Vibrationstraining verbessert den Behinderungsgrad bei Multipler Sklerose: Ergebnisse einer Pilotstudie

Was ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann, ist aktuell in einer Pilotstudie untersucht und bestätigt worden.  Ziel der Studie war es, die Effekte eines achtwöchigen Trainingsprogramms auf einem Ganzkörper-Vibrationstrainer zu untersuchen. 25 Erwachsene mit klinisch bestätigter Multiple Sklerose unternahmen ein 8-Wochen Training auf einer seitlich alternierenden Vibrationsplattform (in diesem Fall Galieo®). Die Vibrationsfrequenz lag bei 20 Hz, die vertikale Auslenkung betrug insgesamt 2,6 mm (Amplitude 1,3 mm). Vor und nach dem Trainingskurs wurde der Behinderungsgrad der Patienten mit dem PDDS (Patient Determined Disability Steps)- und dem MSFC-Bewertungsschema (MS Functional Composite) verglichen. Beide Bewertungsschemata sind eng mit dem bekannteren EDSS (Expanded Disability Status Scale) korreliert.

Das Trainingsprogramm verbesserte den PDDS (3.66 ± 1.88 vs. 3.05 ± 1.99, p = 0.009)  und den MSFC-Wert (0.00 ± 0.62 vs 0.36 ± 0.68, p < 0.0001) signifikant. Alle drei MFCS- Komponenten verbesserten sich:  die Funktion der unteren (25 ft Gehtest) und der oberen Extremitäten, der nicht dominanten Hand ( 9-Loch-Test) und die kognitive Funktion (PSAT-3-Test). 

Und das bei nur 3 Trainingseinheiten pro Woche, die pro Trainingseinheit 5 mal eine Minute Vibrationstraining mit je einer Minute Pause dazwischen umfassten. Also nur 24 Trainingseinheiten insgesamt!

Die Forscher schließen daraus:

“ Aufgrund der attraktiven inhärenten Eigenschaften des Vibrationstrainings, vor allem der geringen körperliche Aktivität, die für das Training erforderlich ist und somit geeignet ist, die Rate der Interventionen (Nutzung des Gerätes) zu erhöhen, spricht vieles für den Einsatz von Ganzkörper-Vibrationstrainern, um den Behinderungsgrad zu reduzieren oder zu halten.”

Ein Satz der nur zu unterstreichen ist!

Wenn man die im Vergleich zu anderen medikamentösen Behandlungen überschaubaren einmaligen Kosten berücksichtigt, wäre es natürlich besonders schön, wenn diese Message auch bei unseren Krankenkassen gehört würde. Vielleicht hilft ja das Weitersagen…

Das Abstract der Studie ist hier nachzulesen…
Yang, F., Estrada, E. F., & Sanchez, M. C. (2016). Vibration training improves disability status in multiple sclerosis: A pretest-posttest pilot study. Journal of the Neurological Sciences, 369, 96-101. doi:10.1016/j.jns.2016.08.013


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Gastbeitrag: Bindungsenergetische Therapie

Gastbeiträge sind für uns bei lsms.info und Life-SMS  von großem Wert, insbesondere auch dann, wenn sie helfen den Blick auf Therapieformen zu lenken, die vielleicht noch nicht in aller Munde sind.

Um so mehr freut es uns, dass sich Anja Klock, Heilpraktikerin aus Hamburg und seit 2015 Mitglied des Life-SMS-Therapeuten-Netzwerkes, die Zeit genommen hat Ihre Erfahrungen mit der Bindungsenergetischen Therapie in einem lesenswerten Gastbeitrag mit uns zu teilen.

Die Bindungsenergetische Therapie ist eine Psychotherapie mit Mind-Body-Elementen:

„So schaut der bindungsenergetische Therapeut nicht nur auf das Leid, das der Betroffene mindestens im Kopf hat und unter vertrauten Umständen auch wagen kann mitzuteilen. Nein, der Therapeut wendet sich ebenso dem Herzen des Betroffenen zu. Das tun wir mit all den, uns zur Verfügung stehenden, Sinnen – mit unseren, in Ausbildung und stetiger Fortbildung speziell dafür geschulten „Bindungsfähigkeiten“: Zuhörend und achtsam über das Ohr (Gespräch), über Hand-Haut Kontakt (z.B. im Gesicht) oder mit einer speziellen, resonanzbildenden Technik, die wir „die ruhende Hand über dem Herzen“ nennen. Diese Technik ist ein Alleinstellungsmerkmal der bindungsenergetischen Therapie und befähigt den Klienten einen einfachen, direkten und sicheren Zugang zu den wirklichen Herzensangelegenheiten zu bekommen.“

Lesen Sie jetzt die vollständige Geschichte im Gastbeitrag:  Bindungsenergetische Therapie!

csm_2016-08-28_16_37_48-artem_kovalev___unsplash_a0e7b26bddBesonders Menschen mit chronischen Erkrankungen und Schmerzen, wie MS-Betroffene, finden nicht immer die Hilfe, die sie suchen. Viele Betroffene spüren intuitiv, dass ihr Leiden etwas mit ihrem inneren Stress zu tun hat und empfinden (sehr oft zu recht) eine Abwehr gegen die ständige Einnahme von Medikamenten. Mit den Techniken der Mind-Body-Medizin kann hier oft weit mehr in Richtung Linderung und Gesundung erreicht werden als mit pharmakologischen Eingriffen. Diese Therapien aktivieren ganz massiv die Heilkraft des inneren Arztes. Der Therapeut ist dabei ein Auslöser und Katalysator der Heilungsprozesse, er heilt aber nicht selbst. Oder wie Prof. Hüther es formuliert 

„Keiner kann Heilen – Heilung ist immer Selbstheilung“

Siehe auch die Videobeiträge im Bereich „Psychoneuroimmunologie“

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Von der Kunst einen guten Therapeuten zu finden…

Manchmal beschleicht einen als Patientin oder Patient das ungute Gefühl in der Medizinfabrik und Geldproduktionsmaschine (für Big Pharma) gelandet zu sein. Kurzes Gespräch, komplexe Diagnostik, Einordung in eine Schublade, Auswahl eines Medikaments aus dieser Schublade und dann ständige Belieferung mit diesem angeblich hilfreichen Produkt (möglichst bis ans Lebensende). Empathie, Einfühlungsvermögen, ganzheitliches Denken oder auch nur ausreichend Zeit, oft Fehlanzeige. Falls es Ihnen noch nie so gegangen ist, gehören Sie zu den wirklichen Glücklichen!

Wahrscheinlicher ist, dass Sie sich Ihr persönliches therapeutisches Netzwerk langsam aufbauen müssen und Ihre Therapeutengruppe, vom Neurologen über den Hausarzt bis zum Heilpraktiker oder Physiotherapeuten sukzessive optimieren müssen. Aber welche Kriterien oder Eigenschaften Ihrer Ärztin und Ihres Heilpraktikers spielen für den Heilungserfolg eine wesentliche Rolle? Dr. Wolfgang Weihe hat hierzu schon im 2006 erschienen Buch „Multiple Sklerose“ Kriterien für Neurologen aufgestellt, die wir für die nachfolgende Liste als Grundlage genommen und etwas verfeinert haben. Diese gelten dann für jede Therapeutin oder jeden Therapeuten.

Der Arzt oder Therapeut:

  • nimmt sich Zeit und zeigt Empathie,
  • versucht Fachchinesisch zu vermeiden, nimmt Ihre Fragen ernst und beantwortet Sie geduldig,
  • lässt Sie bei Behandlungen mitentscheiden und agiert als Berater und nicht als Halbgott,
  • zeigt Erfahrung und ist auf dem aktuellen Stand der Forschung bzw. seines Fachgebiets, interessiert sich für Sie und Ihre persönlichen Lebensumstände (Arbeit, Hobbys, Vorlieben, Belastungen…),
  • denkt ganzheitlich, lässt Naturheilverfahren und Alternativmedizinischen Verfahren Raum und setzt auf die Selbstheilungskräfte des Menschen,
  • arbeitet in einem Netzwerk und befragt auch einmal Kollegen
  • hat Humor, strahlt Zuversicht und Enthusiasmus aus,
  • ist auch außerhalb der üblichen „Öffnungszeiten“ im Fall des Falles für Sie da,
  • und nutzt wenn nötig diagnostische Methoden, die über das Standardpaket MS hinausgehen und helfen Ihren „Körperstatus“ und die möglichen Ursachen Ihrer persönlichen MS zu verstehen.

Zugegeben, die Suche eines geeigneten Therapeuten ist eine komplexe und sehr persönliche Angelegenheit. Life-SMS bietet dabei zwei Hilfestellungen.

    • Auf der einen Seite das kleine aber feine Life-SMS Therapeuten-Netzwerk mit Ärzten und Heilpraktikern, die persönlich bekannt sind und in aller Regel in unserem Expertennetzwerk mitarbeiten.
    • Und als zweite Hilfestellung das Taramax-Portal mit Ärzten und Heilpraktikern in Deutschland, die mit ganzheitlichen Methoden arbeiten. Wir haben für Sie dort den Suchbegriff ‘Multiple Sklerose’ schon voreingestellt, sodass Sie weitere Verfeinerungen (Region, Therapiemethoden, etc.) oder die Suche nach anderen Krankheitsbildern eigenständig vornehmen können.

Die Ergebnisse der Taramax-Suche geben einen guten Überblick über die spezifischen Behandlungsmethoden, Kenntnisse und Schwerpunkte der registrierten Ärzte und Heilpraktiker. Insofern ist dieser – für Sie kostenlose Service – aus unserer Sicht eine gute Unterstützung für die Identifikation eines möglichen Behandlungspartners in Ihrer Region.

Und wenn Sie sich bei einem Arzt oder Therapeuten nicht gut aufgehoben fühlen, dann wechseln Sie so schnell wie möglich. Heilung oder Stabilisierung sind in einer solchen Beziehung sehr unwahrscheinlich!

Ach übrigens, für Ärzte und Therapeuten, die auf den patientenzentrierten Behandlungsweg einschwenken oder dort besser werden wollen, empfiehlt sich die Lektüre des kleinen Breviers: Systemische Medizin – Auf der Suche nach einer besseren Medizin, welches z.B. den Buchempfehlungen der Akademie für menschliche Medizin zu finden ist.

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Das therapeutische Potential einer ketogenen Diät bei der progredienten MS

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Über das Thema Low-Carb und ketogene Ernährung haben wir schon verschiedentlich berichtet; z.B.:

Was ist eigentlich ketogene Ernährung – Chancen bei der Behandlung der MS?

Bis vor kurzem wurde Multiple Sklerose rein als entzündliche Erkrankung, ohne besondere Beachtung der signifikanten neurodegenerative Komponente für Krankheitsverlauf und Behinderung, angesehen. Diese Perspektive wird durch Beobachtung einer Dissoziation (Aufspaltung) zwischen Entzündung und Neurodegeneration in Frage gestellt, in der die neurodegenerative Komponente eine wichtigere Rolle für das Fortschreiten der Krankheit spielt.

In einem frei verfügbaren Review Artikel aus „Multiple Sclerosis International, Dezember 2015“ wird dieser Zusammenhang nun umfassend beleuchtet.

Storoni, Mithu; Plant, Gordon T. (2015): The Therapeutic Potential of the Ketogenic Diet in Treating Progressive Multiple Sclerosis. In: Multiple Sclerosis International 2015 (1), S. 1–9. DOI: 10.1155/2015/681289.

Die Autoren kommen zu folgenden Schlussfolgerungen:

Die ketogene Diät birgt Potenzial, die neurodegenerative Komponente von progredienter MS auf der Grundlage der folgenden Beobachtungen aus „in-vitro“- und „in-vivo“-Studien zu behandeln:

  • Die Neurodegeneration wird als der, der progredienten MS zugrunde liegende, pathologische Faktor verstanden.
  • Ein mitochondriale Dysfunktion (Mitochondrien: Kraftwerke der Zellen) kann zu einer reduzierten ATP-Verfügbarkeit führen (ATP: Brennstoff der Zelle). Dies kann die axonalen Atrophie (Gewebeschwund) fördern, was wiederum zu einer Degeneration der Nervenzellen führt.
  • Nach den Ergebnissen der betrachteten „in vitro“ und Tierstudien, erhöht die ketogene Ernährung die ATP-Produktion, fördert die mitochondriale Biogenese und umgeht dysfunktionale Schritte innerhalb der mitochondrialen bioenergetischen Prozesse, erhöht gleichzeitig die Niveaus von Antioxidantien und reduziert oxidative Schäden. Da das axonale Überleben mit einer Erhöhung der ATP-Niveaus und einer allgemeinen Verbesserung der mitochondrialen Funktion korreliert, kann die ketogene Diät einen therapeutischen Nutzen in die neurodegenerative Komponente von MS bieten.

Einfacher ausgedrückt: Eine ketogene Diät hat das Potenzial die Energieversorgung der Nervenzellen und den Schutz der Zellen zu verbessern und kann somit den neurodegenerativen Prozessen bei der MS entgegenwirken.

Auch erste Humanstudien, zum Beispiel an der Charité in Berlin, weisen in diese Richtung. Bevor man aber selbst in eine ketogene Diät einsteigt, sollte man sich auf der einen Seite über Kontraindikationen gründlich informieren (siehe auch erste Hinweise auf lsms.info) und auf der anderen Seite zwingend mit dem behandelnden Arzt Rücksprache halten. Eine ketogene Diät stellt eine massive Umstellung des Stoffwechsels dar!

Generell ist aber jeder und jedem MS-Betroffenen eine zucker- und kohlenhydratarme Diät zu empfehlen. Dazu gibt es ausführliche Hinweise in unserem Faktenblatt Zucker und MS.

Buchempfehlungen (z.B. Dr. Wahls, MS erfolgreich behandeln mit dem Paläo-Programm) finden sich u.a. bei der Akademie für menschliche Medizin im Bereich neurodegenerative Erkrankungen.

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Bisher vernachlässigt: die Forschung zum Thema sekundär progrediente MS-Formen – aber das Bild hellt sich auf…

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Die MS-Forschung hat sich in den letzten zweieinhalb Jahrzenten vornehmlich mit dem primären Entzündungsvorgang bei der MS und der Bekämpfung des Schubgeschehens beschäftigt. Mehr oder (eher) weniger brauchbare Medikamente liegen inzwischen vor, aber alle haben ein ungünstiges Nebenwirkungsprofil und Heilung ist aus schulmedizinscher Sicht heute nicht möglich. Umso erfreulicher ist es, dass die Forschung sich nun zunehmend auch mit dem zweiten Problem der MS-Erkrankung beschäftigt: dem neurodegenerativen Anteil (also der langsamen Zerstörung von Neuronen und Axonen).

Hier muss es darum gehen den Wiederaufbauprozess der Myelinscheide über Medikamente und Lebensstilmodifikationen zu fördern und gleichzeitig den „virtuellen“ Sauerstoff- und Energiemangel der Hirnzellen und damit ihr Absterben zu verhindern.

Professor Ayman Tourbah von der Universitätsklinik Reims in Frankreich diskutiert in diesem Video von der ECTRIMS-Konferenz in Barcelona, was getan werden kann, um gute Ausgangsbedingungen bei der Behandlung dieser Problematik bei der Erkrankung zu schaffen.

Glücklicherweise gibt erste Hinweise auf “aufbauende” Therapien mit sehr geringen oder keinen Nebenwirkungen, die derzeit in verschiedenen Projekten untersucht werden. Prof. Tourbah arbeitet in diesem Zusammenhang am Thema „hochdosiertes Biotin (Vitamin B7)“. Das entsprechende Interview ist ebenfalls hier zu sehen:

Auf CDP-Cholin hatten wir schon in einem früheren Beitrag verwiesen.

Fazit: Die Lösung des Problems MS wird in einer optimalen Kombination von Möglichkeiten zur Entzündungsbekämpfung und regenerativen Therapien liegen. In beiden Fällen werden Lebensstil-Modifikationen das Fundament einer nachhaltigen Stabilisierung und möglichst Gesundung sein.


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Gastbeitrag: Unterstützende Behandlung der MS mit Heil- bzw. Vitalpilzen

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Es freut uns sehr, kurz vor den Festtagen, noch den ausführlichen o.a. Gastbeitrag unserer Projektpartnerin Dr. med. Gunda Schlink veröffentlichen zu können.

Reishi – ein typischer Heilpilz

Die Behandlung mit Pilzen (Mykotherapie) hat sowohl in der asiatischen Medizin (zum Beispiel in der Traditionellen Chinesischen Medizin – TCM) als auch in unserem europäischen Kulturraum eine lange Tradition. Dabei ist der Übergang von Ernährung zu Medizin fließend, denn die meisten Heilpilze dienen auch als Speisepilze.

Auch in der integrativen westlichen Medizin werden Heil- und Medizinalpilze erfolgreich eingesetzt. Dies ist insbesondere für das Feld der biologischen Krebsabwehr gut bekannt. In Bezug auf die Möglichkeit des Einsatzes von Heilpilzen bei der Multiplen Sklerose ist der Bekanntheitsgrad deutlich geringer. An dieser Stelle setzt der Gastbeitrag:

Unterstützende Behandlung der Multiplen Sklerose mit Heil- bzw. Vitalpilzen

an. Sie können das Dokument gerne auch im pdf-Format downloaden, wobei wir uns sehr über eine kleine Unterstützung sehr freuen würden.

Wir wünschen allen Lesern und Partner ein gesegnetes Weihnachtsfest, erholsame Tage und viele Inspirationen für ein gesundes Jahr 2016!

Ihr und Eurer

Life-SMS Team


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Remyelinisierende Therapien: CDP-Cholin als neuer Forschungsansatz bei Multipler Sklerose


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Eine Therapieklasse, die aus unserer Sicht besondere Aufmerksamkeit verdient, sind Therapien, die die Neubildung von Myelinscheiden oder sogar Nervenzellen anregen. Der folgende Beitrag unseres Netzwerkmitglieds, der Pharmakologin Julia K., beschäftigt sich mit CDP-Cholin:


Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben mit CDP-Cholin eine aussichtsreiche Substanz entdeckt, die im Mausmodell die natürlicherweise ablaufende Regeneration von Nervenhüllen nach einem Schub von ein paar Wochen auf ein paar Tage verkürzt.
Myelinscheiden
„Die Geschwindigkeit ist entscheidend, weil Nervenzellen irgendwann zugrunde gehen, wenn sie ohne Myelinhülle quasi `nackt` sind“, so Prof. Dr. med. Stangel. CDP-Cholin stimuliert ein Enzym, wodurch mehr Myelin-Vorläuferzellen entstehen und sich die Myelinhülle schneller erholen kann. „So könnten weniger Nervenzellen sterben, was langfristig zu weniger Behinderungen bei den Patienten führen würde“, ergänzt PD Dr. Thomas Skripuletz. Bei Erkrankten könnte eine Therapie mit CDP-Cholin bei einem Schub für ein bis zwei Monate gegeben werden – zusätzlich zur bisher üblichen Therapie mit Cortison. Zudem könnte sie mit präventiven Maßnahmen kombiniert werden.
„Letztlich müssen klinische Studien aber zeigen, ob die Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind“, betont Prof. Stangel. Da CDP-Cholin bereits im Rahmen von anderen Erkrankungen untersucht worden und als Nahrungsergänzungsmittel verfügbar ist, sind baldige klinische Studien möglich.

CDP-Cholin ist ein Zwischenprodukt im Neurotransmitter- und Zellmembranstoffwechsel. Die Abkürzung CDP-Cholin steht für Cytidin-5‘-Diphosphat-Cholin. Dieser körpereigene Wirkstoff hat positive Einflüsse auf die kognitiven Vorgänge im Gehirn und fördert das Aufmerksamkeits- und Konzentrationsvermögen. Bei der Substanz handelt es sich um eine Sonderform des wasserlöslichen Nährstoffes Cholin (Vorkommen z.B. in Leber und Eigelb), welche aufgrund ihrer chemischen Struktur nach Passage der Blut-Hirn-Schranke in das zentrale Nervensystem gelangen kann. Diese Form von Cholin spielt eine wichtige Rolle bei der Biosynthese von Phospholipiden, vor allem Phosphatidylcholin im Gehirn, einem der wichtigsten Bausteine von Zellmembranen. Phospholipide unterstützen den Stoffwechsel der Nervenzellen und sind unverzichtbar für die Reizverarbeitung und –weiterleitung in den Gehirn- und Nervenzellen.

Obwohl die Substanz schon bei vielen Menschen (insbesondere Schlaganfall- und Schädel-Hirn-Trauma-Patienten) eingesetzt wurde und wahrscheinlich auch bei MS-Patienten keine schwerwiegenden Nebenwirkungen zu erwarten sind, sollten Patienten CDP-Cholin nicht einfach so einnehmen, zumal über die Dosierung beim Menschen noch nicht viel bekannt ist. Also sollte man mit der Einnahme warten, bis eine Studie genauere Ergebnisse zur Wirkung bei MS liefert oder Rücksprache mit dem betreuenden Arzt nehmen.

Quellen:


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