Man muss nicht alles kommentieren: I’m Fasting For Science – Will It Help Tame My Multiple Sclerosis?

Life-SMS / lsms.info aktuell

2017-01-15-fast-food-unsplash

In der Rubrik „Life-SMS und sonst so“ weisen wir in unregelmäßigen Abständen auf aktuelle Beiträge aus dem Netz hin, die einen engen Bezug zu unserem Kernthema Lebensstil-orientierte und eigenverantwortliche Behandlung der MS haben. Wir schauen uns dabei insbesondere auch die internationale MS-Gemeinde und -Forschung an und verzichten auf Übersetzungen und Kommentare. Die in den Beiträgen wiedergegebenen Meinungen dienen als Anregung zur kritischen Auseinandersetzung mit der Thematik. Sie entsprechen nicht zwingend den von uns vertretenen Positionen, sind aber aus unserer Sicht in allen Fällen eine Bereicherung der Diskussionsgrundlage. 


I’m Fasting For Science: Will It Help Tame My Multiple Sclerosis? [npr.com, 8.1.2017]

When I told my coworker that I was participating in a study that involved fasting, she laughed until she nearly cried. My boyfriend, ever supportive, asked hesitantly, „Are you sure you want to try this?“ Note the use of „try“ instead of „do.“

Multiple Sklerose – Wieso Schwangere weniger Schübe haben [aerztezeitung.de, 4.1.2017]

Forscher untersuchen die Mechanismen, die bei Schwangeren zu weniger Aktivität der Multiplen Sklerose führen. Dabei haben sie die molekulare Ursachen dafür gefunden.

Pulmonal-arterielle Hypertonie durch Interferon beta [infomed.ch, 30.12.2916]

Interferon beta, das in zwei Varianten – als Interferon beta 1a (Avonex®, Rebif®) und als Interferon beta 1b (Betaferon®) – bei der multiplen Sklerose (MS) eingesetzt wird, kann anscheinend als seltenes Ereignis eine pulmonal-arterielle Hypertonie hervorrufen. Weltweit sind 136 Fälle beschrieben, bei denen unter einer Behandlung mit Interferon beta eine pulmonal-arterielle Hypertonie diagnostiziert worden ist; zu 14 Fällen liegen genügend Informationen vor, um einen direkten Zusammenhang zumindest als möglich einzustufen.

Kranker Körper – kranke Seele [spektrum.de; 26.9.2016]

Nicht nur die Psyche macht den Körper krank, sondern auch umgekehrt – das wird inzwischen immer deutlicher. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Immunsystem.

Therapeutische Höhepunkte vom ECTRIMS-Kongress [amsel.de, 22.09.2016]

Die AMSEL-Onlineredaktion fragte Privatdozent Dr. Mathias Buttmann, den neuen Chefarzt der Klinik für Neurologie am Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim, nach seinen persönlichen Eindrücken.

Vitamin D Offers Hope for Multiple Sclerosis [lifeextension.com, 09-2016]

An array of new data indicates that proper supplementation with low-cost vitamin D can induce a meaningful beneficial effect on multiple sclerosis patients.

Fasten lindert Symptome bei Multipler Sklerose [gesundheitsstadt-berlin.de, 28.6.2016]

Intermittierendes Fasten oder eine ketogene Ernährung können bei Multipler Sklerose Symptome lindern und die Lebensqualität verbessern. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Charité-Forscher Dr. Markus Bock leitete.

Verwechslungsgefahr – Viele MS-Diagnosen sind falsch [aerztezeitung.de, 24.6.2016]

Keine vorschnellen Diagnosen bei atypischen MS-Zeichen – das fordern Neurologen. Die Selbstkritik ist berechtigt: Bei vielen Patienten wird fälschlicherweise Multiple Sklerose diagnostiziert.


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Foto: https://unsplash.com

Vitamin K2 (und Vitamin D) – Lügen, die fast jeder schon mal gehört hat

Wenn man den Behauptungen so mancher Nahrungsergänzungsmittelhersteller glauben würde, könnte man sich tatsächlich fragen, ob die Einnahme von Vitamin D – ohne gleichzeitig Megadosen Vitamin K zu schlucken – völliger Schwachsinn wäre? Und Schupp ist wieder ein Mythos geboren, der sich viral durch die einschlägigen Foren schlängelt!

Umso mehr freut es uns, dass unser wissenschaftlicher und therapeutischer Partner Dr. Volker Schmiedel einen lesenswerten Beitrag mit dem Titel „Vitamin K2 – Lügen, die fast jeder schon mal gehört hat“ geschrieben hat, den wir hier wiedergeben dürfen. Der Artikel ist natürlich nicht nur für MS-Patienten lesenswert.


Vitamin K2 – Lügen, die fast jeder schon mal gehört hat

dr-schmiedel-grey„Ohne Vitamin K2 wirkt Vitamin D gar nicht.“ Oder schlimmer noch: „Ohne Vitamin K2 führen hohe Dosen Vitamin D zu Gefäßverkalkung.“ Unglaublich viele meiner Patienten kennen diese Lüge. Ich muss dann immer viel Zeit und Energie dafür verschwenden, die Patienten über diesen Unsinn aufzuklären.

Hier zunächst die gute Nachricht: Es gibt Hinweise darauf, dass Vitamin K2 gut für den Knochen und die Gefäße sein könnte. Eine schöne Übersicht über die positiven Effekte gibt es in diesem Interview mit dem Apotheker Gröber sowie Prof. Kisters.

Natto (fermentiertes Soja) ist besonders reich an Vitamin K2

Am Ende betonen beide, dass aufgrund synergistischer Effekte Vitamin K2 und D sich möglicherweise gut ergänzen könnten. Aber für die oben aufgestellten Behauptungen gibt es bisher nicht auch nur den Hauch eines Hinweises.

Wer solches behauptet, muss es schon beweisen können oder muss sich nicht wundern, wenn er der Falschinformation bezichtigt wird. Von wem dieser blühende Unsinn ausgeht, weiß ich nicht. Glauben Sie aber nicht unbesehen alles, was vollmundig mit dem Brustton der Überzeugung abgesondert wird. Vielleicht werde ich in 10 Jahren auch all meinen Patienten Vitamin K2 verordnen, aber bisher bin ich davon noch nicht überzeugt worden. Und die unseriöse Meinungsmache wirkt auf mich sogar abschreckend und hält mich eher von einer Empfehlung ab. Seriöse Produkte brauchen keine Lügen, um sich im Markt durchzusetzen.

„Die Behauptung Vitamin D3 würde ohne Vitamin K2 eine Gefäßverkalkung verursachen, entbehrt bisher der wissenschaftlichen Evidenz, insbesondere wenn ein gesunder 25(OH) D-Status von 40–60 ng/ml eingehalten wird. Zudem ist die Datenlage zu MK-7 (eine Unterart von Vitamin K2, Anm. von Schmiedel) unter dem Aspekt der Gefäßverkalkung noch nicht abschließend geklärt. Die Ergebnisse größerer Studien (z.B. Universität Maastricht) werden mit Spannung erwartet.“

Gröber U, Kisters K. Vitamin K – in der Prävention und Therapie. EHK 2016; 65: 184–191


Anmerkung Life-SMS:

Dem ist mit Blick auf die Vitamin D-Einnahme nichts hinzuzufügen. Vitamin K spielt allerdings an einer anderen Stelle ggf. doch eine Rolle bei der MS-Behandlung und zwar in Form einer Vitamin K-haltigen Creme:

Vitamin K-Creme reduziert Reaktionen an der Injektionsstelle bei Patienten mit rezidivierender remittierender Multipler Sklerose, die mit subkutaner Interferon β-Injektion behandelt wurden (VIKING-Studie). 

Sollten diese Probleme also bei Ihnen auftreten kann sich ein Gespräch mit der behandelnden Ärztin / dem behandelnden Arzt lohnen.


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