Life-SMS und sonst so – MS: Axonschäden sind reversibel

Life-SMS / lsms.info aktuell


An dieser Stelle weisen wir auf aktuelle Beiträge aus dem Netz hin, die einen engen Bezug zu unserem Kernthema lebensstil-orientierte und eigenverantwortliche Behandlung der MS haben. Die dort wiedergegebenen Meinungen dienen als Anregung zur kritischen Auseinandersetzung. Sie entsprechen nicht zwingend den von uns vertretenen Positionen, sind aber in allen Fällen eine Bereicherung der Diskussionsgrundlage.

MS: Axonschäden sind reversibel [apotheke-adhoc.de, 8.3.2018]

Multiple Sklerose (MS) ist gekennzeichnet durch eine Schädigung der Axone, denn die Myelinscheiden der Nervenfasern werden im Rahmen der Erkrankung abgebaut. Neurowissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz haben in internationaler Zusammenarbeit mit weiteren Kollegen kürzlich in einem Laborexperiment herausgefunden, dass ein bestimmtes Interleukin in der Lage ist, die Degeneration zu beheben.

Autoimmunkrankheiten – wenn der Körper sich selbst zerstört [dr-schmiedel.de, 8.3.2018]

Die Medizin kennt immer noch nicht die Ursachen dieser Erkrankungen. Unbestritten ist aber, dass diese weltweit seit einigen Jahrzehnten zunehmen. Und in den so genannten zivilisierten Ländern sind sie häufiger als in den so genannten Entwicklungsländern. Auch wenn es genetische Dispositionen gibt, spielt die Umwelt eine weit größere Rolle.

Möglicher neuer Therapieansatz für Multiple Sklerose [bionity.com, 2.3.2018]

Forschern der Universität von Montreal fanden im Modellversuch und durch Experimente an humanen Endothelzellen heraus, dass das Protein EGFL7 die Einwanderung von Immunzellen in das Zentrale Nervensystem begrenzt, in dem es die Blut-Hirn-Schranke stabilisiert.

Neue Behandlungsansätze bei Patienten mit Multipler Sklerose [emed-ms.de, 15.2.2018]

Durch die Stimulation einzelner Axone sollen künftig die motorischen Fähigkeiten der MS-Patienten verbessert und langfristig die Krankheit selbst behandelt werden, wenn es nach den Forschungsergebnissen der Monash University in Melbourne geht. Der Grundstein ist gelegt, um die Forschungsarbeit an Krankheiten wie Multipler Sklerose voranzutreiben.

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So schützt Selen Nervenzellen im Gehirn [laborpraxis.vogel.de, 12.2.2018]

200 Jahre nach der Entdeckung des Spurenelements Selen zeigen Forschende am Helmholtz Zentrum München und der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf zum ersten Mal, warum dieses chemische Element essenziell für das Überleben von Säugetieren ist.

Fragwürdige Tricks der Pharmakonzerne [tagesschau.de, 8.2.2018]

Der Pharmakonzern Roche hat ein neues Medikament gegen Multiple Sklerose entwickelt – 33.000 Euro kostet es. Doch der Wirkstoff ist alt bekannt. Das fast gleiche Krebsmedikament aus dem eigenen Sortiment gibt es für 3000 Euro, doch dies können deutsche Ärzte MS-Patienten nicht mehr verordnen, weil Roche es so will.

Antidepressant Shows Potential as Treatment for Progressive MS [healthline.com, 18.1.2018]

Research that used a systematic screening of generic drugs showed clomipramine as a promising therapy for progressive multiple sclerosis.

Kleinstudie bestätigt Effekt von Weihrauch bei Multipler Sklerose [amsel.de, 11.1.12018]

Eine frühe Phase-II-Studie aus Deutschland kommt zu dem Ergebnis, dass Boswellia-Extrakt die Entzündungsaktivität bei MS signifikant senken kann.


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Grundkurs: Gesundheit, Sonne und Vitamin D

 

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Dr. med. Edalatpour über die Grundlagen zum Themenkomplex Sonne und Vitamin D

An dieser Stelle wurde schon viel über Vitamin D berichtet. Meist ging es dabei schon in die Tiefe und natürlich war der Fokus die Multiple Sklerose. Da aber viele Leser die grundlegenden Fakten zu Vitamin D noch gar nicht so recht kennen, weisen wir heute auf Dr. med. Arman Edalatpour hin, der auf youtube in drei kurzen Videos die Grundlagen zu Vitamin D und dessen Messung für jeden Interessierten verständlich erklärt. Mehr zu Dr. Edalatpour auch im Netzwerk Spitzen-Gesundheit der AMM….

Unter anderem wird z.B. erklärt, warum Vitamin D gar kein Vitamin sondern ein Prohormon ist und wie es entsteht.
Dabei erklärt er auch den Unterschied zwischen den verschiedenen Vitamin D-Formen, also zwischen Cholecalciferol, Calcidiol (= 25(OH) = Speicherform) und Calcitriol (= 1,25(OH) = aktivierte Form). Mehr in den Videos:

Teil 1 des Einführungsvortrages „Vitamin D – Basis der Gesundheit – Arzt klärt auf!“ mit den grundlegenden Infos:


Und in Teil 2 des Einführungsvortrages zum Thema Vitamin D „Vitamin D – das sollten alle Frauen wissen!“ geht es um Studien (auch zum Thema Brustkrebs) zum Prohormon Vitamin D:


Im 3. Video „Vitamin D – optimaler Spiegel – optimale Therapie“ geht es um Labordiagnostik & Therapiegrundlagen:

Darin erfahren Sie z.B. welche Vitamin D-Spiegel im Serum empfehlenswert sind bzw. wie hoch man seinen „Vitamin D-Akku“ aufladen sollte. So können Sie den nächsten Bluttest besser interpretieren…wichtig für die ganze Familie…


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Emotionale Ursachen chronischer Erkrankungen und deren Behandlung aus Sicht der Chinesischen Medizin

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Aus Sicht der Chinesischen Medizin nutzt der Mensch Emotionen dazu, im Gleichgewicht mit sich und der Welt um ihn herum zu sein, denn Emotionen lenken uns. Daher sind sie grundsätzlich erstmal positiv. Da die Zivilisation aber viele Emotionen, wie z.B. die Wut, eher negativ sieht, versucht mancher, sie zu meiden statt sie auszuleben und aus ihr Kraft zu schöpfen.

Das Unterdrücken von Emotionen kann aber der erste Schritt in ein krank machendes   Ungleichgewicht sein.

Außerdem lehnen wir oft nicht einfach nur eine Emotion ab, sondern im Endeffekt dadurch uns selbst, was das Ungleichgewicht vergrößert. Geschieht das über einen langen Zeitraum und nicht nur mit einzelnen Emotionen sondern evtl. mit Beteiligung traumatischer Erlebnisse, können Krankheiten wie MS oder andere Autoimmunerkrankungen begünstigt werden. Das Immunsystem kann auf Dauer mit solchen Situationen nicht umgehen.

Handlungsbedarf

Daraus ergibt sich aber auch eine Behandlungsmöglichkeit. In vielen Fällen sind hierfür psychotherapeutische Sitzungen sinnvoll oder notwendig, aber auch die Chinesische Medizin kann gute Hilfe bieten, denn viele ihrer Resonanzpunkte (Akupunkturpunkte) haben auch Auswirkungen auf unsere Emotionen und unseren Umgang damit.

So gibt es z.B. den Punkt “Tor zum emotionalen Palast”, dessen Behandlung häufig emotionale Ausbrüche entstehen lässt, die eine reinigende und somit heilende Wirkung haben oder den Punkt “Sitz der Willenskraft”, mit dem Angst wieder in Mut verwandelt werden kann.

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In der Praxis von Heilpraktiker Benedikt van Almsick haben sich einige emotionale Punkte herauskristallisiert, die immer wieder bei seinen MS-PatientInnen auftauchen, da das Nervensystem sie als bedrohend wahrnimmt und auch das Immunsystem durcheinander bringt. Oft geht es dabei um Minderwertigkeit und letztlich das Gefühl, nur durch Leistung eine Lebensberechtigung zu haben. Man wendet sich in der Folge von seinem eigenen Lebensziel und -zweck ab und schaltet in einen Überlebensmodus um, der durch Leistung geprägt ist. In diesem Modus ist kein Platz für eigene Bedürfnisse und Wünsche. Nicht selten ist eine schwere Erkrankung wie MS dann die Folge, einhergehend mit noch größerem Minderwertigkeitsgefühl.

Ausstieg aus dem Teufelskreis

Daher ist es bei der emotionalen Behandlung von MS-Patienten wichtig, u.a. die Selbstliebe zu aktivieren und auch die Wahrnehmung von eigenen Grenzen – sowohl auf körperlicher als auch emotionaler Ebene (wofür es glücklicherweise auch Resonanzpunkte gibt).

Mit Selbstliebe und Grenzwahrnehmung rücken wir dem Teufelskreis schon mächtig zu Leibe…für einen gesunden eigenen Leib…der auch Emotionen ausleben darf, um im gesunden Gleichgewicht zu sein…

Lesen Sie eine ausführliche Beschreibung dieser Zusammenhänge dazu im aktuellen Gastbeitrag von Heilpraktiker Benedikt van Almsick. Benedikt van Almsick war selbst an MS erkrankt und hat seinen Heilungsweg mit Hilfe der Chinesischen Medizin beschritten.

Hier geht’s zum Gastbeitrag auch als Download im pdf-Format….

 


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Life-SMS und sonst so: 5. Kongress für menschliche Medizin in Frankfurt

Life-SMS / lsms.info aktuell


An dieser Stelle weisen wir auf aktuelle Beiträge aus dem Netz hin, die einen engen Bezug zu unserem Kernthema lebensstil-orientierte und eigenverantwortliche Behandlung der MS haben. Die dort wiedergegebenen Meinungen dienen als Anregung zur kritischen Auseinandersetzung. Sie entsprechen nicht zwingend den von uns vertretenen Positionen, sind aber in allen Fällen eine Bereicherung der Diskussionsgrundlage.

5. Kongress für menschliche Medizin am 14. u. 15. April 2018 in Frankfurt – Autoimmunerkrankungen [spitzen-praevention.com, 30.1.2108]

Vergleichbar mit den Demenz-und Krebserkrankungen – den Themen der letzten beiden Kongresse für menschliche Medizin – stellen die Autoimmunerkrankungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts eine große Herausforderung der Gesellschaft dar, der die Mainstreammedizin nur eine symptomatische Therapie (Cortison und weitere Immunsuppressiva) entgegenzusetzen hat.

Multiple Sklerose: Die Burger-Epidemie [news.doccheck.com, 30.1.2018]

Nahezu überall auf der Welt nehmen die MS-Erkrankungen zu – am dramatischsten jedoch in Ländern, in denen die Menschen einem „westlichen Lebensstil“ nachgehen. Weil herkömmliche Erklärungsversuche nicht mehr ausreichen, rückt die Ernährung in den Fokus.

Gehirn-Reizung als Waffe gegen Multiple Sklerose [wallstreet-online.de, 24.1.2018]

Test mit elektrischen Reizen: Die Forscher haben ein Gen eingesetzt, das im Gehirn der Versuchsmäuse zunächst keine Funktion hat. Durch ein Medikament konnte es jedoch dazu gebracht werden, bestimmte Nervenfasern zu stimulieren. Dadurch, so stellten die Forscher ebenfalls fest, produzierte das Gehirn neue Zellen, die sich bevorzugt als Myelinschicht auf die gereizten Fasern legten.

Using Marijuana to Relieve Your MS Spasticity, [verywell.com, 3.1.2018]

One MS symptom-soothing therapy you have likely heard of is cannabis, also known as marijuana. Let’s take a closer look at the emerging role of marijuana in MS, as well as the controversy encompassing this increasingly popular drug.

UCLA study reveals positive effects of estrogen treatment in people with MS [news-medical.net, 28.12.2017]

A study by UCLA researchers reveals the cellular basis for how the hormone estrogen protects against damage to the central nervous system in people with multiple sclerosis (MS). The researchers found that estrogen treatment exerts positive effects on two types of cells during disease –immune cells in the brain and also cells called oligodendrocytes. Complementary actions on these two types provide protection from disease.

Daily Leafy Greens May Slow Cognitive Decline [rush.edu, 20.12.2017]

The study results suggest that people who ate one serving of green, leafy vegetables had a slower rate of decline on tests of memory and thinking skills than people who rarely or never ate them. The study results also suggest that older adults who ate at least one serving of leafy green vegetables showed an equivalent of being 11 years younger cognitively.


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Und es wirkt doch – Gemüselutscher leben besser mit MS

 

Viel frisches Gemüse gegen die MS.

Viele MS-Betroffene fragen sich, ob sie eine spezielle Ernährungsform/Diät tatsächlich ausprobieren sollen. Wer es versucht oder schon seit langem überzeugt tut, wird oft belächelt. Trotzdem wurden einige MS-spezifische Diäten gerade in letzter Zeit populär und von vielen Patienten als Symptom-reduzierend und den Behinderungsgrad verbessernd bewertet. Darunter eine von der Medizinerin Dr. Terry Wahls an die Multiple Sklerose angepasste Paleo-Diät, die als die Wahls-Diät oder Wahls-Protokoll bekannt wurde und in der extremen Form einer ketogenen Diät entspricht und viele andere.

 

Während einzelne Erfahrungsberichte von einer Verbesserung der MS-Situation geradezu schwärmen, haben bisher nur wenige Studien diese Hypothesen evaluiert. Sie waren entweder zu klein (zu wenig Probanden), bezogen keine detaillierten zusätzlichen Merkmale (z.B. bzgl. der Symptomschwere) mit ein oder vernachlässigten den Zusammenhang mit anderen Lebensstil-Faktoren (gesunden wie weniger gesunden).

Erste ernstzunehmende Studie sogar aus schulmedizinscher Sicht

Doch nun gibt es einen ersten schulmedizinischen evaluierten Anhaltspunkt, dass es einen Zusammenhang zwischen der Ernährung und dem Verlauf der Multiplen Sklerose geben kann.

Für das NARCOMS-Register (North American Research Committee on MS), einer schon 1996 begonnenen Erfassung, wurden immens viele Amerikaner halbjährlich per Fragebogen zu allgemeinen Daten (Alter, Geschlecht, …), MS-bezogenen Daten (Krankheitsstatus – Verlaufsform inkl. Behinderungsgrad und Symptomstärke) und Aspekten der Essgewohnheiten und anderen beeinflussbaren Lebensstilfaktoren (wie Rauchen, Alkohol, Bewegung, …) befragt. Qualitativ nutzbare Daten von knapp 7.000 Probanden aus dieser 2015 abgeschlossenen Datenerhebung haben US-Forscher um Dr. Kathryn Fitzgerald (Johns Hopkins School of Medicine in Baltimore; Forschungsgelder vom Consortium of MS Centers und von der National MS Society) auswerten können und kürzlich im Fachblatt Neurology darüber berichtet.

Die Probanden mussten u.a. einschätzen, wie viel Obst/Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, rotes/verarbeitetes Fleisch und wieviel Zucker aus Desserts und Getränken sie zu sich genommen hatten.

Darüber hinaus wurden die Teilnehmer halbjährlich befragt, ob sie in den vergangenen 6 Monaten einen Schub gehabt bzw. ob sich ihre Symptome verschlechtert hätten. Sie sollten den Grad ihrer Behinderung anhand der PDDS-Skala (Patient-Determined Disease Steps) einschätzen und angeben, wie schwer ihre Begleitsymptome waren (Mobilitätseinschränkungen, Fatigue, Depression oder Schmerzen).

Die Forscher untersuchten, ob es einen Zusammenhang zwischen speziellen Ernährungsformen und der Symptomschwere von an MS erkrankten Menschen gibt.

Wie Anke Brodmerkel von medscape schreibt “hatten die Probanden der Gruppe, die sich am gesündesten ernährte, ein um 20% erniedrigtes Risiko, schwere körperliche Behinderungen aufzuweisen, als die Teilnehmer, die am ungesündesten aßen. Das Risiko, schwere Depressionen zu erleiden, war in der gesündesten gegenüber der ungesündesten Gruppe um 18% erniedrigt. Die Patienten, die insgesamt einen gesunden Lebensstil pflegten, hatten im Vergleich zu denen, die eher ungesund lebten, ein um 47% erniedrigtes Risiko für Depressionen und ein um 44% erniedrigtes Risiko für Schmerzen. Die Gefahr kognitiver Beeinträchtigungen reduzierte sich um 33% und die einer Fatigue um 31 Prozent.“

Weitere Studien

Es lohnt also, die Auswirkungen der Ernährung beziehungsweise einzelner Nahrungsbestandteile auf das Immunsystem nun weiter in kontrollierten Studien zu untersuchen. Denn offen bleibt, welches der entscheidende Faktor der Ernährung sein könnte, der die Prognose einer MS womöglich positiv zu beeinflussen vermag.

Das meinen auch Prof. Dr. Ralf Linker und Prof. Dr. Aiden Haghikia. Sie überprüfen derzeit gemeinsam in ersten klinischen Studien, ob z.B. Propionsäure (die früher ein häufiger, vermutlich positiver Bestandteil unserer industriell verarbeiteten Lebensmittel war, seit längerem aber nicht mehr eingesetzt wird) einen günstigen Einfluss auf den Verlauf der MS haben kann. „Wir haben gezeigt, dass sich die Immunregulation im Blut mit Propionsäure um etwa 30 bis 40% steigern lässt“, sagt Prof. Dr. Haghikia. Und er spricht von Hinweisen, dass sich auch die klinischen Verläufe der MS besserten.

Siehe auch: Was wir vom Vorkoster lernen können – mögliche positive Effekte der Propionsäure auf die Darmflora und neuro-entzündliche Prozesse

Prof. Dr. Haghikia betont, dass sich die Ergebnisse der US-Studie durchaus sehen lassen könnten. „Die erzielten 20 Prozent Risikoreduzierung sind glaubhaft und durchaus beeindruckend“, erzählte er im Interview mit medscape. „Insbesondere gilt das, wenn man bedenkt, dass man mit den gängigen Basispräparaten auch nur eine Verminderung der Schubrate um rund 30 Prozent erzielt. Und das Risiko anderer Begleiterkrankungen, vor allem in kardiovaskulärer Hinsicht, wird dadurch ja in jedem Fall gesenkt.“

FAZIT

Eine MS wird sich nicht allein diätetisch und über einzelne Lifestyle-Faktoren behandeln lassen. Zielführend ist die Eliminierung von Schadfaktoren wie Drogen, übermäßigem Stress, Schwermetallen etc. in Kombination mit der Erhöhung von Schutzfaktoren wie Sonne und Vitamin D, Psychohygiene, Meditation, der Zufuhr ausgewählter Mikronährstoffe und eben einer gesunden Ernährung. Damit lassen sich schon heute deutlich bessere Ergebnisse erzielen als mit der rein pharmakologischen Behandlung. Man betrachte nur das drastisch sinkende Risiko für Depressionen und Fatigue.

In unserer Mindmap sehen Sie die Zusammenhänge übrigens auf einen Blick!

Quellen

Obst, Gemüse, Vollkorn: Über gesunde Ernährung lässt sich der Verlauf der Multiplen Sklerose wohl positiv beeinflussen – Medscape – 20. Dez 2017.


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Life-SMS und sonst so: Zu viel Salz dezimiert wichtige Darmbakterien

Life-SMS / lsms.info aktuell

Photo: Ben White

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ZU VIEL SALZ DEZIMIERT WICHTIGE DARMBAKTERIEN [internisten-im-netz.de, 17.1.2018]

Zu viel Kochsalz verringert die Zahl bestimmter Milchsäurebakterien im Darm. Dies wirkt sich auf Immunzellen aus, die Autoimmunerkrankungen und Bluthochdruck mitverursachen.

Antidepressivum Clomipramin könnte gegen MS helfen [emed-ms.de, 9.1.2018]

Das Antidepressivum Clomipramin könnte auch gegen die Symptome der Multiplen Sklerose (MS) helfen, speziell gegen die progrediente Form, die ohne Schübe verläuft. Gegen diesen MS-Typ gibt es bislang kaum Medikamente. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Prof. Dr. V. Wee Yong von der University of Calgary und Dr. Simon Faissner von der Ruhr-Universität Bochum screenten 1.040 generisch erhältliche Medikamente und fanden darunter eines, das basierend auf präklinischen Untersuchungen für die Multiple-Sklerose-Therapie infrage kommt.

Hilft Weihrauch bei früher Multipler Sklerose? [emed-ms.de, 9.1.2018]

Eine mehrjährige Studie (SABA Studie) unter der Leitung von Dr. Klarissa Stürner (leitende Studienärztin), UKSH, hat die Therapie mit standarisiertem Weihrauchextrakt bei schubförmiger Multipler-Sklerose untersucht. Mit überraschenden Ergebnissen: Die frühe Phase-II-Studie mit insgesamt 28 teilnehmenden Patienten konnte zeigen, dass ein dreimal täglich über einen Zeitraum von acht Monaten als Kapseln eingenommener Weihrauchextrakt die entzündliche Krankheitsaktivität der Multiplen Sklerose in der Magnetresonanztomographie signifikant senkt.

Multiple Sklerose: Ernährung hat Einfluss [heilpraxis.net, 14.12.2017]

Eine gesunde Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkorn kann den Verlauf einer Multiplen Sklerose möglicherweise günstig beeinflussen. Offenbar entwickeln die Betroffenen weniger Beschwerden und sind in ihrem Alltag nicht so stark beeinträchtigt. So lautet das Fazit einer Studie der Johns Hopkins School of Medicine in Baltimore, an der knapp 7.000 Menschen mit Multiple Sklerose (MS) beteiligt waren.

PML-Risiko steigt mit jeder Natalizumab-Infusion: neue Daten zur Risikostratifizierung [emed-ms.de, 29.11.2917]

Das Risiko, unter Natalizumab eine virusinduzierte progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML) zu entwickeln, steigt für Multiple-Sklerose-Patienten, die eine immunsuppressive Therapie benötigen, mit jeder Infusion des Medikaments. Dies zeigt eine retrospektive Datenanalyse, die im Fachmagazin „Lancet Neurology“ veröffentlicht wurde. Die Publikation stellt ein neues Protokoll für eine individuelle Risikobewertung für die PML vor.

Fettsäurehypothese bei MS erhält neue Nahrung [aerztezeitung.de, 24.11.2017]

Ist eine ungesunde Ernährung einer der Gründe, weshalb manche Menschen an MS erkranken? Forscher finden jedenfalls immer mehr Hinweise für einen entscheidenden Einfluss der Ernährung auf Darmflora und Immunsystem.

MS-Patient stirbt an Thrombozytopenie nach Alemtuzumab-Gabe [deutsche-apotheker-zeitung.de, 20.11.2017]

Alemtuzumab kann schwere Thrombozytopenien (Mangel an Thrombozyten/Blutplättchen) auslösen. Diese Nebenwirkung des bei remittierend-schubförmiger Multipler Sklerose eingesetzten CD52-Antikörpers ist bekannt. Neu ist, dass diese Idiopathische (ohne bekannte Ursache) thrombozytopenische Purpura (multiple, kleinfleckige Kapillarblutungen) [ITP] nicht auf eine Behandlung anspricht. Die Arzneimittelkommission der Ärzteschaft informiert in einer Drug-Safety-Mail über den zweiten Thrombozytopenie-bedingten Todesfall unter Lemtrada®.


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Die meisten MS-Patienten sind hochsensible Menschen – das TCM-Interview mit Frau Dr. med. Gunda Schlink

TCM – Ein ganzheitlicher Weg

Es freut uns ganz besonders, wenn wir zu Anfang eines neuen Jahres sowohl Themen wieder aufgreifen können als auch mit neuen Aspekten und Informationen ergänzen und anreichern können. Das Thema Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) hatte unsere therapeutische Partnerin Frau Dr. med. Gunda Schlink schon anlässlich des Life-SMS Jahresseminars im September 2017 für den Teilnehmerkreis sehr anschaulich dargestellt.

In der Folge des Seminars führte unsere Mitstreiterin Felicitas Dorne ein ausführliches Interview mit Frau Dr. Schlink, das wir auf lsms.info komplett auch als Download bereitstellen. Zusätzlich zum Interview finden Sie im Downloadbereich folgende ergänzende Materialien:

  • Ernährungsempfehlungen aus Sicht der TCM,
  • eine Übersicht zu Lebensmitteln und ihrer Zuordnung zu den Funktionskreisen der TCM und
  • die Vortragsfolien “TCM – Ein ganzheitlicher Weg: Welche Ansätze bei der MS-Behandlung gibt es aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin?” vom 9.9.2017.

Wir danken Frau Dr. Schlink ganz herzlich für die Zusammenstellung der Unterlagen und Ihre Mitarbeit bei Life-SMS!

Die TCM arbeitet nach einem von der westlichen Medizin deutlich unterscheidbaren Modell des Systems Mensch und Gesundheit. Beide Modelle haben nicht nur ihre Berechtigung, sondern kommen in Teilbereichen sogar zu gleichen Schlüssen. So ist sowohl in der westlichen als auch in der traditionell chinesischen Medizin die Bedeutung des Wechselspiels zwischen Darmmikrobiota und Immunsystem anerkannt.

Grund genug sich mit der TCM genauer zu beschäftigen und vor allem den systemischen Gedanken zu verinnerlichen, der in der westlichen Medizin nahezu in Vergessenheit geraten ist.

Hier geht es zum vollständigen Interview…

Bitte denken Sie daran, dass derart umfangreiche Ausarbeitungen nur durch Ihre finanzielle Unterstützung möglich sind. Der Download der Materialien ist unabhängig von einer Spende möglich (“Pay as you like”-Prinzip), wir würden uns aber über eine Unterstützung nach Ihren Möglichkeiten und Vorstellungen freuen!

Ihr

Life-SMS Projekt


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