Unreflektierte Hochdosis-Therapie mit Cortison wieder einmal infrage gestellt

Die Hochdosis-Therapie mit Kortison im akuten Schub gehört zum Standardrepertoire der MS-Behandlung. Diese ist, wie auch eine relativ aktuelle Studie unter dem Titel „Mechanistic insights into corticosteroids in multiple sclerosis: War horse or chameleon?“ (Krieger 2014) zeigt, keineswegs als harmlos zu betrachten und die Entscheidung über den Einsatz von Glucocorticoiden ist immer vom Einzelfall und von der Phase der Erkrankung abhängig. Es ist durchaus möglich, dass sich Kortison in späteren Phasen der Erkrankung vom „Schlachtross in ein Chamäleon“ verwandelt und die Schädigungen der Nervenhüllen sogar verstärkt. Mehr zum Thema Cortison (od. Kortison) auf lsms.info und in der lesenswerten Broschüre der Universität Hamburg: Schubtherapie bei Multipler Sklerose.

Neue Studie zeigt: Vitamin D Mangel ist ein frühes Merkmal für eine verstärkte Krankheitsaktivität und -progression bei MS

Eine gerade veröffentlichte Studie der Harvard School of Public Health (Ascherio 2014) mit 468 Patienten zeigt, dass Vitamin D-Mangel ein frühes Kennzeichen für eine verstärkte Krankheitsprogression und die Schubrate darstellt.

Zusammenfassend ergibt diese große Langzeitstudie bei Patienten mit CIS (klinisch isoliertem Syndrom) und nachfolgender Behandlung mit IFNB-1b, dass höhere Serum 25 (OH) D-Spiegel eine geringeren MS-Aktivität, weniger MRI-Läsionen, geringere Hirnatrophie und verminderte klinische Progression während der 5-jährigen Follow-up-Phase robust prognostizieren. Die Ergebnisse deuten wieder einmal darauf hin, dass die Aufdeckung eines Vitamin-D Mangels und die nachfolgende Korrektur über Sonne und Supplementation eine wichtige Rolle in der frühen Behandlung der MS spielen.

 

Kurkuma und Wirkungen auf das Immunsystem

Im hier zu findenden Arte-Beitrag spricht Prof. Aggarwal, Univ. of Texas über die Wirkungen von Kurkuma (Gelbwurz) bei Krebserkrankungen. Er hat vergleichbar positive Ergebnisse bei neurodegenerativen Prozessen gefunden.

Mehr dazu auch im lsms.info Artikel zum Thema Kurkuma.

Wieder bestätigt: Tabak und Feinstaubbelastung sind schlecht bei MS

Rauchen und schlechte Luft erhöhen offenbar nicht nur das MS-Risiko, auch der Therapieerfolg kann unter Tabakqualm leiden: So entwickeln Raucher vermehrt Antikörper gegen MS-Arzneien. Dies wird inzwischen auch von der Schulmedizin bestätigt. Auch in diesem Zusammenhang könnte Vitamin D wieder eine Rolle spielen.

Mehr unter:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/multiple_sklerose/default.aspx?sid=871606&cm_mmc=Newsletter-_-Newsletter-C-_-20141103-_-Multiple+Sklerose

Dimethylfumarat keineswegs harmlos – Blutbild alle 6 Wochen checken

Wie der idw mitteilt, hat es nach Berichten der Deutschen Gesellschaft für Neurologie bei der Behandlung mit Dimethylfumarat (Handelsname: Tecfidera) einen Todesfall infolge einer progressiven multifokalen Leukenzephalopathie (PML) gegeben.

Mehr…..

Patienten sollten dieses Risiko gemeinsam mit dem behandelnden Arzt bewerten und die Entscheidung zum Einsatz des Medikaments immer sehr bewußt treffen.

Taschenratgeber Lebenstilmaßnahmen bei MS in Kürze als eBook verfügbar

Der im Jahr 2013 als Druck und .pdf-Version veröffentlichte Taschenratgeber „Lebensstilmaßnahmen bei MS“ wir in den nächsten Tagen auch als eBook für Kindle und im epub-Format verfügbar sein. Die Version 1.1. erhält zusätzliche Weblinks und Hintergrundinformationen.

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