Tabakrauchen und MS-Progression: ein sofort vermeidbarer Faktor!

Vorab und nicht vergessen: Melden Sie sich gerne noch zum kostenfreien Jahresseminar am 2.11.2019 in Köln an!


Tabakrauchen ist ein bekannter Risikofaktor für Multiple Sklerose (MS) und wird auch mit einem schwereren Krankheitsverlauf in Verbindung gebracht: Raucher mit MS haben ein erhöhtes Risiko, in kürzerer Zeit höhere Behinderungsgrade zu erreichen als Nichtraucher. Mehrere frühere Studien haben gezeigt, dass Raucher im Vergleich zu Nichtrauchern ein erhöhtes Progressionsrisiko von schubförmig remittierender MS (RRMS) zur sekundär progressiven Form (SPMS) haben und dass dieses Risiko mehr als dreimal höher sein kann [3].

Es ist auch bereits bekannt, dass die erhöhte Anfälligkeit für MS bei Rauchern nach Raucherentwöhnung abnimmt. Aber was sind die Auswirkungen der Raucherentwöhnung nach der MS-Diagnose auf die Verhinderung oder Verringerung des Fortschreitens der Behinderung?

Eine aktuelle Studie [1] hat die Auswirkungen rauchfreier Jahre auf das Fortschreiten der MS-Behinderung untersucht und die Auswirkungen des Rauchens auf die physischen und psychischen Folgen bewertet. Die Ergebnisse zeigten, dass jedes Jahr nach Raucherentwöhnung das Risiko, die nächste Stufe der Behinderung zu erreichen, verringert. Dieser bremsende Faktor ist umso größer je früher mit der Umsetzung begonnen wird.

Die Studie zeigte, dass 10 rauchfreie Jahre bei ehemaligen Rauchern ein um 33% und 26% geringeres Risiko darstellen können, die EDSS (Expanded Disability Status Scale) Werte 4,0 bzw. 6,0 im Vergleich zu Rauchern zu erreichen. Interessanterweise wurden die größten Auswirkungen des Rauchens auf die psychologische Bewertung festgestellt: Rauchen war mit einem signifikant erhöhten Risiko für Angst und Depression bei Menschen mit MS verbunden.

Epigenetische Veränderungen sind an der Entwicklung und dem Fortschreiten von MS beteiligt. Das Rauchen könnte insofern als ein epigenetischer Modifikator aus der Umwelt wirken. Es wurde inzwischen nachgewiesen [2], dass die Blut-DNA-Methylierung durch Zigarettenrauch beeinflusst wird und dass dieser Effekt besonders deutlich wird bei aktuellen Rauchern und Patienten, die das Rauchen in einem Zeitraum von weniger als 5 Jahren vor der Untersuchung eingestellt haben. Das bedeutet, dass, obwohl bei Ex-Rauchern eine teilweise Wiederherstellung von Schäden möglich ist, nimmt dies einige Zeit in Anspruch.

Es bedeutet auch, dass je früher von MS betroffene Raucher mit dem Rauchen aufhören, desto günstiger sind die Effekte auf das Fortschreiten der Erkrankung auf lange Sicht.

Fazit: Es wird immer deutlicher, dass die Raucherentwöhnung eine frühzeitige Standard-Intervention bei Menschen mit MS darstellen sollte. Sie ist definitiv mit einer deutlichen Verringerung des Fortschreitens der Behinderung verbunden. Wenn Sie also diesen Risikofaktor und Brandbeschleuniger loswerden wollen, holen Sie sich bitte so schnell wie möglich Hilfe und Unterstützung bei der Entwöhnung!


Referenzen:

[1] Radu Tanasescu, Cris S Constantinescu, Christopher R Tench, Ali Manouchehrinia, Smoking Cessation and the Reduction of Disability Progression in Multiple Sclerosis: A Cohort Study, Nicotine & Tobacco Research, Volume 20, Issue 5, May 2018, Pages 589–595, https://doi.org/10.1093/ntr/ntx084

[2] Marabita, F., Almgren, M., Sjöholm, L. K., Kular, L., Liu, Y., James, T., … Jagodic, M. (2017). Smoking induces DNA methylation changes in Multiple Sclerosis patients with exposure-response relationship. Scientific reports7(1), 14589. doi:10.1038/s41598-017-14788-w

[3] Ramanujam R, Hedström A, Manouchehrinia A, et al. Effect of Smoking Cessation on Multiple Sclerosis Prognosis. JAMA Neurol. 2015;72(10):1117–1123. doi:10.1001/jamaneurol.2015.1788

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Life-SMS und so sonst so: Biotineinnahme — zu hohe Dosen verursachen Interferenzen bei Laboruntersuchungen

Photo: Louis Reed

An dieser Stelle weisen wir auf aktuelle Beiträge aus dem Netz hin, die einen engen Bezug zu unserem Kernthema lebensstil-orientierte und eigenverantwortliche Behandlung der MS haben. Die dort wiedergegebenen Meinungen dienen als Anregung zur kritischen Auseinandersetzung. Sie entsprechen nicht zwingend den von uns vertretenen Positionen, sind aber in allen Fällen eine Bereicherung der Diskussionsgrundlage. Neuerdings verweisen wir am Ende auch auf aktuelle frei verfügbare Studien – machen Sie sich selbst ein Bild!


Vorab und nicht vergessen: Melden Sie sich zum kostenfreien Jahresseminar am 2.11.2019 an!

Die Veranstaltung hat den Schwerpunkt Psyche und MS. Ein Thema welches leider viel zu oft nicht wirklich beachtet wird.


Biotineinnahme — zu hohe Dosen verursachen Interferenzen bei Laboruntersuchungen [imd-berlin.de, 2019]

Biotin wird in immunologischen Testsystemen zur Markierung von spezifischen monoklonalen Antikörpern oder Gensonden genutzt, um diese in einem weiteren Analyseschritt mittels Streptavidin zu binden und so nachweisen zu können. Daher besteht die Gefahr, dass es bei einem hohen Biotinspiegel im Blut zu Interferenzen mit Labortesten und zu falschen Messergebnissen kommen kann.

Fragwürdige Zulassungspraxis: Teurer als Gold [t-online.de, 30.8.2019]

Die Hoffnung mancher Multiple-Sklerose-Patienten ist pro Gramm fast 5.000-mal teurer als Gold: 2.127 Euro kostet eine Tablette Mavenclad. Neben dem Preis werfen Genehmigungsverfahren und ein erhöhtes Krebsrisiko Fragen auf.

MULTIPLE SKLEROSE: ROTE-HAND-BRIEF ZU FINGOLIMOD [dmsg.de, 2.9.2019]

Der Rote-Hand-Brief zu Fingolimod (Handelsname Gilenya®) informiert über neue Kontraindikationen bei der Anwendung in der Therapie der Multiplen Sklerose während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine wirksame Verhütungsmethode anwenden.

Wie Multiple Sklerose besser therapiert werden könnte [http://www.emed-ms.de, 29.08.2019]

Bislang existierende Medikamente gegen Multiple Sklerose (MS) können hauptsächlich die anfänglich schubweise verlaufende Erkrankung lindern. Bei vielen Patienten geht die Erkrankung jedoch später in eine progrediente MS über, bei der die Behinderungen der Betroffenen schleichend zunehmen. Diese Form lässt sich derzeit nicht ausreichend behandeln. Mögliche Gründe für das Ausbleiben einer effektiven Therapie gegen progrediente MS hat ein internationales Forscherteam in einem Übersichtsartikel in der Zeitschrift „Nature Reviews Drugs Discovery“ vom 9. August 2019 zusammengetragen.

Pflanzliche Ernährung reduziert Müdigkeit bei Patienten mit Multipler Sklerose, durch die Erhöhung des guten Cholesterins [medicalxpress.com, 15.08.2019]

Höhere Niveaus des Blut-High-Density-Lipoproteins (HDL) – oder des guten Cholesterins – können die Müdigkeit bei Patienten mit Multipler Sklerose verbessern, so eine neue Studie der University of Buffalo.


Unser besonderer Dank an alle Spenderinnen und Spender, die dafür gesorgt haben, dass wir die Basisfinanzierung für 2019 bei betterplace inzwischen erreicht haben. Ohne Sie würde es dieses Projekt nicht geben!


Aktuelle frei verfügbare Studien:

Stürner Kh, Stellmann J-P, Dörr J, et al. A standardised frankincense extract reduces disease activity in relapsing-remitting multiple sclerosis (the SABA phase IIa trial), J Neurol Neurosurg Psychiatry 2018 Apr;89(4):330-338.

Chitnis, T. The role of testosterone in MS risk and course. Multiple Sclerosis Journal, 2018 Jan;24(1):36-41.

Linden J, Granåsen G, Salzer J, Svenningsson A, Sundström P. Inflammatory activity and vitamin D levels in an MS population treated with rituximab. Mult Scler J Exp Transl Clin. 2019;5(1):2055217319826598


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Das Life-SMS Jahresseminar in Köln am 2.11.2019: Schwerpunkt Psyche & MS

Es ist bald wieder soweit: Das Life-SMS Jahresseminar findet in Kürze in Köln statt.
In Anknüpfung an die enorm positiven Rückmeldungen zu den Veranstaltungen in den letzten Jahren findet auch dieses Jahr ein weiteres Life-SMS Seminar statt.

Aufgrund der angestiegenen Temperaturen erstmals im kühleren November und erstmals in neuen Räumlichkeiten! Zur guten Erreichbarkeit wieder in Nähe des Kölner Hauptbahnhofs.

Am 2.11.2019, von 14:00 – 18:30 Uhr im
„Residenz am Dom“ (behindertengerecht),
An den Dominikanern 6-8, 50668 Köln (kostenpflichtige Tiefgarage):

Lebensstilmaßnahmen bei Multipler Sklerose und neurodegenerativen Erkrankungen

Schwerpunktthemen 2019:

Psyche & MS


Das Seminar richtet sich vor allem an Betroffene und Angehörige, aber auch Heilpraktiker und Ärzte sowie Interessierte, die mehr über die Zusammenhänge von Lebensstil und Multipler Sklerose und der eigenverantwortlichen Krankheitsbewältigung erfahrenen möchten.


Referenten & Themen

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Dr. med. Stefan Dietsche, Umwelt-Zahnmediziner; Köln,
www.diwipraxis.de/

Toxine und Psyche?

[Wie wirken Alltagsgifte auf das Nervensystem – insbesondere bei neurodegenerativen aber auch anderen Erkrankungen?]


Dr. med. Elke Mantwill, Allgemeinmedizinerin; Bornheim,
www.dr-mantwill.de/

Psyche: Darm und Mikronährstoffe?

[Wie können Mikronährstoffe und der Darm die Psyche im Negativen oder bewusst im Positiven beeinflussen?]


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Heilpraktiker Benedikt van Almsick; Köln,

Heilpraktiker Benedikt van Almsick – Homepage

Psychische Aspekte der TCM bei MS

[Emotionale Ursachen chronischer Erkrankungen und deren Behandlung aus Sicht der Chinesischen Medizin]


Dipl.-Phys. Anno Jordan, DSGIP, Projektleiter Life-SMS
www.life-sms.org &
www.lsms.info

MS und die inneren Bilder

[Die Macht der inneren Bilder ist groß – unbewusst können sie negativ wirken, aber man kann sie auch bewusst positiv nutzen!]


Programm und organisatorische Details

Das vollständige Programm und organisatorische Details können Sie hier herunterladen!


Anmeldung:

Für eine kurze, formlose Anmeldung an a.jordan@dsgip.de mit Anzahl der teilnehmenden Personen sind wir aus Planungsgründen sehr dankbar.
Nach dem Vortrag erhalten Sie dann per Mail die Skripte im pdf-Format zur persönlichen Nutzung und als zusätzlichen Input für das Seminar.


Gebühren:

Die Veranstaltungsteilnahme ist gebührenfrei!
Spenden über betterplace sind allerdings sehr willkommen und ohne Ihre Spende ist das Projekt nicht auf Dauer überlebensfähig!!

Sie helfen uns und der wachsenden Gemeinschaft von aufgeklärten und kritischen MS-PatientInnen damit sehr!

Viel Spannendes zum Aspekt Psyche & MS können Sie auch lesen in der Erstauflage der

Life-SMS-Veröffentlichung: MS ist keine Einbahnstraße

Eine neue Auflage mit weiteren Lebensgeschichten MS-Betroffener erscheint Ende 2019! Infos rechtzeitig hier in den Newsfeeds.

Bleiben Sie uns also am besten treu.
Ihr Team von Life-SMS


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Weihrauch: Vielversprechende Ergebnisse bei der MS Behandlung

Frankincense, das englische Wort für Weihrauch, leitet sich vom altfranzösischen Ausdruck franc encens ab, was „hochwertiger Weihrauch“ bedeutet. Das Harz der Baumgattung Boswellia wird als Weihrauch seit Jahrtausenden als entzündungshemmende Substanz in der traditionellen östlichen und orientalischen Medizin eingesetzt.

Wir hatten schon in der Vergangenheit bei lsms.info über die möglicherweise bei MS nutzbringenden Eigenschaften des Weihrauchs berichtet, aber inzwischen gibt es interessante Neuigkeiten.

Entzündungshemmend und viel mehr

Foto: Boswellia-Harz

Boswelliasäuren (BA) gelten als die bioaktiven Prinzipien des Weihrauchs und haben viele entzündungshemmende Eigenschaften. Diese Säuren hemmen speziell die Enzyme 5-Lipoxygenase, mikrosomales Prostaglandin E2 Synthase-1, LL-37 und stören die Polarisation von CD4+ T Hilfszellen 17, indem sie die Interleukin (IL)-Signalisierung in vitro blockieren. Da diese Moleküle und Pfade an der Pathologie der Multiplen Sklerose (MS) beteiligt sind, ist es sinnvoll, die Verwendung von Weihrauch als entzündungshemmenden und immunmodulatorischen Therapieansatz bei Patienten mit MS zu bewerten.

Eine aktuelle Studie evaluierte die Verwendung eines standardisierten Weihrauchextraktes (SFE) als Behandlungsansatz für Patienten mit schubförmig remittierender Multipler Sklerose (RRMS) und zeigte einige vielversprechende Ergebnisse:
• Die Gesamtzahl der kontrastverstärkenden Läsionen (CELs) in der MRT nahm entlang der Studie signifikant ab – es gab eine Reduktion der Gesamtzahl der CELs um mehr als 60 % zwischen Studienbeginn und Ende der Behandlungsphase.
• Auch die Anzahl der neuen T2-Läsionen nahm in dieser Zeit signifikant ab.
• Es gab einen minimalen Verlust des Gehirnvolumens während der Baselinezeit (vor Behandlung), aber während der Behandlung konnte ein kleiner Anstieg des Gehirnvolumens beobachtet werden.
• Die jährliche Rezidivrate (ARR), die die Anzahl der bestätigten Rezidive pro Jahr beschreibt, nahm während der Studie ab.
• Es gab kein Fortschreiten klinischer Behinderungen während der Behandlung: SNRS (Scripps Neurologic Rating Scale; neurologische Rating-Skala nach Scripps – auch NRS) und EDSS (Expanded Disability Status Scale; beides Leistungsskalen, die den Schweregrad der Behinderung bei MS-Patienten angeben) blieben stabil und die gesundheitsbezogene Lebensqualität hat sich verbessert.
• Es wurden keine Veränderungen der absoluten und relativen Lymphozytenzahl beobachtet und die Häufigkeit von Infektionen stieg während der Behandlung nicht an.
• Die Nebenwirkungen waren leicht oder mittelschwer und umfassten hauptsächlich gastrointestinale Symptome und kleinere Infektionen.

Gut verträglich und vielversprechend

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die klinischen und immunologischen Daten sowie die der MRT-Untersuchung in dieser Studie darauf hindeuten, dass das eingesetzte standardisierte Weihrauchextrakt sicher und gut verträglich ist und positive immunmodulatorische Effekte auf die Aktivität zumindest bei der schubförmigen Verlaufsform aufweist.

Größere Studien sind jedoch erforderlich, um einen Einfluss auf das klinische Ergebnis nachzuweisen. Es ist auch klar, dass bei einer wachsenden Liste von Behandlungsmöglichkeiten das richtige Verhältnis zwischen Wirksamkeit und Sicherheitsprofil immer wichtiger wird. Das gilt besonders für eine junge Patientenpopulation, die eine Langzeitbehandlung benötigt.

Aus Sicht der hier besprochenen Studie sind die Ergebnisse jedenfalls vielversprechend und das wertvolle Harz viel zu schade, um nur in Rauch aufzugehen, statt Verwendung in der MS-Behandlung zu finden…

…findet Ihr Team von Life-SMS


Referenzen:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29248894
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19091760
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21553931
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25422734
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24469975
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27117114


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Sendepause bei Life-SMS – 4 Wochen Zeit für die Ferien!

Genießen Sie in der Zeit das Leben, gönnen Sie sich Ruhe und die Sonne in Maßen, lassen Fünfe gerade sein und verbringen möglichst viel Zeit mit lieben Menschen. Egal ob Sie in den Süden oder den Norden fahren, zuhause bleiben oder Urlaub direkt um die Ecke machen, Strand, den Wald oder die Berge lieben, manchmal ist loslassen und entspannen die beste Medizin.

In diesem Sinne schöne Ferien!

 

Ihr Life-SMS Team!


Für die Unermüdlichen noch eine Empfehlung, falls es einmal zu heiß in der Sonne werden sollte. Ab dem 29.7. wird die hervorragende amerikanische Dokuserie: 

Betrayal: Wurzeln und Behandlungsmöglichkeiten von Autoimmunerkrankungen

kostenlos ausgestrahlt. Es lohnt sich!

Näheres dazu in einem Newsfeed der Akademie für menschliche Medizin….


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MS und Schwermetalle wie z.B. Quecksilber – Gastbeitrag Dr. Felix Schielein

Quecksilber-Tropfen
Immer wieder führen Experten an, dass bei der multifaktoriellen Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose oft eine hohe Schwermetallbelastung nachweisbar ist und wohl stark mit ursächlich sein könnte. Ganz besonders ist hier das Umweltgift Quecksilber zu nennen!

Quecksilber im Hirn

Nicht nur in den berüchtigten Amalgamfüllungen ist es, nein, Quecksilber ist fast überall: es entsteht in technischen Prozessen, dient in der Chemie als Katalysator, fällt bei der Verbrennung von Kohle zur Energiegewinnung an, ja, und selbst im Trinkwasser kommt es teilweise vor.
Das mag für gesunde Organismen noch ein beherrschbares Problem sein, denn der Körper kann es in geringen Maßen langsam wieder ausscheiden. Aber dies ist von vielen Faktoren abhängig (Genetik, Alter, Versorgung mit Nährstoffen/Mineralien, vom Zustand des Darms, vom Übersäuerungsgrad etc). Und wer es nicht (genügend) ausscheiden kann, lagert es ab: in Fettgeweben, in der Niere, im Gehirn – und das ist das große Problem. Quecksilber wird in relativ großer Menge schnell ins Gehirn aufgenommen, lagert sich in den Zellen ab, kann dann aber nicht mehr so richtig ausgeschieden werden und bleibt besonders toxisch für Nervenstrukturen (Stichwort: Neurotoxizität).
Und gerade Menschen mit Autoimmunerkrankungen haben vermehrt bestimmte genetische Polymorphismen, die dazu führen, dass das Toxin Quecksilber nur sehr schlecht abgeführt werden kann.
Quecksilber behindert dann auch die Arbeit der energiespendenden Mitochondrien, was neben Fatigue noch viel weitreichendere Folgen hat.

Aufschlussreicher Gastbeitrag

Für lsms.info und Life-SMS hat der Apotheker Dr. Felix Schielein einen interessanten Artikel zum Thema „MS und Schwermetalle“ geschrieben. Mit gelungenen Metaphern zu Polizeieinsätzen und braven Bürgern erklärt er verständlich, was bei Autoimmunerkrankungen im Körper passiert und geht vor allem auf das Problem Quecksilber ein. Dazu gehören Ausführungen zu dessen Messung im Körper per Provokationstest und zur Ausleitung von Schwermetallen mittels Chelatoren.

Er nennt auch sinnvolle Strategien für danach, z.B.:

Was Sie noch tun können:
• Zufuhr von Lebensmitteln mit schützender Wirkung wie Kohl, Knoblauch, Koriander, Bärlauch, Zwiebeln und Hülsenfrüchte
• Meidung von Zusatzstoffen jeglicher Art
• Schonende und professionelle Entfernung vorhandener Amalgam-Zahnfüllungen durch einen ganzheitlich orientierten Zahnarzt
• Professionelle Darmsanierung bei bakteriellen Dysbiosen (verschobenem Darm-Milieu) oder Störung der Barrierefunktion (Leaky-gut-Syndrom)
• Unterstützung der Entgiftungsorgane wie Leber, Niere und Darm durch Ausleitende Verfahren, Heilfasten, Homöopathie und Phytotherapie sowie organaufbauende Therapien
• Orthomolekulare Therapie mit Antioxidantien wie Selen, Alpha-Liponsäure, Zink, Curcuma, Silymarin (= Mariendistel) oder Melatonin zum Abfangen freier Radikale und weiterer Mineralstoffe nach Mineralstoffvollblutanalyse.“

Den gesamten – unbedingt lesenswerten – Text von Dr. Schielein auf lsms.info finden Sie hier. Das Dokument ist dort auch als pdf-File zum Download verfügbar.

Bitte vergessen Sie nicht, derartige Gastbeiträge dienen auch zur Finanzierung von lsms.info/Life-SMS und wir arbeiten hier nach dem „Pay as you like“-Prinzip. Der Zugriff auf Gastbeiträge ist prinzipiell kostenlos, aber wir freuen uns über Ihre freiwillige Spende. Bitte dazu einfach das Spendenformular auf der Beitragsseite von lsms.info verwenden.

Eine kurzweilige Lektüre und hilfreiche Lektüre zu spannenden Zusammenhängen wünscht Ihnen

Ihr Team von Life-SMS/lsms.info

PS: Save the Date:
Zum Thema “Toxine und Psyche“ wird es auch beim großen Vortragsnachmittag am 2.11.2019 neben weiteren Themen einen sehr informativen Vortrag geben!
Reservieren Sie sich also den Termin.
Näheres folgt in einem der nächsten Newsfeeds. Bleiben Sie uns am besten treu.


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Vitamin D-Hochdosistherapie: eine bilanzierte Betrachtung

Manchmal ist es wirklich erfreulich, wenn erfahrene Mediziner auf Veranstaltungen öffentlich über eigene Erfahrungen mit Therapiemethoden berichten. So vor kurzem geschehen bei einem Symposium, bei dem Dr. med. Edmund Blab über “Vitamin D Höchstdosis – als therapeutischer Weg für Autoimmunerkrankungen” berichtete und den Hype zu Coimbra zurück auf den Boden durchaus positiver Erfahrungen brachte:

Zu Multipler Sklerose sagte er unter anderem: „MS ist sozusagen der Grund gewesen, warum Professor Coimbra sich das angetan hat, mit dem Protokoll zu beginnen. Für die chronisch progressive Multiple Sklerose gibt es keine schulmedizinische Therapie und damit hat er begonnen sozusagen diese Therapie zu etablieren und ich muss sagen, ich habe bei ihm zwei Patienten gesehen, die 15 Jahre mit der Hochdosis oder Höchstdosis der Therapie betreut wurden und die sich in diesen 15 Jahren eine Spur verbessert haben, aber nicht verschlechtert haben. Das heißt sie können normal weiterleben, aber die Erwartung, die an die Vitamin D Höchstdosis herangetragen wird, die heilt jetzt alles aus, die muss ich enttäuschen. Es sind Verbesserungen im Sommer, die Hitzeempfindlichkeit geht weg, gewisse andere Dinge, die bei der MS da sind, sind weniger. Aber jetzt man darf sich nicht der Illusion hingeben, dass auch wenn diese Herde abheilen im Gehirn, dass dann plötzlich alles in Ordnung ist…“ (ab Min.  23:57).

Dies entspricht der vorsichtig positiven Bewertung für einige Betroffene, die wir auch bisher widergespiegelt haben, sofern eine Höchstdosistherapie von einem erfahrenen Arzt begleitet wird.

Mehr zum Thema auch im aktuellen Faktenblatt Vitamin D, Sonne und MS 2019… (Download)

In diesem Sinne, genießen Sie die derzeitige Sonne in Maßen zu Ihrer Gesundung und bleiben Sie uns treu

Ihr

Life-SMS Team


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