Life-SMS und sonst so: Mit hochdosiertem Vitamin D gegen Autoimmunkrankheiten

An dieser Stelle weisen wir auf aktuelle Beiträge aus dem Netz hin, die einen engen Bezug zu unserem Kernthema lebensstil-orientierte und eigenverantwortliche Behandlung der MS haben. Die dort wiedergegebenen Meinungen dienen als Anregung zur kritischen Auseinandersetzung. Sie entsprechen nicht zwingend den von uns vertretenen Positionen, sind aber in allen Fällen eine Bereicherung der Diskussionsgrundlage. Neuerdings verweisen wir am Ende auch auf aktuelle bzw. lesenswerte frei verfügbare Studien – machen Sie sich selbst ein Bild!

Vitamin D Supplemente

Mit hochdosiertem Vitamin D gegen Autoimmunkrankheiten wie MS [esslinger-zeitung.de, 8.2.2019]

Kontroverse um alternative Therapie: Die Diskussion um das sogenannte Coimbra-Protokoll zeigt, wie schwierig es ist, alternative Therapien zu beurteilen.

Neurofilament-Wert zeigt MS-Risiko an [aerztezeitung.de, 6.2.2019]

MAILAND. Neurofilament, genauer „Neurofilament Light Chain“ (NFL), etabliert sich zunehmend als Prognose- und Verlaufsmarker bei MS. Ein gewisser Nutzen wird auch erkennbar, um Patienten mit einem klinisch isolierten Syndrom (CIS) zu identifizieren, die vermutlich keine MS entwickeln.

Ein Muskelprotein fördert die Heilung von Nerven [bionity.com, 25.1.2019]

Normalerweise heilen verletzte Fasern in Gehirn und Rückenmark nicht. Bochumer Biologen hoffen auf neue Ansätze mittels Gentherapie.

Stem cell therapy for relapsing MS proves effective and safe, study finds [edition.cnn.com, 15.1.2019]

A stem cell transplant using a lower-dose regimen of chemotherapy plus immune system suppressors is more effective at preventing disease progression compared to currently used disease-modifying therapies, according to the new study published Tuesday in the journal JAMA.

Toxin von Clostridien bei MS beteiligt? [aerztezeitung.de, 19.12.2018]

Immer mehr Resultate deuten auf einen Einfluss des Darmmikrobioms bei der MS-Entstehung. Einiges spricht inzwischen dafür, dass inaktive autoreaktive T-Zellen von bestimmten Darmkeimen „geweckt“ werden und daraufhin ihren Angriff im zentralen Nervensystem starten. Welche Keime das sein sollen, ist bislang aber noch unklar. Möglicherweise hat die Darmflora auch einen direkten Einfluss auf die MS-Pathogenese.

New study shows correlation between fats and level of disability in MS [overcomingms.org; 17.12.2018]

Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass “ sie den Nachweis erbracht haben, dass spezifische Lipidkonzentrationen mit VLDL-Subfraktionen sowohl mit einer Behinderung bei RRMS-Patienten als auch mit proinflammatorischen Plasmazytokinwerten korreliert sind „.


Lesenswerte frei verfügbare Studie(n):

Simpson S Jr., van der Mei I, Lucas RM, Ponsonby A-L, Broadley S, Blizzard L, Ausimmune/ AusLong Investigators Group and Taylor B (2018)
Sun Exposure across the Life Course Significantly Modulates Early Multiple Sclerosis Clinical Course. Front. Neurol. 9:16

Darwish, H., Haddad, R., Osman, S., Ghassan, S., Yamout, B., Tamim, H., Khoury, S., Apr. 2017.
Effect of vitamin d replacement on cognition in multiple sclerosis patients.


 

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Die heutige Leitlinien-orientierte Behandlung der MS verspricht allenfalls eine Reduktion der Krankheitsprogression, aber keinesfalls eine Heilung. Anders sähe es aus, wenn es gelingen würde, regenerative Behandlungsansätze – Wiederaufbau der geschädigten Zellen und Myelinscheiden – auf der einen Seite mit Lebensstilmaßnahmen zur Beseitigung der Krankheitsursache auf der anderen Seite zu kombinieren. Bisher noch nicht Realität, aber es gibt in der wissenschaftlichen Forschung zumindest erste Ansätze regenerative Verfahren auch bei MS-Patienten erfolgreich einzusetzen.

Eine Ansatz ist die nicht-myeloablative Transplantation hämatopoetischer Stammzellen oder einfacher ausgedrückt, die das blutbildende System nicht zerstörende Transplantation von Stammzellen, aus denen sich durch Zellteilung und zunehmende Differenzierung die Blutzellen entwickeln.

Eine im Januar veröffentlichte amerikanische Studie unter Leitung der Northwestern University Feinberg School of Medicine, Chicago, Illinois, konnte zeigen, dass dieser Ansatz zu einer signifikanten Verbesserung des EDSS-Grades führen kann. Die nicht-placebokontrollierte Studie umfasste Patienten mit schubförmiger (123) und sekundär progredienter (28) MS und am Ende lagen über eine Nachverfolgungsdauer von im Mittel 2,5 Jahren Daten für immerhin 145 Patienten vor. Der  EDSS verbesserte sich nach 2 Jahren deutlich von einem Median 4,0 vor der Transplantation auf 3,0 (Interquartilbereich [IQB], 1,5 bis 4,0; n = 82)  und auf 2,5 (IQB, 1,9-4,5; n = 36) nach 4 Jahren (p <.001).

Durchaus zuversichtlich stimmende Ergebnisse und zum ersten Mal eine nachgewiesene partielle Reversion des Krankheitsverlaufs nach einer modernen medizinischen Behandlung. Es darf aber nicht verschwiegen werden, dass die Patienten parallel vorab massiv mit das Immunsystem schädigenden Substanzen, wie  Cyclophosphamid und Alemtuzumab (22 Patienten) oder Cyclophosphamid und Thymoglobulin (129 Patienten), behandelt wurden. Dies kann sicher nicht Ziel einer auf Regeneration von Zellen ausgelegten Behandlung sein. Trotzdem sollte dieses oder vergleichbare Verfahren weiter beforscht, optimiert und beobachtet werden. Chancen sind vorhanden!

Die vollständige Studie und ein Audio-Interview mit dem Autor sind hier zu finden:

http://jama.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=2091305


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