Systemanalyse: ein vielversprechender Ansatz zum Verständnis und zur Behandlung von MS

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Eine Grundüberlegung unseres Verständnisses der Multiplen Sklerose ist, dass die Erkrankung keine einzelne Ursache hat (monokausal) sondern auf einer patientenspezifischen Kombination von Ursachen beruht (multikausal). Das erklärt auch das weitestgehende Versagen (oder die drastischen Beschränkungen) der klassischen monokausalen Therapieansätze, die meist nur bei einem geringen Anteil von Patienten Erfolge zeigen.

Der Ausweg aus dem Dilemma liegt in einem multimodalen Ansatz, wie er in unserem „Säulenmodell“ abstrakt dargestellt ist. Um diesem Modell mit Hilfe der Systemanalyse näher zu kommen, konstruiert der Betrachter des Systems (in unserem Fall des Immunsystems) zunächst eine „Black-Box“ des Systems und verfeinert diese (mit relevanten Elementen, Querverbindungen, Rückkopplungen etc.) im weiteren Verlauf der Analyse und Erkenntnis. Prinzip des Life-SMS-AnsatzesHeraus kommt ein abstrahiertes, begrenztes Abbild der Wirklichkeit, mit dessen Anwendung Aussagen über vergangene oder zukünftige Reaktionen und Verhaltensweisen des Systems unter dem Einfluss innerer und äußerer Faktoren gemacht werden können. Das Modell wird durch iterative Verbesserungen und neue Faktoren im Idealfall immer wirklichkeitsähnlicher. Dieses Prinzip ist generell in der Wissenschaft anwendbar und in der Physik, Biologie, Wirtschaft usw. weit verbreitet.

Umso erfreulicher, dass sich Dr. Tommy Ragnar Wood (Biochemiker und Mediziner, derzeit Universität Oslo) zusammen mit seinem Bruder genau dieses Ansatzes bedient haben, um der systematischen Analyse der MS und deren Behandlung (im Wesentlichen über Lebensstilmaßnahmen) näher zu kommen. Sein Vortrag aus dem Jahr 2015 in englischer Sprache ist unbedingt empfehlenswert:

Wie auch in unseren Publikationen treten die kritischen Elemente einer „Lebensstil-Intervention“ dabei deutlich zu Tage:

  • Antientzündliche, protektive und antioxidative Ernährung, Vermeidung von Schadeinflüssen, Bekämpfung und Vermeidung von Infektionen sowie Vitamin D und ausgewählte Mikronährstoffe. Dies wäre dann noch um Stressreduktion sowie Sport und Bewegung zu ergänzen.

Wir arbeiten derzeit daran eine vergleichbare Analyse auch für weniger wissenschaftlich geprägte „Follower“ in deutscher Sprache verfügbar zu machen.

Bleiben Sie uns treu und wenn Sie mögen, fördern Sie uns auf betterplace.org!


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Danke Britta….

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Die langfristige Finanzierung von unabhängigen Projekten ist immer eine Herausforderung. Dank Menschen wie Britta, ist dies heute auch über Crowdfunding-Möglichkeiten machbar:


Grundsätzlich versuche ich lokal, vor Ort in den Geschäften einzukaufen. Aber manchmal kaufe ich doch auch etwas online. Dann allerdings gehe ich immer über das boost-project, um soziale Projekte zu unterstützen – ohne das Geld aus meinem eigenen Portmonnaie fließt! Es sind dann zwar oft nur Cent-Beträge, aber wenn viele Menschen das machen, kommt doch eine ordentliche Summe zusammen. Außerdem kann ich sogar selbst bestimmen, wohin das Geld gespendet werden soll. Gefällt mir!

Britta  (0,62 €)

[siehe: https://www.boost-project.com/de/charities/2957]

Wir sagen Danke Britta und den anderen 55 Boostern die uns jetzt schon regelmäßig unterstützen!

Das Gleiche gilt für die über 300 eifrigen Betterplace-Spender, die signifikante Beträge aufgebracht haben, um dieses Projekt zu fördern. Einschätzungen der Betterplace-Spender sind unter: https://www.betterplace.org/de/projects/16807-life-sms-lebensstilmassnahmen-bei-multipler-sklerose/opinions
zu finden (bitte auf der Seite weiter blättern).
Betterplace Life-SMS
In der aktuellen Spendenkampagne bis April 2016 fehlen nur noch 9% der geplanten Mittel. Ihre Unterstützung in Form einer Einmal- oder Dauerspende, in welcher Höhe auch immer, hilft das Ziel zu erreichen.

Allen Unterstützerinnen und Unterstützern tausend Dank und bleiben Sie uns treu!

Ihr und Euer

Life-SMS Team


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Bisher vernachlässigt: die Forschung zum Thema sekundär progrediente MS-Formen – aber das Bild hellt sich auf…

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Die MS-Forschung hat sich in den letzten zweieinhalb Jahrzenten vornehmlich mit dem primären Entzündungsvorgang bei der MS und der Bekämpfung des Schubgeschehens beschäftigt. Mehr oder (eher) weniger brauchbare Medikamente liegen inzwischen vor, aber alle haben ein ungünstiges Nebenwirkungsprofil und Heilung ist aus schulmedizinscher Sicht heute nicht möglich. Umso erfreulicher ist es, dass die Forschung sich nun zunehmend auch mit dem zweiten Problem der MS-Erkrankung beschäftigt: dem neurodegenerativen Anteil (also der langsamen Zerstörung von Neuronen und Axonen).

Hier muss es darum gehen den Wiederaufbauprozess der Myelinscheide über Medikamente und Lebensstilmodifikationen zu fördern und gleichzeitig den „virtuellen“ Sauerstoff- und Energiemangel der Hirnzellen und damit ihr Absterben zu verhindern.

Professor Ayman Tourbah von der Universitätsklinik Reims in Frankreich diskutiert in diesem Video von der ECTRIMS-Konferenz in Barcelona, was getan werden kann, um gute Ausgangsbedingungen bei der Behandlung dieser Problematik bei der Erkrankung zu schaffen.

Glücklicherweise gibt erste Hinweise auf “aufbauende” Therapien mit sehr geringen oder keinen Nebenwirkungen, die derzeit in verschiedenen Projekten untersucht werden. Prof. Tourbah arbeitet in diesem Zusammenhang am Thema „hochdosiertes Biotin (Vitamin B7)“. Das entsprechende Interview ist ebenfalls hier zu sehen:

Auf CDP-Cholin hatten wir schon in einem früheren Beitrag verwiesen.

Fazit: Die Lösung des Problems MS wird in einer optimalen Kombination von Möglichkeiten zur Entzündungsbekämpfung und regenerativen Therapien liegen. In beiden Fällen werden Lebensstil-Modifikationen das Fundament einer nachhaltigen Stabilisierung und möglichst Gesundung sein.


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Schöne Bestätigung: Vitamin D moduliert das Immunsystem bei MS

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Seit Beginn unseres Projektes weisen wir auf die Wichtigkeit eines adäquaten Vitamin D-Spiegels und eines regelmäßigen Aufenthalts in der Sonne bei MS-Patienten (und nicht nur bei diesen) hin. Die Zusammenhänge zwischen dem Risiko für das Auftreten der MS sowie für eine stärkere Progression im Krankheitsverlauf bei einem niedrigen Vitamin D-Spiegel sind schon länger bekannt.

Forscher an der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore untersuchten nun die Effekte der Vitamin D-Supplementation bei 40 Erwachsenen im Alter von 18-55 Jahren mit schubförmiger MS. Die Patienten wurden randomisiert und erhielten entweder 10.400 IE oder 800 IE Cholecalciferol (Vitamin D3) täglich für 6 Monate. Die immunologischen Untersuchungen wurden zu Beginn der Studie und nach 3 bzw. 6 Monaten durchgeführt.

Das Ergebnis:

Eine Vitamin D-Supplementierung mit 10.400 IE täglich ist sicher und gut verträglich bei Patienten mit MS und äußert sich in vivo (im lebendigen Organismus) durch vielfältige immunmodulatorische Effekte. Diese betreffen u.a.  die Reduktion der Interleukin-17-Produktion durch CD4+ T-Zellen sowie einen verringerten Anteil der Effektor-Gedächtnis CD4+ T-Zellen bei gleichzeitiger Erhöhung der zentralen Gedächntis-CD4+ T-Zellen und naiver CD4+ T-Zellen.

In der Summe und weniger kompliziert ausgedrückt: ein dämpfender, modulatorischer Effekt auf das Immunsystem konnte eindeutig nachgewiesen werden. Das Ganze war aber dosisabhängig und trat nur in der Gruppe der Patienten mit 10.400 IE Vitamin D3 täglich auf.

Die Folgerung der Forscher ist u.a., dass für MS-Patienten ein Vitamin D3-Spiegel im Vollblut von etwa 50 ng/ml anzustreben ist. Dies liegt genau in der von uns schon 2013 empfohlen Bandbreite zwischen 40 und 60 ng/ml (vergl. Faktenblatt Vitamin D und MS).

[Zum Abstract der Studie]

 


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2015 im Rückblick bei Life-SMS

Zum Jahresende lohnt vielleicht ein kurzer Rückblick auf das Jahr 2015.

Was haben wir geschafft?

Zunächst sind die Inhalte auf der Infoplattform http://www.lsms.info deutlich erweitert worden. Geholfen hat dabei ganz besonders die Übernahme vieler wichtiger Artikel aus Sven Böttchers Buch „Diagnose: unheilbar – Therapie: selbstbestimmt“. Besonderen Dank an Sven und seine MitstreiterInnen für ihren Einsatz.

Ein zweiter Punkt waren Vortragsveranstaltungen mit jeweils einem ausführlichen Beitrag zur Life-SMS-Methodik und den Ideen dahinter. Mit insgesamt ca. 400 Teilnehmerinnnen und Teilnehmern in Berlin, Konstanz, Kassel und Hamburg haben die Veranstaltungen nicht nur eine recht große Zeilgruppe erreicht, sondern auch den Austausch zwischen Betroffenen und Therapeuten, die nicht nur „in Schubladen denken“, ermöglicht.

„Last but not least“ hat sich die Zahl unserer „Follower“ sukzessive erhöht. Auf Life-SMS wurde ca. 31.000 mal zugegriffen. Und die Infoplattform lsms.info zählte mehr als 120.000 Besucher mit 500.000+ Seitenaufrufen.

Wir scheinen also durchaus interessante und hoffentlich wertvolle Inhalte zu liefern. Das gibt uns Motivation und Impuls weiterzumachen.

Welche Inhalte waren besonders gefragt?

Hier die Titel der fünf meistgelesenen Newsfeed-Beiträge:

Was ist eigentlich ketogene Ernährung – Chancen bei der Behandlung der MS?
Keiner kann Heilen – Heilung ist immer Selbstheilung
Das lsms.info Küchenplakat – Das Wesentliche auf einen Blick
Der Arzt behandelt, die Natur heilt – eine Lanze für die Homöopathie
Hoffnungsträger und viel Neues auf lsms.info!

Für Zahlenfreunde haben die  WordPress.com-Statistik-Elfen darüber hinaus einen Jahresbericht 2015 für dieses Blog erstellt.

Hier ist ein Auszug:

Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Dieses Blog wurde in 2015 etwa 31.000 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 11 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieses Blog.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Finanzen

Damit das Projekt auch weiterhin unabhängig weiterleben kann sind wir natürlich auch auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Infos zu Spendenmöglichkeiten finden Sie auf der Spendenseite auf lsms.info oder hier unter Finanzierung.

Besonders freuen wir uns auch über kleine Dauerspenden via betterplace! Dies gibt uns Planungssicherheit und belastet potenzielle Spender nur geringfügig.

Abschließend danken wir allen Unterstützern, Diskussionspartnern, Therapeuten, Spendern und Lesern (selbstverständlich den weiblichen und den männlichen) für den regen Austausch und die gemeinsame Arbeit in diesem Jahr und freuen uns auf ein neues, gesundes und interessantes Projektjahr 2016!

Bleiben Sie uns treu und kommen Sie gut ins Neue Jahr!

Ihr und Euer Life-SMS Team


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Gastbeitrag: Unterstützende Behandlung der MS mit Heil- bzw. Vitalpilzen

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Es freut uns sehr, kurz vor den Festtagen, noch den ausführlichen o.a. Gastbeitrag unserer Projektpartnerin Dr. med. Gunda Schlink veröffentlichen zu können.

Reishi – ein typischer Heilpilz

Die Behandlung mit Pilzen (Mykotherapie) hat sowohl in der asiatischen Medizin (zum Beispiel in der Traditionellen Chinesischen Medizin – TCM) als auch in unserem europäischen Kulturraum eine lange Tradition. Dabei ist der Übergang von Ernährung zu Medizin fließend, denn die meisten Heilpilze dienen auch als Speisepilze.

Auch in der integrativen westlichen Medizin werden Heil- und Medizinalpilze erfolgreich eingesetzt. Dies ist insbesondere für das Feld der biologischen Krebsabwehr gut bekannt. In Bezug auf die Möglichkeit des Einsatzes von Heilpilzen bei der Multiplen Sklerose ist der Bekanntheitsgrad deutlich geringer. An dieser Stelle setzt der Gastbeitrag:

Unterstützende Behandlung der Multiplen Sklerose mit Heil- bzw. Vitalpilzen

an. Sie können das Dokument gerne auch im pdf-Format downloaden, wobei wir uns sehr über eine kleine Unterstützung sehr freuen würden.

Wir wünschen allen Lesern und Partner ein gesegnetes Weihnachtsfest, erholsame Tage und viele Inspirationen für ein gesundes Jahr 2016!

Ihr und Eurer

Life-SMS Team


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Jetzt wäre eine gute Zeit zu boosten….


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Wie man hört, werden im Online-Handel dieses Jahr zu Weihnachten bis zu 11,2 Mrd. € umgesetzt. Uns würden ja Bruchteile von Promille-Anteilen an diesen Umsätzen reichen, um damit Life-SMS/lsms.info sicher zu finanzieren.

Falls Sie also in den nächsten Tagen lieber Online bestellen, statt sich in den Weihnachtstrubel zu stürzen, dann nutzen Sie doch die gewonnene Zeit für ein paar Gedanken an unser Projekt. Wenige Klicks und das Bestellen mit Hilfe von boost bei Ihrem gewohnten Online Händler, sorgen für eine kleine Spende. Es kostet Sie keinen Cent mehr und Sie tun gleichzeitig etwas für die Nutzer von lsms.info und life-sms.org.

In aller Kürze:

  1. Bei boost anmelden!
  2. Falls Sie Chrome oder Firefox als Browser nutzen, optional den „boost-bar“ installieren (siehe Browser-Apps), der Ihnen registrierte Online-Shops automatisch anzeigt.
  3. Shoppen und dabei boost aktivieren.
  4. Die generierte Spende (3-7% des Umsatzes) an die DSGIP und damit Life-SMS

Wir danken den 51 boostern, die mit Ihren Einkäufen in diesem Jahr schon mehr als 1000 € Spendensumme generiert haben an dieser Stelle sehr herzlich (siehe boost-Cockpit)!

Ihr

Life-SMS Team


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Remyelinisierende Therapien: CDP-Cholin als neuer Forschungsansatz bei Multipler Sklerose


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Eine Therapieklasse, die aus unserer Sicht besondere Aufmerksamkeit verdient, sind Therapien, die die Neubildung von Myelinscheiden oder sogar Nervenzellen anregen. Der folgende Beitrag unseres Netzwerkmitglieds, der Pharmakologin Julia K., beschäftigt sich mit CDP-Cholin:


Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben mit CDP-Cholin eine aussichtsreiche Substanz entdeckt, die im Mausmodell die natürlicherweise ablaufende Regeneration von Nervenhüllen nach einem Schub von ein paar Wochen auf ein paar Tage verkürzt.
Myelinscheiden
„Die Geschwindigkeit ist entscheidend, weil Nervenzellen irgendwann zugrunde gehen, wenn sie ohne Myelinhülle quasi `nackt` sind“, so Prof. Dr. med. Stangel. CDP-Cholin stimuliert ein Enzym, wodurch mehr Myelin-Vorläuferzellen entstehen und sich die Myelinhülle schneller erholen kann. „So könnten weniger Nervenzellen sterben, was langfristig zu weniger Behinderungen bei den Patienten führen würde“, ergänzt PD Dr. Thomas Skripuletz. Bei Erkrankten könnte eine Therapie mit CDP-Cholin bei einem Schub für ein bis zwei Monate gegeben werden – zusätzlich zur bisher üblichen Therapie mit Cortison. Zudem könnte sie mit präventiven Maßnahmen kombiniert werden.
„Letztlich müssen klinische Studien aber zeigen, ob die Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind“, betont Prof. Stangel. Da CDP-Cholin bereits im Rahmen von anderen Erkrankungen untersucht worden und als Nahrungsergänzungsmittel verfügbar ist, sind baldige klinische Studien möglich.

CDP-Cholin ist ein Zwischenprodukt im Neurotransmitter- und Zellmembranstoffwechsel. Die Abkürzung CDP-Cholin steht für Cytidin-5‘-Diphosphat-Cholin. Dieser körpereigene Wirkstoff hat positive Einflüsse auf die kognitiven Vorgänge im Gehirn und fördert das Aufmerksamkeits- und Konzentrationsvermögen. Bei der Substanz handelt es sich um eine Sonderform des wasserlöslichen Nährstoffes Cholin (Vorkommen z.B. in Leber und Eigelb), welche aufgrund ihrer chemischen Struktur nach Passage der Blut-Hirn-Schranke in das zentrale Nervensystem gelangen kann. Diese Form von Cholin spielt eine wichtige Rolle bei der Biosynthese von Phospholipiden, vor allem Phosphatidylcholin im Gehirn, einem der wichtigsten Bausteine von Zellmembranen. Phospholipide unterstützen den Stoffwechsel der Nervenzellen und sind unverzichtbar für die Reizverarbeitung und –weiterleitung in den Gehirn- und Nervenzellen.

Obwohl die Substanz schon bei vielen Menschen (insbesondere Schlaganfall- und Schädel-Hirn-Trauma-Patienten) eingesetzt wurde und wahrscheinlich auch bei MS-Patienten keine schwerwiegenden Nebenwirkungen zu erwarten sind, sollten Patienten CDP-Cholin nicht einfach so einnehmen, zumal über die Dosierung beim Menschen noch nicht viel bekannt ist. Also sollte man mit der Einnahme warten, bis eine Studie genauere Ergebnisse zur Wirkung bei MS liefert oder Rücksprache mit dem betreuenden Arzt nehmen.

Quellen:


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Spontanheilung ist kein Wunder…

givingtuesday_germany-2015Der Giving Tuesday ist da. Unterstützen Sie uns auf betterplace…


In einer sehr empfehlenswerten Reportage auf Servus TV geht der Filmemacher und Wissenschaftsjournalist Kurt Langbein der Frage nach, was die Gemeinsamkeit unerwarteter plötzlicher Heilungsfälle bei Krebspatienten sein könnte? Das Thema ist genauso wichtig und richtig für MS-Betroffene.

Lesen Sie den kompletten Artikel bei der Akademie für menschliche Medizin:

Trotzdem gesund – Spontan- und Selbstheilung und was dahinter steckt


Hinweis für Kurzentschlossene:

Neurodegenerative Erkrankungen – Schwerpunkt Multiple Sklerose, Veranstaltung am 5.12. in Hamburg


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Bei aller Zurückhaltung: auch die konventionelle Medizin erkennt den Einfluss der Darmflora auf die Entstehung der MS

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Der Giving Tuesday naht. Unterstützen Sie uns auf betterplace...

Der von uns im Faktenblatt Darmflora und MS aufgezeigte Zusammenhang zwischen Mulitpler Sklerose und der Bakterienvielvalt (Mikrobiota) im Darm, gewinnt zunehmend auch in der Schulmedizin Bedeutung, wie ein aktueller Artikel in der Ärzte Zeitung (natürlich mit entsprechenden Einschränkungen) zeigt.

MS kann Ursprung im Darm haben, Ärzte Zeitung vom 25.11.2015

Darmflora und MS - Ärzte Zeitung
Insofern ist allen Betroffenen zu raten das Thema gesunde Darmflora ernst zu nehmen. Dazu muss man auch nicht direkt eine „Stuhltransplantation“ durchführen lassen oder Schweinepeitschenwurm-Eier verspeisen. Eine angepasste und bewusste Ernährung sind schon ein wichtiger erster Schritt der Stabilisierung.

Mehr dazu im Faktenblatt Darmflora und MS auf lsms.info


Hinweis für Kurzentschlossene:

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