Risiken und Chancen unseres Lebensstils – Vortrag Prof. Spitz

Die Weihnachtszeit und die Vorbereitung auf das neue Jahr erlauben es vielleicht, sich einmal mit den Grundlagen der Prävention und den Auswirkungen unseres Lebensstils auf unsere Gesundheit zu beschäftigen. In der Life-SMS Akademie ist für den interessierten Leser ein fünfteiliger Vortrag zu dieser Thematik zu finden. Die Grundprinzipien der Prävention sind völlig unabhängig von der MS und insofern auch für ein breiteres Publikum interessant.

Wir wünschen allen Lesern noch einen schönen zweiten Weihnachtstag und einen guten Rutsch in ein gesundes 2015!

Das Life-SMS-Team


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Die Life-SMS-Methodik – erschienen in Erfahrungsheilkunde 6/2014

Wir freuen uns, dass uns die Karl F. Haug Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG die Genehming gegeben hat, den in der aktuellen Erfahrungsheilkunde publizierten Artikel als Download im pdf-Format zur Verfügung zu stellen:

Die Life-SMS-Methodik

Lebensstilkonzept bei Multipler Sklerose (full text)

Erschienen in:

Erfahrungsheilkunde 2014; 63(6): 332-339
DOI: 10.1055/s-0034-1395803

Vielleicht gibt der Artikel interessante Anregungen für den Umgang mit MS.

Der Artikel ist permanent unter: Zeitenschriftenartikel zu finden.


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Lebensstil, MS und Depressionsrisiko – Ergebnisse der HOLISM-Studie

Die von unserem Vorbildprojekt Overcoming MS durchgeführte HOLISM-Studie zeigt wichtige Zusammenhänge zwischen Depressionsrisiko, Medikation und Lebensstil auf.

Insgesamt rund ein Fünftel ( 19,3% ) der  ca. 2500 Teilnehmer der HOLISM-Studie wurden positiv in Bezug auf Depression eingestuft. Mehrere demographische Faktoren waren signifikant mit dem Depressionsrisiko verbunden. Regressionsanalysen zeigten, dass schlechte Ernährung, geringe Bewegung, Übergewicht, Rauchen,  soziale Isolation und Behandlung mit Interferon mit einem höheren Depressionsrisiko im Zusammenhang stehen. Teilnehmer, die mit Omega 3-Fettsäuren ergänzen, insbesondere Leinsamen Öl, häufigen Verzehr von Fisch berichteten, Vitamin D supplementieren, meditierten und einen moderaten Alkoholkonsum angaben, hatten ein signifikant geringeres Depressionsrisiko. So reduziert alleine regelmäßiges Training das Depressionsrisiko um 40 – 50%.

Die komplette Studie ist hier zu finden:

Taylor KL, Hadgkiss EJ, Jelinek GA, Weiland TJ, Pereira NG, Marck CH, van der Meer DM. Lifestyle factors, medications and demographics associated with depression risk in an international sample of people with multiple sclerosis. BMC Psych 2014;14:327

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Neue Beiträge auf unserer Infoplattform lsms.info

Für Interessierte und diejenigen, die nicht in Sven Böttchers Infoverteiler sind:

Auf www.lsms.info sind vor kurzem einige neue Beiträge veröffentlicht worden:

Feldenkrais-Therapie und neue Vernetzungen im Gehirn  https://www.lsms.info//index.php?id=54&L=0

Acetyl-L-Carnitinhttps://www.lsms.info//index.php?id=39&L=0

Enzymehttps://www.lsms.info//index.php?id=50&L=0

Glutathion – https://www.lsms.info//index.php?id=47&L=0

Multivitamine – https://www.lsms.info//index.php?id=128&L=0

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Keiner kann Heilen – Heilung ist immer Selbstheilung

Ein sehr interessanter Vortrag von Prof. Gerald Hüther (Neurobiologische Präventionsforschung,
UNIVERSITÄTSMEDIZIN GÖTTINGEN) auf dem Hauptstadtkongress 2011 zum Thema Selbstverantwortung bei der Heilung und bei der Gesunderhaltung. Medizinische Intervention kann immer nur dazu beitragen Heilung möglich zu machen. Gleichzeitig gilt:

1. Der Patient muss gesund werden wollen.

2. Er muss dem, der ihm helfen will vertrauen (er muss verstehen was geschieht, er muss an den Maßnahmen teilhaben können, er muss den Sinn der Behandlung erkennen).

3. Eine muss eine positive Haltung entwickeln.

Insofern kann und sollte die Medizin Bedingungen schaffen Selbstheilung möglich zu machen. Das bedeutet, regenerative, selbstorganisierende Prozesse zu fördern und zu ermöglichen. Und gerade mit Bezug zur persönlichen Haltung bedeutet dies das eine Änderung der Verhältnisse und der persönlichen Erfahrungen!

Die 4 Hauptsäulen des Life-SMS-Konzeptes zielen genau darauf ab. Wir möchten Sie dazu einladen, ermutigen und inspirieren!

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Selbstregulation und Regenerationsfähigkeit des Gehirns – eine Vorlesung

Prof. Niels Birbaumer (Institut für medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie)  illustriert in diesem kurzweiligen Vortrag aus der SWR-Teleakademie an verschiedenen Beispielen die erstaunliche Regulations- und Anpassungsfähigkeit des menschlichen Gehirns – auch im Alter oder bei Schädigungen.

Deutlich wird die unglaubliche Bedeutung der Musik, als Multi-Tasking-Aufgabe für unseren Denkapparat, die Wichtigkeit des gezielten Trainings betroffener Gliedmaßen und die Verbindung von Lernen und Bewegung. Birbaumer zeigt damit ganz eindeutig die Wirksamkeit von Therapien wie Feldenkrais oder der SOWI-Therapie, die insbesondere den zuletzt genannten Zusammenhang nutzen. Mehr zu diesen Therapieformen auch auf www.lsms.info unter: Feldenkrais und SOWI.

Fampridin: Vorsicht bei einer Vorgeschichte mit Trigeminusneuralgie!

Fampridin (auch 4-Aminopyridin oder Dalfampridine in den USA), Handelsname Fampyra®, ist ein orales Medikament das vor kurzem  für Patienten mit MS zugelassen worden ist. Es kann dazu beitragen, Symptome einer Gehbehinderung zu mindern und wirkt bei etwa 30% der Betroffenen. Diese erfahren im Durchschnitt eine Verbesserung von 25% der Gehleistung, insbesondere dann, wenn sie sehr langsam zu Fuß sind. Die bekannteste größere Kontraindikation ist die Epilepsie.

Ein Team im MS–Behandlungs- und Forschungszentrum in Minneapolis behandelte 71 MS-Patienten mit Gehbehinderung mit Fampridin. Fünf dieser Patienten hatten eine Geschichte mit einer bereits vorhandenen Trigeminusneuralgie (Episoden von plötzlichen, schweren Gesichtsschmerzen ausgehend vom Trigeminus-Nerv). Die Forscher beobachteten , dass sich bei vier dieser Patienten die Trigeminusneuralgie verschlechterte. Bei drei Patienten begannen die Gesichtsschmerzen innerhalb eines Monats nach Beginn der Behandlung mit Fampridin , während bei einem Patienten das Auftreten von schweren Schmerzen im Gesicht erst nach 18 Monaten auftrat. Trotz Stopp der Behandlung mit Fampridin nach Auftreten der Problematik, waren die Schmerzen bei einigen Patienten resistent gegen vormals erfolgreich eingesetzte Medikamente.

Diese Ergebnisse legen nahe, dass Fampridin zu einer Reaktivierung von neuropathischen Schmerzen aufgrund einer Trigeminusneuralgie führen kann. Oder anders ausgedrückt: bei einer bekannten Historie in Bezug auf eine Trigeminusneuralgie ist der Einsatz von Fampridin mit großer Vorsicht zu handhaben. 

Komplette Studie unter: 

Dalfampridine may activate latent trigeminal neuralgia in patients with multiple sclerosis. 

Sekundär und primär progrediente MS – Webinaraufzeichnung der Internationalen MS Gesellschaft MSIF vom 28.11.2014

Letzte Woche präsentierte die MSIF den derzeitigen Stand bei Forschung und den vielen offenen Fragen bei der Behandlung von progredienten Formen der MS. Die wesentlichen Punkte sind:

  • 50-60% der Patienten haben heute eine progrediente Form der MS.
  • Es gibt keine medikamentöse Behandlung mit erwiesenem Nutzen.
  • Es gibt keine spezifische Behandlungsmethode.

Zusammenfassend: Die Schulmedizin bietet heute betroffenen Patienten keine wirkliche Antwort auf die dringende Frage der wirksamen Behandlung bei progredienten MS-Formen.

Die Forschung konzentriert sich heute auf das grundlegende Verständnis der Mechanismen, die Prognose des Verlaufs und  neuroprotektive und neurogenerative Methoden und Ansätze. Interessanter Weise wurden Statine als Beispiel für eine interessante mögliche Medikamentengruppe genannt. Da diese gezielt auf den Fettstoffwechsel (Senkung des LDL-Cholesterins) wirken, wird hier wieder einmal deutlich, dass Arteriosklerose und Multiple Sklerose verwandte Ursachen haben können.

Interessant auch die Bemerkung von Prof. Alan Thompson, University Colleges of London, der vier Punkte nannte, die für die Betroffenen wichtig sind:

  • Selbstmanagement der Patienten
  • Gute, angepasste und vernünftige Ernährung
  • Sport und Bewegung, Rehabilitation
  • Insgesamt einen gesundheitsorientierten Lebensstil

Unser Projekt Life-SMS reflektiert  exakt diese Punkte und versucht konkrete Antworten und Hilfestellung zu geben.

Das vollständige Webinar findet sich unter:

https://www.youtube.com/watch?v=4jPq9Rfc1kU#t=897

Alfacalcidol (Vitamin D-Stoffwechselzwischenstufe) erfolgreich bei Fatigue eingesetzt

Fatigue ist eines der häufigsten Probleme bei Multipler Sklerose, bis zu 90% der Patienten leiden darunter.

Das Vitamin-D-Analogon Alfacalcidol – könnte  hier helfen, wie eine kürzlich im Multiple Sklerose Journal erschienenen Studie über Vitamin D bei Fatigue zeigt. In dieser israelischen Studie erhielten 158 Patienten mit starker MS-Fatigue Alfacalcidol Alfacalcidol (1 mcg/d, Probandenzahl=80) oder ein Placebo (Probandenzahl=78). Die Forscher fanden heraus, dass Alfacalcidol eine sichere und wirksame Behandlung von Müdigkeit bei Patienten mit MS darstellt. Außerdem war die Lebensqualität gegenüber der Placebogruppe erhöht und die Schubrate reduziert. Diese Ergebnisse legen nahe, dass Alfacalcidol, ein Medikament, ähnlich wie das natürliche Vitamin D, eine sichere Behandlungsoption für MS-bedingte Fatigue sein kann. Es sind keine schwerwiegenden Nebenwirkungen aufgetreten.

Alfacalcidol ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Vitamine, der in der Leber rasch zum aktiven Vitamin D (Calcitriol) metabolisiert wird. Da es bereits hydroxyliert ist, muss es nicht wie Cholecalciferol an der Niere aktiviert werden, sondern nur noch in der Leber. Es wird u.a. bei Erkrankungen eingesetzt, bei denen der Vitamin-D-Metabolismus in der Niere beeinträchtigt ist.

Seelenheil aus dem Gekröse – die Bedeutung der Darm-Hirn-Achse

Auch wenn der in Spiegel-Online Artikel mit dem Titel: „Seelenheil aus dem Gekröse“ nichts direkt mit MS zu tun hat, gibt er doch einen ersten Einblick in die Verbindung zwischen Darmhirn und unserem „Oberstübchen“. Das sogenannte „leaky gut“-Syndrom, also die erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut für Fremdstoffe, gewinnt eine immer stärkere Bedeutung bei der Betrachtung der MS-Ursachen und hoffentlich bald auch bei der Therapie.

Spiegel-Online 41/2013: Seelenheil aus dem Gekröse