freiheit” eine Chance – 30 Tage, die entscheidend sein können!

Die Sache mit der schädlichen Wirkung von Gluten wird seitens der Schulmedizin oft belächelt, kaum ernst genommen und oft als Hokuspokus abgetan. Auch der Autor dieses Artikels war bis zum erfolgreichen Selbstversuch nicht frei von diesen Gedanken.

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Aber was ist die wissenschaftliche Basis dahinter?

Der Darmtrakt trennt die Innenwelt von der Außenwelt. Sie nehmen mehr als 25 Tonnen von Fremdmaterial in Form von Nahrung zu Lebzeiten zu sich. In dieser Nahrung enthalten sind u.a. Bakterien, Viren und Parasiten. Die erste Verteidigungslinie gegen diese fremden Organismen ist die Darmwand. Die zweite Verteidigungslinie ist das komplexe Netzwerk von (Immun)Zellen, die den Darmtrakt auskleiden. In der Tat wird geschätzt, dass sich über 70% des gesamten Immunsystems im Darmtrakt befinden. Wenn die Auskleidung Ihres Darms Löcher hat und Sie einen „leaky gut / undichten Darm“ haben, was wissenschaftlich als intestinale Permeabilität bekannt ist, wandern Bakterien und unverdaute Nahrungsmittelpartikel durch Ihre Darmwand und diese interagieren mit Ihren Immunzellen. Die Forschung zeigt, dass die intestinale Permeabilität eine Schlüsselrolle bei der Autoimmunität spielt und dass es viele Ursachen für das “leaky gut Syndrom” gibt. Dazu zählen Stress, Nahrungsmittelreaktionen (z.B. Weizen/Gluten), Infektionen und Toxine.

Und was ist jetzt das Problem mit Gluten?

Das Problem mit Gluten ist, dass es ein sehr stabiles, langkettiges Eiweiß ist, das der Mensch nicht komplett verdauen (aufbrechen) kann. Das Gluten regt die Epithelzellen der Darmwand zur Bildung des Proteins Zonulin an und dieses Zonulin wirkt sozusagen als Schlüssel für die Zwischenräume der Darmzellen (die sogenannten “tight junctions” öffnen sich). Gluten erzeugt also zwingend eine löchrige Darmwand! Kein Problem für die meisten Menschen, eine Katastrophe für Menschen mit Autoimmunerkrankungen. Eindringende Fremdstoffe können hier eine massive Immunantwort und Kreuzreaktivität auf verschiedenen Ebenen auslösen.

Die Grundlagen des Themenkomplexes Gluten, Zöliakie und Glutensensitivität werden übrigens sehr gut im Workshop Ernährung von Erik David dargestellt:

So, jetzt zu MS und anderen Autoimmun-Erkrankungen:

Hier lassen wir zwei Experten aus der hervorragenden amerikanischen Dokuserie “Betrayal: The Autoimmune Disease Solution They’re Not Telling You” aus dem Jahr 2017 zur Wort kommen.

Zunächst Prof. Professor Yehuda Shoenfeld, Leiter der Medizinischen Klinik B und des Zentrums für Autoimmunerkrankungen am Sheba Medical Center der Universität Tel Aviv, der nicht dafür bekannt ist reißerische Aussagen zu machen:

“Es gibt eine starke Verbindung zwischen unserem Darm und unserem Gehirn. Ich erzähle Ihnen einen Geschichte, die einmal geschah, nachdem wir Patienten mit Multipler Sklerose, einer klassischen Autoimmunerkrankung, die das Gehirn betrifft, analysiert haben. Als wir diese Patienten untersucht haben, haben wir festgestellt, dass 8% von ihnen, also 8 von 100, Antikörper gegen Gluten aufwiesen. Am Anfang wollten wir diese Information vernachlässigen. Dann haben wir über die wissenschaftliche Literaturrecherche festgestellt, dass es eine Kreuzreaktivität gibt. Und zwar zwischen der Glutenstruktur und einer Struktur in unserem Gehirn namens, wenn ich mich recht erinnere, Synaptosom oder so etwas ähnliches. Was passiert wenn Sie Gluten essen, das unserem Körper fremd ist? Sie entwickeln Antikörper gegen Gluten und jene Einzelpersonen, die genetisch vorgeprägt sind, entwickeln Multiple Sklerose. Diese Antikörper können die so genannte Blut-Hirn-Schranke durchqueren und das Gehirn angreifen. Es ist sehr interessant. Nehmen wir diese 8% der MS-Patienten, die die Anti-Gluten-Antikörper haben, und eliminieren Gluten aus ihrer Diät. Es könnte helfen.”

Dann Dr. med. Tom O`Bryan, 30 Jahre Erfahrung als Facharzt für funktionelle Medizin und Lehrbeauftragter am Institut für Funktionelle Medizin, USA

“Es könnte ein Schock für Sie sein, wenn Sie herausfinden, dass belastende Krankheiten wie rheumatoide Arthritis, Asthma, Multiple Sklerose, Ekzeme oder Schizophrenie sich drastisch bessern, indem Sie Gluten und Weizen aus Ihrer Diät verbannen. Es passiert täglich. Bei Tausenden und Abertausenden von Menschen. Wenn Sie gegen eine ernste Erkrankung kämpfen und nicht die Resultate erreichen, die Sie bei aller Sorgfalt Ihrer Vorgehensweise wünschen, können Sie mir bitte sagen, warum es nicht wenigstens einen Versuch wert sein sollte?

Ich weiß, dass Sie Kekse lieben. Wir alle lieben unsere Kekse, aber das Weglassen (von Gluten und Weizen) könnte einen riesigen Unterschied für Sie bedeuten. Leute, die es tun, sehen Ergebnisse in nur wenigen Tagen. Eine gute Mindestprobezeit beträgt 30 Tage. Ich möchte, dass Sie positive Ergebnisse erhalten. Ich kann Sie nur ermutigen, diesen Schritt heute zu tun. Wenn Sie mit einer schweren Entzündung zu kämpfen haben oder wenn Sie sich einfach nur besser fühlen wollen und die Vermutung haben, dass der Gluten- und Weizenverzicht einen Unterschied für Sie machen könnte, dann versuchen Sie es.”


Fazit: Aus unserer Sicht wäre es nahezu fahrlässig diese 30 Tage Gluten- und Weizenverzicht nicht zu versuchen. Sie können nur gewinnen. Und glutenfreie Nahrungsmittel sind heute wirklich kein Problem mehr! Es fällt wirklich schwer Gegenargumente zu finden.


Mehr zum Thema:

Die fünfte Säule der Überwindung von Autoimmunerkrankungen wie MS – Darmgesundheit

Leaky gut – wenn der Darm „löchrig“ ist

Faktenblatt Darmflora und MS , eine wichtige Säule der Stabilisierung


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Life-SMS und sonst so – Epstein-Barr-Virus schaltet Risikogene für Autoimmun­erkrankungen an

Life-SMS / lsms.info aktuell


An dieser Stelle weisen wir auf aktuelle Beiträge aus dem Netz hin, die einen engen Bezug zu unserem Kernthema lebensstil-orientierte und eigenverantwortliche Behandlung der MS haben. Die dort wiedergegebenen Meinungen dienen als Anregung zur kritischen Auseinandersetzung. Sie entsprechen nicht zwingend den von uns vertretenen Positionen, sind aber in allen Fällen eine Bereicherung der Diskussionsgrundlage.

Epstein-Barr-Virus schaltet Risikogene für Autoimmun­erkrankungen an [aerzteblatt.de, 18.4.2018]

Infektionen mit EBV erhöhen das Risiko auf sechs weitere Autoimmunerkrankungen. Dies sind Multiple Sklerose, rheumatoide Arthritis, entzündliche Darm­er­krank­ungen, Typ-1-Diabetes, juvenile idiopathische Arthritis und Zöliakie.

Nachlese Kongress für menschliche Medizin – Autoimmunerkrankungen [spitzen-praevention.com; 17.4.2018]

Der Übersichtsvortrag von Prof. Spitz unter dem Titel: Autoimmunerkrankungen und die 2. Evolution des Menschen ist bis zum Erscheinen des Videopakets zum Kongress kostenfrei Online verfügbar.

Multiple Sclerosis Prognosis and Your Life Expectancy [healthline.com, 26.3.2018]

When it comes to the prognosis for multiple sclerosis (MS), there’s both good news and bad news. Although no known cure exists for MS, there is some good news about life expectancy. Because MS isn’t a fatal disease, people who have MS essentially have the same life expectancy as the general population.

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Warum es heute so viele MS-Kranke gibt [aerztezeitung.de, 26.3.2018]

Die Zahl der Menschen mit Multipler Sklerose hat sich in Deutschland innerhalb von vier Dekaden verdoppelt. Neben einer höheren Lebenserwartung sind wohl diverse Umweltfaktoren für die steigende Prävalenz relevant.

Tetrahydrocannabinol + Cannabidiol wirkungsvoll bei MS-induzierter Spastik und damit assoziierten Schmerzen [emed-ms.de, 22.3.2018]

Die Ergebnisse der vor kurzem vorgestellten SAVANT-Studie bestätigen, dass Tetrahydrocannabinol + Cannabidiol (Sativex®) eine wirksame und nebenwirkungsarme Zusatztherapie zur Behandlung von Spastik bei Multipler Sklerose (MS) und den damit verbundenen Schmerzen darstellt.

Hoffnung auf Therapie von Multipler Sklerose: Neuer Mechanismus entdeckt [emed-ms.de, 17.3.2018]

Stammzellbiologen der Universitäten Innsbruck und Cambridge haben einen neuen Mechanismus entdeckt, durch den transplantierte Stammzellen den Stoffwechsel im Gehirn neu programmieren, um Hirnverletzungen heilen zu lassen. Der Nachweis im Tiermodell wurde aktuell im Fachmagazin „Cell Stem Cell“ publiziert.


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photo unsplash –Drew Hays

Interessant: Dieses Wochenende live – Prof. Coimbra, Prof. Spitz und Prof. Wolf zum Thema Autoimmunerkrankungen

Prof.  Coimbra und Kollegen noch nicht live erlebt?

Wie schon vor einiger Zeit erwähnt findet am 14. und 15.4., also dieses Wochenende, der jährliche Kongress für menschliche Medizin in Frankfurt statt. Schwerpunktthema: Autoimmun-Erkrankungen!

Als besonderes Schmankerl bietet die Akademie für menschliche Medizin ein kostenloses Livestreaming von 3 Kernvorträgen an:

Am Samstag, den 14.04.2018

  • 12:00 Uhr | Hochdosistherapie Vitamin D (Coimbra Protokoll) – Prof. CG Coimbra, São Paulo, Brasilien [Vortrag in Englisch]
  • 14:15 Uhr | Autoimmunerkrankungen und die 2. Evolution des Menschen – Prof. J. Spitz, Schlangenbad

Am Sonntag, den 15.04.2018

  • 11:30 Uhr | Stress und Autoimmunität – Prof. A. Wolf, Ulm

Alle Interessierten können sich spätestens bis zum 13.4.2018 kostenlos HIER registrieren.


Sicher eine gute Gelegenheit sich sehr bequem über wichtige Aspekte in Bezug auf die Multiple Sklerose zu informieren.

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Die fünfte Säule der Überwindung von Autoimmunerkrankungen wie MS – Darmgesundheit

Darmgesundheit als wesentlicher Faktor bei Autoimmun-Erkrankungen

Nach intensiver Auseinandersetzung mit der Ätiologie (Ursachen) und Pathogenese (Entstehung und Entwicklung) der Multiplen Sklerose in den letzten Jahren, ist es an der Zeit das Life-SMS-Grundmodell der gesundheitlichen Stabilisierung bei MS zu modifizieren und zu erweitern. Bisher wurden die Themen Darmflora (Mikrobiota) und die genetische Gesamtheit der Darmbakterien (Mikrobiom) mehr oder weniger im Hintergrund der Säule “Ernährung und Mikronährstoffe” mit betrachtet. Inzwischen sind nicht nur wir, sondern eine zunehmende Zahl von Medizinern und Wissenschaftlern, davon überzeugt, dass eine gestörte Darmflora einer der wesentlichen auslösenden Faktoren bei Multipler Sklerose und anderen Autoimmunerkrankungen ist. Insofern sieht das modifizierte Modell der Life-SMS-Methodik nunmehr wie folgt aus:

Warum gewinnt der Darm bzw. die Vielfalt der Darmbakterien so eine entscheidende Rolle?

Die Sache ist ziemlich komplex, aber in der Essenz gibt es drei notwendige Bedingungen für den Ausbruch einer Autoimmunerkrankung:

  1. Eine genetische Anfälligkeit,

  2. externe Schadstoffe und Schadeinflüsse und

  3. eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut (Stichwort: “leaky gut”).

Es handelt sich hierbei, wie gesagt, um notwendige Bedingungen und nicht um hinreichende Bedingungen. Mit anderen Worten: nur wenn diese Bedingungen erfüllt sind kann eine Autoimmunerkrankung ausbrechen, sie muss es aber noch lange nicht.

Wer dazu näheres wissen will, dem seien die Bücher von Prof. Alessio Fasano, Dr. Tom O’Bryan, Dr. Amy Meyers oder Dr. David Perlmutter empfohlen. Eine Auswahl findet sich bei den Buchempfehlungen der Akademie für menschliche Medizin.

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Die obige Auflistung zeigt aber auch den Ansatz zur Beseitigung der Problematik:

Man kann zwar die Genetik nicht so einfach verändern (allerdings ist auch das schon in der Mache, Stichwort: CRISPR/Cas-Methode), aber über die Epigenetik (die durch Umweltfaktoren und Lebensstil gesteuert wird) lässt sich beeinflussen, welche Gene ausgelesen werden und welche nicht. Der Schadeinfluss von Toxinen, Bakterien, Viren und anderen Faktoren kann ebenfalls über geeignete Lebensstilfaktoren gebremst und minimiert werden und “last but not least” ist die Heilung eines “leaky-gut Syndroms” zwar keine simple aber dennoch eine machbare Aufgabe.

Denjenigen, die dazu schon jetzt mehr lesen wollen, sei die Lektüre unseres Faktenblatts: Darmflora und MS empfohlen.

Wir werden, aufgrund der entscheidenden Bedeutung des Themenkomplexes Darmflora und Darm-Mikrobiom, dieses Thema in diesem Jahr verstärkt aufgreifen und der Sache in Folgeartikeln weiter auf den Grund gehen. Falls noch nicht geschehen, tragen Sie sich einfach als “Follower” ein und Sie bleiben auf dem Laufenden.


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Life-SMS und sonst so – MS: Axonschäden sind reversibel

Life-SMS / lsms.info aktuell


An dieser Stelle weisen wir auf aktuelle Beiträge aus dem Netz hin, die einen engen Bezug zu unserem Kernthema lebensstil-orientierte und eigenverantwortliche Behandlung der MS haben. Die dort wiedergegebenen Meinungen dienen als Anregung zur kritischen Auseinandersetzung. Sie entsprechen nicht zwingend den von uns vertretenen Positionen, sind aber in allen Fällen eine Bereicherung der Diskussionsgrundlage.

MS: Axonschäden sind reversibel [apotheke-adhoc.de, 8.3.2018]

Multiple Sklerose (MS) ist gekennzeichnet durch eine Schädigung der Axone, denn die Myelinscheiden der Nervenfasern werden im Rahmen der Erkrankung abgebaut. Neurowissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz haben in internationaler Zusammenarbeit mit weiteren Kollegen kürzlich in einem Laborexperiment herausgefunden, dass ein bestimmtes Interleukin in der Lage ist, die Degeneration zu beheben.

Autoimmunkrankheiten – wenn der Körper sich selbst zerstört [dr-schmiedel.de, 8.3.2018]

Die Medizin kennt immer noch nicht die Ursachen dieser Erkrankungen. Unbestritten ist aber, dass diese weltweit seit einigen Jahrzehnten zunehmen. Und in den so genannten zivilisierten Ländern sind sie häufiger als in den so genannten Entwicklungsländern. Auch wenn es genetische Dispositionen gibt, spielt die Umwelt eine weit größere Rolle.

Möglicher neuer Therapieansatz für Multiple Sklerose [bionity.com, 2.3.2018]

Forschern der Universität von Montreal fanden im Modellversuch und durch Experimente an humanen Endothelzellen heraus, dass das Protein EGFL7 die Einwanderung von Immunzellen in das Zentrale Nervensystem begrenzt, in dem es die Blut-Hirn-Schranke stabilisiert.

Neue Behandlungsansätze bei Patienten mit Multipler Sklerose [emed-ms.de, 15.2.2018]

Durch die Stimulation einzelner Axone sollen künftig die motorischen Fähigkeiten der MS-Patienten verbessert und langfristig die Krankheit selbst behandelt werden, wenn es nach den Forschungsergebnissen der Monash University in Melbourne geht. Der Grundstein ist gelegt, um die Forschungsarbeit an Krankheiten wie Multipler Sklerose voranzutreiben.

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So schützt Selen Nervenzellen im Gehirn [laborpraxis.vogel.de, 12.2.2018]

200 Jahre nach der Entdeckung des Spurenelements Selen zeigen Forschende am Helmholtz Zentrum München und der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf zum ersten Mal, warum dieses chemische Element essenziell für das Überleben von Säugetieren ist.

Fragwürdige Tricks der Pharmakonzerne [tagesschau.de, 8.2.2018]

Der Pharmakonzern Roche hat ein neues Medikament gegen Multiple Sklerose entwickelt – 33.000 Euro kostet es. Doch der Wirkstoff ist alt bekannt. Das fast gleiche Krebsmedikament aus dem eigenen Sortiment gibt es für 3000 Euro, doch dies können deutsche Ärzte MS-Patienten nicht mehr verordnen, weil Roche es so will.

Antidepressant Shows Potential as Treatment for Progressive MS [healthline.com, 18.1.2018]

Research that used a systematic screening of generic drugs showed clomipramine as a promising therapy for progressive multiple sclerosis.

Kleinstudie bestätigt Effekt von Weihrauch bei Multipler Sklerose [amsel.de, 11.1.12018]

Eine frühe Phase-II-Studie aus Deutschland kommt zu dem Ergebnis, dass Boswellia-Extrakt die Entzündungsaktivität bei MS signifikant senken kann.


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Life-SMS und sonst so: 5. Kongress für menschliche Medizin in Frankfurt

Life-SMS / lsms.info aktuell


An dieser Stelle weisen wir auf aktuelle Beiträge aus dem Netz hin, die einen engen Bezug zu unserem Kernthema lebensstil-orientierte und eigenverantwortliche Behandlung der MS haben. Die dort wiedergegebenen Meinungen dienen als Anregung zur kritischen Auseinandersetzung. Sie entsprechen nicht zwingend den von uns vertretenen Positionen, sind aber in allen Fällen eine Bereicherung der Diskussionsgrundlage.

5. Kongress für menschliche Medizin am 14. u. 15. April 2018 in Frankfurt – Autoimmunerkrankungen [spitzen-praevention.com, 30.1.2108]

Vergleichbar mit den Demenz-und Krebserkrankungen – den Themen der letzten beiden Kongresse für menschliche Medizin – stellen die Autoimmunerkrankungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts eine große Herausforderung der Gesellschaft dar, der die Mainstreammedizin nur eine symptomatische Therapie (Cortison und weitere Immunsuppressiva) entgegenzusetzen hat.

Multiple Sklerose: Die Burger-Epidemie [news.doccheck.com, 30.1.2018]

Nahezu überall auf der Welt nehmen die MS-Erkrankungen zu – am dramatischsten jedoch in Ländern, in denen die Menschen einem „westlichen Lebensstil“ nachgehen. Weil herkömmliche Erklärungsversuche nicht mehr ausreichen, rückt die Ernährung in den Fokus.

Gehirn-Reizung als Waffe gegen Multiple Sklerose [wallstreet-online.de, 24.1.2018]

Test mit elektrischen Reizen: Die Forscher haben ein Gen eingesetzt, das im Gehirn der Versuchsmäuse zunächst keine Funktion hat. Durch ein Medikament konnte es jedoch dazu gebracht werden, bestimmte Nervenfasern zu stimulieren. Dadurch, so stellten die Forscher ebenfalls fest, produzierte das Gehirn neue Zellen, die sich bevorzugt als Myelinschicht auf die gereizten Fasern legten.

Using Marijuana to Relieve Your MS Spasticity, [verywell.com, 3.1.2018]

One MS symptom-soothing therapy you have likely heard of is cannabis, also known as marijuana. Let’s take a closer look at the emerging role of marijuana in MS, as well as the controversy encompassing this increasingly popular drug.

UCLA study reveals positive effects of estrogen treatment in people with MS [news-medical.net, 28.12.2017]

A study by UCLA researchers reveals the cellular basis for how the hormone estrogen protects against damage to the central nervous system in people with multiple sclerosis (MS). The researchers found that estrogen treatment exerts positive effects on two types of cells during disease –immune cells in the brain and also cells called oligodendrocytes. Complementary actions on these two types provide protection from disease.

Daily Leafy Greens May Slow Cognitive Decline [rush.edu, 20.12.2017]

The study results suggest that people who ate one serving of green, leafy vegetables had a slower rate of decline on tests of memory and thinking skills than people who rarely or never ate them. The study results also suggest that older adults who ate at least one serving of leafy green vegetables showed an equivalent of being 11 years younger cognitively.


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