Bei aller Zurückhaltung: auch die konventionelle Medizin erkennt den Einfluss der Darmflora auf die Entstehung der MS

givingtuesday_germany-2015

Der Giving Tuesday naht. Unterstützen Sie uns auf betterplace...

Der von uns im Faktenblatt Darmflora und MS aufgezeigte Zusammenhang zwischen Mulitpler Sklerose und der Bakterienvielvalt (Mikrobiota) im Darm, gewinnt zunehmend auch in der Schulmedizin Bedeutung, wie ein aktueller Artikel in der Ärzte Zeitung (natürlich mit entsprechenden Einschränkungen) zeigt.

MS kann Ursprung im Darm haben, Ärzte Zeitung vom 25.11.2015

Darmflora und MS - Ärzte Zeitung
Insofern ist allen Betroffenen zu raten das Thema gesunde Darmflora ernst zu nehmen. Dazu muss man auch nicht direkt eine „Stuhltransplantation“ durchführen lassen oder Schweinepeitschenwurm-Eier verspeisen. Eine angepasste und bewusste Ernährung sind schon ein wichtiger erster Schritt der Stabilisierung.

Mehr dazu im Faktenblatt Darmflora und MS auf lsms.info


Hinweis für Kurzentschlossene:

Neurodegenerative Erkrankungen – Schwerpunkt Multiple Sklerose, Veranstaltung am 5.12. in Hamburg


Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Dann registrieren Sie sich doch gerne als “Follower” dieses Newsfeed! Rechts auf dieser Seite.

Es geht weiter: Neues auf lsms.info

boost button

Lassen Sie amazon, Otto, Douglas, medpex, Kräuterhaus St. Bernhard und 500 weitere Online Shops unser Projekt finanzieren!  ♦ ⇒ boost-Cockpit


Liebe Life-SMS Freunde und „Follower“

Nachdem der Sommer so langsam fortschreitet und die Sommerferien sich teilweise schon dem Ende nähern, ist es Zeit für ein Update zu Neuigkeiten auf unserer Infoplattform www.lsms.info . Vielleicht ist der ein oder andere Artikel Inspiration für eigene Überlegungen und/oder therapeutische Maßnahmen. Wir freuen uns auf jeden Fall über weiteren Input und Ideen.

Übrigens erweitert sich auch unser Therapeuten-Netzwerk sukzessive. Auch hier lohnt sich ab und zu ein Blick.

Ihr/Eurer Life-SMS Team


Faktenblatt Darmflora und MS: https://lsms.info/index.php?id=164&L=0%27%22

Faktenblatt Fettsäuren und MS: http://lsms.info/index.php?id=137&L=0%29

Schad- und Schutzfaktoren: https://lsms.info/index.php?id=159&L=0%27%22

Nikotin: http://lsms.info/index.php?id=160&L=0%29

Kaffee: http://lsms.info/index.php?id=158&L=0

Holzschutzmittel: http://lsms.info/index.php?id=115&L=0

Meditation: http://lsms.info/index.php?id=67&L=0

Alexandertechnik: http://lsms.info/index.php?id=161&L=0

Das nächste Seminar mit Life-SMS-Themen findet übrigens am 16.9. in der Habichtswald-Klinik in Kassel statt →  siehe Seminarankündigungen der Akademie für menschliche Medizin.


Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Dann registrieren Sie sich doch gerne als “Follower” dieses Newsfeed! Rechts auf dieser Seite.


Sommerlektüre: Brain Maker – Ein Neurologe beleuchtet das Zusammenspiel zwischen Mikrobiota und Gehirngesundheit

boost button

Lassen Sie amazon, Otto, Douglas, medpex, Kräuterhaus St. Bernhard und 500 weitere Online Shops unser Projekt finanzieren!  ♦ ⇒ boost-Cockpit


Es gibt sie doch noch: Neurologen, die sich von ausgetretenen Pfaden verabschieden und ganzheitlich denken. Insofern ist Dr. David Perlmutters neues Buch: Brain Maker – “The power of gut microbes to heal and protect your brain – for life“ eine wahre Erleuchtung. Die gut recherchierte und streng wissenschaftlich basierte Information über den Zusammenhang zwischen unserer Darmflora und der Gesundheit unseres Gehirns und des Immunsystems ist so kraftvoll und eindrucksvoll präsentiert, dass das Buch Pflichtlektüre, nicht nur für Neurologen, sondern für jeden an Gesundheitsthemen interessierten Menschen ist. MS ist dabei nur eines der neurodegenerativen Krankheitsbilder, das eng mit der Vielfalt und Arbeitsweise von Mikroorganismen in unserem Verdauungsorgan zusammenhängt. Beeindruckend auch die kurativen Effekte, die eine gezielte Einflussnahme auf die Darmflora auch bei MS auslösen kann.

Lesen Sie die vollständige Buchbesprechung im Newsfeed der AMM. 

Zur Vertiefung sei auch unser Faktenblatt Darmflora und MS empfohlen, in welchem Hintergründe und konkrete Hinweise zum Umgang mit dieser Thematik zusammengefasst sind.

Wir wünschen allen Lesern eine schöne und erholsame Sommerpause!

Ihr Life-SMS Team


Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Dann registrieren Sie sich doch gerne als “Follower” dieses Newsfeed! Rechts auf dieser Seite.


Faktenblatt Darmflora und MS – eine wichtige Säule der Stabilisierung

Wir haben schon verschiedentlich über die Wichtigkeit einer gesunden Darmflora bei einer Vielzahl von Erkrankungen und gerade bei MS berichtet.

Inzwischen haben wir es geschafft die uns bekannten Fakten und daraus abzuleitenden Empfehlungen im Faktenblatt: Darmflora und MS zusammenzufassen. Das hinter Life-SMS stehende Expertennetzwerk war dabei eine wertvolle und entscheidende Hilfe.

Mit einer Gesamtoberfläche von ca. 400-600 m² bildet die DarmschleimDarm-Hirn-Achsehaut die größte Grenzfläche zwischen Organismus und Außenwelt. Nirgendwo sonst im Körper findet ein intensiverer Kontakt mit Fremdstoffen statt als im Darm. Das „dunkle, warme Gebräu“ aus Nahrungsbrei und Schleim enthält neben gesunden Nährstoffen auch gefährliche Keime. Die Darmschleimhaut steht demzufolge in ständigem Kontakt mit potenziellen Schadstoffen. Daraus folgt eine lebenswichtige Doppelfunktion des Darms: Er muss für Nährstoffe durchlässig sein, aber gleichzeitig das Eindringen von Bakterien, Pollen, Nahrungsmittel-Allergenen, Pilzen, Viren und anderen Fremdstoffen verhindern. Gleichzeitig findet man im Darm alle Botenstoffe des Immunsystems, die auch im Gehirn vorkommen.

Hier wird deutlich, wie wichtig eine intakte Darmschleimhaut für die Gesundheit des gesamten Körpers und insbesondere bei Störungen des Immunsystems ist.

Lesen Sie mehr dazu im Faktenblatt Darmflora und MS auf lsms.info!

Wir arbeiten hierbei mit dem „Pay as you like Prinzip„. Das heißt: Das Faktenblatt ist prinzipiell kostenlos, aber wir freuen uns sehr über Ihre freiwillige Spende. Einfach vor dem Download den gewünschten Spendenbetrag im Formular eintragen und über die gewünschte Zahlungsart spenden. Egal wie viel Sie spenden, das Faktenblatt steht Ihnen unabhängig davon zur Verfügung.


Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Dann registrieren Sie sich doch gerne als “Follower” dieses Newsfeed! Rechts auf dieser Seite.


Darm-Mirkrobiota und Immunabwehr des Gehirns

boost button

Lassen Sie amazon, Otto, Douglas, medpex, Kräuterhaus St. Bernhard und 500 weitere Online Shops unser Projekt finanzieren!  ♦ ⇒ boost-Cockpit


Ein interessanter Newsfeed-Beitrag von Dr. Elke Jaspers aus unserem Expertennetzwerk, mit freundlicher Genehmigung der mikroLogos GmbH (3.6.2015).


Vor zwei Tagen gab es faszinierende Neuigkeiten in der renommierten naturwissenschaftlichen Zeitschrift „Nature Neuroscience“.

Für alle, die sich schon länger mit der großen Bedeutung der Darmmikrobiota beschäftigen, wird es keine große Überraschung sein – aber eine Freude zu sehen, dass die Wissenschaft die große Bedeutung der Darmmikrobiota für die menschliche Gesundheit mehr und mehr aufklärt.

Kurz gesagt, lauten die Ergebnisse wie folgt:

Die Darmmikrobiota sorgt dafür, dass die Immunabwehr des Gehirns richtig funktioniert und damit Entzündungsgeschehen korrekt im Gehirn „bearbeitet“ werden.Die Darmbakterien sind dafür verantwortlich, dass die Fresszellen des Gehirns (=Mikrogliazellen/Gehirn-Makrophagen) korrekt reifen und arbeiten. Übrigens: Je diverser die Darmmikrobiota zusammengesetzt ist, desto positiver ist ihre Wirkung auf die Mikrogliazellen. Denn möglicherweise können aufgrund der hohen bakteriellen Diversität Nahrungsbestandteile wie insbesondere Ballaststoffe durch das Zusammenwirken verschiedener Stoffwechselfähigkeiten der verschiedenen Bakterienarten gut zu kurzkettigen Fettsäuren abgebaut werden. Diese kurzkettigen Fettsäuren helfen dann nachgewiesenermaßen den Mikrogliazellen, Entzündungsreaktionen korrekt und schnell zu bekämpfen.

Diese Ergebnisse geben nicht nur Hinweise auf die Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen wie u. a. Alzheimer, Multiple Sklerose und Parkinson, sondern auch auf die Wichtigkeit der Ernährung. Denn sie ist die Basis für die Darmmikrobiota, kurzkettige Fettsäuren herstellen zu können und bestimmte Bakterienarten zu fördern, die über diese Fähigkeiten verfügen.
Diese kurzkettigen Fettsäuren nicht nur für das Gehirn wichtig, sondern auch für eine intakte Darmschleimhaut, denn die Darmepitelzellen ernähren sich nicht direkt von dem was wir essen, sondern von dem, was unsere Darmbakterien daraus machen. Unter anderem eben – hoffentlich – kurzkettige Fettsäuren, z. B. aus Ballaststoffen wie resistenter Stärke. Diese entsteht aus der „normalen“ Stärke z. B. bei der Abkühlung von gekochten Kartoffeln. Die Stärke ist dann für unsere menschlichen Enzyme nicht mehr angreifbar und bleibt als “Futter“ selektiv für die guten Darmbakterien liegen.

Die geschilderten Ergebnisse sind das Resultat der Arbeit mit keimfreien Mäusen, die ergo keine Darmmikrobiota besitzen. Deren Mikrogliazellen waren kaum in der Lage, auf Entzündungsreaktionen im Gehirn zu reagieren. Wird die Darmmikrobiota wieder durch Kontakt mit normal besiedelten Mäusen regeneriert, „erholen“ sich die Mikrogliazellen. Der Effekt ist also – glücklicherweise – reversibel.

Besonders beeindruckend ist dabei das Ergebnis einer vierwöchigen Antibiotikabehandlung der Mäuse. Die damit einhergehende Schädigung der guten Darmmikrobiota führte direkt zu einer Schädigung der Immunabwehr im Gehirn.

Ob diese an Mäusen erzielten Ergebnisse übertragbar sind, bleibt abzuwarten. Allerdings bestehen dafür gute Chancen, da nach Aussage des Forscher Prof. M. Prinz die Ergebnisse gut zu denen anderer Forschungsgruppen sowie zu früheren klinischen Studien passen.

Eines dürfte allerdings jetzt schon sicher sein: Eine gute Darmmikrobiota ist nie von Nachteil.

Video mit Forscher Prof. Marco Prinz (kurze Zusammenfassung des Sachverhaltes):

Quellen:
D. Erny et al.. 2015. Host microbiota constantly control maturation and function of microglia in the CNS. Nature Neuroscience, online am 2. Juni 2015 veröffentlicht
IDW-Online (https://idw-online.de/de/news631993)

Fasten und Heilen

boost button

Lassen Sie amazon, Douglas und 500 weitere Online Shops unser Projekt finanzieren!


Ein interessanter Beitrag mit Hinweis auf eine ARTE-Dokumentation in der Akademie für menschliche Medizin zum Thema Fasten:

„Die 3. Woche der Fastenzeit (Aschermittwoch – Ostern) hat gerade begonnen. Viele Menschen in Deutschland nutzen diese Zeit für eine Veränderung ihrer Verhaltensmuster.

Oft bezieht sich diese Verhaltensänderung auf die eigene Ernährung. Vor allem Kinder verzichten gerne auf Süßigkeiten. Umso leckerer schmeckt die Schokolade, der Osterhase oder das Stück Torte am Ostersonntag, der Tag an dem die Fastenzeit endet. Bei Erwachsenen steht in dieser Zeit auch oft der Verzicht auf Alkohol im Fokus.

Das „Fasten“, im Sinne von Verzicht auf Nahrung, kann bei der richtigen Umsetzung viele positive Einflüsse auf den Körperstoffwechsel haben. Es wird in der Medizin als Therapieform bei unterschiedlichen Krankheiten (metabolische-, chronisch-entzündliche-, kardiovaskuläre- und psychosomatische Erkrankungen) erfolgreich eingesetzt. Folgende vierteilige ARTE-Dokumentation “Fasten und Heilen” aus 2014 zeigt wie Fasten als Therapieform bereits genutzt wird.“

Mehr….


Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Dann registrieren Sie sich doch gerne als “Follower” dieses Newsfeed! Rechts auf dieser Seite.

Alte Freunde – neue Feinde – Was unsere Kinder (und uns) chronisch krank macht

Auch wenn der hier empfohlene ARTE-Beitrag auf den ersten Blick nichts mit MS zu tun hat, zeigt er auf eindrucksvolle Weise, wie Lebensstil und chronische Krankheiten miteinander verbunden sind. Die Grundgedanken sind die gleichen wie im Life-SMS-Konzept dargestellt. Der Mensch lebt in einer symbiotischen Beziehung mit seiner Umwelt.  Das gehören zum Beispiel auch eine spezifische Darmflora und eine Ernährung, die unserem genetischen Profil entspricht. Die Auswirkungen falsch verstandener  Hygiene,  einer überzuckerten und mit Schadstoffen behafteten Ernährung und von Übergewicht schon im Kindesalter werden eindrucksvoll gezeigt.

Die Auswirkungen mit Blick auf Autismus, ADHS und entzündliche Darmerkrankungen bei unseren Kindern und in der Folge bei den Erwachsenen sind erschreckend.

Und wer glaubt, dass die Nahrungsmittelindustrie vornehmlich mit gesunden Inhaltsstoffen arbeiten würde, verfolge doch einmal das Backexperiment mit Sarah Wiener!


Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Dann registrieren Sie sich doch gerne als “Follower” dieses Newsfeed! Rechts auf dieser Seite.


boost button

Seelenheil aus dem Gekröse – die Bedeutung der Darm-Hirn-Achse

Auch wenn der in Spiegel-Online Artikel mit dem Titel: „Seelenheil aus dem Gekröse“ nichts direkt mit MS zu tun hat, gibt er doch einen ersten Einblick in die Verbindung zwischen Darmhirn und unserem „Oberstübchen“. Das sogenannte „leaky gut“-Syndrom, also die erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut für Fremdstoffe, gewinnt eine immer stärkere Bedeutung bei der Betrachtung der MS-Ursachen und hoffentlich bald auch bei der Therapie.

Spiegel-Online 41/2013: Seelenheil aus dem Gekröse