Medizinisches Denken außerhalb der üblichen Schubladen: 3. Kongress für menschliche Medizin am 16./17.4.2016 in Frankfurt

Zum dritten Mal steht am 16. und 17. April 2016 der Kongress für menschliche Medizin auf der Tagesordnung der Akademie für menschliche Medizin und  der Akademie für Mikronährstoffmedizin.

Wie immer werden zu der Veranstaltung im Biozentrum Campus Riedberg, Universität Frankfurt, mehr als 200 Teilnehmer zu einem Programm erwartet, dass es wieder einmal in sich hat. 

Schwerpunktthema ist in diesem Jahr die Demenz!

Demenz ist viel mehr noch als die Multiple Sklerose ein Problem des modernen Lebensstils: von der Insulin-Resistenz der Gehirnzellen  über Defizite  elementarer Ressourcen  in  weiten Teilen  der  Bevölkerung wie fehlende Mikronährstoffe und Omega-3 Fettsäuren sowie mangelnde Vitamin D-Versorgung für die Gehirnfunktion bis hin zu fehlenden Botenstoffen der Muskulatur als Folge der allgemeinen körperlichen Inaktivität. So verwundert es nicht, dass bei Prävention und Behandlung die gleichen Mechanismen greifen wie bei der MS.

Übrigens finden sich unter den Vortragen aktive Mitglieder des therapeutischen und wissenschaftlichen Netzwerks des Life-SMS-Projektes. So spricht zum Beispiel Dr. Kurt Mosetter über das Thema „Gesunde Zucker – gibt es die?“ und Prof. Spitz berichtet über die „Allianz gegen Demenz“. Unter den Kongressteilnehmern finden sich zudem weitere Vertreter unseres Netzwerks.

Das aktuelle Konferenzprogramm mit aktiven und überzeugten Vertretern einer menschlichen Medizin und Anmeldedetails finden Sie hier!

Verzichten Sie nicht auf die Aha-Effekte des Kongresses und vielleicht sehen wir uns ja in Frankfurt.

Ihr und Euer

Life-SMS Team


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Das therapeutische Potential einer ketogenen Diät bei der progredienten MS

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Über das Thema Low-Carb und ketogene Ernährung haben wir schon verschiedentlich berichtet; z.B.:

Was ist eigentlich ketogene Ernährung – Chancen bei der Behandlung der MS?

Bis vor kurzem wurde Multiple Sklerose rein als entzündliche Erkrankung, ohne besondere Beachtung der signifikanten neurodegenerative Komponente für Krankheitsverlauf und Behinderung, angesehen. Diese Perspektive wird durch Beobachtung einer Dissoziation (Aufspaltung) zwischen Entzündung und Neurodegeneration in Frage gestellt, in der die neurodegenerative Komponente eine wichtigere Rolle für das Fortschreiten der Krankheit spielt.

In einem frei verfügbaren Review Artikel aus „Multiple Sclerosis International, Dezember 2015“ wird dieser Zusammenhang nun umfassend beleuchtet.

Storoni, Mithu; Plant, Gordon T. (2015): The Therapeutic Potential of the Ketogenic Diet in Treating Progressive Multiple Sclerosis. In: Multiple Sclerosis International 2015 (1), S. 1–9. DOI: 10.1155/2015/681289.

Die Autoren kommen zu folgenden Schlussfolgerungen:

Die ketogene Diät birgt Potenzial, die neurodegenerative Komponente von progredienter MS auf der Grundlage der folgenden Beobachtungen aus „in-vitro“- und „in-vivo“-Studien zu behandeln:

  • Die Neurodegeneration wird als der, der progredienten MS zugrunde liegende, pathologische Faktor verstanden.
  • Ein mitochondriale Dysfunktion (Mitochondrien: Kraftwerke der Zellen) kann zu einer reduzierten ATP-Verfügbarkeit führen (ATP: Brennstoff der Zelle). Dies kann die axonalen Atrophie (Gewebeschwund) fördern, was wiederum zu einer Degeneration der Nervenzellen führt.
  • Nach den Ergebnissen der betrachteten „in vitro“ und Tierstudien, erhöht die ketogene Ernährung die ATP-Produktion, fördert die mitochondriale Biogenese und umgeht dysfunktionale Schritte innerhalb der mitochondrialen bioenergetischen Prozesse, erhöht gleichzeitig die Niveaus von Antioxidantien und reduziert oxidative Schäden. Da das axonale Überleben mit einer Erhöhung der ATP-Niveaus und einer allgemeinen Verbesserung der mitochondrialen Funktion korreliert, kann die ketogene Diät einen therapeutischen Nutzen in die neurodegenerative Komponente von MS bieten.

Einfacher ausgedrückt: Eine ketogene Diät hat das Potenzial die Energieversorgung der Nervenzellen und den Schutz der Zellen zu verbessern und kann somit den neurodegenerativen Prozessen bei der MS entgegenwirken.

Auch erste Humanstudien, zum Beispiel an der Charité in Berlin, weisen in diese Richtung. Bevor man aber selbst in eine ketogene Diät einsteigt, sollte man sich auf der einen Seite über Kontraindikationen gründlich informieren (siehe auch erste Hinweise auf lsms.info) und auf der anderen Seite zwingend mit dem behandelnden Arzt Rücksprache halten. Eine ketogene Diät stellt eine massive Umstellung des Stoffwechsels dar!

Generell ist aber jeder und jedem MS-Betroffenen eine zucker- und kohlenhydratarme Diät zu empfehlen. Dazu gibt es ausführliche Hinweise in unserem Faktenblatt Zucker und MS.

Buchempfehlungen (z.B. Dr. Wahls, MS erfolgreich behandeln mit dem Paläo-Programm) finden sich u.a. bei der Akademie für menschliche Medizin im Bereich neurodegenerative Erkrankungen.

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MRT-Scans: Doch nicht so harmlos wie gedacht?

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Unsere (und nicht nur unsere) kritische Haltung zum Nutzen allzu häufiger MRT-Scans ist auf lsms.info schon hinreichend beschrieben; siehe: Bildgebende Verfahren (MRT).

Ganz aktuell kommt aber ein Argument hinzu, was inzwischen sogar den Berufsverband der Deutschen Nuklearmediziner zu einer warnenden Pressemitteilung veranlasste:

„Berlin, Januar 2016 – Das Metall Gadolinium, ein Bestandteil von Kontrastmitteln für die bildgebende Diagnostik im Rahmen einer Magnetresonanztomographie (MRT), kann sich nach der Untersuchung im Gehirn ablagern. Bislang ist unklar, ob die Ablagerungen zu gesundheitlichen Schäden führen. Der Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner e.V. (BDN) rät jedoch, die Kontrastmittel vorerst nur bei unvermeidbaren Untersuchungen einzusetzen. Das Herz etwa lasse sich auch mit einer Myokardszintigraphie oder Ultraschall untersuchen, so der Verband. Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat eine Prüfung zu Gadolinium eingeleitet.“ [Quelle: Nuklearmediziner empfehlen alternative Untersuchungen fürs Herz].

MRT-Schnitt durch ein  normales menschliches Gehirn
MRT-Schnitt durch ein normales menschliches Gehirn

Gadolinium ist ein Metall aus der Gruppe der seltenen Erden und wird intravenös verabreicht, um beispielsweise Tumore oder entzündliche Vorgänge im Gehirn oder Rückenmark darzustellen.

Wie eine Gruppe japanischer Wissenschaftler im Rahmen einer aktuellen Studie darstellt, wäre es möglich, dass sich Gadolinium-Ionen aus ihrem Chelat-Komplex lösen und in bestimmten Hirnstrukturen anlagern könnten. Ob es dadurch zu einer Schädigung kommt, konnte in der Studie jedoch nicht festgestellt werden. Es gibt deshalb derzeit noch keine darauf bezogenen Einschränkungen in der Verwendung von Gadolinium-haltigen Kontrastmitteln. Allerdings hat auch die amerikanische FDA eine Untersuchung zur Prüfung der Risiken durch Gadolinium eingeleitet und ruft zu folgendem auf: „We urge health care professionals, patients, and parents/caregivers to report possible side effects involving GBCAs to the FDA MedWatch program“

Für die Experten unter unseren Lesern ist die vollständige Studie hier frei einsehbar:

Kanda, Tomonori; Ishii, Kazunari; Kawaguchi, Hiroki; Kitajima, Kazuhiro; Takenaka, Daisuke (2014): High Signal Intensity in the Dentate Nucleus and Globus Pallidus on Unenhanced T1-weighted MR Images: Relationship with Increasing Cumulative Dose of a Gadolinium-based Contrast Material. In: Radiology 270 (3), S. 834–841. DOI: 10.1148/radiol.13131669.

Und die Konsequenz für uns in Bezug auf MRTs muss somit um einen Halbsatz erweitert werden:

  • Zu Beginn Ihrer Erkrankung bzw. in der Basisdiagnostik ist ein MRT-Bild sinnvoll, um z. B. einen Tumor als Ursache Ihrer Beschwerden auszuschließen.
  • Die prognostische Aussagekraft von MRT-Kontrollen im MS-Verlauf ist höchst umstritten.
  • Die Lage und Auftreten der Läsionen und die Beschwerden des Patienten sind nicht „korreliert“ – sprich: Weniger Läsionen bedeuten nicht zwingend weniger Beschwerden.
  • Für Wissenschaftler sind MRT-Bilder hilfreich. Lassen Sie sich von Ihrem Neurologen erklären, wieso MRT-Bilder für Sie hilfreich sein sollten und bei durchaus bestehenden ungeklärten Risiken der MRT-Untersuchung regelmäßig angewandt werden sollten.

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Neues auf lsms.info: Antibiotika als Chance/ Update Vitamin B12

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Antibiotika als Chance – ein wichtiger Hinweis insbesondere für „Neubetroffene“:

Wer mit einem „klinisch isolierten Syndrom“ (CIS) beim Neurologen landet, sollte diesen dringend fragen, ob er oder sie bitte zunächst einmal ein Breitband-Antibiotikum einnehmen dürfte. Neurologen hören diese Frage zwar nicht gern, verschweigen dann aber (oder wissen davon nichts), dass das relative Risiko, von einem CIS in eine Multiple Sklerose zu rutschen, bei Gabe des Breitbandantiotikums Minocyclin (oder Doxycyclin) um sagenhafte 44,6% reduziert ist.

…hier geht’s zum vollständigen Artikel….

Update Vitamin B12: Vermeiden von Hautreaktionen bei hohen Dosierungen

Überdosierungen von Vitamin B12 können (bei echtem Dauerkonsum) zu unangenehmen Hautreaktionen führen (Pickel, Ekzeme, brüchige Nägel und Haarausfall). Diese lassen sich vermeiden, wenn eine B12-Gabe stets durch täglich Biotin (Vitamin B7) 2,5-5 mg und – je nach Ernährungsprofil (s. Vegetarier) – durch Folsäure (Vitamin B9) 400-800 mcg begleitet wird (*), da der Biotinbedarf steigt. Generell ist es sinnvoll Vitamin B-Komplexe einzunehmen, da die B-Vitamine miteinander in Wechselwirkungen stehen.

…hier geht’s zum vollständigen Artikel….

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Systemanalyse: ein vielversprechender Ansatz zum Verständnis und zur Behandlung von MS

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Eine Grundüberlegung unseres Verständnisses der Multiplen Sklerose ist, dass die Erkrankung keine einzelne Ursache hat (monokausal) sondern auf einer patientenspezifischen Kombination von Ursachen beruht (multikausal). Das erklärt auch das weitestgehende Versagen (oder die drastischen Beschränkungen) der klassischen monokausalen Therapieansätze, die meist nur bei einem geringen Anteil von Patienten Erfolge zeigen.

Der Ausweg aus dem Dilemma liegt in einem multimodalen Ansatz, wie er in unserem „Säulenmodell“ abstrakt dargestellt ist. Um diesem Modell mit Hilfe der Systemanalyse näher zu kommen, konstruiert der Betrachter des Systems (in unserem Fall des Immunsystems) zunächst eine „Black-Box“ des Systems und verfeinert diese (mit relevanten Elementen, Querverbindungen, Rückkopplungen etc.) im weiteren Verlauf der Analyse und Erkenntnis. Prinzip des Life-SMS-AnsatzesHeraus kommt ein abstrahiertes, begrenztes Abbild der Wirklichkeit, mit dessen Anwendung Aussagen über vergangene oder zukünftige Reaktionen und Verhaltensweisen des Systems unter dem Einfluss innerer und äußerer Faktoren gemacht werden können. Das Modell wird durch iterative Verbesserungen und neue Faktoren im Idealfall immer wirklichkeitsähnlicher. Dieses Prinzip ist generell in der Wissenschaft anwendbar und in der Physik, Biologie, Wirtschaft usw. weit verbreitet.

Umso erfreulicher, dass sich Dr. Tommy Ragnar Wood (Biochemiker und Mediziner, derzeit Universität Oslo) zusammen mit seinem Bruder genau dieses Ansatzes bedient haben, um der systematischen Analyse der MS und deren Behandlung (im Wesentlichen über Lebensstilmaßnahmen) näher zu kommen. Sein Vortrag aus dem Jahr 2015 in englischer Sprache ist unbedingt empfehlenswert:

Wie auch in unseren Publikationen treten die kritischen Elemente einer „Lebensstil-Intervention“ dabei deutlich zu Tage:

  • Antientzündliche, protektive und antioxidative Ernährung, Vermeidung von Schadeinflüssen, Bekämpfung und Vermeidung von Infektionen sowie Vitamin D und ausgewählte Mikronährstoffe. Dies wäre dann noch um Stressreduktion sowie Sport und Bewegung zu ergänzen.

Wir arbeiten derzeit daran eine vergleichbare Analyse auch für weniger wissenschaftlich geprägte „Follower“ in deutscher Sprache verfügbar zu machen.

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Danke Britta….

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Die langfristige Finanzierung von unabhängigen Projekten ist immer eine Herausforderung. Dank Menschen wie Britta, ist dies heute auch über Crowdfunding-Möglichkeiten machbar:


Grundsätzlich versuche ich lokal, vor Ort in den Geschäften einzukaufen. Aber manchmal kaufe ich doch auch etwas online. Dann allerdings gehe ich immer über das boost-project, um soziale Projekte zu unterstützen – ohne das Geld aus meinem eigenen Portmonnaie fließt! Es sind dann zwar oft nur Cent-Beträge, aber wenn viele Menschen das machen, kommt doch eine ordentliche Summe zusammen. Außerdem kann ich sogar selbst bestimmen, wohin das Geld gespendet werden soll. Gefällt mir!

Britta  (0,62 €)

[siehe: https://www.boost-project.com/de/charities/2957]

Wir sagen Danke Britta und den anderen 55 Boostern die uns jetzt schon regelmäßig unterstützen!

Das Gleiche gilt für die über 300 eifrigen Betterplace-Spender, die signifikante Beträge aufgebracht haben, um dieses Projekt zu fördern. Einschätzungen der Betterplace-Spender sind unter: https://www.betterplace.org/de/projects/16807-life-sms-lebensstilmassnahmen-bei-multipler-sklerose/opinions
zu finden (bitte auf der Seite weiter blättern).
Betterplace Life-SMS
In der aktuellen Spendenkampagne bis April 2016 fehlen nur noch 9% der geplanten Mittel. Ihre Unterstützung in Form einer Einmal- oder Dauerspende, in welcher Höhe auch immer, hilft das Ziel zu erreichen.

Allen Unterstützerinnen und Unterstützern tausend Dank und bleiben Sie uns treu!

Ihr und Euer

Life-SMS Team


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Bisher vernachlässigt: die Forschung zum Thema sekundär progrediente MS-Formen – aber das Bild hellt sich auf…

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Die MS-Forschung hat sich in den letzten zweieinhalb Jahrzenten vornehmlich mit dem primären Entzündungsvorgang bei der MS und der Bekämpfung des Schubgeschehens beschäftigt. Mehr oder (eher) weniger brauchbare Medikamente liegen inzwischen vor, aber alle haben ein ungünstiges Nebenwirkungsprofil und Heilung ist aus schulmedizinscher Sicht heute nicht möglich. Umso erfreulicher ist es, dass die Forschung sich nun zunehmend auch mit dem zweiten Problem der MS-Erkrankung beschäftigt: dem neurodegenerativen Anteil (also der langsamen Zerstörung von Neuronen und Axonen).

Hier muss es darum gehen den Wiederaufbauprozess der Myelinscheide über Medikamente und Lebensstilmodifikationen zu fördern und gleichzeitig den „virtuellen“ Sauerstoff- und Energiemangel der Hirnzellen und damit ihr Absterben zu verhindern.

Professor Ayman Tourbah von der Universitätsklinik Reims in Frankreich diskutiert in diesem Video von der ECTRIMS-Konferenz in Barcelona, was getan werden kann, um gute Ausgangsbedingungen bei der Behandlung dieser Problematik bei der Erkrankung zu schaffen.

Glücklicherweise gibt erste Hinweise auf “aufbauende” Therapien mit sehr geringen oder keinen Nebenwirkungen, die derzeit in verschiedenen Projekten untersucht werden. Prof. Tourbah arbeitet in diesem Zusammenhang am Thema „hochdosiertes Biotin (Vitamin B7)“. Das entsprechende Interview ist ebenfalls hier zu sehen:

Auf CDP-Cholin hatten wir schon in einem früheren Beitrag verwiesen.

Fazit: Die Lösung des Problems MS wird in einer optimalen Kombination von Möglichkeiten zur Entzündungsbekämpfung und regenerativen Therapien liegen. In beiden Fällen werden Lebensstil-Modifikationen das Fundament einer nachhaltigen Stabilisierung und möglichst Gesundung sein.


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Schöne Bestätigung: Vitamin D moduliert das Immunsystem bei MS

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Seit Beginn unseres Projektes weisen wir auf die Wichtigkeit eines adäquaten Vitamin D-Spiegels und eines regelmäßigen Aufenthalts in der Sonne bei MS-Patienten (und nicht nur bei diesen) hin. Die Zusammenhänge zwischen dem Risiko für das Auftreten der MS sowie für eine stärkere Progression im Krankheitsverlauf bei einem niedrigen Vitamin D-Spiegel sind schon länger bekannt.

Forscher an der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore untersuchten nun die Effekte der Vitamin D-Supplementation bei 40 Erwachsenen im Alter von 18-55 Jahren mit schubförmiger MS. Die Patienten wurden randomisiert und erhielten entweder 10.400 IE oder 800 IE Cholecalciferol (Vitamin D3) täglich für 6 Monate. Die immunologischen Untersuchungen wurden zu Beginn der Studie und nach 3 bzw. 6 Monaten durchgeführt.

Das Ergebnis:

Eine Vitamin D-Supplementierung mit 10.400 IE täglich ist sicher und gut verträglich bei Patienten mit MS und äußert sich in vivo (im lebendigen Organismus) durch vielfältige immunmodulatorische Effekte. Diese betreffen u.a.  die Reduktion der Interleukin-17-Produktion durch CD4+ T-Zellen sowie einen verringerten Anteil der Effektor-Gedächtnis CD4+ T-Zellen bei gleichzeitiger Erhöhung der zentralen Gedächntis-CD4+ T-Zellen und naiver CD4+ T-Zellen.

In der Summe und weniger kompliziert ausgedrückt: ein dämpfender, modulatorischer Effekt auf das Immunsystem konnte eindeutig nachgewiesen werden. Das Ganze war aber dosisabhängig und trat nur in der Gruppe der Patienten mit 10.400 IE Vitamin D3 täglich auf.

Die Folgerung der Forscher ist u.a., dass für MS-Patienten ein Vitamin D3-Spiegel im Vollblut von etwa 50 ng/ml anzustreben ist. Dies liegt genau in der von uns schon 2013 empfohlen Bandbreite zwischen 40 und 60 ng/ml (vergl. Faktenblatt Vitamin D und MS).

[Zum Abstract der Studie]

 


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2015 im Rückblick bei Life-SMS

Zum Jahresende lohnt vielleicht ein kurzer Rückblick auf das Jahr 2015.

Was haben wir geschafft?

Zunächst sind die Inhalte auf der Infoplattform http://www.lsms.info deutlich erweitert worden. Geholfen hat dabei ganz besonders die Übernahme vieler wichtiger Artikel aus Sven Böttchers Buch „Diagnose: unheilbar – Therapie: selbstbestimmt“. Besonderen Dank an Sven und seine MitstreiterInnen für ihren Einsatz.

Ein zweiter Punkt waren Vortragsveranstaltungen mit jeweils einem ausführlichen Beitrag zur Life-SMS-Methodik und den Ideen dahinter. Mit insgesamt ca. 400 Teilnehmerinnnen und Teilnehmern in Berlin, Konstanz, Kassel und Hamburg haben die Veranstaltungen nicht nur eine recht große Zeilgruppe erreicht, sondern auch den Austausch zwischen Betroffenen und Therapeuten, die nicht nur „in Schubladen denken“, ermöglicht.

„Last but not least“ hat sich die Zahl unserer „Follower“ sukzessive erhöht. Auf Life-SMS wurde ca. 31.000 mal zugegriffen. Und die Infoplattform lsms.info zählte mehr als 120.000 Besucher mit 500.000+ Seitenaufrufen.

Wir scheinen also durchaus interessante und hoffentlich wertvolle Inhalte zu liefern. Das gibt uns Motivation und Impuls weiterzumachen.

Welche Inhalte waren besonders gefragt?

Hier die Titel der fünf meistgelesenen Newsfeed-Beiträge:

Was ist eigentlich ketogene Ernährung – Chancen bei der Behandlung der MS?
Keiner kann Heilen – Heilung ist immer Selbstheilung
Das lsms.info Küchenplakat – Das Wesentliche auf einen Blick
Der Arzt behandelt, die Natur heilt – eine Lanze für die Homöopathie
Hoffnungsträger und viel Neues auf lsms.info!

Für Zahlenfreunde haben die  WordPress.com-Statistik-Elfen darüber hinaus einen Jahresbericht 2015 für dieses Blog erstellt.

Hier ist ein Auszug:

Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Dieses Blog wurde in 2015 etwa 31.000 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 11 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieses Blog.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Finanzen

Damit das Projekt auch weiterhin unabhängig weiterleben kann sind wir natürlich auch auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Infos zu Spendenmöglichkeiten finden Sie auf der Spendenseite auf lsms.info oder hier unter Finanzierung.

Besonders freuen wir uns auch über kleine Dauerspenden via betterplace! Dies gibt uns Planungssicherheit und belastet potenzielle Spender nur geringfügig.

Abschließend danken wir allen Unterstützern, Diskussionspartnern, Therapeuten, Spendern und Lesern (selbstverständlich den weiblichen und den männlichen) für den regen Austausch und die gemeinsame Arbeit in diesem Jahr und freuen uns auf ein neues, gesundes und interessantes Projektjahr 2016!

Bleiben Sie uns treu und kommen Sie gut ins Neue Jahr!

Ihr und Euer Life-SMS Team


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Gastbeitrag: Unterstützende Behandlung der MS mit Heil- bzw. Vitalpilzen

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Es freut uns sehr, kurz vor den Festtagen, noch den ausführlichen o.a. Gastbeitrag unserer Projektpartnerin Dr. med. Gunda Schlink veröffentlichen zu können.

Reishi – ein typischer Heilpilz

Die Behandlung mit Pilzen (Mykotherapie) hat sowohl in der asiatischen Medizin (zum Beispiel in der Traditionellen Chinesischen Medizin – TCM) als auch in unserem europäischen Kulturraum eine lange Tradition. Dabei ist der Übergang von Ernährung zu Medizin fließend, denn die meisten Heilpilze dienen auch als Speisepilze.

Auch in der integrativen westlichen Medizin werden Heil- und Medizinalpilze erfolgreich eingesetzt. Dies ist insbesondere für das Feld der biologischen Krebsabwehr gut bekannt. In Bezug auf die Möglichkeit des Einsatzes von Heilpilzen bei der Multiplen Sklerose ist der Bekanntheitsgrad deutlich geringer. An dieser Stelle setzt der Gastbeitrag:

Unterstützende Behandlung der Multiplen Sklerose mit Heil- bzw. Vitalpilzen

an. Sie können das Dokument gerne auch im pdf-Format downloaden, wobei wir uns sehr über eine kleine Unterstützung sehr freuen würden.

Wir wünschen allen Lesern und Partner ein gesegnetes Weihnachtsfest, erholsame Tage und viele Inspirationen für ein gesundes Jahr 2016!

Ihr und Eurer

Life-SMS Team


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