Von Wilhelm von Ockham über Sir Bradford Hill zu Prof. Coimbra – Autoimmunerkrankungen und Vitamin D

Professor Coimbra erläutert in diesem Vortrag persönlich die Grundlagen seines Behandlungsprotokolls. Zwei grundsätzliche Überlegungen spielen dabei eine Rolle. Erstens das, was in der Philosophie als “Ockhams Rasiermesser” oder Prinzip der Parsimonie bekannt ist, die These, dass die beste Theorie diejenige ist, die ein bestimmtes Phänomen am besten und am einfachsten beschreibt und zweitens die sogenannten Bradford-Hill-Kriterien. Sir Bradford Hill, ein englischer Statistiker, bewies schon 1950, dass Rauchen Lungenkrebs verursacht und schuf damit die Grundlage für Kausalitätsbetrachtungen in der Medizin.

Und das sind in Prof. Coimbras Interpretation die Bradford-Hill-Kriterien für die Ursache einer Erkrankung:

  • Stärke: Eine starke Assoziation zwischen zwei Phänomen ist häufiger auf Kausalität begründet, als die bei einer schwachen Assoziation gegeben ist.
  • Folgerichtigkeit: Übereinstimmende Beobachtungen durch verschiedene Wissenschaftler an verschiedenen Risikopopulationen erhöht die Wahrscheinlichkeit einer kausalen Beziehung.
  • Spezifität: Kausalität ist anzunehmen, wenn ein Faktor eine spezifische Population beeinflusst.
  • Zeitlichkeit: Die Faktoren sind direkt oder umgekehrt proportional.
  • Plausibilität: Ein plausibler Mechanismus zwischen Ursache und Wirkung ist hilfreich, aber nicht notwendig (die Kenntnisse über die Zusammenhänge sind noch beschränkt).
  • Stimmigkeit: Eine Übereinstimmung zwischen epidemiologischen Daten und Ergebnissen aus dem Labor erhöht die Gewissheit, dass eine Kausalität besteht.
  • Experiment: Manchmal ist es möglich, experimentell Annahmen aus epidemiologischen Daten zu überprüfen – was aber fallweise an ethische Grenzen stößt. [Vergleiche auch seine Allegorie mit den Fallschirmspringern]
  • Analogie: Der Effekt ähnlicher Wirksubstanzen und Risikofaktoren konnte schon gezeigt werden.

Aus Sicht von Prof. Coimbra erfüllen Vitamin D-Resistenz und Vitamin D-Mangel alle neun Bradford-Hill-Kriterien und da seiner Ansicht nach bei fast allen Autoimmunpatienten eine Vitamin D-Resistenz vorliegt, ist damit die Grundlage für die Vitamin D-Hochdosistherapie gegeben.

Aber jetzt genug der Vorrede, verfolgen Sie nun Prof. Coimbras Vortrag und bilden Sie sich selbst eine Meinung. Es war Prof. Coimbras persönlicher Wunsch, diesen Vortrag einer breiten Öffentlichkeit frei verfügbar zu machen und insofern ist er auch hier zeitlich unbegrenzt verfügbar.

Fazit und Bewertung: Das Coimbra-Protokoll ist eine interessante und für viele Patienten u.U. vielversprechende Behandlungsform. Es gibt leider noch keine Aussage darüber bzw. kein Verfahren um festzustellen, welche Patienten auf dieses Behandlungsprotokoll bei welchen Dosen von Vitamin D positiv reagieren. Forschungsprojekte dazu laufen derzeit an verschiedenen Instituten. Wenn Sie sich also mit dem Coimbra-Protokoll befassen und ggf. anfreunden wollen, nehmen Sie dringend Kontakt zu einem der ausgebildeten Protokollärzte auf. Ein Selbstversuch ohne ärztliche Begleitung könnte tödliche Folgen haben und vergessen Sie nicht, das Coimbra-Protokoll ist mehr als nur eine Hochdosis-Vitamin D-Therapie! Es schließt eine Lebensstiländerung, weitere Supplemente und die strikte Umsetzung der damit verbundenen Randbedingungen mit ein.

Ein Tipp noch für die Leser mit beschränkten Englischkenntnissen. Nutzen Sie die automatische Übersetzung bei Youtube. Hier wird z.B. beschrieben, wie das geht…..

[Der Vorspann von Prof. Spitz in der Übersetzung von Deutsch in Deutsch verspricht dann allerdings einige Lacher]


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Neues auf lsms.info: Antibiotika als Chance/ Update Vitamin B12

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Antibiotika als Chance – ein wichtiger Hinweis insbesondere für „Neubetroffene“:

Wer mit einem „klinisch isolierten Syndrom“ (CIS) beim Neurologen landet, sollte diesen dringend fragen, ob er oder sie bitte zunächst einmal ein Breitband-Antibiotikum einnehmen dürfte. Neurologen hören diese Frage zwar nicht gern, verschweigen dann aber (oder wissen davon nichts), dass das relative Risiko, von einem CIS in eine Multiple Sklerose zu rutschen, bei Gabe des Breitbandantiotikums Minocyclin (oder Doxycyclin) um sagenhafte 44,6% reduziert ist.

…hier geht’s zum vollständigen Artikel….

Update Vitamin B12: Vermeiden von Hautreaktionen bei hohen Dosierungen

Überdosierungen von Vitamin B12 können (bei echtem Dauerkonsum) zu unangenehmen Hautreaktionen führen (Pickel, Ekzeme, brüchige Nägel und Haarausfall). Diese lassen sich vermeiden, wenn eine B12-Gabe stets durch täglich Biotin (Vitamin B7) 2,5-5 mg und – je nach Ernährungsprofil (s. Vegetarier) – durch Folsäure (Vitamin B9) 400-800 mcg begleitet wird (*), da der Biotinbedarf steigt. Generell ist es sinnvoll Vitamin B-Komplexe einzunehmen, da die B-Vitamine miteinander in Wechselwirkungen stehen.

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